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Derek Bailey
Derek Bailey
Derek Bailey
Allgemeine Information
GeborenSheffiels, 29. Januar 1930
VerstorbenLondon, 25. Dezember 2005
LandFlagge des Vereinigten Königreichs Vereinigtes Königreich
Arbeit
BerufMusiker
Instrumente)Gitarre
(und) IMDb-Profil
(und) Allmusic-Profil
Portal  Portalsymbol  Musik

Derek Bailey (Sheffield, 29. Januar1930London, 25. Dezember2005) war ein britisch Gitarrist und Improvisationsmusiker.

Biografie

Bailey lernte das Gitarrespielen von Kindesbeinen an. Erste Anregungen erhielt er von seinem Großvater und einem Onkel, beides Berufsmusiker. Seit 1951 spielt er seit zehn Jahren als Solist, Begleiter oder Orchestermusiker Unterhaltungsmusik. Er spielte im Radio, im Fernsehen, in Clubs, in Tanz- und Konzertsälen.Für Baileys musikalische Entwicklung war die Zusammenarbeit mit dem Kontrabassisten Gavin Bryans und Schlagzeuger Tony Oxley in der in Sheffield ansässigen Combo of Joseph Holbrooke von entscheidender Bedeutung. Die 1963 gegründete Band spielte zunächst konventionellen modernen Jazz, wechselte aber bald zu den neuesten Musiktrends. Als sich Bryars zunehmend für Komposition interessierte, wurde die radikale „freie“ Improvisation zum dominierenden Ausgangspunkt für Baileys musikalisches Werk. Ab Mitte 1965 verstärkt und erst nach seinem Umzug nach London trat Bailey als freiberuflicher Improvisator auf. 1968 gründete er die Music Improvisation Company mit dem Saxophonisten Evan Parker und Elektroniker Hugh Davies, das bald durch Schlagzeuger ergänzt wurde Jamie Muir. Ein weiteres Highlight zeitgenössischer Improvisationsmusik war das Trio "Iskra 1903" mit Barry Guy und Paul Rutherford, der 1970 ebenfalls recht radikal spielte.

Im selben Jahr gründete Bailey das Plattenlabel Incus-Aufzeichnungen mit Evan Parker und Tony Oxley, das als das erste unabhängige Plattenlabel Großbritanniens gilt, das von Musikern geführt wird. Bailey spielte mit den wichtigsten Improvisatoren der Free-Jazz, wie Peter Brotzmann, Han Bennink, Cecil Taylor, William Parker, Peter Kowald, John Metzger, Louis Moholo und Tristan Honsingersowie als Sologitarrist. Er spielte sowohl elektrische als auch akustische Gitarre, trat aber auch als Rezitator auf. Außerdem arbeitete er in der Musikwissenschaft an der Theorie der (freien) Improvisation. Daraus entstanden eine Buchveröffentlichung und eine vierteilige Dokumentationsreihe über Improvisation in verschiedenen Musikstilen. Die Serie wurde ausgestrahlt Kanal 4 des BBC 1992 unter dem Titel An der Kante.

Bailey gilt heute als einer der herausragenden Begründer der modernen europäischen Improvisationsmusik, der sich nicht zuletzt dank Baileys eigener musikalischer Arbeit vom Modell des amerikanischen Free Jazz lösen und ein eigenes europäisches Musical-Konzept demonstrieren konnte Improvisation, in der sich die sogenannte Freemusic kurzzeitig bestimmten Strömungen der neue Musik kam, der in den 1960er Jahren unabhängig von zeitgenössischen Entwicklungen im Jazz ein eigenes Improvisationsensemble produzierte (siehe zB Gruppo di Improvvisazione Nuova Consonanza). Bailey blieb jedoch offen für gelegentliche Crossover-Projekte, wie in der Fusionsbereich mit Arkana.

Versterben

Derek Bailey starb im Dezember 2005 im Alter von 75 Jahren.

Auszeichnungen

1977 wurde er von der Kritikerumfrage von DownBeat als Gitarrist, der weitere Aufmerksamkeit verdient. Sein Soloalbum Aida von 1980 wurde zu den "100 Platten, die die Welt in Brand setzten (während niemand zuhörte)" von The Wire hinzugefügt. Musikimprovisationsfirma mit Evan Parker (ECM-Aufzeichnungen1970) wurde von Jazzwise zu "The 100 Jazz Albums That Shook the World" gewählt.

Diskographie (Auswahl)

  • 1970: Iskra 1903 mit Derek Bailey (Gitarre), Paul Rutherford (Posaune) und Barry Guy (Kontrabass) (Incus)
  • 1973: Freie Improvisation mit Derek Bailey (Gitarre), Paul Rutherford (Posaune) und Barry Guy (Kontrabass) (Deutsche Grammophon)
  • 1975: Der Untergang der Titanic Das Cockpit-Ensemble (Derek Bailey, Michael Nyman, John Nash, John White, Sandra Hill und Gavin Bryans)
  • 1978: Maschinenmusik mit Derek Bailey, Fred Frith, Brian Eno und Gavin Bryans (obskur)
  • 2002: Balladen, Derek Bailey solo auf der Akustikgitarre (Tzadik Records)

Bücher

  • Derek Bailey, Improvisation: Kunst ohne Werk (übersetzt von Hermann J. Metzler und Alexander von Schlippenbach) Wolke Verlag, Hofheim 1987, ISBN 3-923997-02-7

Literatur

  • Ben Watson: Derek Bailey und die Geschichte der freien Improvisation, Verso, London, 2004, ISBN 1-84467-003-1

externer Link

  • [1] um 05:54 Derek Bailey beim Claxon Sound Festival für improvisierte Musik in den Niederlanden (VPRO/1984)