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Emile Henry
Emile Henry
Illustration von Henrys Verhaftung

Emile Henry (Barcelona, 26. September1872Paris, 21. Mai1894) war ein Franzose Anarchist der 1894 im Café Terminus in Paris einen Bombenanschlag verübte.

Leben

Junge Jahre

Henry war der Sohn von a Kommunal die nach ihrer Verurteilung zum Tode (in Abwesenheit) nach Spanien geflohen waren. Nach einer Amnestie kehrte Henry senior 1881 mit seiner Familie nach Frankreich zurück. Henry war ein hervorragender Schüler in der Schule, entwickelte aber schon in jungen Jahren revolutionäre Ideen.

Attacke

1892 verdächtigte die Polizei Henry der Bombe im Büro des Société des Mines de Carmaux in Paris, aber sie konnte keine Beweise finden. Während seines Prozesses behauptete er, diese Bombe tatsächlich gelegt zu haben, aber sie wurde nie festgestellt.[1]

Am 12. Februar 1894 warf Henry eine 120-Schuss-Bombe im Café des Hotel Terminus in der Nähe von Gare Saint-Lazarewas einen Toten und fünf Verletzte hinterließ. Nach einer wilden Verfolgungsjagd wurde er von der Polizei gefasst. Nach seiner Festnahme zeigte er Stolz auf seine Tat. Als ihm die Staatsanwaltschaft vorschlug, es seien unschuldige Zivilisten, die das Café Terminus besuchten, antwortete er: „Es gibt keine unschuldigen Zivilisten. Das waren Leute, die mit der aktuellen Lage zufrieden sind, die die Regierung billigen und unterstützen. Dumm, eingebildetconce Beamte, die 300 Franken im Monat verdienen, die das Volk hassen und die immer auf der Seite der Stärksten sind. Es tut mir nur leid, dass ich nicht mehr getötet habe." Er sagte, er sei der Anarchist Auguste Vaillant rächen wollte, der am 5. Februar 1894, eine Woche vor dem Angriff, hingerichtet worden war.

Versuch und Hinrichtung

Bei seinem Prozess gab Henry seine Schuld voll und ganz zu. Am Ende des Prozesses las er eine Erklärung vor, in der er die typische Aussage machte: "Ich liebe alle Menschen wegen ihrer Menschlichkeit und ihres Potenzials, aber ich verachte sie für das, was sie wirklich sind."[2] Er schloss seine Erklärung wie folgt: „In diesem rücksichtslosen Krieg, den wir der Bourgeoisie erklärt haben, bitten wir kein Mitleid. Wir bringen den Tod, aber wissen ihn auch zu ertragen. Deshalb erwarte ich resigniert und gleichgültig Ihr Urteil. Viele sind unsere Toten, im Chicago gehängt, enthauptet in Deutschland, erschossen Barcelona, guillotiniert im Parisdennoch warst du nicht in der Lage, den Anarchismus auszurotten. Seine Wurzeln reichen tief: Es wurde aus dem Mutterleib einer verrotteten Gesellschaft geboren, die jetzt im Verfall ist. Anarchie ist überall, sie ist unbezwingbar und wird dich am Ende besiegen und töten."

Am 21. Mai 1894 wurde Henry im Alter von 21 Jahren von der Guillotine enthauptet. Eine Menge applaudierte dem Leichenwagen, der ihn weggetragen hatte.

Siehe auch

In den Jahren 1892-1894 fanden in Paris Dutzende anarchistischer Angriffe statt, über die in der Presse ausführlich berichtet wurde, die in der Bevölkerung für große Aufregung sorgten. Zu den am meisten diskutierten Angriffen siehe auch:

Literatur und Quellen

  • George Blond: Die große Armee hinter der schwarzen Flagge; Die Geschichte des Anarchismus, Horn, 1973

Externer Link

Nüsse

  1. Barbara Tuchman: Der stolze Turm. ein Porträt der Jahre vor dem Ersten Weltkrieg 1890-1914. 8. Auflage 2007
  2. "J'aime tous les hommes dans leur humanité et pour ce qu'ils devraient être, mais je les méprise pour ce qu'ils sont."