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Francis Jammes (Turnier, Hautes-Pyrénées, 2. Dezember1868 - Hasparren, Pyrenäen-Atlantiques, 1. November1938) war ein Französisch Dichter und Kritiker.
Leben und Arbeiten
Jammes war der Sohn eines Zöllners und verbrachte seine Kindheit in der Gegend von tragen und Baskenland. Am Ende entschied er sich jedoch für Literatur. Er veröffentlichte einige kleine Gedichtbände und zog 1895 nach Pariswo er mit literarischen Kreisen in Kontakt kam. Albert Samain engagierte ihn als Mitwirkenden für das Magazin Mercure de France. In seinem Manifest du jammisme (1897) er nahm es Symbolismus auf das Korn mit seinen unzähligen '–ismen'. Seine Position wurde 1898 mit seiner ersten Sammlung für Erwachsene fortgesetzt Der l'Angélus de l'aube à l'Angélus du soir, in dem er radikal mit der Künstlichkeit brach, die die Symbolik der Zeit kennzeichnete. Seine Poesie war frisch, geschrieben in gemeinsamen Wörtern und einer gemeinsamen Satzstruktur, oft mit gesunden Reimen. Menschen, Tiere und Dinge beziehen sich in erster Linie auf sich selbst, auf das, was sie sind. Jammes ist besessen von Vergangenheit und Erinnerung und fasziniert von jungen Mädchen und Exotik. Diese Themen sollten in seinen späteren Sammlungen immer wiederkehren, insbesondere in Le Deuil des Primeveres (1901).
Jammes war zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine bekannte Persönlichkeit in Pariser Literaturkreisen. Er war befreundet mit André Gide, mit dem er 1896 verstarb Algerien gereist, sowie mit Stephane Mallarme und Henri de Regnier. Ab 1905 gerät er unter den Einfluss von Paul Claudeli und der Glaube kehrt als Thema in sein Werk nachdrücklich zurück, wo er vorher nur intuitiv präsent war. Le Triomphe de la Vie (1906) ist ein markantes Beispiel dafür. Seine späteren Sammlungen wurden als „dogmatisch katholisch“ kritisiert. Am Ende seines Lebens schrieb er eine Reihe von satirischen Stücken dagegen Surrealismus, die er als Phänomen der Dekadenz erlebte.
Jammes litt schon immer stark unter dem Gefühl mangelnder Anerkennung aufgrund fehlender offizieller Ehrungen (zum Beispiel war er zutiefst verbittert, nie in der Französische Akademie wurde aufgenommen), doch nach seiner Heirat und der Geburt seiner Tochter 1910 fand er dennoch eine gewisse innere Ruhe. Trotzdem blieb er immer als pessimistischer und menschenfeindlicher Mann bekannt. Er starb 1938 im Alter von 70 Jahren.
Wissenswertes
Chansonnier Georges Brassens basierend auf seinem berühmten Lied La Prière auf dem Gedicht Les Mysteres Douloureux van Jammes, nur leicht rhythmisch modifiziert.
Bibliographie (Auswahl)
Poesie
- Der l'Angélus de l'aube à l'Angélus du soir (1898)
- Le Deuil des Primeveres (1901)
- Le Triomphe de la Vie (1906)
- Les Georgiques chrétiennes (1911-1912)
- Le Livre des Quatrains (1923-1925)
- Die Allzeittemps a jamais (1935)
- Quellen (1936)
Prosa
- Clara d'Ellebeuse (1898)
- Almaïde d'Etremont (1901)
- Le roman du lièvre (1903)
- Pomme d'anis (1904)
Libretto
- La Brebis egare. Musikalischer Roman (Oper). Musik (1910-14): Darius Milhaud. 1923
Literatur und Quellen
- A. Bachrach et al.: Enzyklopädie der Weltliteratur. Büsum, 1980-1984. ISBN 90-228-4330-0
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