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Gerard Bodifée
Gerard Bodifee im Jahr 2019

Gerard Bodifee (Granatwerfer, 7. Februar1946) ist ein flämischChristianAstrophysiker, Philosoph, Essayist und Kolumnist.

Biografie

Nach dem Studium in der Chemie zum Universitäten von Antwerpen und Gent er widmete sich der Astronomie, insbesondere dem Problem der Sternentstehung und der Ursprung der Sonnensystem. Von 1973 bis 1975 arbeitete Gerard Bodifée als Chemiker in der Transformatorenfabrik Pauwels Transfo in Mechelen. Anschließend wurde er Lehrer an der Saint-Rita-College im Kontich. Von 1983 bis 1985 forschte er über die Universität Brüssel auf dem Gebiet der galaktischen Evolution. Er promovierte in Naturwissenschaften mit der Dissertation Oszillierende Sternentstehung und dissipative Strukturen in Galaxien bei prof. C. de Loore. Die wissenschaftliche Forschung dazu erfolgte in Zusammenarbeit mit Ilya Prigogine.

Von 1985 bis 1987 war er stellvertretender Direktor des National Planetarium, verbunden mit der Königliches Observatorium von Belgien in Brüssel. Er präsentierte auch das astronomische Magazin Beckenhöhe im Fernsehen.

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist er auch Autor und Kolumnist u.a. für Der Standard und der VRT. Er schwingt ein Licht ironisch Stil, oft Christian-philosophisch reflektierend, aber stets fundiert und kritisch, nicht zuletzt im eigenen Wissenschaftsgebiet.

1999 gründete er die Haus für Philosophie on, in dessen Rahmen er Lehrveranstaltungen im In- und Ausland hält.

2007 wirkte er an dem 2009 erschienenen Dokufilm "Sterrenkunde in Vlaanderen" von Peter Stinissen und in der 94 Die Traube er erleuchtete jeden Monat den wunderbaren Sternenhimmel.[1]

Ethik

Gerard Bodifée bezeichnet sich selbst als christlicher Philosoph. Die Frage nach der realen Existenz Gottes hält er für untergeordnet gegenüber den positiven Wirkungen, die er einem religiösen Bewusstsein zuschreibt: Moral, Altruismus, Sinn und Liebe sind nach ihm nicht von einem christlichen Ursprung zu trennen.

Bodifée hat sich gegen Abtreibung und Sterbehilfe ausgesprochen[2] und eine weitreichende Liberalisierung des Rechts. Seiner Ansicht nach untergräbt das Loslassen des Respekts vor dem Leben die humanen Werte unserer Kultur. Er lehnte die Adoption durch schwule Paare ab, ein Urteil, für das LGB-Verband verlieh ihm im Dezember 2006 den Homophobie-Preis.[3]

Personalien

Gerard Bodifée ist verheiratet mit Lucette Verboven, Interviewer des Programms Brombeerstrauch des Katholischer Fernseh- und Hörfunk gemeinnützige Organisation und Autor mehrerer Bücher im Bereich Religion.

Arbeiten

Bis 2012 veröffentlichte Gerard Bodifée etwa zwanzig Bücher, hauptsächlich zu Themen aus dem Bereich, in dem Wissenschaft, Philosophie und Religion aufeinandertreffen.

  • Allgemeine Astronomie (1977, zusammen mit T. Dethier und E. Wojciulewitsch)
  • Der Ursprung des Sonnensystems (Januar 1978, Volkssternwarte Urania v.z.w.)
  • Planetenatmosphären (3das Druck April 1978, Volkssternwarte Urania v.z.w.)
  • Wissenschaftliches Taschenbuch 1983-1984 (1983)
  • Der Fremde der Erde, über starre Naturgesetze und unberechenbares Leben, Verlag Pelckmans, 181 S. (1986)
  • Halley 1986, Der aktuelle Stand der Kometenforschung (zusammen mit Marc Gyssens, Volkssternwarte Urania v.z.w.)
  • Raum für Freiheit, über unvollendete Natur und menschliche Initiative, Pelckmans Publishers, 236 S. (1988)
  • Reflexionen, über Wissenschaft, Leben und das, was sie voneinander vermuten, Uitgeverij Pelckmans, 159 S. (1989)
  • Momente unter der Milchstraße (1990)
  • Das Sichtbare und das Denkbare (1990)
  • Aufmerksamkeit und Präsenz, über Kreativität in einer unvollendeten Welt, Verlag Pelckmans 124 S. (1991)
  • Resonanzen (1991)
  • Am Rande eines Vulkans, Pelckmans Publishers, 155 S. (1992, Frans Verleyen im Gespräch mit G. Bodifée)
  • Allgemein gesagt, Elemente eines christlichen Glaubens, Pelckmans Publishers, 78 S. (1993)
  • Klassiker der Wissenschaft, von Plato bis Prigogine, Scoop Publishers, 207 S. (1994)
  • Dialog über den verbesserten Zustand der Welt (1995)
  • Mit Blick auf den Mars, Verlag Scoop, 320 S. (1997)
  • Natürlicher Ungehorsam, Entschuldigung einer Störung, Pelckmans Publishers, 140 S. (1997)
  • Finsternis (1999)
  • Weg von tausend Jahren (2000)
  • Zu meiner Überraschung (2001)
  • Zur Existenz bestimmt (2003)
  • Aus der Leere, Die geistige Not Europas, Davidsfonds Verlag, 84 S. (2005)
  • Gott und der Fels, über die Religion und Wissenschaft sprechen und schweigen, Uitgeverij Davidsfonds, 168 S. (2007)
  • Diotima, Verlag Pelckmans, 142 S. (2008)
  • CMG. Ein Katalog von tausend benannten Galaxien (2010) oder CNG. Katalog der benannten Galaxien, finden Sie im Internet in dieser aktuellen Version[4].
  • Nachtschwärmer, nächtliche Gedanken über Mensch, Kosmos und Gott, Davidsfonds Verlag, 143 S. (2010)
  • Jetzt ist die Zeit, zu Zeitlichkeit und Ewigkeit, Davidsfonds Verlag, 248 S. (2012)
  • Freier Wille, Sterck & De Vreese Verlag, 255 S., ISBN 978 90 5615 536 0 , (2019)

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