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Henri Alekan
Henri Alekan
Henri Alekan (links) 1986 mit Amos Gitai
Vollständiger NameHenri Albert Alakan
GeborenParis, 10. Februar1909
VerstorbenAuxerre, 15. Juni2001
GeburtslandFlagge von Frankreich
aktive Jahre1932 - 1995
BerufKameramann
FilmeLa Bataille du Rail, La Belle et la Bête, topkapi, Der Himmel über Berlin
(und) IMDb-Profil
Portal  Portalsymbol  Film

Henri Alekan (Paris, 10. Februar1909 - Auxerre, 15. Juni2001) war ein FranzösischKameramann.

Leben und Arbeiten

Bildung und erste Schritte im Kinoumfeld

Während seines Studiums an der Conservatoire national des arts et métiers und dann zum Graduiertenschule Institut d'optique Alekan nahm auch praktischen Unterricht im Pathé-Cinéma.

Alekan absolvierte ab 1932 eine Ausbildung zum Bedienassistenten. Unter der Obhut des deutsch-jüdischen Kameramanns und Erfinders Eugen Schufftan er kümmerte sich unter anderem um die Kameraführung von La Tendre Ennemie (Max Ophuls, 1936), Drôle de drama (Marcel Carne, 1937) und Le Quai des Brumes (Marcel Carne, 1938). Später arbeitete Carné noch zweimal mit Alekan zusammen. Ebenfalls Marc Allegret, der ihn bereits als Assistent am Set seiner Arbeit gesehen hatte fanny (1932), besuchte Alekan noch dreimal.

Berufsverbot und spätere Verlobung

Während der Zweiter Weltkrieg verboten Vichy Frankreich Alekan jede filmische Aktivität, weil er Jude war. Dieses Berufsverbot war die Grundlage für Alekans lebenslanges Engagement. Bereits 1940 gründete er das Centre artistique et technology des jeunes du cinéma. Während der Befreiung war er Teil der Commission supérieure technique de l'image et du son. Nach dem Krieg gründete er zusammen mit Louis Daquin die Produktionsfirma Coopérative générale du cinéma français. 1990 war er einer der Gründer der Association française des Directors de la photographie cinématographique.

Durchbruch als Kameramann

1946 lieferte Alekan die Kamera für zwei kommerzielle Hits: das vielbeachtete dokumentarische Kriegsdrama La Bataille du Rail (René Clement) und das Märchen Fantasy-FilmLa Belle et la Bête (Jean Cocteau). Sein Name war sofort bekannt. Im Laufe seiner Karriere war er am Erfolg verschiedener Filme beteiligt, wie zum Beispiel La Marie du Port (1950), Le Fruit défendu (1952), römische Ferien (1953), Austerlitz (1960), La Princesse de Cleves (1961), Mayerling (1968) und Soleil Rouge (1971).

Kooperationen

Neben Carné und Marc Allégret arbeitete Alekan mehrmals mit namhaften Filmemachern wie Clément, Abel Gance, Joseph Losey, Terence Young, Wim Wenders und später die israelisch Kameramann Amos Gitaic.

Als Meister der Schwarz-Weiß-Fotografie brachte er französische Filmikonen wie Danielle Darrieux, Jeanne Moreau, Micheline Preslea, Jean Marais, Jean Gabin und Gerard Philipe immer wieder vorbildlich.

Richtung

Er hat bei zwei Kurzfilmen Regie geführt: die Kunstdokumentationen L'Enfer de Rodin (1958) und La petite danseuse de 14 ans d'Edgar Degas (1986).

Alekan starb 2001 im Alter von 92 Jahren. Er ist auf dem begraben Cimetière du Montparnasse.

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen und Nominierungen

Preise

Nominierung

Veröffentlichungen

  • Des lumières et des ombres, Editions du Collectionneur, 1984
  • La belle et la bete, in Zusammenarbeit mit Jean Cocteau und Robert Hammond, Editions du Collectionneur, 1992
  • Frage de Lumières, in Zusammenarbeit mit Robert Doisneau, Edition Stratem, 1993
  • Le Vecu et l'Imaginaire. Chronicles d'un homme d'imagesimage, in Zusammenarbeit mit José-Louis Bocquet und Philippe Pierre-Adolphe, ditions La Sirène, 1999
  • Zugabe eine Nacht in Paris, L'Harmattan, 2000

Literaturverzeichnis

  • Pierre-Alexandre Schwab: Henri Alekan: L'Enfant des lumières, Editionen Hermann, 2012