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Interaktionismus ist ein Ansatz innerhalb der Soziologie in dem die Untersuchung der Interaktion zwischen Individuum(en) von zentraler Bedeutung ist. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist, dass diese Interaktion die Gesellschaft sowie das Funktionieren und die Identität der Individuen in ihr erklärt.
Es ist eine besondere Form symbolischer Interaktionismus, das sich der Erforschung von Symbolen widmet, die in der menschlichen Interaktion verwendet werden.
Allgemeines
Es soziale Aktion Nach dem Interaktionismus wird es durch die Interpretationen bestimmt, die Menschen zu den Handlungen des anderen geben. Es geht also nicht nur um die sozialen Interaktionen, sondern auch (und vielleicht am wichtigsten) um die Bedeutungen, die ausgetauscht werden.
Diese Bedeutungen werden ständig erklärt (verwendet, gegen die anderen getestet und verändert) in einem Prozess, der einerseits aus der Kommunikation mit sich selbst besteht (dem inneren Gespräch zwischen dem 'Ich' oder persönliche Identität und dem „Ich“ oder der sozialen Identität) und andererseits von diesem „inneren Gespräch“ oder der Selbstkommunikation als Leitlinie menschlichen Handelns.
Interaktionismus ist ein akteursorientierter KonsensansatzMit anderen Worten, es geht von den einzelnen Mitgliedern (und nicht von der Struktur) aus, deren soziales Handeln auf Stabilität, Ausgeglichenheit und Kontinuität ausgerichtet ist. Konflikte sind Pech im Interaktionsparadigma.
Gründungsväter
Die vier Hauptbegründer des interaktionistischen Paradigmas sind
- Charles Cooley (1864-1929), US-amerikanischer Soziologe
- W.I. Thomas (1863-1947), US-amerikanischer Soziologe
- Max Weber (1864-1920), deutscher Ökonom und Soziologe
- George Herbert Mead (1863-1931), US-amerikanischer Philosoph und Sozialpsychologe
W.I. Thomas
William Isaac Thomas formulierte zusammen mit D.S. Thomas den Satz von Thomas (1928): „Wenn Menschen Situationen als real ansehen, sind ihre Konsequenzen real“. Dies zeigt bereits Thomas' Beitrag zum Interaktionismus, nämlich die Bedeutung von Interpretationen. Auf dieser Einsicht basieren Mertons "Selbsterfüllende Prophezeiung" und "Selbstzerstörende Prophezeiung".
- Charles Cooley
- Cooley ist vor allem für sein „Spiegel-Selbst“ bekannt: Das Urteil, das wir über uns selbst haben, wird stark davon beeinflusst, wie wir denken, dass andere uns selbst beurteilen.
- Max Weber
- Max Weber hat seine Theorie des sozialen Handelns weitgehend als Antwort auf den Strukturansatz von . entwickelt Karl Marx und Emile Durkheim.
- Marx und Durkheim erklärten individuelles Handeln als strukturbedingt. Weber war überzeugt, dass beide den Einfluss historischer Entwicklungen und Institutionen überschätzen.
- Mit dieser Reaktion baute Weber nicht nur auf der interaktionistischen Theorie auf, sondern führte gleichzeitig die Methode des „Verstehens“ ein, bei der Soziologen fortan das Handeln der Menschen so verstanden, dass sie sozusagen durch die Augen dieser Menschen schauten.
- George Mead
- Mead, Philosoph und Entwicklungspsychologe, wurde posthum durch seine Arbeiten bekannt Geist, Selbst und Gesellschaft. Das Denken (Verstand) und Selbstbewusstsein (Selbst) von Menschen entstehen laut Mead aus der Interaktion zwischen Menschen. Mind & Self wiederum tragen zum Aufbau des menschlichen Zusammenlebens bei (Gesellschaft). Mit seiner Theorie antwortet Mead auf die darwinistischen und individualistischen Theorien über Mensch und Gesellschaft.
- Im Gegensatz zu den Theorien, auf die er reagiert, nimmt das Selbstbewusstsein bei ihm einen zentralen Platz ein. Menschen können nicht nur handeln und denken, sondern auch reflektieren, über sich selbst nachdenken. Sie entwickeln Bilder von sich selbst, die ihr Verhalten bestimmen. Sie entwickeln auch Ideen von anderen, versetzen sich in die Lage des anderen, spielen die Rolle des anderen (Rollenübernahme).
- Es Selbst entwickelt sich durch Nachahmung, durch Spiel und konzentriert sich zunächst auf die bedeutende andere (die Vertrauenspersonen wie Mutter und Vater), dann die verallgemeinert andere (die Anderen). Es Selbst entwickelt sich zu einem Soziales Selbst (das entspricht den Werten und Normen der Gesellschaft), aber immer raus"ich" (das nonkonformistische, unabhängige, spontane und kreative Ich) und "Mich" (der Konformist in mir, die verinnerlichten Normen & Werte). Es gibt inneres Gespräch (interne Kommunikation) zwischen ich und Mich. Diese interne Kommunikation bildet das Selbst.
- Met unterrichtet unter anderem Herbert Blumer und inspirierte es dazu symbolischer Interaktionismus, die manchmal mit Interaktionismus selbst verwechselt wird. Der symbolische Interaktionismus ist mit dem Interaktionismus verwandt.
Kritik
- Überschätzung des Einflusses von Bedeutung auf das Verhalten
Die Perspektive der interaktionistischen Gesellschaft geht davon aus, dass wir jeder Handlung, die wir unternehmen, eine interne Kommunikation vorausgehen, dass wir bewusst handeln.
Aber handeln wir nicht hauptsächlich intuitiv & instinktiv einerseits (relational, im Bereich der Liebe) und andererseits routiniert (zB Geldgebrauch)?
- Strukturen helfen, soziales Handeln zu bestimmen
Der interaktionistische Ansatz ist akteursorientiert. Der breitere soziale Kontext wird unterbelichtet. Der Einfluss von Strukturen, auch Machtstrukturen, bestimmt sicherlich unser alltägliches gesellschaftliches Handeln.
Darüber hinaus würde uns das interaktionelle Paradigma zu der Annahme verleiten, dass wir ein riesiges Freiheit in unserem sozialen Handeln, das sich angesichts des Einflusses der Strukturen relativieren lässt.
- Methodische Schwäche
Aus einer positivistischen Tradition der Wissenschaft heraus wäre die Methodik der Interaktionisten nicht geeignet, wissenschaftliche Relevanz zu erlangen. Dies betrifft vor allem qualitative Forschungsmethoden wie teilnehmende Beobachtung, Biographieanalyse etc. Allerdings vertreten die interpretativen und gesellschaftskritischen wissenschaftlichen Paradigmen eine andere Sichtweise, die bei richtiger Anwendung den wissenschaftlichen Charakter dieser Methodik anerkennt. Siehe beispielsweise Guba und Lincoln (1994).
Literaturverzeichnis
- Jan Vranken und Erik Henderickx (1997), Das Spielfeld und die Spielregeln: eine Einführung in die Soziologie, Löwen: Acco 472 Seiten
- Guba und Lincoln (1994), „Konkurrierende Paradigmen in der qualitativen Forschung“. In N. K. Denzin & Y. S. Lincoln (Hrsg.), Handbuch der qualitativen Forschung (S. 105-117). London: Salbei