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Jacob Burckhardt (Basel, 25. Mai 1818 - dort, 8. August 1897) war ein schweizerisch Kultur- und Kunsthistoriker.
Leben und Arbeiten
Burckhardt ist einer der führenden Kunsthistoriker aus den Anfängen der Disziplin. Er studierte an den Universitäten von Bonn und Berlin. In Berlin er besuchte zwischen 1839 und 1843 Unterricht unter anderem Leopold von Ranke, Johann Gustav Droysen, August Böckha, Franz Theodor Kugler und Jacob Grimm. In Berlin Burckhardt hat auch gelernt Bettina von Arnima kennt. Er lehrte an den Universitäten von Basel und Zürich. In 1858 er kehrt von Zürich nach Basel zurück, wo er 1893 gelehrt. Ihm folgte in diesem Jahr Heinrich Wölfflin, einer seiner Schüler. Er trat unter anderem mit . auf Friedrich Nietzsche eine Briefkorrespondenz.
Burckhardt ist vor allem für seine Arbeiten zur Kultur der bekannt Renaissance. Sein wichtigstes Buch ist: Die Kultur der Renaissance in Italien (1860), das bis heute ein Standardwerk ist. Er hat auch Werke über . geschrieben Rubens, das Mittelalter und der Antike (Griechische Kulturgeschichte). Sein Schreibstil wird als sehr lebendig beschrieben und seine Werke werden auch heute noch vielfach zitiert.
Jacob Burckhardt sah in der Renaissance die Rückkehr der westlichen Zivilisation wie in der klassischen Zeit. Das Wichtigste an der Renaissance war das säkulare Weltbild und das Selbstbewusstsein des „gewöhnlichen“ Menschen.
Seitdem 1995 trägt die größte Banknote von Schweiz, das von 1000 Schweizer Franken, Burckhardts Porträt.
Kritik
Zeithistoriker widersprechen Burckhardt zunehmend. Die Art und Weise, wie er die Renaissance als allumfassenden Bruch mit der Vergangenheit darstellt, wirkt übertrieben. Die Pause war viel kleiner, als er dachte. Vielmehr war die Renaissance eine Verschiebung für die Elite und hatte möglicherweise nicht die Auswirkungen auf die Gesellschaft, die Burckhardt ihr zuschrieb.
- Die Mediävisten argumentierten, dass die wahre Renaissance bereits in der 12. Jahrhundert, Auch Renaissance des zwölften Jahrhunderts namens. Diese italienische Renaissance war nicht so einzigartig. Ende 8. Jahrhundert, loslegen 9. Jahrhundert es war schon von a die Rede Karolingische Renaissance, einer unter der Herrschaft der Karolinger fallende Blüte von Literatur und Kunst, und in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhundert fand die Ottonische Renaissance Stelle.
- Sozioökonomische Historiker zeigten, dass diese Renaissance den einfachen Mann unberührt gelassen hatte und in erster Linie eine Angelegenheit der Elite war. Auch wirtschaftlich war es nicht nur eine Zeit von Boom benennen.
- Der Leidener Historiker Johan Huizinga war der Meinung, dass die Renaissance Nordeuropa war nicht so sehr der Beginn von etwas Neuem, sondern eher das Verschwinden, das "Abtragen" mittelalterlicher Kulturformen. Johan Huizinga sprach sogar über 'Herbstzeit des Mittelalters“ (1919) in seiner Diskussion der Renaissance in Frankreich und der Burgundische Niederlande.
- Der Historiker Peter Burke stellt auch den Wert der Renaissance als Epochenkonzept in Frage. In seinem Buch „Die Renaissance“ (1987) distanziert er sich deutlich von der Renaissance als dem goldenen Zeitalter der Kultur. Er weist darauf hin, dass Burckhardt die selbstherrliche Vision der Gelehrten und Künstler dieser Zeit unkritisch übernommen hatte.
Als Folge dieser „Revisionisten“ drohte der Begriff „Renaissance“ unter Historikern zu vernachlässigen. Einige forderten ein Ende der Verwendung des Begriffs, den sie als Produkt der Präsentismus - das anachronistisch die Geschichte nutzen, um moderne Ideale zu verherrlichen.[1] Soweit sie den Begriff „Renaissance“ verwenden, meinen sie den Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit ohne die Konnotation eines Kulturbooms für ganz Europa. Dabei gehören in der Regel sowohl das 15. als auch ein großer Teil des 16. Jahrhunderts zur Renaissance.
Im Westen Kunstgeschichte war mal Erwin Panofsky (1892-1968) ein Befürworter der Periodisierung, wie sie von Burckhardt befürwortet wird. Er verteidigt in seinem Buch "Renaissance and renascenses in western art" (1960) Burckhardts Auffassung der Renaissance als Bruch mit dem vorhergehenden Mittelalter. Immer mehr scheint sich jedoch die Ansicht durchzusetzen, dass es keinen abrupten Übergang vom Mittelalter zur Renaissance gegeben hat. "Mittelalterliche" Figuren wie Dante Alighieri (1265-1321), Francesco Petrarca (1304-1374) und Giovanni Boccaccio (1313-1375) hätte die Entstehung eines neuen spirituellen Klimas geleitet und inspiriert und damit den Weg bereitet.
Veröffentlichungen
- Carl Martelli (1840)
- Kunstwerke der belgischen Städte (1842)
- Conrad von Hochstaden (1843)
- Die Zeit Constantins des Grossen (1853)
- Cicerone (1855)
- (das) Die Kultur der Renaissance in Italien (1860)
- Die Architektur der Renaissance Italiens
Posthum ausgestellt:
- Erinnerungen von Rubens
- Griechische Kulturgeschichte (Ausgabe Zeno.org)
- Weltgeschichtliche Aufnahmen (1905)
Literatur
- Werner Raupp: Jacob (Christoph) Burckhardt. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hrsg.): Biographical-Bibliographisches Kirchenlexikon. Reifen XIV. Bautz, Nordhausen 1998 ISBN 3-88309-073-5 kompletter Artikel
- Rene Teuteberg: Wo war Jacob Burckhardt?. Vetter, Basel 1997 ISBN 3-9521248-0-X