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Das Renaissance (wörtlich: Wiedergeburt) ist eine Zeit im europäischen Kulturelle Geschichte was folgte Mittelalter. Der Begriff kam auch im neunzehnten Jahrhundert in Umlauf, als historisches Epochenkonzept. Die Renaissance als spätmittelalterlich Kulturbewegung begann in Italien im vierzehnten Jahrhundert (Trecento) und verbreitete sich in den folgenden Jahrhunderten über den größten Teil Europas.
Der Italiener Humanisten was der Begriff rinascita (Französisch: Renaissance) glaubte, dass nach einer Zeit des Niedergangs im Mittelalter eine neue a Goldenes Zeitalter gekommen war, was nichts weniger war als eine Wiedergeburt der Errungenschaften der Antike. Die Akzeptanz der Renaissance als Epochenbegriff bezog sich nicht nur auf die Wiederbelebung der klassischen Antike und die Art und Weise, in der diese Epoche der Zeit davor gegenübergestellt wurde. Der Begriff bezieht sich auch auf die Geburt wichtiger neuer Entwicklungen in dieser Zeit, wie z Feudalsystem, die Entdeckung neuer Kontinente, die kopernikanisches System in dem Astronomie und die Erfindung oder Einführung in Europa von Druckerpresse, Papier-, Kompass und Schießpulver. Moderne Historiker sehen jedoch in vielen Bereichen keinen scharfen Bruch mit dem Mittelalter und betonen die frühere Kontinuität und Weiterentwicklung von Prozessen, die bereits im Mittelalter begonnen hatten.
Eine romantisierte Vision der Renaissance als Wiedergeburt von Kunst und Literatur erweckt den Eindruck, dass es sich um eine Zeit ungestörten Friedens und Fortschritts handelte. Nichts ist weniger wahr. Zum Beispiel während der Renaissance in Europa, die Hundertjähriger Krieg (1337–1453) zwischen England und Frankreich, und die politische Landschaft veränderte sich durch Kriege, königliche Heiratspolitik (zum Beispiel die Vereinigung der spanischen Monarchie 1479 unter79 Ferdinand II. von Aragon und Isabella von Kastilien), Entdeckungsreisen und große Veränderungen in Handel und Wirtschaft. Es war auch eine Zeit schrecklicher religiöser Konflikte, die schließlich in der Reformation und eine Teilung Europas in zwei Hälften mit unterschiedlichen und feindlichen Religionen. Hexenjagden einen schrecklichen Höhepunkt erreichte, nicht im Mittelalter, wie oft angenommen, sondern in der Renaissance, und die Spanische Inquisition kümmerte sich um die Vertreibung aller Juden aus Spanien 1492. Als Folge der Entdeckungsreisen und insbesondere der Kolonisierung Afrikas wurde der transatlantische Sklavenhandel. Teilweise aufgrund dieser Widersprüche verstehen moderne Historiker, dass das gesamte Konzept einer Renaissance nach dem Mittelalter besonders problematisch ist.
Verwendung des Begriffs
Das französische Wort Renaissance bedeutet Wiedergeburt. Der Italiener Äquivalent davon ist rinascita,[1] ein Verständnis dafür Giorgio Vasari in einem Vorwort zu seinem Vite[2] womit er eine Wiederbelebung der Kultur der klassischen Antike meint. Ihm zufolge kann diese Wiedergeburt (der Malerei) in der Toskana ab ca. 1300, vor allem im Werk von Cimabue Und vor allem Giotto. Der Gedanke der Wiedergeburt (Renaissance) findet sich bereits in Schriften aus der Zeit nach 1340. Damit war gemeint, dass die Poesie mit Dante und malen mit Giotto wurden wiedergeboren. In den folgenden Jahrhunderten wurde der Gedanke der Wiedergeburt unter anderem auch auf die Architektur, Bildhauerei und Philosophie.
Entsprechend der allgemeinen Skepsis gegenüber definierten Periodisierungen wird unter Zeithistorikern viel über die Glorifizierung der Renaissance und ihrer einzelnen Kulturhelden diskutiert. Sie stellen die Brauchbarkeit des Begriffs Renaissance als historische Definition in Frage. Die Auffassung der Renaissance als Hinweis auf eine Blütezeit der Künste und Wissenschaften hielt sich bis ins 19. Jacob Burckhardt in seinem 1860 erschienenen Buch Die Kultur der Renaissance in Italien die Definition viel umfassender verstanden. Das Italienische Renaissance er sah darin einen Bruch mit dem Mittelalter und dem Beginn der neue Zeit. Immer mehr scheint sich jedoch die Ansicht durchzusetzen, dass es keinen abrupten Übergang vom Mittelalter zur Renaissance gegeben hat.
Spätere Kritik der Historiker an Burckhardts Vision kam von verschiedenen Seiten:[3]
- die Mediävisten argumentierten, dass auch die wahre Renaissance bereits im zwölften Jahrhundert begonnen habe Renaissance des zwölften Jahrhunderts erwähnt. Diese italienische Renaissance war nicht so einzigartig.[3] Ende des 8. Jahrhunderts, Anfang des 9. Jahrhunderts war bereits von einem Karolingische Renaissance, einer unter der Herrschaft der Karolinger fallende Blütezeit der Kunst und Literatur, und in der zweiten Hälfte des 10 Ottonische Renaissance Platz
- Sozioökonomische Historiker zeigten, dass diese Renaissance den einfachen Mann unberührt gelassen hatte und in erster Linie eine Angelegenheit der Elite war. Auch wirtschaftlich war es nicht nur eine Zeit von Boom benennen[3]
- der Leidener Historiker Johan Huizinga war der Meinung, dass die Renaissance Nordeuropa es ging nicht so sehr um den Beginn von etwas Neuem, sondern eher um das Verschwinden, Abtragen mittelalterlicher Kulturformen[3][4]
- der Historiker Peter Burke hinterfragt auch den Wert der Renaissance als Epochenkonzept. In seinem Buch Die Renaissance (1987) distanziert er sich deutlich von der Renaissance als dem goldenen Zeitalter der Kultur. Er weist darauf hin Burckhardt übernahm unkritisch die selbstverherrlichende Vision der Gelehrten und Künstler dieser Zeit.[3]
Als Folge dieser Revisionisten drohte der Begriff Renaissance unter Historikern zu verfallen. Einige forderten ein Ende der Verwendung des Begriffs, den sie als Produkt der Präsentismus - es anachronistisch die Geschichte nutzen, um moderne Ideale zu verherrlichen.[5] Andere Historiker, wie z Emmanuel Le Roy Ladurie studieren Sie vielmehr die Kohärenz und Kontinuität des langen Zeitraums zwischen etwa dem 11. und 19. Jahrhundert,[6] ein Ansatz, der als das Konzept der longue dure.
Eigenschaften
Es ist nicht leicht, die wesentlichen Merkmale der Renaissance zu benennen. Die Humanisten glaubten, dass die Kultur der Alten wiederbelebt wurde. Jacob Burckhardt hob besonders den Bruch mit dem Mittelalter und den innovativen Charakter der Renaissance hervor. Spätere Historiker achteten einerseits stärker auf die Kontinuität mit dem Mittelalter und andererseits auf die weniger positiven Aspekte der Renaissance. Häufig genannte Charakteristika sind die Idealisierung der klassischen Antike, der Säkularisierungsprozess, die Verherrlichung des Individuums und der Realismus in der bildenden Kunst.
Wiedergeburt der klassischen Antike
Die Gelehrten, die den Begriff Renaissance prägten, glaubten, eine Wiedergeburt der Kultur der Antike zu erleben. Giorgio Vasari (1511-1574) sieht in drei Etappen einen Aufstieg des modernen Stils seit der Zeit der Barbaren, wobei er sich mit Geringschätzung auf den Griechen bezieht (Byzantinische) und dem Deutschen (gotisch) Stil.
Die Renaissance scheint oft ein Bruch mit der mittelalterlichen Tradition zu sein, die dadurch legitimiert wird, dass sie eine Rückkehr zu einer noch älteren Tradition, der klassischen Antike, suggeriert. Dem mittelalterlichen Volk wird vorgeworfen, mit der alten Tradition gebrochen zu haben. Dies ermöglicht die Renaissance als historisierendes Design gelten als.
Der Begriff des Mittelalters ist daher in erster Linie das Produkt der Renaissance. Die Tradition, die Geschichte von zu verfolgen Europa in drei Perioden unterteilt, Antike, Mittelalter und Neuzeit, entstanden während der Renaissance.
Die Bewunderung und Nachahmung der antiken Kultur ist vielleicht das auffälligste Merkmal der Renaissance. Eine Bewunderung für die Politik des Alten Rom hatte zu einer bewussten Nachahmung seiner Kultur geführt.
Den italienischen Künstlern fiel es übrigens nicht schwer, die gotische Tradition abzulehnen: sie war dort ohnehin kaum verwurzelt. Es gab jedoch noch viel mehr Einflüsse aus der Christentum eine Rolle spielen, als man bei oberflächlicher Betrachtung denken mag. Bis in die Neuzeit schmücken christliche Motive Kirchen und Privatkapellen, und in der Philosophie ist der Humanismus seit langem unbewaffnet gegen die Bastion der Scholastik.
In Wirklichkeit war die Renaissance in vielerlei Hinsicht sowohl eine Fortsetzung als auch ein Bruch mit dem Mittelalter. In Italien im Allgemeinen und in der Stadt Florenz insbesondere manifestiert sich im 15. Jahrhundert ein Lebensgefühl, das deutlich von der Leben nach dem Tod fokussierte Mentalität des Mittelalters. Es ist im selben fünfzehnten Jahrhundert, auch genannt quattrocento erwähnt, dass die italienische Renaissance auf dem Höhepunkt ist.
Die Bedeutung der Renaissance sollte nicht überschätzt werden. Die politische Struktur Europas, seine Sprachen und Nationalkulturen, das Recht und seine wirtschaftliche Organisation sind alle Produkte des Mittelalters.
Säkularisierung
Der Einfluss der Renaissance war besonders im Denken und Fühlen der Elite. Die intellektuelle Elite hat einen Lebensstil entwickelt, der religiös zog sich zurück. Dieser Prozess wird Säkularisierung erwähnt. Der neue, säkulare Lebensbereich wurde vor allem in Kunst und Literatur sichtbar gemacht. Zentrale Fragen bezogen sich auf die Moral und die Frage nach dem Ort des Individuell in dem Gesellschaft. Die Bedeutung der Renaissance zeigt sich vor allem in den sich stark verändernden Geschmacks- und Geschmackswahrnehmungen Stil, Anstand und Anstand, Bildung und Bildung.
Viele mittelalterliche – christliche – Werte wurden in Frage gestellt. Wo das Mittelalter Armut, Betrachtung und Keuschheit verherrlicht drängte der Geist der Renaissance die Menschen, Eigentum zu erwerben, sich aktiv an der Gesellschaft zu beteiligen und das Leben zu genießen. Das Mittelalter menschliches Bild war mal fatalistisch und pessimistisch: Mann war sündig und je nach AnmutGott.
Dem setzte die Renaissance ein optimistisches Menschenbild gegenüber, das sich auch in der Kunst manifestierte. Während sich das künstlerische Schaffen im Mittelalter im Wesentlichen der christlichen Religion zuwandte, schilderte die Kunst der Renaissance humanistische Themen wie Toleranz, Gedankenfreiheit, Frieden, Erziehung zur Entwicklung des Einzelnen und die Mythologie aus alten Zeiten. Diese Fähigkeit zur Selbstentfaltung und Selbstbestimmung war zentral für das Erziehungsideal der Humanisten. Die nahezu grenzenlosen Möglichkeiten des menschlichen Einfallsreichtums wurden betont. Die Abhängigkeit von der Klerus was es angeht Rettung der Seele war nicht mehr selbstverständlich Dieser Unterschied lässt sich deutlich an den verschiedenen Lebensmottos ablesen. So lautet das Lebensmotto der Menschheit im Mittelalter: Gedenke des Todes, ein lateinisches Sprichwort, das grob übersetzt bedeutet: Denk daran zu sterben. Die Menschen im Mittelalter waren sehr besorgt über den Tod: Sie mussten gut leben und viel beichten, damit sie, wenn die Zeit gekommen war, vollständig auf den Tod vorbereitet waren und im Himmel landeten. Dem gegenüber steht das Motto der Renaissance: Nutze den Tag, übersetzt in Nutze den Tag: Ein Mann musste versuchen, das Beste aus seinem Leben zu machen.
Dass die Renaissance säkularer war als das Mittelalter, sollte uns jedoch nicht die große Anzahl religiöser Gemälde vergessen lassen, die während der Renaissance entstanden. Wie immer existierten Alt und Neu nebeneinander. Dies könnte zu Konflikten zwischen Bevölkerungsgruppen und – auf individueller Ebene – zu psychischen Spannungen führen.
Individualismus; virt
Innerhalb der relativ kleinen italienischen Stadtstaaten Einzelne Bürger spielten eine wichtige Rolle. Besonders in Städten mit republikanischem Charakter wie Florenz engagierten sich wohlhabende Bürger aktiv in der Politik. Die Ansichten von Cicero, die die Pflicht des einzelnen Bürgers zum Dienst am Gemeinwesen betonten, waren in diesem Zusammenhang einflussreich.
Von Männern wurde erwartet, dass Menge nach ihrem Geschmack stellen. Es gab eine Verehrung der Individuell, von großen Männern, die sich von ihrer Umgebung abgehoben haben. Ein solcher Mann, der seine Rivalen übertraf, besaß virt (= Tugend) in den Augen seiner Zeitgenossen. Es galt als eine durch und durch männliche Qualität. Ein gutes Beispiel für dieses neue Individualismus war mal Benvenuto Cellini, ein vielseitiger Künstler mit ausgeprägtem Charakter.
Tugend ist ein Schlüsselbegriff in Machiavellis posthum veröffentlichtem Il Prinzip (der Frost) und daraus ergibt sich, dass es eher als Kühnheit denn als Tugend zu verstehen ist. Ein Lineal mit virt Immerhin könnte im Interesse des Staates sein Wort brechen, lügen und sogar morden.
Diese Verehrung des einzigartigen Individuums war völlig neu: Schon die Antike kannte ein solches Phänomen kaum.
Der Individualismus war traditionell der Ausgangspunkt für die Diskussion der Renaissance unter Historikern. Sie verbanden diese Zeit mit den Leistungen talentierter, selbstbewusster Männer. Giorgio Vasari konzentrierte sich in seiner Diskussion der Wiedergeburt (rinascita) der italienischen Kunst in der Reihe der großen Künstler, die in Michelangelos Genie gipfelt. Jules Michelet definierte den Zeitraum als den der Entdeckung der Welt und des Menschen. Burckhardt legte Individualismus in seine Arbeit Die Kultur der Renaissance in Italien im Mittelpunkt seiner Analyse. Er stellte den Individualismus als das wesentliche Merkmal des (italienischen) Renaissancemenschen dar, als das, was ihn von seinem mittelalterlichen Gegenstück unterschied, das noch halb bewusst unter dem Schleier des Glaubens schlummerte. Burckhardtgeistiges Individuum stand für den modernen Menschen mit seinem Streben nach Größe, der sich auf seine eigenen Kräfte und Fähigkeiten stützte, während der mittelalterliche Mensch sich nur als Teil oder Mitglied eines Volkes, einer Familie oder einer anderen Gemeinschaft sah. Seit dem 20. Jahrhundert hat diese Auffassung des Individualismus als herausragendes Merkmal des Menschen der Renaissance viel Kritik von Historikern und Gelehrten anderer Disziplinen erhalten.
Realismus in der bildenden Kunst
Die zunehmende Konzentration auf das Hier und Jetzt auf Kosten der Betonung des Ewigen und transzendent zeigt sich auch an der Zunahme Realismus in der bildenden Kunst. Von der abendländischen Kunst wurde ab der Renaissance erwartet, die Wirklichkeit objektiv zu gestalten und als solche erkennbar zu sein.
Der Raum war nicht mehr unergründlich und unerkennbar, sondern galt als geordnet, sichtbar und messbar.
Wirtschaft
Es Feudalismus die im Mittelalter weit verbreitet waren, verschwanden nach und nach, und frühe Formen von Kapitalismus entstanden. Das mittelalterliche Europa war überwiegend ländlich geprägt und die Wirtschaft stützte sich fast ausschließlich auf die Landwirtschaft. Dörfer und Städte wären nur in der Spätmittelalter zu wichtigen Produktionszentren, woraufhin ihre wirtschaftliche Bedeutung rapide zunahm. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts ging die Leibeigenschaft zurück und europäische Bauern durften sich freier bewegen und sogar Farmen für sich selbst mieten. Ermutigt durch die hohen Preise für Wolle entschieden sich viele Grundbesitzer jedoch dafür, Schafe auf ihren Weiden zu hüten. Infolgedessen zogen Tausende von Bauern auf der Suche nach Arbeit in städtische Gebiete, und die Städte wurden größer.
Das Spätmittelalter waren eine Zeit von Wirtschaftskrise die bis etwa 1475 dauerte. Es ist bemerkenswert, dass Kunst und Literatur gerade in einer Zeit des wirtschaftlichen Abschwungs florierten. Was in diesem goldenen Zeitalter möglicherweise eine Rolle bei der Schaffung eines günstigen Klimas für die Künste gespielt hat, ist die Abwesenheit von Kriegsgewalt, wo Frieden herrschte Vertrag von Lodi (1454) hielt vierzig Jahre durch.[3]
Entwicklungen wie das Bevölkerungswachstum, die Verbesserung des Bankwesens, der Ausbau von Handelsrouten und neue Produktionssysteme führten zu einer allgemeinen Zunahme der Handelstätigkeit. Das Handel konzentriert um die Mittelmeer-. Innerhalb dieses Handelsnetzes spielten die italienischen Städte eine zentrale Rolle. Sie waren die größten und wohlhabendsten Städte Europas. Trotz des wirtschaftlichen Abschwungs gelang es einigen Kaufmannsfamilien, ein Vermögen anzuhäufen. Einige Gattungen entwickelten sich zu Bankiers. Auch der Geldwechsel war ein lukratives Geschäft.
Ursprung der Renaissance in Italien
Die Renaissance begann in Italien, woraufhin sich diese kulturelle Bewegung allmählich über Westeuropa ausbreitete. Die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen in Italien unterschieden sich in dieser Zeit in dreierlei Hinsicht von denen im übrigen Europa:
- in Italien gab es keine zentrale Autorität (die Monarchien entstanden in Frankreich und England im Mittelalter)
- das Feudalsystem gab es seit 1200 nicht mehr
- Städte und Handel blühten früher als anderswo
In Italien hatten sich bedeutende Städte entwickelt. Sie spiegelten sich in einer idealisierten Vergangenheit, in der die klassische Rom regierte die Welt, eine Zeit, als Adel und Klerus noch nicht existierten. Auf diese Weise kam es zu einer Wiederentdeckung der klassischen Zivilisation: die römisches Recht, Literatur und Architektur der Antike.
Offiziell war Italien nördlich von Rom Teil der Heiliges Römisches Reich, aber in Wirklichkeit Kaiser kaum in der Lage, ihre Macht oder Autorität durchzusetzen. Norditalien bestand aus einer großen Zahl de facto unabhängig Stadtstaaten, die in ständigem Konflikt miteinander standen. Die wichtigsten Stadtstaaten waren Mailand, Venedig, Genua und Florenz. Die Stadtstaaten wurden in der Regel von a . regiert Oligarchie von Kaufleuten und hatte offiziell kein Staatsoberhaupt. In Mailand ist die viscontis die Macht beherrschen; Venedig, Genua und Florenz waren ein Republik. Auch intern wurden die Stadtstaaten oft von Konflikten zerrissen.
In Mittelitalien ist die Kirchenstaat, die von der regiert wurde Papst. In der Vergangenheit hatten die Päpste Investiturstreit gegen den Kaiser der Heiliges Römisches Reich (1075-1122) gewonnen. Der Kaiser verlor in Norditalien viel von seiner Macht, was die norditalienischen Städte nutzen konnten, um alle Macht zu ergreifen. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts reiste der Papst jedoch in die Ferne Avignon; danach hatte er wenig Einfluss auf die italienische Politik. Im Süden gab es zwei Königreiche, die in der Politik eine wichtige Rolle spielten: die Königreich Neapel und der Königreich Sizilien.
Die wirtschaftliche Aktivität ermöglichte es der Oberschicht der Bevölkerung, das Leben zu genießen. In dieser Hinsicht gab es einen Mentalitätswandel: Das Streben nach Reichtum und Luxus wurde viel weniger als früher als verwerflich empfunden.
Die Städte und Königshöfe förderten Kunst und Wissenschaft. Die säkulare Wissenschaftspraxis führte zu befreienden Entdeckungen:Schenkung von Konstantin“, eine Charta, die dem Papst die weltliche Herrschaft über die westlichen Länder überträgt, wurde 1440 vom Papst unterzeichnet. Lorenzo Valla als Fälschung entlarvt. Die Renaissance war somit eine städtische Bewegung, die durch Reichtum ermöglicht wurde. Die Humanisten glaubten, dass wirklich eine neue Ära angebrochen sei.
Nach einer relativ langen Vorlaufzeit, in der Florenz die führende Rolle spielte, verlagerte sich das Zentrum des kulturellen Lebens Italiens nach Rom und Venedig. Das hohe Renaissance war von relativ kurzer Dauer. Normalerweise sind sie für die Dauer von 1495 bis 1520 ausgelegt.
Die Blütezeit in Italien ging ganz plötzlich zu Ende. Die Katastrophen, die Italien heimsuchten, spiegeln sich in der Kunst wider. So ist beispielsweise bei Michelangelo ein Stilwechsel deutlich zu erkennen; das Groteske übernimmt. Es Manierismus hat sich selbst angekündigt. Tizian war der einzige große Meister, der an der Ausgewogenheit und Idealisierung der Hochrenaissance festhielt.
Florenz, erste Stadt der Renaissance
Florenz, die Hauptstadt in Toskana, erlebte im 14., 15. und 16. Jahrhundert einen beispiellosen kulturellen Aufschwung. Für italienische Verhältnisse war sie eine mittelgroße Stadt: Im 15. Jahrhundert hatte sie etwa 60.000 Einwohner. Die Stadt verdankte ihren Wohlstand insbesondere einer blühenden Wollindustrie, die Herstellung von Wollstoffen.
Es waren einige Florentiner Schriftsteller, die das Bild der Renaissance bestimmten. Im vierzehnten Jahrhundert war es Dante, eigentlich immer noch ein typischer mittelalterlicher Mann, Petrarca und Boccia. Machiavellianisch (†1527) leistete einen wichtigen Beitrag zur politischen Theorie.
Im fünfzehnten Jahrhundert wurde die Familie de' Medici, eine Kaufmannsfamilie und Bankiers, allmählich die Macht im Florentiner Republik. Die Familie verdankte ihren Reichtum Giovanni de' Medici (1360-1429). Giovannis Sohn, Cosimo de' Medici (1389–1464), genoss die Unterstützung der ärmeren Bevölkerungsschichten. Obwohl republikanische Institutionen aufrechterhalten wurden, kontrollierte er die Politik. Lorenzoil Magnifico (1449–1492), sein Enkel, war vor allem als Dichter, Kunstkenner und Patron.
Die Kultur der urbanen Renaissance und die Bußpredigt der Bettelorden prallten aufeinander. Der Prior eines Dominikanerklosters, Girolamo Savonarola (1452–1498) wirkte sich seine Predigt so auf die Bevölkerung aus, dass sie alle Spuren weltlichen Lebens vernichtete: Die Herrscherfamilie der Medici musste die Stadt Florenz verlassen. Savonarolas Herrschaft, verbunden mit der französischen Invasion im Jahr 1494, beendete die kulturelle Dominanz von Florenz. Die Elite verließ die Stadt. Die Künstler und Humanisten folgten, weil sie kaum noch Aufträge erhielten.
Im sechzehnten Jahrhundert wurde die Toskana zu einem Großherzogtum. Die Medici regierten dort bis 1737.
Rom, Stadt des Papstes
Ab 1450 wurde Rom, die Stadt des Papstes, auch zu einem wichtigen kulturellen Zentrum. Päpste und Kardinäle gaben viele Aufträge, sowohl an Künstler als auch an Humanisten. Raffael und Michelangelo die meisten ihrer Meisterwerke wurden vom Papst in Auftrag gegeben.
In Rom war der Einfluss des christlichen Denkens auf die Formensprache und die Ideenwelt natürlich wesentlich größer als in Florenz. Ein Heide und Republikaner wie Cicero wurde daher weniger geschätzt. Es hinderte die Humanisten nicht daran, die christlichen Tugenden im ciceronianischen Latein zu rühmen und den Papst als Erben der Römische Kaiser.
Aeneas Silvius Piccolominic war so ein Humanist. Als Papst Pius II. (1458–1464) beschloss er, St.-Petrus umgebaut werden. Es sollte mehrere Jahrzehnte dauern, bis die Arbeiten abgeschlossen waren. Papst Sixtus IV (1471–1484), Patron von u.a. botticelli und Perugino, bestand darauf, dass Gemälde ein christliches Thema behandelten. Er verließ die Sixtinische Kapelle bauen; Er leistete auch einen wichtigen Beitrag zur Sammlung der Vatikanische Bibliothek. der berüchtigte Alexander VI (1492–1503) der Gattung Borgia versuchte auf verschiedene Weise, die Macht seiner Familie dauerhaft zu etablieren. Außerdem war er es, der die Bemalung des Appartamento Borgia in dem päpstlicher Palast. Julius II (1503–1513) war ein geschickter General und ein aktiver Baumeister. Er gab dem Architekten mehrere Aufträge bramante. 1508 trat Raffael in den Dienst von Papst Julius. Bis zu seinem Tod 1520 arbeitete Raffael unter anderem an zahlreichen Fresken in den päpstlichen Gemächern. Das von Michelangelo gemachte Grab von Julius II gilt als ein Highlight der Hochrenaissance.
Andere königliche Höfe
Auch die kleineren Königshöfe entwickelten sich zu Kulturzentren, in denen viel Geld für Kunstaufträge und humanistisches Lernen ausgegeben wurde. Ein typisches Beispiel für ein solches Gericht war der Herzogtum Urbino unter Herzog Federico da Montefeltro. Dieses condottiere sammelte eine Bibliothek und beauftragte viele Künstler mit der Erstellung von Gemälden und Skulpturen. Berühmt ist sein von Piero della Francesca gestaltetes Porträt.
Venedig
In Venedig gab es zunächst wenig Interesse am Humanismus. Die Stadt pflegt traditionell enge Beziehungen zu Byzanz. Die nichtchristliche Kultur der Römer wurde als Fremdkörper wahrgenommen. Dies änderte sich bis ~1490 nicht.
In Venedig viele Bücher gedruckt. Der Fokus lag nicht nur auf der Elite.
An Aufträgen an Künstler mangelte es nicht. Beide Dogen, die Regierung, wohlhabende Aristokraten als eine Vielzahl von karitativen Einrichtungen, sog. scuole, bestellten Gemälde oder ließen ihre Paläste schmücken. Viel Geld wurde auch für neue Architektur ausgegeben.
Bedeutende venezianische Maler waren Nichtjuden und Giovanni Bellini und Carpaccio. Ebenfalls Tizian (~1487–1576), einer der größten Meister der Renaissance, schuf einen Großteil seines Oeuvres in Venedig. Der Maler Vasari, der auch hier gearbeitet hat, ist wegen seines Buches besonders wichtig Das Leben der größten Maler, Bildhauer und Architekten.
Alltag
Während der Renaissance weiteten sich in Italien die Häuser der Elite und der wohlhabenden Bürger aus. Die Anzahl der Zimmer in einem solchen Haus nahm zu. Auch die Zahl Möbel in den Zimmern erhöht. Früher gab es in den meisten Häusern nur eine geringe Menge an Möbeln. Die wohlhabenden Klassen, auch Teil der Mittelklasse, verschönerte nun ihre Häuser mit Kunstwerken. Als ein Resultat aus Inflation Kunst wurde billiger. Bücher waren meist der wertvollste Besitz.
Die Rolle der Frau
Frauen in der (italienischen) Renaissance begannen eine größere Rolle im gesellschaftlichen Leben zu spielen, obwohl ihre Rolle als Haus- und Kinderbetreuerin unverändert blieb. Von ihnen wurde immer noch erwartet, dass sie Kinder haben, und der Grund für die Heirat war, Söhne zu zeugen, die sie zu gesunden und gebildeten jungen Männern erziehen würden. Den Töchtern entstanden Kosten, weil ihre Eltern eine Mitgift aufbringen mussten. Die Art und Weise, wie die Rolle der Frau gedacht wurde, war ein Erbe der alten Vergangenheit. Leon Battista Albertic folgte den frauenfeindlichen Ansichten von Platon und Aristoteles in seinem Buch der Familie (1432–1434), als er schrieb, es sei die Pflicht des Mannes, die Tätigkeit seiner Frau auf den häuslichen Bereich zu beschränken. Europäische Gesetze schränkten auch die Unabhängigkeit von Frauen ein, indem sie ihr Recht auf Eigentum und ihre Vertretung vor Gericht einschränken.
Dennoch hatten beispielsweise italienische Frauen im Vergleich zu ihren Altersgenossen im Mittelalter viel mehr Bewegungsfreiheit und durften ihren eigenen Willen und ihr Urteilsvermögen haben. Während der Pestepidemie und der demografischen Krise des 14. und 15. Jahrhunderts beschränkten die Zünfte die Beteiligung der Frauen am Arbeitsmarkt, aber normalerweise hatten Frauen in den Städten Zugang zu verschiedenen Berufen. Florentinerinnen arbeiteten als Bäckerinnen, Winzerinnen, Zimmerleute und gelegentlich sogar als Metzgerinnen und Goldschmiede. Deutsche Frauen arbeiteten in den Minen, allerdings beschränkte sich das auf weniger gefährliche Arbeiten über Tage. In ganz Europa wurden Mädchen und Frauen als Dienstboten in den Haushalten der Reichen beschäftigt. Überall in Europa arbeiteten Frauen als Spinnerinnen.
Universitäten hielten Frauen ihre Türen verschlossen. Was den Frauen beim Lernen zur Verfügung stand, war sehr rudimentär, wobei der Schwerpunkt auf dem Lesen von tugendhaften Frauen oder dem Lesen eines Gebetbuchs lag. Der Unterricht fand zu Hause oder in einem Klassenzimmer statt, das als Schule diente. Die Alphabetisierungsrate war im Allgemeinen in den ländlichen Gebieten Süd- und Osteuropas am niedrigsten und in den städtischen Gebieten Nordwesteuropas höher. Die Frauen, die dennoch in die Reihen der Humanisten aufstiegen und als Intellektuelle Karriere machten, wie die französische Schriftstellerin Christine de Pisanohne Ausnahme der guten Familie. Weibliche weltliche Kunstmäzene waren nicht so außergewöhnlich, wie man dachte.[7] Eine dieser besonderen Frauen war Isabella d'Este (1474–1539), Marquise von Mantua.
Einige bekannte Humanistinnen:
- im Süden: Isotta Nogarola, Laura Cereta und Cassandra Fedele Aus Italien
- im Norden: Caritas Pirckheimer (Deutschland), Margaret Roper (England), Anna Maria van Schurman (Niederlande), Margarete von Valois (Frankreich) und Louise Labe und Marie le Jars de Gournay aus Frankreich
Musikerinnen und Künstlerinnen:
- Francesca Caccinic (1587?), Tochter eines prominenten neapolitanischen Adligen, war Komponist und Sänger am Hof der Medici in Florenz
- Properzia de' Rossic (1490–1530) wurde als Bildhauer berühmt
- Sofonisba Anguissola (1532-1625) studierte bei Michelangelo und wurde Hofmaler zu Philipp II. von Spanien. Anguissola hat andere inspiriert, darunter Irene di Spilimbergo (1541–1559), Lavinia Fontana (1552–1614) und Artemisia Gentileschi (1593–1632)
- Judith Leyster aus den Niederlanden, deren Bilder bis vor kurzem als die ihres Freundes Frans Hals . galten
Ausbreitung
Es ist gut, sich vorher zu überlegen, was die Ausbreitung der Renaissance eigentlich mit sich bringt. Der britische Kulturhistoriker David Rundle benadrukt dat het zeker niet om een eenrichtingsverkeer ging en dat ook Italië geïnspireerd werd door artistieke en intellectuele ontwikkelingen elders in Europa. Er was binnen het christelijk Europa veel meer sprake van culturele interactie op gelijkwaardige basis, waarbij de Italiaanse stijl gold als een van de beschikbare stijlen. Binnen de verschillende lokale culturele tradities kozen de vorstenhoven bepaalde elementen zoals mode of architectuur die dan vaak aangepast werden aan de lokale smaak.[8]
Tot ongeveer 1450 manifesteerde de renaissance zich hoofdzakelijk in Italië, daarna beïnvloedde de renaissance tot het begin van de zeventiende eeuw heel West- en Midden-Europa. Gedurende ongeveer twee eeuwen waren Italië en de Italiaanse cultuur toonaangevend. De verspreiding van het Italiaanse cultuurgoed kwam in een stroomversnelling nadat de Fransen in 1494 Italië binnenvielen. Vanaf 1520 was het in hoofdzaak het noorden van Europa waar de toonaangevende intellectuelen verbleven.
Ook in de koloniën in de Nieuwe Wereld heeft de renaissance sporen nagelaten. De westerse wereld is tot in de twintigste eeuw diepgaand door deze stroming beïnvloed.[9]
Interessant zijn de verschillende uitingen van realisme in de kunst in het noorden en het zuiden van Europa; de Alpen doen hierbij veelal dienst als scheidslijn.
Grofweg is het eenvoudigste onderscheid te zien in de verschillende wijze waarop de kunstenaars correct probeerden te schilderen. In het zuiden gebeurde dit na de ontdekking van Giotto volgens het lineair perspectief, ook wel mathematisch correct genoemd. In het noorden zag men meer in gedetailleerde naschildering, waardoor het schilderij in kwestie ook realistisch oogde. Hierbij moeten we bedenken dat de schildertechnieken overal verschillend waren. In het zuiden werkte men niet alleen op paneel, maar maakte men ook fresco's, terwijl in het noorden voornamelijk op paneel werd geschilderd.[10] Fresco's zijn in noordelijke landen, met het vochtige klimaat, niet zo goed houdbaar als in zuidelijke landen.
Religie en levensbeschouwing
In de vroege historiografie van de renaissance werd religie tegenover rationaliteit gesteld, waarbij dat laatste als een belangrijk kenmerk van deze periode werd voorgesteld. In deze visie waren de middeleeuwen het tijdperk van geloof geweest, waarin de katholieke Kerk een dominante rol had gespeeld. De renaissance, daarentegen, was een vooruitstrevende en moderne tijd, gekenmerkt door de opkomst van het rationele denken en van persoonlijke vrijheid. Moderne geleerden hebben deze zwart-wit-tegenstelling echter grotendeels verlaten, en behandelen de renaissancesamenleving als tegelijkertijd religieus en seculier. Om een voorbeeld te geven: de historicus Charles Trinkaus betoogde in zijn invloedrijke studie In Our Image and Likeness (1970) op overtuigende wijze dat het Italiaanse humanisme fundamenteel christelijk van aard was gebleven, en dat de humanisten de klassieke teksten die zij bestudeerden als middel ter verdieping van hun geloof beschouwden en niet als een alternatief voor dat geloof.[11]
De weg naar de reformatie
De renaissance had een grote invloed op de theologie, met name in de manier waarop mensen de relatie tussen mens en God ervoeren. Veel van de meest vooraanstaande theologen in deze periode waren volgelingen van de humanistische methode, zoals Erasmus, Zwingli, Thomas More, Maarten Luther en Johannes Calvijn. Tussen renaissance en reformatie was er een verband: dezelfde kritische houding tegenover de bedenkelijke toestanden in de Kerk, en dezelfde aandacht voor de bronnen van de Bijbel. Al voor de renaissance waren er van tijd tot tijd critici van de levensstijl van veel prelaten van de kerk, maar toen kregen deze weinig gehoor of was het zelfs levensgevaarlijk om dit al te luid te verkondigen.
In de loop van de dertiende tot vijftiende eeuw kwamen er echter steeds meer van deze dissidenten en deze kregen ook steeds meer een luisterend oor van de opkomende nieuwe intellectuelen. Deze gingen terug naar de bronnen van het evangelie en zagen dat er toch veel van de dagelijkse kerkelijke praktijk niet in overeenstemming was met de voorschriften en leefregels die in de evangeliën en brieven der apostelen beschreven stonden. Toen kon een grote discussie niet lang meer uitblijven. De reformatie zou beginnen.
Toenemende intolerantie jegens de joden
De late middeleeuwen en renaissance waren een periode waarin de intolerantie ten opzichte van andersdenkenden eerder toe- dan afnam. Zoals zo vaak moesten vooral de joden het ontgelden.
In 1290 werden de joden verdreven uit Engeland, in 1306 werden zij verdreven uit Frankrijk. Gedurende de veertiende eeuw werden zij verdreven uit de Duitse landen. De meesten van deze Asjkenazische Joden vestigden zich in Polen.
Op het Iberisch Schiereiland heerste lange tijd een relatief tolerant klimaat. Met de val van Granada in 1492 kwam hier een einde aan. Meer dan 100.000 joden verlieten de Spaanse koninkrijken. Deze Sefardische Joden vestigden zich voornamelijk in Noord-Afrika en het Ottomaanse Rijk. Sommigen van hen gingen naar Portugal en de noordelijke Nederlanden.
Humanisme
Het Italiaanse woord umanista werd waarschijnlijk bedacht in de late vijftiende of begin zestiende eeuw, en was een aanduiding voor een geleerde of leraar die geschoold was in grammatica, retorica, poëzie, geschiedenis en moraalfilosofie (samen studia humanitatis genoemd). In de negentiende eeuw zou Jacob Burckhardt in Die Cultur der Renaissance in Italien (1860) het woord humanisme niet slechts als een onderwijsprogramma opvatten, maar als een breder cultureel fenomeen.
De humanisten van de veertiende tot de zestiende eeuw, in Italië en in andere Europese landen, waren in het bijzonder geïnteresseerd in de studie van de klassieke literatuur van het oude Griekenland en Rome. Hierin vonden zij een ideaal voor het menselijk leven dat ze wilden laten herleven. Terwijl in de middeleeuwen God en het hiernamaals centraal stonden, ontstond mede door het werk van de humanisten in de vroege renaissance in Italië een nieuwe wereldbeschouwing, waarbij naar het model van de Ouden meer aandacht werd besteed aan het wereldlijke en meer nadruk kwam te liggen op de menselijkheid, de 'humanitas'.
Die hernieuwde belangstelling voor de klassieken was al bij Dante (1265–1321) merkbaar, die in de Divina Commedia zijn visionaire tocht door het hiernamaals beschrijft met Vergilius als gids aan zijn zijde. Petrarca en Boccaccio schrijven evenals Dante een deel van hun werk in de volkstaal – het Italiaans – en stimuleren door het navolgen van klassieke auteurs de hernieuwde interesse in de klassieke erfenis.
De rol die rijke mecenassen van de Italiaanse stadsrepublieken in deze periode hebben gespeeld is niet te onderschatten. Zij omringden zich met kunstenaars en humanisten en trokken geleerden als Marsilio Ficino en Giovanni Pico della Mirandola aan, die zo de gelegenheid kregen om het werk van Plato te vertalen en bekend te maken.[12]
Het humanisme zou door de uitvinding van de boekdrukkunst over heel Europa bekend raken en een sterke invloed uitoefenen op het intellectuele klimaat. De invloed liet zich ook gelden in de gekozen thematiek van de beeldende kunsten. Hoewel religieuze onderwerpen nog steeds belangrijk bleven (ook doordat de kerk een belangrijke opdrachtgever bleef), kreeg nu ook het wereldlijke meer aandacht, en werd vaak – in navolging van de klassieke Griekse en Romeinse kunst – gekozen voor de uitbeelding van mythologische taferelen.
Belangrijke humanisten waren:
- vijftiende eeuw
- Thomas More (Engeland)
- Leonardo Bruni (Italië)
- Giovanni Pico della Mirandola (Italië)
- Johannes Murmellius (Nederland)
- Rudolphus Agricola (Nederland)
- Marsilio Ficino (Italië)
- Dirk Martens (Vlaanderen)
- Christine de Pizan (Frankrijk)
- Angelo Poliziano (Italië)
- Lorenzo Valla (Italië)
- zestiende eeuw
- Nicolaes Cleynaerts (Zuidelijke Nederlanden)
- Dirck Volkertsz. Coornhert (Nederland)
- Desiderius Erasmus (Nederland)
- Justus Lipsius (Zuidelijke Nederlanden)
- Erycius Puteanus (Zuidelijke Nederlanden)
- Montaigne (Frankrijk)
- Thomas More (Engeland)
- François Rabelais (Frankrijk)
- Gerardus Mercator (Zuidelijke Nederlanden)
- Ulrich von Hutten (Duitsland)
- Guillaume Budé (Frankrijk)
- Baldassare Castiglione (Italië)
Filosofie
De filosofie van de renaissance wendt zich van de middeleeuwse scholastieke studie van Aristoteles af. Marsilio Ficino (1433–1499) vertaalde het werk van Plato en schreef daar commentaren bij die sterk bijdroegen aan de verspreiding van Plato's leer. Veel denkers van de renaissance zijn dan ook aanhangers van het neoplatonisme, dat behalve door Ficino ook door het werk van Georgios Gemistos Plethon en Giovanni Pico della Mirandola bekend geraakte in intellectuele kringen rond Florence.
Een filosofisch bastion in het denken van Aristoteles bleef de universiteit van Padua. Daar bestudeerde Pietro Pomponazzi (1462–1524) de teksten van Aristoteles zonder bemiddeling van het Thomisme en Averroes. In het algemeen kan gezegd worden dat het theocentrisme van de middeleeuwen plaatsmaakte voor een antropocentrische wereldbeschouwing. Een wijdverbreide houding onder de geleerden van de renaissance werd het humanisme.Enkele bekende filosofen uit de periode van de renaissance waren:
- Coluccio Salutati (1331–1406)
- Nicolaus Cusanus (1401–1464)
- Desiderius Erasmus (1466–1536)
- Niccolò Machiavelli (1469–1527)
- Thomas Morus (1478–1535)
- François Rabelais (1494–1553)
- Michel de Montaigne (1533–1592)
Wetenschap
Vóór de renaissance was de wetenschap vrijwel geheel gebaseerd op een relatief klein aantal traditionele boeken en schrijvers. Dat was in de eerste plaats natuurlijk de Bijbel, maar daarnaast ook een aantal Griekse en Romeinse schrijvers zoals Plato, Aristoteles en Galenus. Het werk van de geleerden bestond uit het geven van commentaren op deze boeken en het toepassen van deze werken op actuele situaties.
De humanisten vormden de eerste groep die zich tegen dit strakke corpus verzette. Ze braken niet met de traditie van het zich baseren op klassieke werken, maar stelden dat op bepaalde punten fouten zaten in de vertaling vanuit het Grieks (of voor het Oude Testament het Hebreeuws) in het Latijn. Om dit te omzeilen diende men bronnen te raadplegen die zo dicht mogelijk bij de originele tekst stonden. Latere toevoegingen en uitleggingen werden als veel minder belangrijk beschouwd. Daarnaast wilden de humanisten ook andere schrijvers en geleerden aan het gezaghebbende corpus toevoegen.
Maar hiermee hield de vernieuwing in de wetenschap niet op. Andreas Vesalius sneed zelf in lijken ter onderzoek van de anatomie, en kwam tot de conclusie dat Galenus op bepaalde punten fout was geweest. Copernicus introduceerde het heliocentrisch wereldbeeld. Galilei gebruikte de telescoop om meer over de hemel te weten te komen. Cartografen maakten kaarten die nauwkeuriger waren dan die van Ptolemeus, en toonden het in de oudheid onbekende werelddeelAmerika.
Desondanks was de invloed van de renaissance op het ontstaan van de moderne wetenschap niet alleen bepalend geweest. De wortels daarvan moeten al eerder bij de middeleeuwse wetenschap en de middeleeuwse universiteiten gezocht worden die, in tegenstelling tot wat vaak gedacht wordt, veel aanzetten gaven tot kritisch onderzoek en nieuwe theorievorming bevorderden.
Beeldende kunst en architectuur
Het woord renaissance duidt zowel een periode, een culturele beweging als een bepaalde stijl aan. Lang niet alle kunst die ten tijde van de Renaissance werd geproduceerd vertoont de stijlkenmerken van typische renaissancekunst.
Ons beeld van de renaissance wordt nog altijd in hoge mate bepaald door het werk van de Italiaanse kunstenaars uit de hoogrenaissance. De belangrijkste meesters waren Leonardo da Vinci, Michelangelo, Rafaël, Donato Bramante, Giorgione en Titiaan.
Kunstpatronage
Kunstpatronage of kunstmecenaat verwijst naar de contractuele relatie tussen een kunstenaar en zijn cliënt tijdens de renaissance, waarbij de welstellende patroon de financiële en sociale voorwaarden creëert voor de uitvoering van het kunstwerk. De vraag naar kunstwerken tijdens de renaissance werd vooral geregeld door opdrachten van rijke religieuze instellingen en particulieren die op deze manier hun vroomheid wilden tonen. De belangrijkste van de Florentijnse patroons waren de Medici, die een groep van dichters, filosofen en kunstenaars onder hun hoede namen. Om aan de grote vraag en de uitgebreidheid van deze opdrachten te kunnen voldoen, werden gespecialiseerde ateliers opgericht voor de productie van beeldhouwwerken, stucwerk, fresco's, olieverfschilderijen en andere decoraties.
Schilderkunst
De Medici lieten zich te midden van een groot gevolg afbeelden als de drie koningen op weg naar het Christuskind. Te paard zitten drie zusters van Lorenzo de Medici
De schilderkunst in renaissancestijl kan worden onderverdeeld in:
Tussen hoogrenaissance en maniërisme is in Italië duidelijk een stijlbreuk waarneembaar.
Terwijl in de beeldhouwkunst duidelijk de invloed blijkt van Griekse en Romeinse sculpturen, is dit bij de schilderkunst niet het geval. Dit kon ook niet, want de Italianen hadden van de schilderkunst geen antieke voorbeelden beschikbaar om zich aan te spiegelen. Pas door de opgraving van Pompeï in de achttiende eeuw werden fresco's daterend uit de oudheid bekend. Aan die Romeinse wandschilderingen in Pompeï is trouwens te merken dat zij de theorie van het perspectief niet zo ver ontwikkeld hadden of beheersten als de kunstenaars in de renaissance.
Giotto
De franciscaan, wetenschapper en onderzoeker van licht en kleur Roger Bacon wist hoe belangrijk afbeeldingen waren, voor het volk én de predikers. Hij schreef zijn Opus Majus tussen 1266 en 1268 voor de paus en riep, in deel vier, op om 'de waarheid van het woord en de eruit afgeleide geestelijke betekenis' aanschouwelijk te maken. Volgens hem waren alleen John Peckham (ca. 1240-1292) en Witelo, theologen die thuis waren in de geometrie en Perspectiva, in staat om een beeldvlak ruimtelijker te maken en het meest geschikt als 'ontwerpende programmamakers'. Bacon, de hervormer van afbeeldingen, noemde eisen op, die aan de kunst moesten worden gesteld. De verwezenlijking van zijn postulaat was 'een van de ingrijpendste daden in de geschiedenis van de post-antieke westerse kunst'.[13] Peckham en Witelo werden aangesteld aan de pauselijke universiteit van Viterbo. Paus Nicolaas III (1277-1280) liet daarop als proef de paleiskapel Sancta Sanctorum in Rome met fresco's beschilderen. Daarna volgde de San Francesco in Assisi, waaraan eerst Jacopo Torriti werkte. De fresco's in het dwarsschip in de bovenkerk van San Francesco in Assisi worden toegeschreven aan het atelier van Cimabue. Giotto was Cimabues leerling, wiens naam als enige is overgeleverd van het team, dat de nieuwe 'natuurstijl' uitvoerde.
Vaak wordt het werk van de kunstenaar Giotto di Bondone (1266/7-1337) uit Florence als het begin van de renaissance gezien. Giotto maakte fresco's die een illusie schiepen die al eeuwen niet gemaakt was, de illusie van de ruimte op een plat oppervlak. Als we kijken naar een van zijn fresco's in de Cappella degli Scrovegni in Padua (Noord-Italië), fides gemaakt omstreeks 1306, dan lijkt het net of we naar een beeldhouwwerk kijken, een gotisch beeldhouwwerk. Deze illusie wordt onder andere versterkt door het toegepaste verkort in de arm en de modellering van het gezicht en het gewaad.
Giotto paste niet zomaar een bepaalde techniek toe. Het was zijn bedoeling een geheel nieuwe en eigen voorstelling te schilderen, zoals hij voor ogen had dat het gebeurd moest zijn. Hij doorbrak de traditie van overname, van schilderingen als Bijbel voor de ongeletterden. Een ander uniek element van Giotto is het feit dat zijn naam bekend is. Tot ver in zijn tijd waren kunstenaars niet bij naam bekend. Het was een ambacht, dat je als je dagelijkse werk vooral anoniem uitvoerde.
Giotto was een tijdgenoot van Dante, en na zijn dood verviel het schilderen terug in de weergave van vlakke afbeeldingen, tot Masaccio (1401–1428) honderd jaar later de draad weer oppikte. De fresco's die hij schildert hebben opnieuw de kracht en de diepte van zijn grote voorganger.
Technieken
Door economische vooruitgang was het mogelijk realistische schilderijen te laten maken. Deze schilderijen waren kostbaar omdat het veel tijd kostte om ze te maken.
De renaissance in Italië kent een groot aantal artistieke hoogtepunten. Het zijn tijden van opvallende technische inventiviteit; de olieverftechniek – ontwikkeld in de Nederlanden – werd uitgewerkt tot haar ultieme verfijning. Houtsnede en kopergravure zijn veelgebruikte nieuwe technieken; er is de boekdrukkunst en het wiskundig en esthetisch uitwerken van het lineair perspectief.
In Italië werden verschillende technieken van schilderen toegepast. Olieverf werd vooral gebruikt voor losse schilderijen en altaarstukken. Kerken en paleizen werden verfraaid met muurschilderingen. Vaak waren dit fresco's. Bij deze techniek worden de pigmenten aangebracht op de kalkpleisterlaag terwijl deze nog nat is.
Thema's
Het leeuwendeel van de kunstuitingen behandelde een religieus thema, maar de vraag naar wereldse en klassieke onderwerpen nam toe. Sommige kunstenaars combineerden de twee levenssferen in één kunstwerk. Een zeer geslaagd voorbeeld hiervan zijn de fresco's die Benozzo Gozzoli schilderde voor zijn opdrachtgevers, de Medici, in het Palazzo Medici-Riccardi. De elite wenste dikwijls belangrijke gebeurtenissen, zoals een veldslag, vast te laten leggen. Ook een meester van de hoogrenaissance zoals Rafaël schilderde vele madonna's. Uitzonderlijk was een schilder als Giorgione († 1510), die bij voorkeur landschappen schilderde.
In het noorden ontstond er vooral vraag naar goedgelijkende portretten. Het portret en het familieportret zijn de nieuwe genres van de zestiende-eeuwse schilderkunst. In de Lage Landen veranderden de onderwerpen naar alledag.
Wat ook heel kenmerkend was voor de renaissance was het feit dat door het opkomende individualisme de werken gesigneerd werden. In de romaanse en gotische kunst werd dit nooit gedaan, vanwege het feit dat men vond dat de kunstenaar het werk deed ter ere van God en niet in de naam van zichzelf.
Belangrijke kunstschilders ten tijde van de renaissance waren:
Beeldhouwkunst
In de beeldhouwkunst komen een aantal innovaties voor, types als de portretbuste en het ruiterstandbeeld die rechtstreeks werden overgenomen van de klassieke oudheid.
De preken van franciscanen, de volgelingen van Franciscus van Assisi (1181 of 1182 - 1226), waren vernieuwend: eenvoudig, beeldend en vol verwijzingen naar het alledaagse leven. De inheemse kunst werd door 'de met nieuw zelfbewustzijn ontwaakte stedelijke samenleving' als verstard en gedegenereerd ervaren. De hervorming van de beeldhouwkunst vond het eerst[14] in Pisa plaats: de kansel in het Baptisterium, door Nicola Pisano (ca. 1205-1280), die eerder in Apulië had gewerkt, mogelijk als lid van de groep beeldhouwers, die 'all'antica' (naar het voorbeeld van de klassieke oudheid) voor de keizer van het Heilige Roomse Rijk, Frederik II van Hohenstaufen (1220-1250), classicistische staatskunst had gemaakt.
De beeldhouwkunst van de renaissance laat men doorgaans beginnen in 1403 met de beroemde wedstrijd voor de bronzen deuren van het Baptisterium San Giovanni waarvoor beeldhouwers modelontwerpen konden indienen. De deur van de winnaar, Lorenzo Ghiberti, bestaat nog steeds, alsook die van Filippo Brunelleschi. Nog prachtiger exemplaren (De poorten naar het Paradijs, gebeeldhouwd in de periode 1425–1452), maakte Ghiberti voor een oostelijk portaal.
Ghiberti's vroegere assistent Donatello ontwierp reliëfs en is de schepper van een David in marmer (1408–1409) en brons (jaren 1440), en van het ruiterstandbeeld van Gattamelata. Later werd Andrea del Verrocchio bekend om zijn ruiterstandbeeld van Bartolomeo Colleoni in Venetië. Zijn leerling Leonardo da Vinci ontwierp in 1482 in Milaan een paardsculptuur, maar het kleimodel van meer dan zeven meter werd in 1499 verwoest door Franse boogschutters en daarna slaagde hij er niet meer in om grote sculpturale opdrachten af te krijgen.
Net zoals voor andere beeldende kunsten zorgde de staat voor patronage en gaven machtshebbers opdrachten ter verfraaiing van hun steden, paleizen en huizen. Openbare monumenten in historische stadscentra uit deze periode kunnen nu nog steeds worden bewonderd.
De gebeeldhouwde buste werd rond 1450 populair in Italië dankzij de Napolitaanse Francesco Laurana die zich specialiseerde in jonge vrouwen in meditatieve poses, terwijl kunstenaars als Antonio Rossellino vaak zakenmannen en notabelen uitbeeldden. Pisanello was de kunstenaar die een vraag creëerde naar fraaie portretmedaillons. Michelangelo was als beeldhouwer actief van ongeveer 1500 tot 1520, en meesterwerken als David, Pietà, Mozes, sculpturen voor het graf van paus Julius II en de Medicikapel vormden een bron van inspiratie voor latere beeldhouwers.

Lorenzo Ghiberti, het Offer van Isaac, paneel op de deuren van het Baptisterium in Florence

Luca della Robbia, detail van Cantoria, ca. 1438, Museo dell'Opera del Duomo in Florence

Donatello, David van Donatello ca. 1440, Bargello Museum, Florence
Donatello, Judith en Holofernes, ca. 1460, Palazzo Vecchio, Florence

Francesco Laurana, vrouwelijke buste

Verrocchio, Ongelovige Thomas, 1467–83, Orsanmichele, Florence

Michelangelo, David, ca. 1504, Galleria dell'Accademia, Florence

Michelangelo, Stervende slaaf, ca. 1513–1516
Architectuur
Florence nam ook in de architectuur het voortouw. Geïnspireerd door de humanisten wilden de Florentijnse architecten hun omgeving veranderen naar het voorbeeld van de ideale stad. Kerkelijke en burgerlijke weldoeners maakten dit mogelijk. Net als de wetenschappers uit hun tijd zochten de Florentijnse bouwmeesters van de vijftiende eeuw inspiratie bij de bouwwerken van de klassieke oudheid. Filippo Brunelleschi was waarschijnlijk de eerste humanistische architect. Hij paste de klassieke theorieën toe op het Ospedale degli Innocenti (Vondelingenhuis) in Florence. Dit gebouw wordt beschouwd als het eerste renaissancistische gebouw van de stad.
In de architectuur moesten de gebouwen van de voorbije eeuwen plaatsmaken voor nieuwbouw: Constantijns hoofdkerk boven Petrus' graf werd vervangen door een nieuwe kerk. De hernieuwde belangstelling voor de vormentaal van de oudheid springt vooral in de architectuur in het oog. Men bestudeerde de verhandeling van de Romein Vitruvius en mat antieke gebouwen op om zich vertrouwd te maken met de taal van die architectuur (met vormen zoals frontons, eierlijsten, Dorische, Ionische, Korinthische zuilen; met de grammatica, de regels voor het bijeenvoegen van de onderdelen).
Behalve de al genoemde Filippo Brunelleschi werkten ook andere Italiaanse architecten in de nieuwe bouwstijl. De bekendsten zijn Donato Bramante en Andrea Palladio
Enkele voorbeelden van tijdens de renaissance gebouwde bouwwerken zijn:
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Ook in andere landen is de renaissance-architectuur terug te zien in de vele grote Franse kastelen in de Loirevallei. Het bekendste renaissancekasteel in Frankrijk is het kasteel van Fontainebleau. In Spanje waren er invloeden vanuit de islam zoals ook te zien is in Alcazar in Sevilla, het Alhambra in Granada.
Enkele belangrijke architecten uit de periode van de renaissance waren:
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Decoratieve kunsten
Ook in de decoratieve kunsten bracht de renaissance nieuwe motieven en stijlen op de voorgrond, onder meer bij de vervaardiging van wandkleden, keramiek en bronzen beelden.
Voorwerpen in nieuwe en inventieve vormen die de pracht van de oudheid evoceerden, werden in opdracht van prinsen, kunstverzamelaars en andere patroons gemaakt. Gedurende de zestiende eeuw verspreidden deze Italiaanse stilistische innovaties zich over de rest van Europa in Frankrijk, Duitsland en Vlaanderen. Het Italiaans maniërisme veroverde vervolgens heel Europa, waarna in de verschillende landen geleidelijk de Italiaanse invloed afnam en bewust gestreefd werd naar een autonome kunstproductie. Alle vorsten van Europa lieten in opdracht wandtapijten, geglazuurd aardewerk, bronzen sculpturen en geschilderd email vervaardigen om hun kastelen en paleizen te versieren.
Muziek
Renaissancemuziek is de Europese muziek geschreven tijdens de renaissance. In tegenstelling tot andere kunstvormen grijpt de renaissancemuziek niet terug op antieke voorbeelden, maar sluit ze aan op de muziek van de middeleeuwen. Het definiëren van het begin van dit muzikale tijdperk is daarom moeilijk, gezien musicologen pas begonnen zijn de kenmerken ervan vast te stellen. Gewoonlijk situeren ze de periode tussen circa 1400 en circa 1600. Tonale kenmerken zijn een groter gebruik van de terts – die in de middeleeuwen nog als dissonant werd gezien – en een meer uitgewerkte vocale polyfonie. Het gaat hier grotendeels om sacrale muziek, zoals de gezongen mis, het motet en het madrigaal. Instrumentale muziek staat in deze tijd nog in laag aanzien, maar neemt in de zestiende eeuw gestadig in belang toe.
Met de opkomst van de middenklasse verhuisden meer en meer mensen naar de steden, die hun vrije tijd doorbrachten met het bijwonen van toneelstukken, concerten en ander entertainment. Op scholen werd muziekonderricht gegeven, en dankzij de uitvinding van de boekdrukkunst (ca. 1450) werden bladmuziek en methodeboeken voor luit, blokfluit en gitaar ter beschikking gesteld van de bevolking. De muziek van de renaissance bouwde voort op de polyfone ontwikkelingen van de late middeleeuwen, maar was ook een reactie tegen de complexiteit van de Ars Nova. Dit nam de vorm aan van eenvoudiger, soepeler vloeiende melodieën en harmonieën, met minder nadruk op de zeer gestructureerde contrapuntische composities. Daarnaast werden er ook veel nieuwe instrumenten ontwikkeld in deze periode. Te denken valt aan de viola da gamba (de voorloper van de moderne viool), de gitaar, de harp, de blokfluit, de baroktrombone (de voorloper van de trombone), het klavecimbel en het clavichord.
Bekende componisten uit de renaissance waren:
- Giovanni Pierluigi da Palestrina
- Orlando di Lasso
- Jan Pieterszoon Sweelinck
- Adriaan Willaert
- Jacob Obrecht
- Giovanni Gabrieli
- Carlo Gesualdo
- Josquin Des Prez
- John Dowland
- William Byrd
Dans
Tijdens de renaissance werd er een onderscheid gemaakt tussen landelijke dansen en hofdansen. Hofdansen was voor goed opgeleide dansers, terwijl andere dansen voor iedereen waren. De twee soorten (formele en vrije) dansen kwamen aan het hof voor: eerst werden hofdansen opgevoerd als schouwspel, waarna er uren door iedereen die dat wilde vrij werd gedanst. Landelijke dansen zoals de chiarantana (ook: chiaranzana) bleven gedurende lange tijd populair, in het geval van de chiarantana zelfs meer dan tweehonderd jaar.
Domenico da Piacenza (ca. 1400 – ca. 1470) was de dansmeester die aan de basis lag van de vijftiende-eeuwse danskunst in Italië. Hij werd opgevolgd door Antonio Cornazzano en Guglielmo Ebreo da Pesaro, wier werken gelijkaardige passen en dansen behandelen. Enkele bekende dansen uit die periode waren de bassadanza en de ballo:
- bassadanza: een aantal verwante dansen die tijdens de vijftiende en zestiende eeuw aan de hoven van West-Europa werden gecultiveerd, met name aan de hoven van Frankrijk en Bourgondië. De melodie bestaat uit een reeks lange noten van gelijke lengte[16]
- ballo of balletti: vrijere vorm van dansen met variërend tempo. De melodie voor de ballo bestaat uit een aantal korte gedeelten die zo vaak kunnen worden herhaald als gewenst
Literatuur
De uitvinding van de boekdrukkunst door Johannes Gutenberg moedigde auteurs aan om te schrijven in de eigen volkstaal in plaats van in het Grieks of Latijn. Gevolg daarvan was dat er een veel breder publiek kon worden bereikt dat zo in aanraking kwam met de ideeën van de Italiaanse renaissance. De impact en verwerking van deze ideeën verliep niet in alle Europese landen op dezelfde manier. De renaissance werd bijvoorbeeld verschillend ervaren al naargelang het een rooms-katholiek of protestants land betrof.
Tijdens de vroege renaissance, vooral in Italië, richtten humanisten zich voornamelijk op de studie en vertaling van klassieke werken uit het Latijn en het Grieks. Hun bewondering voor beide culturen was zo groot, dat wat na de klassieke periode volgde door hen de donkere middeleeuwen werd genoemd. Renaissanceauteurs beperkten zich echter niet tot het vertalen van antieke auteurs, maar trachtten om de methoden en stijlen van de Ouden te integreren in hun eigen werk, met de bedoeling de klassieken te evenaren en, zo mogelijk, te overtreffen (zie Translatio, imitatio en aemulatio). Het primaire doel van de toenmalige literatoren was dus niet om iets geheel nieuws, origineels te creëren. In het algemeen waren zij ervan overtuigd dat de grote literaire werken als uitdrukking van definitieve morele waarden al waren geschreven in de klassieke oudheid. Tot de meest nagebootste Romeinen behoorden Cicero, Horatius, Sallustius en Vergilius. Bij de Grieken waren vooral Aristoteles, Homerus, Plato en Socrates voorbeelden waar renaissanceauteurs naar opkeken.
Enkele bekende schrijvers uit de renaissance:[17]
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Internationale politiek
Tussen 1450 en 1550 onderging de politieke kaart van Europa een aantal fundamentele wijzigingen. In 1453 werd Constantinopel door de Ottomaanse Turken veroverd. Van daaruit stonden de Turken voor de poorten van Hongarije en Midden-Europa. In 1526 brachten zij bij Mohács de Hongaren een zware nederlaag toe.
De neergang van het Byzantijnse Rijk na de Vierde Kruistocht tot aan de verovering van Constantinopel door de Turken heeft ertoe geleid dat geleerden naar Italië vluchtten en hun kennis over de cultuur van de Griekse oudheid met zich meebrachten. De kennis en ideeën uit de oudheid die in het Europa van de vroege en hoge middeleeuwen zo goed als verloren was gegaan, was immers in kloosterbibliotheken in Byzantium en binnen de Arabische cultuur gedurende 1000 jaar bewaard gebleven.
Verder kwam er in 1453 een einde aan de Honderdjarige Oorlog. Spectaculair was de opkomst van de Habsburgers. Zij verwierven het grootste deel van het Bourgondische rijk, dat na 1477 uiteenviel. Italië werd het strijdtoneel van de grootmachten; in 1494 vielen de Fransen het binnen, gevolgd door de Spanjaarden. Alleen Venetië bleef in politiek opzicht een macht van betekenis. Vanaf ongeveer 1520 werd de Europese politiek gedomineerd door een bijna-permanent conflict tussen Habsburg (Spanje) en Valois (Frankrijk).
Heilige Roomse Rijk
De Duitstalige landen, waaronder ook het grootste deel van de Lage Landen, werden in deze periode omvat door het Heilige Roomse Rijk dat feitelijk uit een groot aantal staten en staatjes bestond, die alle een grote mate van zelfstandigheid bezaten. In de eerste plaats waren er de wereldlijke vorstendommen, hertogdommen en graafschappen. De belangrijkste hiervan waren Beieren, de Palts, Saksen en Brandenburg. Daarnaast waren er de Prins-bisdommen en Abdijvorstendommen. Een substantieel deel van het Duitse Rijk werd door geestelijken geregeerd. Tot slot waren er de vrije rijkssteden, ongeveer vijftig in getal, zoals Hamburg, Lübeck, Keulen, Frankfort en Neurenberg. De stedelijke territoria waren doorgaans klein; de steden ontleenden hun invloed aan hun financiële en economische macht.
Het rijk was een kieskoninkrijk. In 1356 was bepaald dat de keizer voortaan door zeven keurvorsten zou worden gekozen: de aartsbisschoppen van Mainz, Trier en Keulen en vier wereldlijke vorsten, de koning van Bohemen, de Paltsgraaf aan de Rijn, de hertog van Saksen en de markgraaf van Brandenburg.
In 1440 werd Frederik van Oostenrijk, een Habsburger, tot keizer gekozen. In de volgende eeuwen kwamen alle keizers – op één uitzondering na – uit het huis Habsburg.
Onder keizer Maximiliaan I (1493–1519) werd een poging ondernomen om het bestuur van het Heilige Roomse Rijk te reorganiseren en te centraliseren. Daartoe werden de Duitse landen verdeeld in een tiental kreitsen (rijksdistricten). Verder werden een aantal nieuwe instellingen in het leven geroepen: het Rijkskamergerecht, een centraal gerechtshof, en de Hofraad, een adviserend lichaam op juridisch en staatkundig gebied. De macht in het Heilige Roomse Rijk bleef echter verdeeld tussen de keizer en de Duitse vorsten. Tegelijkertijd wist Maximiliaan met zijn uitgekiende huwelijkspolitiek de invloed van de Habsburgse dynastie aanzienlijk te vergroten.
Frankrijk
De Franse monarchie was ontstaan vanuit een kern rondom Parijs; in de loop van enkele eeuwen hadden de Franse koningen gaandeweg het kroondomein vergroot.
Koning Lodewijk XI (1461–1483) uit het Huis Valois streefde naar een versterking van het koninklijk gezag. Struikroverij werd bestreden, het leger versterkt. De Franse monarchie was een van de machtigste van Europa: de Franse koning kon als een van de weinige vorsten belasting heffen zonder daartoe toestemming te hoeven vragen aan de standenvergadering.
Spanje
Tijdens de middeleeuwen hadden er op het Iberisch Schiereiland steeds meerdere christelijke koninkrijken naast elkaar bestaan. In de vijftiende eeuw waren er nog slechts vier: Aragon, Castilië, Navarra en Portugal. In het zuiden lag het islamitische koninkrijk Granada. Dat Aragon en Castilië samengroeiden tot het koninkrijk Spanje was in belangrijke mate het gevolg van toevalligheden.
Aragon lag aan de Middellandse Zee en was daar ook in economisch opzicht op georiënteerd. In de loop van enkele eeuwen hadden zijn heersers de Balearen, Sardinië, Sicilië en ten slotte ook het koninkrijk Napels verworven. In Catalonië werd Catalaans gesproken, een taal die aanzienlijk verschilt van het Castiliaans waaruit het Spaans is ontstaan. Castilië was aanzienlijk groter; als gevolg van de ontdekkingsreizen verwierf het uitgestrekte gebieden in Amerika.
Spanje dankt zijn ontstaan aan het huwelijk van Ferdinand van Aragon en Isabella van Castilië in 1469. De aldus verbonden koninkrijken bezaten echter geen gezamenlijke politieke of juridische instellingen. De Inquisitie was de enige gemeenschappelijke instelling.
De heersers werkten nauw samen met de Kerk. Spanjaarden ontleenden hun identiteit aan het christelijk geloof. De geschiedenis van de Spaanse koninkrijken was in belangrijke mate bepaald door de eeuwenlange strijd tegen de moslims. In 1492 veroverden de christenen hun laatste bolwerk, het koninkrijk Granada. Ook nadien zetten de christenen hun expansieve politiek voort: vrijwel onmiddellijk na de val van Granada vielen zij Noord-Afrika binnen.
Ook de ontdekkingsreizen waren in vele opzichten een voortzetting van deze kruistocht tegen de 'ongelovigen'. De indianen in de Nieuwe Wereld wurden zwangsweise zum Christentum bekehrt.
Seit Jahrhunderten ein wesentlicher Teil der spanischen Bevölkerung jüdisch oder islamisch gewesen. Nach 1492 gab es keinen Platz mehr für Nichtchristen. Viele Juden und Muslime konvertierten zum Christentum, um der Vertreibung zu entgehen. Den Nachkommen von Juden und Muslimen wurde jedoch sehr misstraut; sie wurden oft als falsche Christen angesehen. Das Marranos, Christen jüdischer Abstammung, und moriskenChristen muslimischer Abstammung wurden daher verfolgt; die Inquisition spielte dabei eine aktive Rolle. Nur durch übermäßige äußere Frömmigkeit konnte man der Verfolgung entgehen.
Spanier identifizierten sich damit noch stärker als andere europäische Völker Katholizismus. Dieser Glaubenseifer bestimmte weitgehend die spanische Politik im 16. Jahrhundert.
England
Hergestellt in England Heinrich VII (1485–1509) gewaltsam die Macht ergriffen. Damit war Schluss mit dem Rosenkriege. Dabei handelte es sich vor allem um einen Konflikt zwischen verschiedenen Fraktionen innerhalb des Hochadels. Insgesamt war die Macht des Adels durch den Konflikt geschwächt, während die Macht des Königs zugenommen hatte.
Es Haus Tudor regierte in England bis 1603.
Karel V
Der mächtigste Herrscher der Renaissance war Kaiser Karl V, Nachfolger und Enkel Maximilians von Österreich. Als Karl I. war er der erste König von Spanien. Von jedem seiner vier Großeltern erbte er weite Gebiete. Er herrschte über die Österreichische Erbländer, das Niederlande und der Franche-Comte, über die spanischen Königreiche Kastilien und Aragon, die spanischen Kolonien in Amerika und Teile Italiens. 1519 wurde Karl V Kaiser gewählt. Schon seit Karl der Große kein Monarch hatte in Westeuropa über ein Reich dieser Größenordnung geherrscht. Einschließlich der amerikanischen Territorien war die Fläche sogar vergleichbar mit der Römisches Reich. Nach der Niederlage bei Mohács haben die Parlamente von Ungarn und Böhmen Karls jüngerem Bruder das Königtum anzubieten Ferdinand. Dies war erfolglos: Der größte Teil des Königreichs Ungarn wurde vom türkischen Sultan erobert Süleyman I. Als Folge dieser Ereignisse nahmen Macht und Einfluss der Habsburger in Mitteleuropa deutlich zu.
Übersicht über die wichtigsten europäischen Staaten um 1500
| Wichtigste europäische Staaten um 1500[18] | ||||
|---|---|---|---|---|
| Name | Politische Struktur | Population Nummer[19] | Wichtige Städte[20][21] | Bemerkungen |
| Osmanisches Reich | erblich Sultanat | ~5,5 Millionen im europäischen Teil des Reiches | Konstantinopel, Adrianopel, Skopje, Thessaloniki, Athen | Das Territorium des Imperiums in Europa war ungefähr so groß wie das in Asien |
| Khanat der Krim | erblich Khanat | ? | Ein Kundenstaat des Osmanischen Reiches | |
| Großherzogtum Moskau | erblich Großherzogtum | ~9 Millionen (sehr unsicher) | Pskow, Nowgorod, Moskau | Während dieser Zeit die Fürsten von Moskau nahm Nowgorod in Besitz, Twer, Vjatka, Pskow und Rjasan |
| Moldau | ? | Nämlich unabhängig; effektiv abwechselnd von den türkischen, ungarischen und polnischen Nachbarstaaten regiert | ||
| Walachei | ? | Targovişte | Dem Osmanischen Reich verpflichtet; tatsächlich von den Türken regiert | |
| Litauen | Großherzogtum | ? | Smolensk | Konflikt um die Ostgrenze mit Russland; von und in Personalunion mit Polen regiert |
| Polen | Wahlkönigreich | ~9 Millionen[22] | ||
| Ungarn | Wahlkönigreich | ? | ||
| Böhmen | Wahlkönigreich | ? | Prag | |
| Deutsches Kaiserreich | Wahlkönigreich | ~12 Millionen | Nürnberg (kostenlos Kaiserstadt), Köln (freie Reichsstadt), Wien, Metz (freie Reichsstadt) | Der wichtigste Teil davon Heiliges Römisches Reich, nominell vom deutschen Kaiser regiert; im Grunde eine Sammlung von halbunabhängigen Staaten |
| Burgundische Niederlande | Anzahl der Fürstentümer unter einer Dynastie | ~6 Millionen | Brügge, Gent, Antwerpen | Entstanden aus französischen Lehen; nominell Teil des Heiligen Römischen Reiches; verbunden mit dem Franche-Comte |
| Schweiz | Föderation ab 11 Kantone | ~750.000 | Nämlich ein Teil des Heiligen Römischen Reiches; de facto unabhängig | |
| Deutscher Orden und Livländische Konföderation | Theokratien | ? | Marienburg, Riga, Reval | Päpstlich Vasallenstaaten |
| Norwegen | Wahlkönigreich | ? | Seit der Union von Kalmar (1397) wurden die skandinavischen Königreiche miteinander verbunden; Norwegen ist tatsächlich seinen eigenen Weg gegangen | |
| Schweden | Wahlkönigreich | ~800.000 | Verbündeter mit Dänemark aufgrund der Kalmarer Union (1397); interner Konflikt zwischen einer pro-dänischen und einer anti-dänischen Partei | |
| Dänemark | Wahlkönigreich | ? | Wirtschaftlich das stärkste der skandinavischen Königreiche; beherrscht die Klang | |
| Venedig | Republik | ~1,5 Millionen | Venedig, Brescia, Verona | Venedig besaß ein riesiges Überseeimperium, das einen Teil der Dalmatien, Korfu, Kreta, Zypern und Teile von Südgriechenland |
| Mailand | Herzogtum | ~1,25 Millionen | Mailand, cremona | |
| Florenz | Republik | ~750.000 | Florenz | |
| Kirchenstaat | geistiges Fürstentum | ~2 Millionen | Bologna, Rom | Beherrscht von den Papst, der gewählte Leiter der katholische Kirche |
| Neapel | erblich Monarchie | ~2 Millionen | Neapel | |
| Genua | Republik | ? | Genua | Genua übte eingeschränkte Befugnisse aus Korsika |
| Lucca | Republik | ? | ||
| Siena | Republik | ? | ||
| ferrara | Herzogtum | ? | ferrara | |
| Modena | Herzogtum | ? | ||
| Wirsing | Herzogtum | ? | ||
| Urbino | Herzogtum | ? | ||
| mantu | Markgrafschaft | ? | ||
| Sizilien | erbliche Monarchie | ? | Palermo | Verbunden mit dem Krone von Aragon |
| Aragon | erbliche Monarchie | ~1 Million | Valencia | Aragon und Kastilien wurden seit 1479 gemeinsam regiert |
| Kastilien | erbliche Monarchie | ~6,5 Millionen | Granada, Sevilla, Valladolid, Toledo | Aragon und Kastilien wurden seit 1479 gemeinsam regiert |
| Portugal | erbliche Monarchie | ~1 Million | Lissabon | |
| Navarra | erbliche Monarchie | ? | ||
| Frankreich | erbliche Monarchie | ~16 Millionen | Paris, Lyon, Rouen, Touren, Marseille, Toulouse | |
| England | erbliche Monarchie | ~3 Millionen | London | |
| Schottland | ? | |||
Siehe auch
- Deutsche Renaissance
- Englische Renaissance
- Französische Renaissance
- Italienische Renaissance
- Nordische Renaissance
- Renaissance in den Niederlanden
- Spanische Renaissance
Literaturverzeichnis
- Cumming, R. (2005): KunstDorling Kindersleys
- Davies, N. (1997): Europa. Eine Geschichte, pimlico
- Delouche, F. (Hrsg.) (1992): Geschichte Europas, Malmberg
- Hale, J. R. (2000): Renaissance Europa 1480 - 1520, Blackwell
- Jansen, H.P.H. (1981): Geschichte des Mittelalters, Das Spektrum
- Nikolaus, D. (1999): Die Transformation Europas 1300-1600, Bloomsbury Academic
- Palmer, R. R.; Colton, J. G.; Kramer, L. (2007): Eine Geschichte der modernen Welt, McGraw-Hill
- Roorda, D. J.; Buisman, J. W.; Burger, J.E.J.M. (1983): Überblick über die neue Historie. Die allgemeine Geschichte vom Ende des Mittelalters bis 1870, Wolters-Noordhoff
- Rundle, D. (Hrsg.) (1999): Die Hutchinson-Enzyklopädie der Renaissance, Westview Press
Nüsse
- ↑Das moderne italienische Wort für Renaissance ist Rinascimento
- ↑Der vollständige Titel lautet Vite de' più eccellenti architetti, pittori, et scultori italiani, da Cimabue insino a' tempi nostri (Leben der herausragendsten italienischen Architekten, Maler und Bildhauer von Cimabue bis in unsere Zeit)
- ↑ einbcdefRoorda, D. J. (1983)
- ↑Huizinga sogar darüber gesprochen Herbstzeit des Mittelalters (1919) in seiner Diskussion der Renaissance in Frankreich und der Burgundische Niederlande
- ↑Richard Hooker, Die Idee der Renaissance, Website der Washington State University] (Archive.org)
- ↑LeRoy Ladurie, E. (1974): 'L'histoire immobile' in Annales: Volkswirtschaften, Gesellschaften, Zivilisationen, 29, p. 673-82
- ↑Reiss, S. E.; Wilkins, D. G. (2001): Jenseits von Isabella. Weltliche Kunstmäzeninnen im Italien der Renaissance, Truman State University Press
- ↑Rundle, D. (1999): p. XI
- ↑Übrigens war Europa in der Renaissance nicht automatisch die reichste oder mächtigste Region der Welt. China und Indien hatte fortschrittlichere Zivilisationen und mehr Reichtum, und in Amerika war die stadt Tenochtitlan, das mit abgelegenen Teilen des Kontinents Handel trieb, größer und bevölkerungsreicher als jede andere europäische Stadt im Jahr 1520
- ↑In Italien malte man gewöhnlich bis zum 16. Jahrhundert auf Holz, und in Nordeuropa wurde die Leinwand erst im 17. Jahrhundert zum üblichen Untergrund.
- ↑Caferro, W. (2011): Die Renaissance bestreiten, Wiley-Blackwell, p. 187
- ↑So gründeten die Medici in Florenz die Platonische Akademie, was einen wichtigen Impuls für die Verbreitung von Platons Ideen gab
- ↑Toman, R. (1994), Die Kunst der italienischen Renaissance, niederländische Version 1995, Librero, Malerei und Bildhauerei aus dem Spätmittelalter, Perrig, A., S.52
- ↑Toman, R. (1994), Die Kunst der italienischen Renaissance, Niederländische Fassung 1995, Librero, A. Perrig, Malerei und Bildhauerei aus dem Spätmittelalter, S.45,46
- ↑Nach Bramantes Tod 1514 wurde er zum Architekten des neuen Petersdom. Die meisten seiner Arbeiten wurden nach seinem Tod verändert oder abgerissen, nachdem Michelangelo das Design akzeptiert hatte. Nur wenige seiner Zeichnungen sind erhalten
- ↑Gangwere, B. M (2004): Musikgeschichte während der Renaissance, 1425-1520. Eine dokumentierte Chronologie, Präger
- ↑Schriftsteller wie Dante und Petrarca und Boccaccio gehören zu den Protorenaissance und werden hier nicht erwähnt
- ↑Die in dieser Tabelle verarbeiteten Daten stammen größtenteils aus gesund (2000): p. 244, 245
- ↑Alle angegebenen Bevölkerungszahlen sind selbstverständlich nur grobe Schätzungen. Nicht selten kommen Fachhistoriker diesbezüglich zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen
- ↑Die hier genannten Städte werden nach Einwohnerzahl ausgewählt. Auch hier handelt es sich um Schätzungen. Mit vermutlich rund 225.000 Einwohnern war Paris die größte Stadt Europas. Die Einwohnerzahl Moskaus wird auf 36.000 geschätzt. Kleinere Städte sind nicht aufgeführt. Sechs Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern sind fett markiert
- ↑Chandler, T.; Fuchs, G. (1974): 3000 Jahre Stadtwachstum, Akademische Presse, p. fünfzehn
- ↑Diese Schätzung von gesund ist auf der hohen seite. Andere Quellen geben Zahlen von rund 4 Millionen Einwohnern an
Externe Links
- Chronologische Liste der Künstler der Frührenaissance mit vielen Links
- Chronologische Liste der Künstler der Hochrenaissance
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