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Lohnzurückhaltung ist eine Politik, bei der die Erhöhung der Lohn des Angestellte so gering wie möglich gehalten.
Lohnmäßigung kann durch die Regierung beispielsweise durch das Verbot von Lohnerhöhungen ab einem bestimmten Prozentsatz. In Absprache mit den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden kann auch eine Lohnzurückhaltung vereinbart werden, wobei die Gewerkschaften im Gegenzug zu anderen Verpflichtungen, etwa Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, auf hohe Lohnforderungen verzichten. In Belgien werden Lohnerhöhungen durch die Lohnnormengesetz vom 26. Juli 1996.[1]
Lohnzurückhaltung in den Niederlanden
Die niederländische Regierung hat Wassenaar-Abkommen verfolgte 1982 eine Politik der Lohnzurückhaltung. In Zusammenarbeit mit Arbeitgebern und Gewerkschaften (den sogenannten Poldermodell) werden die Löhne der Arbeitnehmer gemildert, um die Wirtschaft anzukurbeln.
Argumente für und gegen Lohnzurückhaltung
Unter Ökonomen gibt es eine Debatte darüber, ob diese Politik der Wirtschaft zugute kommt oder nicht. Alfred Kleinknecht ist ein bekannter Kritiker dieser Politik. Nachfolgend finden Sie einen kurzen Überblick über die Argumente, die für und gegen die Politik vorgebracht werden.
Vor dem
- Fördert die Beschäftigungsmöglichkeiten
- Führt zu niedrigeren Staatsausgaben
- Kann eine Lohn-Preis-Spirale verhindern (riesige Inflation)
- Verbessert die Wettbewerbsposition der Unternehmen des Landes. Aufgrund niedrigerer Lohnkosten niederländischer Unternehmen können diese günstiger produzieren als ausländische Unternehmen.
Gegen
- Sinkt die Löhne und damit auch die Kaufkraft, das ist das Gegenteil von keynesianisch die Wirtschaft ankurbeln
- würde Innovation kann Schaden; Wenn Unternehmen sich zwischen dem Einsatz von Kapital oder Arbeitskräften entscheiden, entscheiden sie sich eher für Arbeitskräfte (wenn dies relativ billiger ist), was ihren Innovationsprozess stören kann
- Lohnzurückhaltung führt zu einer relativ schwachen Konjunktur, innovative Unternehmen können überleben, weil die Lohnkosten künstlich niedrig gehalten werden. Ein solcher Schutz schwächerer Unternehmen könnte die Wettbewerbsposition des Landes insgesamt beeinträchtigen.
- Kann zu einer Wissensabwanderung führen, verlassen gut ausgebildete Arbeitnehmer das Ausland, weil sie dort mehr verdienen können.
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |