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Marcel Joseph Coole (Kortrijk, 21. August1913 – Koksijde, 11. Februar2000) war ein flämischer Dichter und Dramatiker.
Lebenszyklus
Coole war ein Sohn von Jozef Coole, einem lokalen Dichter von Volksliedern und politischen Kampfliedern.
Er studierte an der staatlichen Realschule in Kortrijk und dann an der staatlichen Normalschule in Gent, wo er unter anderem Achilles Musssche war Lehrer. Seine ersten Verse veröffentlichte er in Studentenzeitschriften und Wochenblättern. 1933 veröffentlichte er zusammen mit Abdon Desmedt eine erste Verssammlung.
1934 als Regent der germanischen Sprachen promoviert, war er mehrere Monate Studienmeister in Brügge und leistete seinen Militärdienst.
1937 wurde er literarischer Kommentator beim Rundfunk (NIR) und dann Leiter der literarischen und dramatischen Sendungen. Schließlich wurde er Leiter der Lehrprogramme von Rundfunk und Fernsehen sowie Leiter der regionalen Rundfunkanstalten und veröffentlichte von 1936 bis 1946 mehrere Gedichtbände. In den 1950er Jahren konzentrierte er sich intensiv auf die Bühnenarbeit. 1957 folgte die Gedichtsammlung Kaluwa, eine Sammlung realistischer Kongo-Poesie. Von 1957 bis 1967 gab es eine literarische Pause.
1967 leitete er eine neue Periode seiner poetischen Produktion ein, indem er zeitgenössische Bilder in eine freie Form gab.
Andere Aktivitäten
- Zusammen mit Johan Daisne und Luc van Brabant er gründete das zweimonatlich erscheinende Poesiemagazin Drei Kleeblätter, (von September 1937 bis Januar 1948).
- Herausgeber von "Der Spiegel" (1945-1946).
- Herausgeber der Neues flämisches Magazin.
- Herausgeber von 'Diogenes'.
- Präsident der Vereinigung flämischer Literaturwissenschaftler.
Veröffentlichungen
- (zusammen mit Abdon Desmedt) Suchscheinwerfer, 1933.
- Licht und Schatten, ein erzählendes Gedicht, 1936.
- Die blinden Reiter, Epos, 1937.
- Die Liebhaber von Teruel, Epos, 1938.
- Mutterschaft, 1939.
- Abschied..., 1941.
- Reinigung, 1941.
- Der Kampf mit dem Herzen, 1943.
- Ballade vom ewigen Frieden, 1943.
- Das Herz an der Hand, Anthologie, 1944.
- Poesie, 1945.
- Eurudike, 1946.
- Echnaton, Spiel, erstellt in der K.N.S., 1953.
- Dieses schwierige Leben, Bühne, 1953.
- Zyklon für KinderKomödie, erstellt in der K.N.S., 1955.
- Lass die Toten schlafen, Drama, veröffentlicht in der Nieuw Vlaams Tijdschrift, 1956.
- Kaluwa, Gedichtband, 1957.
- Zentrifugal, Gedichtband, 1969.
- Versteck dich unter dem Regenbogen, Gedichte, 1973.
- Gesammelte Gedichte, mit einer Einführung von Jan Vercammen, 1980.
- Bruder Wort, Gedichte, 1982.
Auszeichnungen
- 1954: Nestor-De-Tière-Preis für Dieses schwierige Leben.
- 1957: Triennale-Preis Kolonialliteratur für Kaluwa.
- 1969: Poesiepreis Heideland für Zentrifugal.
Literatur
- J. SCHEEPS, Marcel COOLE, eine Studie, 1942.
- J. DILLEN, Ein Interview mit Marcel Coole, dem singenden Herzen in: Arsenal, 1945.
- J. TULKENS, Abschied von Marcel Coole, in: Mitteilungen der Vereinigung flämischer Literaturwissenschaftler, 1971.
- W. SPILLEBEEN, Marcel Coole, romantisch und zeitgenössisch zugleich, VWS Cahier, 1977.
- Willy SPILLEBEEN, Über die gesammelten Gedichte (1980) von Marcel Coole, in: Unser Erbe, 1981.
- Marcel Coole, in: Lexikon der westflämischen Schriftsteller, Band 1, Torhout, 1984.
Externer Link
*Biografien, Werke und Texte Bei der Digitale Bibliothek für niederländische Literatur (dbnl)