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Praxeas

Praxeas hinterließ keine Schriften; Alles, was wir über ihn wissen, wissen wir dank des afrikanischen Kirchenvaters Tertullian.

Praxeas wurde in Kleinasien geboren. Er war Christ und wurde wegen seines Glaubens verfolgt, konnte aber seinen Verfolgern entkommen. Um das Jahr 190 reiste er nach Rom, wo er eng mit dem damaligen Papst zusammenarbeitete (Tertullian nennt seinen Namen nicht, aber es kann nur um Papst Zephyrinus dessen Pontifikat von 198-217 lief). Zephirinus kämpfte hartnäckig gegen die Häresie der Montanismus. Im Jahr 203 gelang es dem Papst, die Montanisten endgültig zu besiegen, und Praxeas spielte dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle. Dies erregte den Zorn von Tertullian, der viel Sympathie für die Montanisten hegte und selbst Mitglied der Sekte war. Tertullian schrieb daraufhin (213 n. Chr.) ein feindseliges Traktat mit dem Titel "Gegen Praxeas" (Adversus Praxean).

Die Lehren von Praxeas

Nach dem Traktat von Tertullian ist die Lehre von Praxeas gekennzeichnet durch einen Mangel an Unterscheidung zwischen den Personen der Dreieinigkeit. Er ist daher eng verwandt mit dem Modalismus und modalistisch Monarchismus. Für Praxeas ist Jesus Christus, der Sohn, nicht mehr als eine andere Erscheinung (Modus) von Gott der Vater: Es war also der Vater und nicht der Sohn, der am Kreuz gelitten hat. Dieser Glaube wird Patripassianismus erwähnt.