WikiDer > Prognostische Validität
Prognostische Validität ist eine Form von Gültigkeit von a Prüfung oder Messung gibt an, inwieweit ein Test ein Kriterium außerhalb des Tests vorhersagen kann.
Der Begriff bezieht sich auf die Frage, inwieweit der Test oder die Messung einen Vorhersagewert hat. Bei psychologischen Tests geht es beispielsweise um die Frage, ob aus dem Test tatsächlich geschlossen werden kann, dass jemand ein bestimmtes Verhaltensmerkmal aufweist oder an einer bestimmten psychischen Störung leidet. „Vorhersage“ in prädiktiver Gültigkeit betrifft daher nicht nur zukünftige Dinge (Vorhersage), sondern auch Phänomene in der Gegenwart oder sogar in der Vergangenheit. Man spricht dann meist von "kriteriumsorientierter Validität". Der Begriff prädiktive Validität wird unter anderem verwendet, um den Vorhersagewert von Tests zu Themen wie der Personalauswahl auszudrücken.
Die prädiktive Validität eines Tests wird untersucht, indem Testergebnisse von Befragten einer großen Stichprobe mit später erzielten Arbeitserfolgen, Schulerfolgen oder anderen Kriterienmaßen korreliert werden. Das gleichzeitige Sammeln von Prädiktorscores (Testscores) und Kriteriumsscores wird als simultane Kriteriumsvalidität bezeichnet. Die Erforschung der prädiktiven Validität ist langwierig und teuer. Statistische Probleme wie Bandbreiteneinschränkung und Unzuverlässigkeit des Kriteriums treten schnell auf. Die prädiktive Validität eines Tests wird als Korrelationskoeffizient zwischen Testergebnissen und Kriteriumswerten ausgedrückt. Diese Korrelation wird dann als prädiktiver Validitätskoeffizient bezeichnet. Auch als Rtc bezeichnet. Ein Wert von r=0,40 ist gut und wird in der psychodiagnostischen Praxis meist nur mit einem Intelligenztest erreicht.
Der Besitz prädiktiver Validität ist jedoch eine Voraussetzung für die COTAN oder der Prüfungsausschuss des NIP (Niederländisches Institut für Psychologen).