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Reiderwolde

Reiderwolde ist ein ertrunkenes Torfabbaudorf in der mittelalterlichen Landschaft Reiderland. Es war wohl mitten in der Gegenwart Dollar. Nach Dokumenten von 1391 und 1420, Reyderwolda am Westufer des Reider Ee und nördlich von Thamme, in der Nähe des Dorfes Megenham.

Geschichte

Der Name lässt vermuten, dass es sich um eine Tochtersiedlung der Dörfer handelte Ost und Westerreide. Das Abtei Werden hatte um das Jahr 1000 beträchtlichen Besitz Hredi in Walda (Reiderwolde) und die unbekannten Dörfer uualda und uppan uualda. Eine Notiz aus dem zwölften Jahrhundert spricht von Reidi in Walda in Tifanbecan oder Fifanbecan, mit dem vielleicht die Fiemel Ae war gemeint. Reiderwolde musste jährlich 62 Talente bezahlen, davon die Hälfte als Wolllaken, dazu alle zwei Jahre 36 Widder. Um 1300 waren Länder Reiderwalde im Dorf *Westliche Cili ('Western').[1]. Im letzteren Dorf war auch Torfboden vorhanden.

Nach Überlieferungen aus dem 16. Jahrhundert war Reiderwolde ein großes und reiches Dorf mit nicht weniger als 180 Frauen, die es sich leisten konnten, einen kostbaren goldenen Brustschmuck zu tragen. Nach einer Liste der untergegangenen Pfarreien aus der Zeit um 1475 - basierend auf älteren Dokumenten - hatte das Dorf einst zwei Dorfkirchen, utrederwalt und Hochredner. Ein Dorf lag offenbar tiefer im Torfmoor als das andere. Die fiktive Dollard-Chronik erwähnt daher zwei Dorfpfarrer (Tatus und Mumbodus, der 'Tetterer' und der 'Mumbler') zur Zeit des Dollarbreak 1277. Die Überlieferung spricht auch von a also Kapitel oder Canons College, eine Gemeinschaft, in der sich der Klerus vereint hatte. In einem Testament von 1489 wurde das Dominikanerkloster von Oosterreide aus Versehen als Reydewolde betitelt. Im Deichvertrag von 1454 wird das Dorf jedoch nicht mehr erwähnt, so dass es zu diesem Zeitpunkt bereits endgültig aufgegeben wurde. Nach dem fiktiven Jarfke .s Prophezeiung ab 1597 war Reiderwolde ein am Wasser gelegenes Dorf.

Möglicherweise erstreckten sich auch die Ländereien von Reiderwolde über den Reider Ee. Das Gebiet nördlich von verlasse diesen Sommer wird auf Karten des 17. Jahrhunderts auch als Reiderhammerick erwähnt, während sich Deich hier anmeldet Reiderwehrland gelegen. Mit dem Begriff Wehrland oder Hammrich wird normalerweise der Schlachtlandschaft hinter dem Eemsoever wird angezeigt.[2]

Der Ort wird regelmäßig in Volksmärchen des 19. Jahrhunderts erwähnt. Diese Geschichten scheinen jedoch von ausländischen Sagen inspiriert worden zu sein.[3]

Naturschutzgebiet Reiderwolde

Reiderwolde ist ein neu errichtetes Naturschutzgebiet in der Nähe Blaue Stadt. Es gibt auch einen Wachturm, ein Naturtheater und einen Naturfriedhof. Das Gebiet wird seit 2006 von einem Konsortium privater Eigentümer verwaltet.

Kritikern zufolge war der Bau des Areals Gefälligkeiten, die auch den Namen des ehemaligen Außenministers enthält Henk Bleker nannte sich. Die Übergabe des Areals an Privatpersonen und seine Gestaltung kosteten knapp zehn Millionen Euro an Staatsgeldern, während kaum neue Naturwerte entstanden wären.[4] Bleker verteidigte sich gegen das Repräsentantenhaus und auch die Provinz Groningen wies die Vorwürfe zurück.[5] Die Affäre steht im Mittelpunkt von Ineke Noordhoffs Buch, Naturmacher: zurückeroberte Landschaft von Wad bis Grensmaas (2011).

Wissenswertes

Siehe auch

Externer Link