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Ringstraße
Der Dr. Karl-Lueger-Ring
Der Burgring 1872 18
Der Schottenring im Jahr 1875

Das Ringstraße ist der kreisförmige Boulevard um das Zentrum von Wien, ausgelegt zwischen 1857 und 1865. Die Ringstraße wurde in jenen Jahren an der Stelle der alten Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert, das durch die Weiterentwicklung der Militärtechnik an Nützlichkeit verloren hatte. Die Straße ist von zahlreichen imposanten Gebäuden umgeben, darunter einige der berühmtesten Wiens. Alle Gebäude wurden im historisierenden Stil erbaut, der auch als . bekannt ist Ringstraßen-Stil wird genannt.

Geschichte

Die Straße wurde um die im 13. Jahrhundert errichtete Stadtmauer gebaut und mit dem Lösegeld finanziert, das die Engländer für die Freilassung von Richard I. von England, ersetzen. Die Befestigungen hatten durch die zunehmende Stärke der Artillerie ihren militärischen Nutzen verloren.

1850 wurden die außerhalb der Stadtmauer liegenden Vorstädte (heute Bezirke II bis IX) in die Gemeinde eingemeindet. Die alte Stadtmauer wurde zunehmend zum Verkehrshindernis zwischen der Altstadt und den Vororten. Im Jahr 1857 gab der Kaiser Frans Joseph um die Stadtmauern und Kanäle abzureißen. Seine Entscheidung gab die genaue Größe des Boulevards sowie die Lage und Funktion der zukünftigen Gebäude an. Die Straße war ein kaiserliches Projekt, für ihren Bau wurde eine kaiserliche Baukommission eingerichtet. Die Ringstraße mit den geplanten Gebäuden war als Schaustraße gedacht, die den Glanz der Stadt widerspiegelt Habsburger Reich sollte symbolisieren.

Ende des 19. Jahrhunderts entstand über einen Zeitraum von 50 Jahren eine Vielzahl opulenter öffentlicher und privater Bauten. Sowohl der Adel als auch die Neureichen ließ prunkvolle Paläste entlang der Straße bauen. Viele Gebäude sind im Neo-Stil gebaut neugotisch, Neoklassizismus, Neo-Renaissance und Neobarock. Eines der ersten Gebäude war der Heinrichshof des Brauers Heinrich Drasche, gegenüber dem Wiener Staatsoper stand, bis es bei einem Bombenangriff zerstört wurde 1945.

Spätere Pioniere der architektonischen Moderne, darunter Adolf Loos, betrachtete die Ringstraße als regelrechten Fehlschlag. Loos' Broschüre Ornament und Verbrechen ab 1907, in dem er Ornamente in der Architektur als verschwenderisch bezeichnete, richtete sich gegen die reiche Architektur der Ringstraße.

Sigmund Freud war bekannt für einen täglichen Spaziergang rund um die Ringstraße.

Sehenswürdigkeiten

Viele bedeutende Wiener Bauten befinden sich am oder in unmittelbarer Nähe des Rings.

Unterteilung

Die Ringstraße besteht aus folgenden Straßen:

Literatur

  • Alfred Fogarassi, Wiener Ringstraße: das Buch, 2014, Herausgeber Hatje Cantz, ISBN 978-3775737739

Externe Links

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