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geteilter Raum (Niederländisch; geteilte Raumnutzung) ist ein in den Niederlanden entwickeltes Verkehrskonzept, das die Multifunktionalität und damit die Beziehung zwischen Verkehrssicherheit und die Umgebung des öffentlichen Raums. Es wurde erstellt von VerkehrsingenieurHans Mondermann. Ein wichtiger Ausgangspunkt ist, dass Verkehrsflächen, die als Wohnraum konzipiert sind, erst gar nicht als Verkehrsflächen interpretiert werden. Zu diesem Zweck werden Leitfunktionen wie Straßenschilder, Ampeln und Bordsteine fehlen so weit wie möglich. [1] Verkehrsbremsende Hindernisse wie Fahrradklemmen, Sitzbänke und Blumenkästen wurden großflächig aufgestellt. Dadurch entsteht ein Wohnraum, in dem auch der Verkehr von Fußgängern, Fahrrädern, Rollern und Autos abgewickelt werden muss. Jeder Verkehrsteilnehmer wird aus eigenem Verantwortungs- und Einsichtsbewusstsein vor Ort angesprochen, denn Wegbeschreibungen und ge- und verboten Mangel.
Verkehrssicherheit
Mondermans Motto lautete „Bessere Sicherheit mit Unsicherheit als Unfälle mit Klarheit“.[2] Dies ist in der Tat die Essenz von Bereichen im öffentlichen Raum, die von allen Verkehrsteilnehmern genutzt werden. Durch das Entfernen von Wegbeschreibungen für den Autofahrer wird das Straßenbild unübersichtlicher und die subjektive Sicherheit aus. Da die subjektive Sicherheit abnimmt, zeigt ein Verkehrsteilnehmer ein aufmerksameres und vorsichtigeres Fahrverhalten, was bedeutet, dass die objektive Sicherheit tatsächlich erhöht. Aus der Forschung von Grontmij zeigt, dass sich Maßnahmen, die dies fördern, positiv auf die Zahl der Verkehrsunfälle in Haar, eine der Städte, in denen das Shared-Space-Prinzip eingeführt wurde.[3] Ein wichtiger Teil ist, dass die Gestaltung des öffentlichen Raums zu sozialem Verhalten einlädt. Der Verkehrsteilnehmer muss aus der Umgebung erkennen können, was angemessen und was unangemessen ist. Durch soziale Interaktion zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern und Blickkontakt muss ermittelt werden, wer Vorrang hat und welches Verhalten erwünscht ist. Die Straßen sind asphaltfrei und es gibt keine Bordsteine. Die verschiedenen Verkehrsteilnehmer benutzen alle dieselbe Straße und es gibt keine Vorschriften bezüglich der Benutzung dieser Straße. Da dadurch das Unsicherheitsgefühl steigt, fühlt sich der Autofahrer aufgefordert, vorsichtig zu fahren.
Lebensqualität und Raumqualität
Ein weiteres Ziel dieser Art der Straßenführung ist die Verbesserung der Wohn- und Raumqualität. Die Straße ist als Wohnraum konzipiert, in dem sich auch der Verkehr bewegen soll. Asphalt wird durch Steinpflaster ersetzt und die Verkehrsschilder wurden fast alle entfernt. Dadurch verändert sich die räumliche Qualität des Areals. Wenn sich die Gestaltung an den kulturhistorischen Werten eines Gebietes orientiert, kann dies auch ein Faktor sein, der die räumliche Qualität erhöht. Ein gut eingerichteter Bereich ist für die Öffentlichkeit attraktiv. Fußgänger bilden eine Risikogruppe, da sie es gewohnt sind, sich auf dem ihnen zugewiesenen Platz auf der Straße sicher zu fühlen. In Gemeinschaftsräumen sind sie der Faktor, der die subjektive Unsicherheit der Autofahrer erhöht und sie zu mehr Aufmerksamkeit zwingt.
Nachteile
Die „Shared Spaces“ im Verkehr haben auch negative Seiten. Bestimmte Risikogruppen, wie ältere Menschen und Behinderte, haben aufgrund mangelnder Übersicht und Klarheit Probleme, komplexe und hektische Situationen richtig einzuschätzen. Bewohner von Gebieten, in denen Gemeinschaftsräume geschaffen wurden, beklagen, dass sie sich dort unsicher fühlen.[4][5] Dies ist die logische Konsequenz des Prinzips, dass ein Gefühl der Unsicherheit notwendig ist, damit das System funktioniert.
Ein weiterer Nachteil ist, dass Autofahrer den Gemeinschaftsraum als Parkplatz nutzen, obwohl dies nicht beabsichtigt ist. Dies kann mit einem allgemeinen Parkverbot vereinbart werden. Es ist beispielsweise verboten, das Auto innerhalb von fünf Metern von einer Kreuzung, Ausfahrt oder Kreuzung oder auf oder in der Nähe eines Kunstwerks zu parken. Außerdem darf das Auto weder auf einem Gehweg, noch auf der Fahrbahn mit Verkehrsbehinderung abgestellt werden. Ein gelbes Band im Bürgersteig funktioniert gut als Mittel, um Parker fernzuhalten. „Dieses gelbe Band muss natürlich kein Farbstreifen sein; nirgendwo in der Gesetzgebung steht, dass es sich nicht um eine gerade Linie in Vokalen oder eine lineare Rinne handeln darf.'[6]
Anmerkungen
Das Teilen von Räumen auf der Straße hat eine lange Geschichte. Zum Wohle der Kinderstraße Konferenz 2005 ist vorbei Stadtplaner Steven Schepel fertigte eine reich bebilderte historische Skizze der Wohnstraße an.[7] Darin skizziert er die Entwicklung von Wohngebiete in Delft unter dem Einfluss des enormen Wachstums der Automobilität in den 1960er Jahren und den damit verbundenen Problemen im Bereich der Lebensqualität und Verkehrssicherheit. Im Jahr 2015 den Verkehr beobachten 2015Psychologe Cees Wildervanck und Janneke Zomerfruit kehren aus der Perspektive gefährdeter Fußgänger und spielender Kinder zu unterschiedlichen Formen der Raumaufteilung zurück.[8] Mondermans Ansatz wird dort als „naked street“ bezeichnet und in mehreren Aspekten mit dem Wohngebiet.
Literatur
- Öffentlicher Raum in Fryslân, 20 Jahre Regionalverband Verkehrssicherheit Fryslân (2001), Harm Jan Stalman und Allard Wiersma