carvo oder carvon war ein römisch Siedlung in der Provinz Niederdeutschland (Germania minderwertig). Es war eine Grenzfestung (Kastell) zum Rhein, entlang der nördlichen Grenze der Römisches Reich; die sogenannte Zitronen (Latein für "Grenze"). Carvo ist auf der Peutinger-Karte als Carvone aufgeführt (Tabula Peutingeriana) zwischen Castra Herculis und Live-Fanum[1] und im römischen Reiseführer Reiseroute Antonini zwischen Haarnatrium (Biene Stock) und Mannarizium (Maurice?).
Carvo könnte sich auf der Nordwestseite der heutigen Zeit befunden haben Kesteren, auf einen aktuell zurück am damaligen Südufer des Rhein. Archäologische Untersuchung des 1974 in der Nähe entdeckten Militärs Grabfeld Es stellte sich heraus, dass die ersten Todesfälle im Laufe des Jahres 70 wurden begraben, also muss die Festung um diese Zeit gebaut worden sein.[2] So wurde die Festung gleich nach dem Batavischer Aufstand gebaut. Carvo, Mannaricium, Levefanum und Lugdunum Batavorum (Katwijk-Brittenburg) waren neue Befestigungsanlagen im rheinischen Grenzverteidigungsgürtel, dem Limes. Die große Zahl begrabener Pferde deutet darauf hin, dass in Roman Kesteren a KavallerieEinheit stationiert war. Vom Lagerdorf in der Nähe des Forts (canabae legionis) sind zwei weitere Gräberfelder bekannt.
Siehe auch
Literatur
- Julianus Egidius Bogaers: Kesteren - Carvo. In: Julianus Egidius Bogaers und Christoph B. Rüger: Der Niedergermanische Limes. Materialien zu seiner Geschichte. Rheinland-Verlag, Köln 1974, ISBN 3-7927-0194-4 , S. 70f.
- Roel C.G.M. Lauwerier und Wilfried A. M. Heßing: Männer, Pferde und der Miss Blanche-Effekt. Römische Pferdebestattungen auf einem Friedhof in Kesteren, Niederlande. Im: Helinium 32 (1992), p. 78ff.
- Saskia G. van Dockum: Das niederländische Flussgebiet. In: Tilmann Bechert und Willem J.H. Willems: Die römische Reichsgrenze zwischen Mosel und Nordseeküste. Theiss, Stuttgart 1995, ISBN 3-8062-1189-2, S. 79f.
- Willem J. H. Willems: Romane und Bataver. Eine regionale Studie im niederländischen östlichen Flussgebiet. Akademische Dissertation zum Doktor der Künste an der Universität Amsterdam. Amersfoort 1986, (Online-pdf), p. 250
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |