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Erich Deppner | ||||
SS-Sturmbannführer Erich Deppner während des Krieges | ||||
| Geboren | 8. August1910 Neuhaldensleben, Sachsen-Anhalt, Deutsches Kaiserreich | |||
| Verstorben | 13. Dezember2005 Anzing, Bayern, Deutschland | |||
| Landschaft | Flensburger Landesregierung | |||
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| Dienstjahre | 1933-1945 | |||
| Rang | SS-Sturmbannführer | |||
| Auftrag | Abteilung Gegnerbekämpfung Camp Westerbork | |||
| Schlachten/Kriege | Zweiter Weltkrieg | |||
| Andere Arbeit | Deppner Hinrichtungen | |||
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Erich Deppner (Neuhaldensleben, 8. August1910 – Anzing, 13. Dezember2005[1]) war ein DeutscheSS-Offizier. 1944 ließ er 450 (nach ihm benannte) Widerstandskämpfer hinrichten. Deppner-Hinrichtungen).
Lebenszyklus
Deppners Vater war Geschäftsmann.[2]Er besuchte das Gymnasium in Haldensleben und studierte Rechtswissenschaften in Marburg, München und Halle. 1937 promovierte er. Deppner war verheiratet und hatte fünf Kinder.
Nazi-Zeit
Im 1932, noch während seines Studiums wurde Deppner Mitglied der NSDAP, im November 1933 auch von der SS.[3]Im 1938 er trat dem SD bei, wo er nach seiner Ausbildung ab Frühjahr 1940 Chef des örtlichen Referats III C 1 für Lebensmittelfragen wurde.[4]
Karriere in den besetzten Niederlanden
Kurz nach dem Deutsche Besetzung der Niederlande wurde Ende Mai Erich Deppner 1940 an die Holländer überführt Einsatzgruppe des SiPo/SD. Ab Juli 1940 wurde dies in eine Abteilung des BdS im Den Haag. Deppner wurde unterdessen zum SS-Sturmbannführer (30. Januar 1941) befördert und wurde Abteilungsleiter Gegnerbekämpfung (Spionageabwehr). In dieser Position war er Berater und direkter Untergebener der Orden der Sicherheitspolizei, in erster Instanz Wilhelm Harster, danach Erich Naumann und Karl Eberhard Schongarth.
Als Kämpfer gegen den niederländischen Widerstand war er daher fast den gesamten Krieg im Amt und leitete von seinem Amt aus die nationale Suche nach Widerstandskämpfern. Als solcher war er ein enger Kollege von Willy Lages die dasselbe in der Region Amsterdam taten. Bei bestimmten Operationen unterstand er der direkten Autorität von Hanns Albin Rauter.
Anfang April 1942 betraute ihn Rauter mit dem Auftrag in Campingplatz Amersfoort russische Kriegsgefangene hinrichten.[5] Bereits am nächsten Tag stellte Deppner im Beisein des Lagerkommandanten einen Hinrichtungszug zusammen Karl Peter Berg, auf die auf jeden fall Karl Friendrich Titho teilgenommen.[6] Die Gruppe von ursprünglich 101 Häftlingen bestand hauptsächlich aus Usbeken, die am 27. September 1941 ins Lager gebracht worden waren. Sie wurden so vernachlässigt, dass Anfang April nur noch 77 am Leben waren. Die Gruppe sollte wohl als Beispiel dienen für Untermensch, aber das hatte keine Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung. Rauters Befehl beinhaltete eine Vergeltung für die Hinrichtung deutscher Kriegsgefangener auf russischer Seite; dies wurde jedoch nie bewiesen. Die Gefangenen wurden außerhalb von Amersfoort hingerichtet.[7] Deppner inspizierte den Tod der Häftlinge und gab in einigen Fällen persönlich einen Schuss in den Nacken.
Von Juli bis August 1942 war Deppner der erste deutsche Kommandant der Camp Westerbork, von denen Niederländisch Juden wurden in deutsche Vernichtungslager transportiert. Deppner war verantwortlich für den ersten Judentransport nach Auschwitz-Birkenau. Diese Operation löste einen Aufruhr aus, als Deppner Kinder ohne ihre Eltern und neu angekommene Frauen losgeschickt hatte, um die vorgeschriebene Zahl von tausend Personen zu erfüllen.[8] Deppner wurde danach ersetzt, obwohl er durch den SS-Chef ersetzt wurde Himmler wurde persönlich für seine "gute" Arbeit gelobt.
Camp Vught
Nach der Landung der Alliierten in der Normandie und dem Durchbruch nach Paris und Brüssel stürzten die Deutschen 1500 Gefangene aus der Gefängnis von Scheveningen nach Lager Vught. Dort waren die Häftlinge, hauptsächlich aus dem Widerstand, in sogenannten Bunkern untergebracht, aus denen eine Flucht praktisch unmöglich war. Ende Juli oder Anfang August 1944 wurde Deppner ins Lager Vught mit dem Sonderauftrag geschickt, Hitlers sogenannte so Niedermachungsbefehl vom 30. Juli 1944 - der Befehl, notfalls sofort "Terroristen und Saboteure" zu erschießen. Dies ließ jedoch die Frage offen, ob auch die bereits Festgenommenen, die noch nicht vor Gericht gestellt worden waren, unter diese Anordnung fallen. Im Gegensatz zu seinem Chef Schöngarth war Deppner mit dem holländischen Widerstand bestens vertraut; er war es also, der die Listen erstellte. Ende August und Anfang September wurden auf Befehl Deppners 450 Personen, hauptsächlich aus der Widerstandsspitze, hingerichtet.
Nach dem Krieg
Anfang 1945 wurde Deppner nach Berlin zurückberufen; nach der Einnahme Berlins durch die russischen Truppen geriet er in russische Kriegsgefangenschaft. 1950 wurde er entlassen. Zurück in Deutschland arbeitete er für die Organisation Gehlen, einem amerikanisch dominierten Geheimdienst, und später für den BND (Bundesnachrichtendienst).[9] Seine Vergangenheit war seinen Arbeitgebern bekannt. Von den Niederlanden aus wurden etwa zwanzig Versuche unternommen, Deppner wegen Kriegsverbrechen vor Gericht zu stellen, aber alle Anträge wurden abgelehnt.[10] (siehe auch Deutsche Kriegsverbrecher in den Niederlanden aktiv). 1964 wurde Deppner vor dem Münchner Gericht wegen Mordes an russischen Kriegsgefangenen angeklagt, aber freigesprochen - ebenfalls in der Berufungsinstanz.
Er starb im Dezember 2005 im Alter von 95 Jahren.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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