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Deutsches Reich (Weimarer Republik) | ||||||
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| Karte | ||||||
| Allgemeine Daten | ||||||
| Hauptstadt | Berlin | |||||
| Oberfläche | 468 787 km² | |||||
| Population | 62 411 000 (1925) | |||||
| Sprachen | Deutsche | |||||
| Religion(en) | römisch katholisch, evangelisch | |||||
| Hymne | Das Lied der Deutschen(1922-1933) | |||||
| Währung | Kennzeichen, Papiermarke (1876-1923), Reichsmark (ab 1924) | |||||
| Regierung | ||||||
| Regierungsform | Konstitutionelle Republik jetzt sofort halbpräsidentielles System | |||||
| Staatsoberhaupt | Reichspräsident | |||||
| Regierungschef | Reichskanzler | |||||
| Geschichte | ||||||
| - Novemberrevolution | 1918 | |||||
| - (Hitler ernannt Kanzler) | (30. Januar 1933) | |||||
| Politische Geschichte Deutschlands |
Kelten Frankenreich (5. Jahrhundert-843) Rhein-Union (1806-1813) Deutsches Kaiserreich Nachkriegsdeutschland
Deutsche Wiedervereinigung (1990)
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Das Weimarer Republik (Deutsche: Weimarer Republik) war der Name von Deutschland im Zeitraum von 1918/1919 bis um 1933, als das Land zum ersten Mal eine vollwertige Demokratie früher gewesen.
Vorwort
Die Republik war der Nachfolger der halbdemokratischen Deutsches Kaiserreich (1871-1918), die am Ende des Erster WeltkriegKaiserWilhelm II wurde abgesetzt. Der Name bezieht sich auf die Stadt Weimar, wo die Republik 1919 ihre Verfassung erhielt. In der Republik, die noch immer offiziell die Deutsches Kaiserreich hieß ursprünglich Deutsche Republik. Der Begriff Weimarer Republik wurde erst 1929 verwendet, oft mit negativer Resonanz von Gegnern der Republik (die Konservativen, die Nazis und der Kommunisten).
In der deutschen Geschichte ist die Weimarer Republik als die erste vollständige deutsche Demokratie (und die Bundesrepublik Deutschland ab 1949 als zweiter). Reformen im Oktober 1918 (und später), aber auch die Novemberrevolution am 9. November 1918 wurde die Regierung republikanisch (obwohl die meisten Parteien zunächst eine vollständig konstitutionelle Monarchie beibehalten wollten) und parlamentarisch-demokratisch gemacht. An der Spitze des Reiches stand nicht mehr der erbliche deutsche Kaiser (der preußische König), sondern ein direkt vom Volk gewählter. Reichspräsident: zuerst der Sozialdemokrat Friedrich Ebert, später der konservative General Paul von Hindenburg. Teile der Weimarer Verfassung und einige politische Bräuche und Symbole der Zeit leben in der Bundesrepublik weiter (siehe 'Rezension' Unten).
Die Republik wurde stark von der Vertrag von Versailles, die das Ende des Ersten Weltkriegs markierte. Deutschland musste Wiedergutmachung im großen Stil entwaffnen und Territorium aufgeben. Auch deshalb dauerte es lange, bis Deutschland wieder eine Rolle in der internationalen Politik spielte.
Im Land selbst kam es zu bürgerkriegsähnlichen Konflikten. Politische Extremisten, vor allem Kommunisten und Nationalsozialisten, fanden vor allem seit der Weltwirtschaftskrise (1929 und folgende Jahre). 1933, der Führer der Nationalsozialisten, Adolf Hitler, die Macht zu übernehmen und in kürzester Zeit die deutsche Republik zu einer totalitärDiktatur: Nazi Deutschland.
Geschichte
Oktoberreformen und das Ende des Ersten Weltkriegs
Seit 1914 haben die europäischen Großmächte (Deutschland, Österreich-Ungarn, es Vereinigtes Königreich, Frankreich und Russland) in einem bisher beispiellosen blutigen Krieg gegeneinander. In der ersten Hälfte des Jahres 1918 hatte Deutschland Russland endgültig besiegt und die Frieden von Brest-Litovsk erreicht, verlor aber allmählich unter anderem an der Westfront. Dies lag unter anderem an der effektiven Seeblockade Deutschlands durch die Alliierten, die für zunehmende Engpässe sorgte. Auf der anderen Seite aufgrund des Rückzugs Russlands (Lenin musste sich entscheiden, sein Land aufzubauen) einen wichtigen Verbündeten verloren. Das Blatt wendete sich endgültig für Deutschland im August 1918, als der deutschen Armee endlich Rohstoffe, Munition, Nahrung und Männer ausgingen und sie sich langsam aus Frankreich zurückzog Belgien musste sich von den Alliierten zurückziehen Hundert Tage Offensive.
Die deutsche Heeresführung erkannte, dass die unmittelbaren Aussichten hoffnungslos geworden waren und jederzeit der totale Zusammenbruch der Armee folgen konnte, woraufhin die Alliierten ungehindert blieben Invasion von Deutschland gebrauchen könnte. Sie informierte die Regierung am 29. September über die Situation und forderte die Regierung auf, Sozialdemokraten, Katholiken der Zentrumspartei und Linksliberale nahm auf; diese drei reformistischen Parteien hatten die Mehrheit in der Reichstag und hatte bereits am 19. Juli 1917 eine Resolution über einen Frieden ohne territoriale Ausdehnung vorgelegt. Die Resolution gewann eine Mehrheit im Parlament, wurde aber von der Armeeführung ignoriert (damals noch in der Meinung, dass ein militärischer Sieg im Bereich des Möglichen und unter dem Einfluss der Rechtsradikalen stand .) Deutsche Vaterlandsparte) sowie von den Alliierten. Die neue Regierung musste dann verhandeln Waffenstillstand mit dem Vereinigte Staaten, der sich im April 1917 ebenfalls den Gegnern angeschlossen hatte, auf der Grundlage von Präsident Wilsons14 Punkte ab Anfang 1918. Die Heeresführung meinte, eine demokratischere Regierung könne einen für Deutschland günstigeren Frieden erreichen.
Kaiser Wilhelm II Am 3. Oktober 1918 wurde der parteilose, aber liberale Fürst Max von Baden die Aufgabe, eine neue Regierung zu bilden. Darunter waren auch Vertreter des Katholischen Zentrums, der Linksliberalen und der Sozialdemokraten (SPD). Besonders war die Einbeziehung der SPD; diese damals größte Partei wurde immer draußen gehalten.
Noch im Oktober verhandelte die neue Regierung mit den USA, die als Hauptmacht unter den Feinden galten. Eine der Bedingungen, die die USA den Deutschen auferlegten, bevor sie über einen Waffenstillstand sprechen konnten, bestand darin, dass das halbverfassungsmäßige Regierungssystem des Imperiums weiter demokratisiert werden musste. Das wollten auch die deutschen Sozialdemokraten und Linksliberalen, eigentlich schon viel früher, hatten aber aufgrund des Widerstands von Kaiser Wilhelm II., der Heeresführung, der Adel und die konservativen Parteien im Parlament. Während der Oktoberreformen die deutsche Verfassung wurde dahingehend geändert, dass der Regierungschef (der Reichskanzler) nicht mehr nur vom Kaiser ernannt wurde, sondern auch das Vertrauen des Reichstages brauchte. Der Einfluss des Kaisers und der Aristokratie auf Politik und Militär wurde eingeschränkt. Viele Reformen würden jedoch aufgrund der Ereignisse in den folgenden Wochen nie in die Tat umgesetzt.
Novemberrevolution und Abschaffung der Monarchie
Ende Oktober 1918 wollte die Führung der deutschen Marine die Flotte aus eigener Initiative nach England schicken, um "heldenhaft" unterzugehen. Die Matrosen sahen natürlich nichts im Sterben für einen bereits verlorenen Krieg und rebellierten unter anderem, um ein Friedensabkommen zu fördern. Sie wollten auch eine bessere Lebensmittelversorgung. Der Aufstand breitete sich von den norddeutschen Häfen auf das restliche Land aus und erreichte am 9. November die Hauptstadt Berlin, wo die Novemberrevolution brach aus. Kanzler Max von Baden befürchtete, dass es zu einem gewaltsamen Umbruch wie in Russland ein Jahr zuvor kommen würde. Deshalb und wegen seines schlechten internationalen Rufs[1] er zwang den Kaiser zum Rücktritt und übergab seine Kanzlerschaft an den Vorsitzenden der SPD, Friedrich Ebert. Ebert war auch gegen eine gewalttätige Revolution und wollte die politische Entwicklung schrittweise steuern. Viele Parteien, wie Eberts SPD, wollten zunächst mit voller konstitutionelle Monarchie und es wurde nach einem akzeptablen Verwandten des abgesetzten Kaisers gesucht, um ihn zu ersetzen. Nur die extremeren Sozialisten und Kommunisten forderte ein sofortiges Ende der Monarchie.
Philipp Scheidemann, ein weiterer prominenter Sozialdemokrat, rief dennoch am selben 9. November die Republik aus, um den radikalen Sozialisten und Kommunisten, die ihre eigene radikale sozialistische Republik ausrufen wollten, zuvorzukommen. Ebert machte ihm das vor, weil es laut Ebert nicht Scheidemanns Schuld war, sondern a Bestandteil (einer Nationalversammlung) die Wahl zwischen der bestehenden Monarchie oder einer neuen deutschen Republik zu treffen. Aber da der Kaiser inzwischen gegangen ist Die Niederlande geflohen war und auch die anderen deutschen Fürsten durch die Ereignisse der Vergangenheit abgesetzt worden waren, war es nun unvermeidlich, dass Deutschland Republik würde werden.
Die Regierung von Ebert wurde vom 10. November 1918 bis 13. Februar 1919 als "Rat der Volkskommissare", weil Ausdrücke wie Regierung oder Minister würde in den Ohren der radikaleren linken Parteien, deren Unterstützung nötig war, zu bürgerlich klingen. Der Rat hatte zunächst drei gemäßigte Sozialdemokraten und drei radikalere Sozialdemokraten (aus der Unabhängige Sozialdemokratische Partei, USPD). Nach dem Rat, mit Hilfe kaiserlicher Truppen und loser Gruppen von Soldaten, Freikorps, hatte linke Revolten niedergeschlagen (einschließlich der Spartakus-Rebellion) verließen die USPD-Vertreter den Rat. Die wichtigste Entscheidung des Rates war die Ausrufung von Wahlen für die Nationalversammlung ab Januar 1919.
Nationalversammlung und Verfassung
Da in Berlin bürgerkriegsähnliche Zustände herrschten (Straßenkämpfe zwischen Linksradikalen, Armee und Freikorps waren noch im Gange), wurden die Delegierten für die Nationalversammlung zusammen in Weimar (Thüringen), wo sie sich im örtlichen Theater trafen. Die Sozialdemokraten (SPD) hatten ziemlich viele Stimmen bekommen und die Linksliberalen der Deutsche Demokratische Partei (DDP) waren deutlich stärker vertreten als in früheren oder späteren deutschen Parlamenten. Zusammen mit dem Katholischen Zentrum gründeten sie die Koalition von Weimar. Diese Koalition verlor jedoch im Juni 1920 ihre absolute Mehrheit. In fast allen Regierungen zwischen 1920 und 1932 waren das Zentrum und die liberalen Parteien DDP und Deutsche Volksparte (DVP), unterstützt von den Sozialdemokraten oder den Konservativen.
Das neue Verfassung (Verfassung für das Deutsche Reich, wie sein Vorgänger) vom 11. August 1919 war damals eine der modernsten Verfassungen der Welt. Dies lieferte unter anderem aktives und passives Wahlrecht für Frauen, das damals noch recht einzigartig war, Referendum und die Grundrechte der Deutschen. Hauptautor war der liberale Innenminister, Hugo Preuß.[2] Das deutsche Staatsoberhaupt, ehemals Erbkaiser, wurde nun 'Reichspräsident' erwähnt. Er wurde vom Volk für sieben Jahre gewählt und erhielt die Vollmacht, in Krisenzeiten Gefahren für die Republik abzuwehren. Das Reichstag hatte jedoch das Recht, die Maßnahmen des Reichspräsidenten aufzuheben. Die Regierung zum Beispiel wurde vom Reichspräsidenten ernannt, aber der Reichstag konnte die Mitglieder der Regierung zum Rücktritt zwingen. Von ihrer Sitzung am 6. Februar 1919 bis zu den Wahlen vom Juni 1920 fungierte die Nationalversammlung als provisorisches Parlament. Am 11. Februar wählte es Ebert zum ersten Reichspräsidenten und war auch das erste deutsche Parlament, dem Frauen angehörten.
Aufgrund der oft undurchführbaren Situation in den Regierungskoalitionen, in denen die Regierungspartei immer die Unterstützung anderer Parteien im Parlament benötigte, musste der Reichspräsident zunehmend selbst entscheiden und Gesetze per Verordnung erlassen. Auf die Dauer hatte der Reichspräsident viel mehr Einfluss auf die Regierungspolitik als beabsichtigt. Sein wirklicher Einfluss auf die deutsche Politik in den frühen 1930er Jahren war nicht viel geringer als der des ehemaligen Kaisers.
Vertrag von Versailles
1.Nordschleswig: Auf Dänemark
2.Posen und Westpreußen (meistens): auf Polen
3.freie Stadt Danzig
4.Memelland: unter der Verwaltung des Völkerbundes, ab 1923 Litauen
5. östlichOberschlesien: Auf Polen
6.Hultschiner Land: Auf Tschechoslowakei
7.Elsass-Lothringen: Auf Frankreich
8.Eupen und Malmedy: Auf Belgien
Nicht auf der Karte markiert
1. Saargebiet: seit 15 Jahren unter der Verwaltung des Völkerbundes im französischen Mautgebiet
2. Alle Deutsche Kolonien
Bereits am 11. November 1918 wurde ein Komitee unter den linken Katholiken Matthias Erzberger den Waffenstillstand mit den alliierten Mächten Frankreich, Großbritannien und den USA. Damals erwarteten deutsche Politiker, dass später mit den Alliierten Verhandlungen über einen endgültigen Friedensvertrag auf der Grundlage der Vierzehn Punkte des US-Präsidenten Woodrow Wilson, die für die Deutschen nicht zu schwer sein dürfte. Im Juni 1919 hörte die Nationalversammlung die Friedensforderungen der Sieger:
- Deutschland erwies sich als alleiniger Schuldiger im Krieg und musste alle Kriegskosten tragen. Deutsches Vermögen im Ausland wurde beschlagnahmt (einschließlich Bankguthaben, Patentrechte deutsche Erfindungen und bewegliches und unbewegliches Vermögen, wie ausländische Zweigniederlassungen deutscher Unternehmen) und Deutschland musste den Siegern fünf Jahre lang große Handelsvorteile gewähren (Prinzip der privilegierten Nation, Meistbegünstigung).
- Deutschland verlor 13 Prozent seines europäischen Territoriums und 10 Prozent seiner Bevölkerung (hauptsächlich, aber nicht ausschließlich Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft). Auch Deutschland hat alles verloren Kolonien.
- Die deutsche Armee sollte auf 100.000 Mitglieder reduziert werden (viel weniger als Frankreich oder Polen hatten) und durfte bestimmte schwere Waffen und Flugzeuge nicht besitzen. Bestimmte Gebiete Deutschlands mussten von deutschen Militärangehörigen und Festungen geräumt werden.
- Das Rheinland, das deutsche Gebiet westlich der Rhein, wurde von alliierten Streitkräften besetzt, einige Teile für fünf, andere für zehn und einige für fünfzehn Jahre.
Diese Vertrag von Versailles entstanden ohne dass die Bedingungen mit Deutschland ausgehandelt wurden, die Deutschen mussten alles akzeptieren (daher wurde der Vertrag in Deutschland oft der Diktat von Versailles), und die deutsche Delegation wurde zudem auf der Friedenskonferenz in Versailles bewusst gedemütigt. Der deutsche Außenminister, Ulrich von Brockdorff-RantzauEr wiederum verhielt sich bewusst unhöflich, indem er seine Aussage im Sitzen machte.[3] Die Alliierten drohten, den Krieg wieder aufzunehmen und Deutschland vollständig zu besetzen, falls es sich weigerte, den Vertrag zu unterzeichnen. Auch die noch bestehende Blockade der deutschen Häfen würde nicht aufgehoben. In der Zwischenzeit verursachte das eine regelrechte Hungersnot; Schätzungsweise 100.000 deutsche Staatsbürger, meist Kleinkinder, Kranke und Alte, waren bereits durch Unterernährung ums Leben gekommen. Ebert (der wie der Rest Deutschlands vehement gegen die Friedensbedingungen war) hatte Hindenburg gefragt, ob es auch nur eine geringe Chance gäbe, dass die Armee eine alliierte Invasion stoppen könnte, falls Deutschland sich weigerte, den Vertrag zu unterzeichnen. Allerdings war die Armee weitgehend bereits demobilisiert und entwaffnet, so dass Deutschland keine Gegenleistung mehr bieten konnte. Infolgedessen blieb der deutschen Delegation trotz heftiger Proteste gegen den Verlauf der Ereignisse letztlich nichts anderes übrig, als den Vertrag zu unterzeichnen.
In Deutschland wurde der Vertrag äußerst negativ aufgenommen. Neben den materiellen Verlusten wurde vor allem die Behauptung, Deutschland sei der einzige Schuldige im Krieg gewesen, nicht gut aufgenommen.[4] Trotz aller harten Forderungen bedeutete der Vertrag jedoch, dass Deutschland als Landland weiterbestehen konnte[5] und nach einer Weile wieder eine Superkraft[6] vergleichbar mit Frankreich und Großbritannien.
Krisenjahre 1919-1923
Die junge Republik hatte es in den ersten vier Jahren besonders schwer, unter anderem wegen ihrer vielen innenpolitischen Gegner, die auch vor Gewalt nicht zurückschreckten: Die meisten radikalen Parteien hatten paramilitärische Ableger oder Bürgerwehren, die oft auf der Straße und auf der Straße kämpften auch Begegnungen mit Gegnern und (Mord-)Angriffe auf Gegner fanden regelmäßig statt.
Auf der linken Seite des politischen Spektrums stand die von der Sowjetunion unterstützte Kommunistische Partei Deutschlands (KPD). Deutschland hatte einen wichtigen Platz in den Welteroberungsplänen der Kommunisten, die vor allem die industriell fortgeschrittenen Länder kommunistisch machen wollten. Von 1919 bis 1923 versuchten die Kommunisten auf lokaler und nationaler Ebene wiederholt, die Macht in Deutschland zu ergreifen. Der bekannteste Putschversuch war wohl der Hamburger Aufstand im Jahr 1923.
Auf der anderen Seite standen Rechtsradikale unterschiedlicher ideologischer Herkunft, von Monarchisten, die das ehemalige Reich wiederherstellen wollten, bis hin zu radikalen deutschen Chauvinisten und Rassisten, die alles entfernen wollten, was sie als „Nichtdeutsch“ ansahen. Zu letzteren gehörten die Nationalsozialisten („Nazis“) des NSDAP von Adolf Hitler, die 1923 in Bayern wollte die Macht übernehmen (die sogenannten Bierkellerputsch, heutzutage in Deutschland jedoch die Hitler-Putsch erwähnt). Geheime rechtsradikale Gruppierungen töteten unter anderem den ehemaligen Finanzminister Matthias Erzberger 1921 und der Staatssekretär Walther Rathenau im Jahr 1922.
Auch einige Angehörige der alten Adels- und Militäreliten zeigten sich radikal und kooperierten teilweise mit den Rechtsradikalen. 1920 reagierten Offiziere und Soldaten mit der Kapp-Putsch bei ihrem Rücktritt. Aufgrund der mangelnden Bereitschaft der Beamten, mit den Putschisten zusammenzuarbeiten, war der Putsch nach kurzer Zeit beendet, es zeigte sich jedoch, dass die Feinde der Republik viele Unterstützer hatten. Vor allem die konservative DNVP, teilweise aber auch die rechtsliberale DVP, unterstützten die Putschisten oder waren zumindest in ihrer Haltung unklar.[7]
Deutschland hatte es vor Ort mit Separatisten zu tun, die mit Unterstützung der französischen Besatzer im Rheinland unabhängige Staaten gründen wollten. Im Osten waren polnische Nationalisten das Problem, das vor allem im ethnischen Bereich umstritten war Oberschlesien waren aktiv.
Die allgemeine, aber auch wirtschaftliche Krise erreichte 1923 ihren Höhepunkt. Das Geldwachstum war völlig aus dem Ruder gelaufen und dies führte zu Hyperinflation. Deutschland hatte nach Ansicht einer alliierten Kommission nicht genug Holz und Kohle geliefert, um seine Schulden (Reparationen) bei den Alliierten zu begleichen. Deshalb schickten Frankreich und Belgien (in einer sehr weiten Auslegung des Versailler Vertrages) Truppen in die Ruhrgebiet, um Kohle direkt zu entfernen. Die Reichsregierung reagierte mit „passivem Widerstand“: Beamte und Bergleute waren nicht zur Zusammenarbeit mit der Besatzungsmacht verpflichtet, sondern erhielten ihren Lohn von der Regierung.
Besetzung und Widerstand heizten die deutsche Inflation noch weiter an: Die Regierung zahlte im Inland mit neu gedruckten Banknoten. Im November 1923 kostete ein US-Dollar eine Billion Mark. Damals war die neue Regierung von Gustav Stresemann alle passiven Widerstände zusammengebrochen. Der Monat November 1923 mit seinen kommunistischen Aufständen und dem (erfolglosen) Hitler-Putsch war der Tiefpunkt der Krise. Dann wurde es langsam besser.
Die Jahre 1923-1929
Relativer Wohlstand, relative politische Stabilität und ein relativ gutes Verhältnis zu den Westmächten waren charakteristisch für die Jahre 1923 bis 1929. Sie sind auch Ära Stresemann (niederländisch: Tijdperk Stresemann), weil der damals rechtsliberale Außenminister Stresemann der einflussreichste Minister war. Stresemann war schon während des Krieges vor der Einführung des parlamentarischen Regierungssystems; obwohl sein Ansehen bei den anderen demokratischen Parteien gelitten hatte, weil er sich während des Krieges für deutsche Territorialerweiterungen eingesetzt hatte. Aber jetzt war Stresemann ein starker Pfeiler der Republik und sein Wirken im Ausland, auch in Frankreich, brachte ihm große Wertschätzung ein.
Durch die Plan-Dawes 1924 war die Zahlung der deutschen Schulden teilweise beglichen, die Währung war wieder gesund und Deutschland konnte sich viel Geld von Amerika leihen.
Im Bereich Auswärtige Angelegenheiten ist es Vertrag von Locarno von 1925 war am wichtigsten. Darin wurde die heutige Grenze zwischen Deutschland einerseits und Frankreich und Belgien andererseits endgültig festgelegt. Großbritannien und Italien garantierten diese Grenze. Der Vertrag schützte Frankreich und Belgien vor einer deutschen Invasion wie 1914 und Deutschland vor einer französisch-belgischen Invasion wie 1923. Für die umstrittenen Grenzen mit seinen östlichen Nachbarn versprach Deutschland, zumindest nicht zu versuchen, die Grenzen mit Gewalt zu ändern .
Der Vertrag von Locarno ebnete Deutschland den Weg für den Beitritt zum Liga der Nationen. Diese 1920 gegründete Organisation sollte die Welt sicherer machen, indem sie angreifende Staaten militärisch, politisch und wirtschaftlich bekämpfte. Deutschland lehnte den Beitritt ab, weil es sich aufgrund seiner erzwungenen militärischen Schwäche nicht an solchen Aktionen zu beteiligen wagte. In der Praxis ging es darum, dass Polen (ähnlich wie 1920) einem Angriff der Sowjetunion drohte, und Deutschland wollte Polen in diesem Fall nicht helfen. Nach einer französisch-britischen Bestätigung, dass Deutschland dies nicht tun musste, und nach der Lösung kleinerer Probleme konnte Deutschland im Oktober 1926 dem Völkerbund beitreten.[8]
In der Stresemann-Ära blieben jedoch die Hauptprobleme Deutschlands bestehen. Der politische Extremismus hielt an, das Rheinland war bis 1929/1930 besetzt und der relative Wohlstand beruhte auf kurzfristiger Kreditaufnahme im Ausland. Darüber hinaus wurde das föderalistische System dadurch behindert, dass Preußen zwei Drittel des deutschen Territoriums und der deutschen Bevölkerung ausmachte. Schließlich erschwerte die große Zahl politischer Parteien im Reichstag die Bildung stabiler Regierungen.
Das Problem der deutschen Reparationen war noch nicht gelöst, und Deutschland war zu schwach, um sich gegen einen Angriff von außen zu wehren. Um letzterem abzuhelfen, baute die Bundeswehr geheime Truppen auf, die sog Schwarze Reichswehr. Selbst die meisten Regierungsmitglieder waren sich der Existenz oder Stärke dieser Truppen kaum bewusst.
Reichspräsident Ebert starb im Februar 1925. In einer ersten Abstimmung haben die Rechtsliberalen Karl Jarres gewann mit Unterstützung der konservativen DNVP die meisten Stimmen, der Sozialdemokrat belegte den zweiten Platz Otto Braun, Ministerpräsident von Preußen. Aber die Mitte-Links-Parteien hatten zusammen mehr Stimmen und traten im zweiten Wahlgang gegen die Katholiken an Wilhelm Marx, weil sie befürchteten, Braun würde bei Nicht-Sozialdemokraten nicht genügend Rückhalt finden. Angesichts der Niederlage stellten sich die rechten Parteien mit einem neuen Kandidaten, dem ehemaligen Kriegsgeneral Paul von Hindenburg. Er war bereits 77 Jahre alt und parteilos, aber immer noch beliebt und ließ sich überreden, zu kandidieren. Er gewann mit drei Prozent mehr als Marx.
Über Hindenburgs Wahl zum Reichspräsidenten gehen die Meinungen noch auseinander. Demokratische Optimisten dachten, Hindenburg könne die Konservativen mit der Republik versöhnen, die Pessimisten sahen in Hindenburg eine mächtige Waffe der Konservativen gegen die Republik, wie es sich die Menschen hinter seiner Kandidatur gewünscht hatten. In Wirklichkeit waren seine Anhänger enttäuscht: Hindenburg blieb persönlich seinen Präferenzen für eine Monarchie treu, nahm seinen Eid auf die republikanische Verfassung aber sehr ernst. Bei seiner Wiederwahl 1932 wurde Hindenburg von seinen alten Anhängern nicht mehr unterstützt.
Neue Krise ab 1930
Das Wirtschaftskrise von 1929 in den USA kam nach und nach nach Europa über. US-Kredite wurden aus Deutschland abgezogen, die Arbeitslosigkeit stieg und politische Extremisten konnten ihre Anhängerschaft vergrößern.[9] Bei den Reichstagswahlen vom September 1930 stiegen die Nationalsozialisten mit einem Plus von 15,7 Prozent auf 18,2 Prozent, die Kommunisten verbesserten sich auf 13,1 Prozent.
Der Erfolg der Nationalsozialisten wurde im In- und Ausland mit großer Sorge aufgenommen. Hitlers Partei präsentierte sich als radikale Alternative zur pluralistisch-parlamentarischen Republik, die den wirtschaftlichen Problemen offenbar nicht gewachsen war. Die verschiedenen Bevölkerungsgruppen mussten had Volksgemeinschaft (nationales Miteinander) ist ein Ausdruck, der schon früher von Sozialdemokraten und Liberalen verwendet wurde. Hitler zog neben ehemaligen Nichtwählern vor allem liberale und konservative Wähler und sogar zehn Prozent der ehemaligen SPD-Wähler an. Unter seinen Anhängern befanden sich verhältnismäßig viel mehr Protestanten als Katholiken, mehr Selbständige und Rentner als Arbeiter, andere Arbeiter und Arbeitslose. Doch die NSDAP war viel mehr Volkspartei als die anderen Parteien, die in ihren alten Milieus ("Säulen") blieb.[10]
Seit 1928 gab es eine Große Koalition (aus SPD, Zentrum, DDP, DVP und der bayerischen BVP) unter der Sozialdemokratie Hermann Müller existieren. Sein Kabinett war jedoch keine echte Koalition gewesen; die beteiligten Parteien sahen sich nicht verpflichtet, "ihre" Minister zu unterstützen. Die Spannungen zwischen Sozialdemokraten und Rechtsliberalen waren besonders hoch, und schließlich stürzte sich das Kabinett auf eine äußerst geringe Erhöhung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung.[11] Diese Koalition zerfiel im März 1930.
Die neue Kanzlerin Heinrich Brüning, von der rechten Seite der katholischen Zentrumspartei, bildete mit ihrer eigenen Partei, den Liberalen und anderen bürgerlichen Parteien ein Minderheitenkabinett. Um regieren zu können, wurde beschlossen, mit Artikel 48 der Verfassung zu arbeiten. Dieser Artikel gab dem Reichspräsidenten das Recht, im Notfall Dekrete zu unterzeichnen. Wenn Brüning für einen wichtigen Gesetzentwurf keine Mehrheit im Parlament fand, ließ er ihn als Erlass des Reichspräsidenten in Kraft treten. Doch ohne die Hilfe der Sozialdemokraten ging dies nicht: Der Reichstag konnte einen Erlass wieder abschaffen. Die Extremisten versuchten es, aber die Sozialdemokraten unterstützten ihre Bemühungen nicht, weil sie befürchteten, dass auf einen Sturz Brünings eine Diktatur folgen würde. Brüning war jedoch wegen seiner Sparpolitik sehr unbeliebt.
Brünings System wird Prasidialkabinett weil sie in besonderem Maße auf die Mitwirkung des Reichspräsidenten angewiesen war. In vielerlei Hinsicht änderte sich wenig, da bereits in den 1920er Jahren ein bürgerliches Minderheitenkabinett regierte, das die parlamentarische Unterstützung der Sozialdemokraten brauchte. Aber das Instrument der Notverordnungen untergrub das parlamentarische System: Die Gesetzgebungsverantwortung ging nach und nach vom Parlament auf den Reichspräsidenten über.
Im März/April 1932 fand eine erneute Wahl zum Reichspräsidenten statt. Hindenburg ließ sich von Brüning überreden, wieder zu kandidieren. Die demokratischen Parteien forderten Hindenburg zu stimmen, weil sie befürchteten, dass der nationalsozialistische Kandidat Adolf Hitler würde gewinnen. Hindenburg gewann im zweiten Wahlgang 53,1 Prozent gegen Hitlers 36,7 Prozent. Doch kurz darauf wollte Hindenburg Brüning loswerden, auch weil er den Einfluss der Sozialdemokraten weiter reduzieren wollte.[12]
Am 1. Juni 1932 wurde ein neuer Kanzler ernannt Franz von Papen, ein unbedeutender Politiker des Zentrums. Diese Partei war jedoch mit Brünings Behandlung unzufrieden und wollte von Papen aus der Partei ausschließen, aber er selbst verließ die Partei kurz nach seinem Amtsantritt. Von Papen war politisch unfähig, handelte aber dennoch sehr selbstbewusst, im Parlament nur von der DNVP unterstützt. Weil auch die Sozialdemokraten seinem Kabinett der parteilosen Konservativen nicht helfen wollten, ließ er Hindenburg Neuwahlen zum Reichstag ausrufen. Im Juli verdoppelten die Nationalsozialisten ihre Wählerstimmen auf 37,3 Prozent.
Nationalsozialisten und Kommunisten zusammen hatten im Reichstag die absolute Mehrheit, ein System nach Brünings Manier wäre nicht mehr möglich gewesen. Die Sozialdemokraten unterstützten einen Misstrauensantrag gegen die Regierung Papen. Um Zeit zu gewinnen, ließ von Papen den Reichstag wiederwählen, und im November 1932 ging die Unterstützung der Nationalsozialisten leicht zurück, aber das Problem blieb bestehen. Sobald der neue Reichstag zusammentrat, würde es sofort ein weiteres Misstrauensvotum geben.
Anfang Dezember 1932, Kurt von Schleicher Kanzler. Der General war in den Jahren zuvor im Hintergrund sehr einflussreich gewesen. Damit hatte er den Sturz Brünings beschleunigt und auch den schwachen von Papen vorangetrieben. Jetzt musste er selbst Regierungschef werden. Über Gewerkschaften und den linken Flügel der Nationalsozialisten versuchte er, die Sozialdemokraten und Nationalsozialisten für sein Kabinett zu gewinnen (Strategie der Nationalsozialisten). Querfront). Dies gelang nicht, so dass Schleicher Reichspräsident Hindenburg eine vorübergehende Diktatur vorschlug, indem er den Reichstag auflöste und möglicherweise erst im Herbst 1933 eine Neuwahl zuließ. Bis dahin ist mit einer Erholung der Wirtschaft zu rechnen. Aber mit diesem Vorschlag war von Papen schon vorher nach Hindenburg gegangen, und dann hatte Schleicher, der von Papen weg wollte, argumentiert, dass eine solche Diktatur zu einem Bürgerkrieg führen würde. Behalve voor een burgeroorlog was Hindenburg ook bang dat hij voor het Rijksgerechtshof zou worden aangeklaagd voor schending van de grondwet.
Hitler en de val van de republiek
Al sinds 1930 waren er plannen bij Schleicher en ook bij Brüning geweest om de nationaalsocialisten bij de regering te betrekken. Ze wilden de aanhang, die Hitler plotseling had kunnen winnen, voor hun eigen doel gebruiken, om het politieke stelsel naar rechts te verschuiven. Maar Hitler wilde tot een coalitie van Zentrum, DNVP en andere burgerlijke partijen alleen toetreden als hij zelf kanselier zou worden. Dat wezen de anderen af. Brüning heeft de nationaalsocialisten niet consequent bevochten omdat hij in het begin nog aan een coalitie van deze aard had geloofd.
Von Papen wilde na zijn val van november 1932 weer een hoog ambt bereiken. Hij zag zichzelf als de vertrouweling van Hindenburg en bedacht een plan voor een coalitie van de conservatieve DNVP met de NSDAP. Hij dacht dat hij als vertrouweling van Hindenburg in het kabinet zo sterk zou zijn dat zelfs een kanselierschap van Hitler ongevaarlijk zou zijn.
Lange tijd wilde Rijkspresident Hindenburg Hitler niet tot kanselier benoemen. Hij had een lage dunk van Hitler en vertrouwde hem en de nazi's niet. Het is niet bekend waarom Hindenburg uiteindelijk wél instemde met de benoeming van Hitler tot regeringsleider. Een grote rol speelden in ieder geval raadgevers zoals zijn zoon Oskar von Hindenburg. Hindenburg was ook bang dat het naar huis sturen van de Rijksdag voor een langere tijd (wat Schleicher eiste) hem voor de rechtbank zou kunnen brengen. Wellicht speelde ook de toenemende geestelijke achteruitgang van Hindenburg een rol: hij was al hoogbejaard en begon tekenen van dementie te vertonen.
In het kabinet-Hitler, dat op 30 januari 1933 aantrad, zaten naast kanselier Hitler maar twee andere nationaalsocialisten.[13] Als de eigenlijke baas van het kabinet werd door de politieke commentatoren de uiterst rechtse DNVP-voorzitter Alfred Hugenberg gezien. Velen dachten dat Hitler, als hulpje van de conservatieven, het slechts enkele maanden zou volhouden. Ook werd Hindenburg als een garantie voor de rechtsstaat gezien; Hindenburg had immers het recht om de kanselier onmiddellijk weer af te zetten.
Dit scenario ging echter niet op. Al in februari liet Hitler door middel van door Hindenburg ondertekende nooddecreten belangrijke burgerrechten buiten werking stellen (onder meer na de Rijksdagbrand, die Hitler heel goed van pas kwam). Zijn belangrijkste stap naar de dictatuur was de Machtigingswet van 23 maart: door manipulatie en dreigen met geweld kreeg hij een tweederdemeerderheid in de Rijksdag voor die wet, waardoor de toen zittende regering wetgevende bevoegdheid kreeg.[14] In die tijd werden tegenstanders van de nationaalsocialisten al openlijk vervolgd. In juni/juli werden alle partijen behalve de nationaalsocialistische verboden.[15] Een zekere afsluiting van het proces van de Machtergreifung (greep naar de macht) was een decreet van augustus 1934: nadat Hindenburg was overleden, nam Hitler de rechten van de Rijkspresident over, in plaats van een nieuwe Rijkspresident te laten kiezen. Hitler had nu alle macht in handen en was de factodictator van Duitsland geworden. Hij kon de bevolking nu ongehinderd in het keurslijf van het nationaalsocialisme dwingen en het land omvormen tot het 'derde Rijk'. De grondwet van Weimar werd echter nooit formeel buiten werking gesteld.
Nabeschouwing
De veertien jaren van de Weimarrepubliek staan tussen het half democratische Keizerrijk en de nationaalsocialistische dictatuur van 1933-1945. Ze worden dus vaak als aanhangsel van het eerste of als een pure voorgeschiedenis van het laatste gezien. De geschiedschrijving gaat gebukt onder de vraag hoe de dictatuur van Hitler mogelijk kon worden, en de politiek na 1945 probeerde om een nieuwe dictatuur onmogelijk te maken.
De laatste tijd wordt de Weimarrepubliek vaak positiever gezien dan bijvoorbeeld in de jaren 50 of 70 van de twintigste eeuw. Bernd Braun wees tijdens een tentoonstelling over de Rijkskanseliers op hun grote prestaties in moeilijke tijden.[16] De Reichsfinanzreform maakte het rijk financieel onafhankelijk van de deelstaten, de Reichsbahnreform verenigde en nationaliseerde de spoorwegen, en in 1927 werd een werklozenverzekering geïntroduceerd. Bijna alle discriminerende regelingen van het Verdrag van Versailles werden vóór 1933 buiten werking gesteld.
De Weimarrepubliek had nog met veel onopgeloste problemen uit het Keizerrijk te maken. Er werd gestreden om de deconfessionalisering van de scholen, om de toekomstige vorm van Pruisen en de economisch-politieke toestanden in het oosten van Duitsland. Het politiek extremisme van rechts en links kreeg veel aanhang in verband met de gevolgen van de oorlog, zoals het beleven van geweld door een groot deel van de mannelijke bevolking. Hun wortels hadden antisemitische of linksrevolutionaire gedachten echter al uit de tijd van vóór 1919.
In de Bondsrepubliek (sinds 1949) werd de herinnering aan de republiek van Weimar gebruikt om politieke regelingen te rechtvaardigen. Zo werd de rol van de Bondspresident beperkt omdat de Rijkspresident te veel macht zou hebben gehad. En referenda werden niet gerealiseerd omdat links- en rechts-extremisten dit instrument hadden misbruikt voor hun propaganda. Aan de andere kant werd belediging van het staatshoofd in het strafrecht bijzonder zwaar gestraft, waarbij eraan gedacht werd hoeveel moeite Ebert had gehad om zich juridisch tegen rechtsradicale propaganda te verdedigen. Terugkijkend op het einde van de Weimarrepubliek beschouwt de Bondsrepubliek zich als wehrhafte Demokratie, een democratie die zich weet te verdedigen.
Leven in de Weimarrepubliek
Maatschappij
In de republiek werden veel sociale ontwikkelingen uit de laatste jaren van het Keizerrijk voortgezet. De bevolking groeide, ondanks oorlog en gebiedsverliezen, van 1907 naar 1925 met 17,5 procent. Duitsland was toen in principe een industriële maatschappij en had ruim zestig miljoen inwoners. Mensen uit agrarische gebieden in het zuiden en oosten trokken naar de grootstedelijke ruimtes Ruhrgebied, Berlijn en Saksen.[17]
Van de oude elite bleef het rijke bezittende burgerdom intact, terwijl de adel zijn bevoorrechte toegang naar de politieke macht kwijt raakte. De rijkskanseliers heetten niet meer Fürst Hohenlohe of Graf Hertling, maar Scheidemann of Wirth. Ze waren zonen van ambachtslieden en kleine zakenmensen en werden door de oude elite vaak niet voor gelijkwaardig aangezien. Omdat de nieuwe politieke elite vaak geen eigen rijkdommen had, was ze sterker van haar politieke partijen afhankelijk.[18]
Maakte de bovenklasse in 1925 een klein procent van de bevolking uit, een derde van de Duitsers behoorde tot de middenklasse. De middenklasse was in twee gelijke grote groepen verdeeld, de oude middenstand van kleine zelfstandigen en hun meewerkende familieleden, en de nieuwe middenstand van werknemers. De kleine zelfstandigen, bijvoorbeeld bezitters van een winkel, wilden per se zelfstandig blijven, ook al lag hun eigenlijke inkomen vaak onder dat van een werknemer met vergelijkbaar werk. Vooral boeren stonden weinig open voor nieuwe ontwikkelingen en werkmethodes. Nog eens 13 procent behoorde tot de kleinburgers, bijvoorbeeld zelfstandigen zonder werknemers en kleinpensionarissen. De economische problemen van de middenstand maakten hen ontvankelijk voor nationalistische en antisemitische invloeden.[19]
De onderklasse, dus de mensen met weinig inkomen en weinig invloed, vormde ruim de helft van de bevolking. Ondanks de industrialisering werd de onderklasse geen hechte groep, geen Proletariat, dat volgens het marxisme tegen een steeds kleinere Bourgoisie stond. Op het land bestonden veel oude tradities voort, de knechten en dienstmaagden behoorden nog steeds tot de boerenfamilie, en ambachtslieden vonden hun gilden en gewoontes belangrijk.
Bij de industriearbeiders in de steden kon het marxistische klassenbewustzijn de ruimte van voorindustriële tradities innemen. Toch was er een kloof tussen de ongeleerde en de hoger gekwalificeerde arbeider. Zeker voor de laatste waren burgerlijke levensstijlen aantrekkelijk. De lonen stegen, en in 1929 verdienden de arbeiders gemiddeld zelfs iets meer dan vóór de oorlog.[20]
Vooral jongeren konden de belevenissen van oorlogstijd, naoorlogse tijd en inflatietijd moeilijk verwerken. Als schuldige voor hun problemen om een eigen beroeps- en familieleven op te bouwen, zagen ze de jonge staat aan. Zo kwamen ze onder invloed van de antidemocraten van een oudere generatie.[21]
In 1925 was 0,9 procent van de Duitse bevolking joods (564.379 personen). De meesten van hen woonden al generaties in Duitsland, ongeveer een vijfde was recent geleden uit Oost-Europa gekomen (Ostjuden). Vooral de laatsten, maar niet alleen zij, werden het mikpunt van antisemitische aanvallen. De meerderheid van de bevolking reageerde op het antisemitisme eerder passief en toonde zich weinig solidair. Na de moord op minister Walther Rathenau in 1922 werden terroristisch-antisemitische organisaties verboden. Naast de nationaalsocialisten gebruikte vooral de conservatieve DNVP verbaal antisemitisme in haar strijd tegen de jodenrepubliek, maar ook de communisten maakten in hun "antikapitalistische" strijd gebruik van antisemitische leuzen.[22]
Economie
In het algemeen duurde het tot eind jaren twintig voordat de Duitse economie het niveau van vóór de oorlog bereikte. Tijdens de oorlog was Duitsland economisch geïsoleerd en na de oorlog beschermden vele landen hun eigen economie met hoge toltarieven. De voor 1914 vaak monopolistische positie van Duitse goederen was verleden tijd, afzetgebieden werden nu met concurrenten gedeeld. Volgens art. 280 van het Verdrag van Versailles mocht Duitsland niet zelf over zijn buitenlandse handel beslissen en moest (eenzijdig) aan de Entente-staten die handelsvoordelen toestaan die het aan enig ander land gaf (Meistbegünstigung).[23]
Typisch voor een moderne productie is de massaproductie van gestandaardiseerde goederen. Deze ontwikkeling werd door de oorlog bevorderd, toen het belangrijk was om veel ammunitie, wapens, auto's enz. goedkoop en snel te produceren. In 1917 ontstond de Normenausschuss der Deutschen Industrie, het latere Deutsches Institut für Normung met de bekende DIN-normen. Dit zette zich in vredestijd door, ook naar het voorbeeld van de Verenigde Staten. De productie moest door rationalisering beter doordacht en georganiseerd worden. Sommige branches en bedrijven waren voorlopers, terwijl anderen - onder meer vanwege een gebrek aan kapitaal - nauwelijks met de nieuwe werkmethodes begonnen. Pas in 1926 integreerde de autofabrikant Opel alle werkprocessen in het systeem van de lopende band.[24]
Sinds 1913 steeg het aandeel werkenden in de bevolking, in 1925 was het 66 procent van de mannen en 36 procent van de vrouwen. Dit kwam door meer werkende vrouwen en door de vele jongeren, die tussen 1900 en 1910 waren geboren. Ook in de bloeitijd van de Weimarrepubliek was de werkloosheid groot. Dit werd versterkt door de rationalisering.[25]
| Werkloosheid[26] | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| jaar | 1921 | 1924 | 1927 | 1929 | 1932 |
| werklozen in % van afhankelijk werkenden | 1,8 | 4,9 | 6,2 | 8,5 | 29,9 |
Kenmerkend voor de republiek was een groot tekort in de staatskas: in 1926/1927 bijvoorbeeld was er een tekort van 820 miljoen RM of bijna negen procent van de gehele uitgaven. Een groot deel van het geld moest het land als gevolg van de oorlog uitgeven, zoals twee miljoen dollar aan herstelbetalingen. Het land moest daardoor schulden aangaan. Daarbij kwamen de financiële problemen van deelstaten en gemeenten, die de meeste sociale voorzieningen betaalden.[27]
Techniek en natuurwetenschap
Op vele gebieden van de wetenschap en techniek hadden Duitse geleerden tijdens het keizerrijk de wereldtop bereikt. Een groot deel van de Nobelprijswinnaars in de eerste helft van de twintigste eeuw waren dan ook van Duitse afkomst. Keizer Wilhelm II was persoonlijk erg geïnteresseerd in wetenschap en techniek en op zijn initiatief werd het Kaiser-Wilhelm-Institut opgericht, dat aan wetenschappers vrij onderzoek faciliteerde. Binnen korte tijd had dit instituut wereldfaam en kwamen vanuit de hele wereld studenten en geleerden hier studeren. Aan de gerenommeerde universiteiten van Göttingen en Berlijn werkten de beste wiskundigen en natuurkundigen van de wereld samen en vanuit de hele wereld kwamen ook hier studenten en geleerden die hier onderzoek wilden doen of les wilden geven.
Dit hoge niveau bleef ook aanwezig na de verloren 'Grote Oorlog' en beroemde geleerden bleven in de Weimarrepubliek lesgeven en studeren. Nadat de nazi's in 1933 de macht hadden overgenomen veranderde echter alles. De racistische en chauvinistische nazi's wilden alle 'niet-Duitse buitenlandse invloeden', en vooral alle Joden verwijderen uit de maatschappij. Al snel vertrokken of vluchtten de meeste topwetenschappers, waarvan velen Joden waren, naar het buitenland, vooral naar het Verenigd Koninkrijk en de VS. Bekende geleerden die vertrokken waren onder anderen Albert Einstein, Edward Teller en Emmy Noether. Overigens vertrokken niet alleen wetenschappers van Joodse afkomst, maar ook veel niet-Joden. Duitsland heeft deze kennisvlucht en het reputatieverlies nooit meer kunnen herstellen.
Ondanks problemen zoals spanningsverschillen nam de elektrificering in Duitsland toe: had in 1925 maar een kwart van de Berlijnse woningen elektriciteit, in 1928 was het al de helft. In 1918 werd 4700 kWh geproduceerd en tien jaar later was dat bijna tienduizend kWh meer. Wie elektriciteit in de woning had, zorgde eerst voor licht, keukenplaat en strijkijzer, pas daarna werd er bijvoorbeeld een radio gekocht. Wasmachines waren nog in een experimenteel stadium en koelkasten nog te duur. De Duitse keuken veranderde in de jaren twintig nog vrij weinig.[28]
Tijdens de Eerste Wereldoorlog nam de productie van vrachtauto's toe, en ook na de oorlog maakten steeds meer ondernemers gebruik van auto's, die dus niet meer alleen een hobby en statussymbool voor rijke mensen waren. In 1924 werden 132.000 personenauto's verkocht, in 1929 433.000. Toch konden zich alleen rijkere mensen een auto veroorloven, de massa reed motorfiets. De productie van auto's leed niet alleen onder het beperkte aantal potentiële klanten, maar ook onder een veelvoud van verschillende types en de afhankelijkheid van de conjunctuur.[29] Wel werden experimenteel al autosnelwegen gebouwd, zoals de AVUS in Berlijn of de A1 bij Keulen. De eigenlijke overstap van paard en wagen naar auto's vond pas in de jaren vijftig plaats.
Ontdekkingen en nieuwe theorieën op het gebied van de natuurkunde kregen ook de interesse van het grote publiek. Natuurwetenschappers zoals Werner Heisenberg, die op 26-jarige leeftijd in 1927 professor in Leipzig werd, en vooral Albert Einstein hadden een zekere sterrenstatus. De boeken van Hermann Oberth (bijvoorbeeld Die Rakete zu den Planetenräumen, 1929) inspireerden de latere NASA-ingenieur Wernher von Braun. De geograaf Alfred Wegener verwierf bekendheid als onderzoeker in de Arctis, zijn theorie van de continentverschuiving kreeg pas later erkenning.
Op vele technische gebieden bleven Duitse ingenieurs leidinggevend. Op bijvoorbeeld luchtvaarttechniek werden innovatieve bijdragen geleverd aan verbeterde vliegtuigmotoren, vleugelprofielen en de zich snel ontwikkelende luchtschepen zoals de zeppelin. Ook huishoudelijke technische producten als wasmachines, koelkasten, radio's en verlichting werden verbeterd. In de chemische industrie werden nieuwe kunststoffen en farmaceutische producten ontwikkeld. Meer achter de schermen werd ook op militair gebied vooruitgang geboekt. Al in de jaren twintig werd er geëxperimenteerd met rakettechniek en straalturbines en ook werden lichte tanks ontwikkeld. Pas tijdens (en na) de Tweede Wereldoorlog bleek hoe ver de Duitsers hiermee voorlagen op andere landen.
Arbeiderswoning rond 1920 (textielmuseum Bocholt). De nieuwe elektrische apparaten waren in de gemiddelde volkswoning niet te vinden.

Lichtkrant met 10.000 gloeilampen, Potsdamer Platz, Berlijn 1927

Automobiel van Opel, 1927

Luchtschip Graf Zeppelin boven Berlijn, 1928

Vliegboot Rohrbach, 1928

Albert Einstein bekijkt nieuwe radioapparaten op de Funkausstellung in Berlijn, 1930.

Experimentele windmolen om elektriciteit op te wekken, 1932

Wedstrijd voor motorfietsen op de AVUS, Berlijn 1932
Kunst en cultuur
Het rijke culturele leven uit het Keizerrijk zette zich in de republiek voort. Nieuw waren onder meer invloeden van politieke en ideologische stromingen en ook technische mogelijkheden. Films werden sinds ongeveer 1918 langer en kregen vanaf 1927 ook geluid. Een van de bekendste geluidsfilms uit de Weimarrepubliek is de musical Die Drei von der Tankstelle (1930), met onder meer Willy Fritsch en Heinz Rühmann, die in de Hitler-tijd en in de Bondsrepubliek grote sterren waren. Andere acteurs uit de Weimarrepubliek zoals Peter Lorre en Conrad Veidt moesten na 1933 vluchten.
Een van de duurste films uit die tijd was Metropolis (1927) van Fritz Lang, de maker van M – Eine Stadt sucht einen Mörder (1930). Filmkenners herinneren zich experimentele klassiekers zoals Das Cabinett des Dr. Caligari (1920) of Nosferatu (1922). De grootste filmfabriek was de Universum Film AG (UFA) met haar studio's in Babelsberg bij Berlijn. Der blaue Engel met Marlene Dietrich (1930) had zelfs internationaal succes.[30]
Nieuw was verder de radio, in Duitsland voor het eerst uitgezonden vanuit Königs Wusterhausen bij Berlijn op 22 december 1920. In 1925 hadden één miljoen Duitse huishoudens een radioapparaat, in 1928 al 2,8 miljoen. In grote steden waren 30 procent van de huishoudens radioluisteraars, op het platteland aanzienlijk minder vanwege het ontbreken van zenders. Op de radio hoorde men vooral muziek; hoorspelen en politieke reportagen kwamen pas vrij laat erbij.[30]
Gerhart Hauptmann was in de tijd van de republiek de meest gewaardeerde schrijver, ofschoon zijn belangrijkste werken al geschiedenis waren. Bekende en nog steeds gelezen auteurs zijn de broers Thomas Mann (de Nobelprijswinnaar van 1929) en Heinrich Mann, onder de auteurs van kinderboeken zijn te vermelden Erich Kästner (Emil und die Detektive) en Waldemar Bonsels (Die Biene Maja). Veel schrijvers voelden zich door de communistische partij aangetrokken, zoals Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger of Kurt Tucholsky. Alfred Döblin gold als meester van de montagetechniek (Berlin Alexanderplatz). Een rechts auteur was bijvoorbeeld Ernst Jünger met zijn herinneringen aan de Eerste Wereldoorlog (In Stahlgewittern). Eveneens sceptisch tegenover de republiek was Stefan George die met zijn visionair-neoromantieke gedichten een kring van jongeren aantrok.
In de beeldende kunst stonden namen als Max Liebermann en Lovis Corinth voor een overgang van het impressionisme naar het expressionisme. Bekende expressionisten waren Max Pechstein, Otto Dix en Käthe Kollwitz. Het dadaïsme hield van absurdistische, zinloze kunst met een anti-houding tegenover normen en moraal. Vaak werden ontwikkelingen uit de jaren vóór de oorlog voortgezet. Een jongere, nieuwe kunstenaar was Otto Dix die de gruwelijkheden van de oorlog thematiseerde. Politieke satire tekende bijvoorbeeld George Grosz. Veel kunst uit de Weimarrepubliek werd door de nationaalsocialisten als "entartet" betiteld, als niet verenigbaar met het 'zedelijk en esthetisch gevoel van het Duitse volk', en later, na de machtsovername, verboden. In de Bondsrepubliek ontving ze juist veel waardering.
In Duitsland (en andere landen) waren oudere muziekvormen zoals de operette nog zeer geliefd, bijvoorbeeld Franz LehársDas Land des Lächelns uit 1929. Maar de Amerikaanse invloed was ook op het gebied van de muziek al in de jaren twintig zeer sterk. Misschien het meest populair werd het sextet Comedian Harmonists met een breed repertoire van jazz, klassieke stukken en volksmuziek. In 1934/1935 verlieten de drie joodse leden Duitsland.

Acteur Hans Albers (links), 1924

Ecce Homo van Lovis Corinth, 1925

Der singende Mann van Ernst Barlach, 1928

De zangers Comedian Harmonists, 1930

De naturalistische schrijver Gerhart Hauptmann, 1932
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Trauerndes Elternpaar (origineel uit 1932) in een kerkruïne in Keulen, standbeeld van Käthe Kollwitz die haar zoon in de Eerste Wereldoorlog had verloren

Minister van Propaganda Joseph Goebbels op de tentoonstelling Entartete Kunst: moderne kunst die door de nazi's werd verboden, 1938

Voor de Bondsduitse kabinetszaal werd rond 1980 bewust voor kunst van achtervolgden gekozen. Hier een schilderij van Emil Nolde.
Politiek
Rijksdag
De Weimarrepubliek was de eerste democratische Duitse Bondsstaat. De Rijksdag (het parlement) had de rechten en controlemogelijkheden van een modern parlement. De Rijksdag koos de Rijkskanselier en stelde wetten vast. In de jaren 1919-1924 en vanaf 1930 werd de Rijksdag geleidelijk omzeild door machtigingswetten en door nooddecreten van de Rijkspresident.
Politieke partijen
Politieke partijen bestaan in Duitsland sinds de jaren 1860. In de Weimarrepubliek hadden ze niet alleen invloed op de wetgeving, maar bepaalden ook de samenstelling van de regeringen.
De grote partijen Zentrum, sociaaldemocraten (SPD) en de twee liberale partijen uit het Keizerrijk bleven bestaan, zij het onder andere namen (de links-liberalen van de FVP werden de DDP, de rechts-liberalen van de Nationaalliberale Partij de DVP). De twee conservatieve partijen gingen op in de Deutschnationale Volkspartei. Zij nam de rol van een gematigd-rechtse systeempartij niet aan en vocht tegen de republiek, vooral onder haar voorzitter Alfred Hugenberg (sinds 1928). Gematigde conservatieven verlieten de partij (Konservative Volkspartei) maar konden geen noemenswaardige aanhang verwerven.
De SPD verloor veel leden en kiezers aan de radicale USPD van 1917, vooral in de verkiezingen van 1920. De USPD viel al in 1922 in twee groepen uit elkaar, naar aanleiding van de vraag of de partij de gewelddadige ontwikkeling in Sovjet-Rusland moest aanvaarden. De gematigden gingen terug naar de SPD, de radicalen naar de Kommunistische Partei Deutschlands, die pas daardoor een echte massa-aanhang kreeg.
De onderstaande lijst is gerangschikt van links naar rechts op het politieke spectrum.
- Kommunistische Partei Deutschlands (KPD, sinds 1918); ze zag zich als de Duitse tak van de Communistische Internationale en steunde de politiek van Stalin.
- Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD, tot 1923, formeel 1931); na de splitsing van 1922 ging de USPD door als splinterpartij.
- Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD); van 1919 tot en met 1932 de grootste fractie in de Rijksdag
- Deutsche Demokratische Partei (DDP, sinds 1930 Deutsche Staatspartei); de links-liberalen verloren vooral na 1930 bijna hun complete kiezersaanhang.
- Deutsche Zentrumspartei (Zentrum); van 1919 tot en met 1932 voortdurend in de regering vertegenwoordigd. Als partij van de katholieken waren haar verkiezingsresultaten buitengewoon stabiel (tussen de elf en dertien procent).
- Bayerische Volkspartei (BVP); de Beierse tak van het Zentrum maakte zich 1918 onafhankelijk en wilde ook een zelfstandiger Beieren zien. De partij was duidelijk rechtser dan het Zentrum, maar nam vanaf 1923/1925 wel aan de rijksregeringen deel.
- Deutsche Volkspartei (DVP); ondanks de poging van een gezamenlijke liberale partij bleven de rechts-liberalen bij een eigen partij. Na de dood van Stresemann in 1929 werd de politiek van de partij rechtser.
- Deutschnationale Volkspartei (DNVP); de partij van de oude elites, die ook antisemitische leuzen opnam, was verdeeld in een gematigde en een radicale vleugel; van 1928 tot 1930 verloor ze de helft van haar leden en fractieleden, vooral aan de NSDAP.
- Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP); de nationaalsocialisten hebben bij de verkiezingen van 1928 de eerste plek tussen de rechtsradicale groeperingen veroverd. In 1930 hadden ze een plotseling succes. Na juli 1932 werden ze de grootste partij in de Rijksdag.
Federale indeling
De deelstaten van de Weimarrepubliek kwamen grotendeels overeen met die van het Duitse Keizerrijk. De acht (1918-1920 zeven) Thüringse staten verenigden zich in 1920 tot Thüringen (met uitzondering van de Vrijstaat Coburg (Saksen-Coburg), die zich na een referendum bij Beieren aansloot). Waldeck verloor zijn zelfstandigheid in 1929 en werd deel van de Pruisische provincie Hessen-Nassau.
Het onderstaande overzicht bevat gegevens uit de volkstelling van 1925. De statistieken van Waldeck zijn echter reeds bij die van Pruisen opgeteld.
| Land | Oppervlakte (km²) | Inwoners | Inw./km² | Hoofdstad |
| Anhalt | 2 313,58 | 351 045 | 143 | Dessau |
| Baden | 15 069,87 | 2 312 500 | 153 | Karlsruhe |
| Beieren | 75 996,47 | 7 379 600 | 97 | München |
| Bremen | 257,32 | 338 846 | 1 322 | Bremen |
| Brunswijk | 3 672,05 | 501 875 | 137 | Brunswijk |
| Hamburg | 415,26 | 1 132 523 | 2 775 | Hamburg |
| Hessen | 7 691,93 | 1 347 279 | 167 | Darmstadt |
| Lippe | 1 215,16 | 163 648 | 135 | Detmold |
| Lübeck | 297,71 | 127 971 | 430 | Lübeck |
| Mecklenburg-Schwerin | 13 126,92 | 674 045 | 51 | Schwerin |
| Mecklenburg-Strelitz | 2 929,50 | 110 269 | 38 | Neustrelitz |
| Oldenburg | 6 423,98 | 545 172 | 85 | Oldenburg |
| Pruisen | 292 695,36 | 38 175 986 | 130 | Berlijn |
| Saksen | 14 986,31 | 4 992 320 | 333 | Dresden |
| Schaumburg-Lippe | 340,30 | 48 046 | 141 | Bückeburg |
| Thüringen | 11 176,78 | 1 607 329 | 137 | Weimar |
| Waldeck | 1 121,00 | 61 707 | 55 | Arolsen |
| Württemberg | 19 507,63 | 2 580 235 | 132 | Stuttgart |
| Duitse Rijk | 468 116,13 | 62 410 619 | 134 | Berlijn |
| Saargebied | 1 910,49 | 768 000 | 402 | Saarbrücken |
Bestuurders
De Rijkspresident was het staatshoofd, de Rijkskanselier hoofd van de regering. Rijkspresident Ebert werd nog door de Nationalversammlung in 1919 en door de Rijksdag in 1922 voor korte termijnen gekozen, de eerste echte grondwettelijke verkiezing was die van Hindenburg in 1925. Terwijl Ebert nog steeds groot aanzien bezit (niet alleen bij sociaaldemocraten), wordt Hindenburg vooral gezien als degene die de republiek in het begin diffameerde en die uiteindelijk Hitler tot Rijkskanselier benoemde en niets tegen Hitlers dictatuur deed.
Onder de twaalf Rijkskanseliers tussen Eberts Raad der Volkscommissarissen en het aantreden van Hitler is Gustav Stresemann het bekendst, in tegenstelling tot zijn opvolger Wilhelm Marx, de langstzittende kanselier.
| Termijn | Naam | Opmerkingen |
|---|---|---|
| 1919-1925 | Friedrich Ebert | Door de Nationalversammlung in 1919 provisorisch en door de Rijksdag in 1922 gekozen voor drie jaar |
| 1925 | Walter Simons | plaatsvervangend als president van het Rijksgerechtshof |
| 1925-1934 | Paul von Hindenburg | De eerste en enige door het volk verkozen president (1925 en 1932) |
| Termijn | Naam | Kabinet | Coalitie | Opmerkingen |
|---|---|---|---|---|
| 1919 | Philipp Scheidemann | Scheidemann | SPD / Zentrum / DDP | Coalitie van Weimar, met meerderheid |
| 1919-1920 | Gustav Bauer | Bauer | SPD / Zentrum / DDP | Coalitie van Weimar, met meerderheid |
| 1920 | Hermann Müller | Müller I | SPD / Zentrum / DDP | Coalitie van Weimar, met meerderheid |
| 1920-1921 | Konstantin Fehrenbach | Fehrenbach | Zentrum / DVP / DDP | Minderheidskabinet |
| 1921-1922 | Joseph Wirth | Wirth I Wirth II | SPD / Zentrum / DDP SPD / Zentrum / DDP | Minderheidskabinett Minderheidskabinet |
| 1922-1923 | Wilhelm Cuno | Cuno | Zentrum / DDP / DVP / BVP | Minderheidskabinet |
| 1923 | Gustav Stresemann | Stresemann I Stresemann II | SPD / Zentrum / DVP / DDP Zentrum / DVP / DDP | Grote coalitie Minderheidskabinet |
| 1923-1925 | Wilhelm Marx | Marx I Marx II | Zentrum / DDP / DVP / BVP Zentrum / DDP / DVP | Minderheidskabinet Minderheidskabinet |
| 1925-1926 | Hans Luther | Luther I Luther II | Zentrum / DVP / DDP / BVP Zentrum / DDP / DVP / BVP | Minderheidskabinet Minderheidskabinet |
| 1926-1928 | Wilhelm Marx | Marx III Marx IV | Zentrum / DDP / DVP / BVP Zentrum / DNVP / DVP / BVP | Minderheidskabinet Minderheidskabinet |
| 1928-1930 | Hermann Müller | Müller II | SPD / Zentrum / DVP / DDP / BVP | Grote coalitie |
| 1930-1932 | Heinrich Brüning | Brüning I Brüning II | Zentrum / DDP / DVP / BVP / WP/ DNVP / KVP Zentrum / DDP / BVP / KVP / CNBL | Minderheidskabinet Minderheidskabinet |
| 1932 | Franz von Papen | Papen | DNVP | Kabinet van vooral partijlozen |
| 1932-1933 | Kurt von Schleicher | Schleicher | DNVP | Kabinet van vooral partijlozen |
| 1933- | Adolf Hitler | Hitler | NSDAP / DNVP | Minderheidskabinet tot maart 1933 |
Rijksdagsverkiezingen
In de Weimarrepubliek werd de Rijksdag via een systeem van evenredige vertegenwoordiging gekozen. In principe was er per 60.000 stemmen één afgevaardigde. Het totaal aantal parlementsleden hing dus af van de stemopkomst. Gekozen werden lijsten van de partijen in kieskringen. Reststemmen werden eerst op een hoger regionaal niveau en, als er nog een rest was, op nationaal niveau geteld (rijkslijsten). Vanwege de reststemmen waren grotere partijen iets bevoordeeld en kon het percentage zetels voor een partij verschillen van het percentage stemmen (tot ca. een procent).
Al in de Nationale Vergadering van 1919 vonden sommigen dat een parlementair systeem alleen met een meerderheidsstelsel zou kunnen werken. Toch is het zeer speculatief de val van de republiek uitsluitend aan het kiessysteem, dat te veel partijen het parlement binnen had laten komen, te wijten. Ook in het Keizerrijk waren er niet minder partijen in de Rijksdag.
Bronnen, noten en/of referenties
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| Deelstaten van de Weimarrepubliek (1919–1933) | |||||||
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