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Ger Kleis

Gerrit (Ger) Kleis (Coevorden, 18. April 1940) ist ein niederländischer Dichter, Publizist und vor allem als Druckerbesitzer der bekannt private PresseSub Signo Libelli.

Biografie

Kleis wurde in Coevorden geboren, dem Ort, über den er später publizieren würde. Ab 1962 studierte er Niederländische Sprache und Literatur an der Universität Amsterdam und legte 1969 seinen Master ab. Ab 1966 war er Anwärterassistent bei Prof. Dr. Wytze Gs. Hellinga (1908-1985) und lehrte an der Amsterdam Akademie der bildenden Künste. Nach seinem Studium wurde er Lehrer an der Amstelveen Snellius-Schule, ab 1969 unterrichtete er Niederländisch an der Barlaus-Gymnasium; 1996 verabschiedete er sich vom Gymnasium und ließ sich in Groningen nieder und Geisterbrücke, ab 2012 dauerhaft an letzterer Stelle.

Sub Signo Libelli

1969 kaufte Kleis eine Boston-Tischplattenpresse. 1974 druckte er damit sein erstes Werk: Blumenhorti; sein private Presse, gelegen in Geisterbrücke (Drente), rief er Sub Signo Libelli. Auf dieser Druckmaschine, die nach dem Zweiten Weltkrieg als eine der wichtigsten in den Niederlanden gilt, druckte er bis 2010 289 Ausgaben, danach wurde die Druckmaschine verkauft und verlegt Gouda.

Kleis Druckwerke niederländischer und ausländischer Autoren, hauptsächlich Lyrik und (Kurz-)Prosa. Unter den niederländischen Autoren waren Hans Warren, Gerrit Komrij, Baudouin Buch, Peter Heringa, Arnold Spauwen und sogar eine Erstausgabe eines unvollendeten Romanfragments von Louis Couperus: Sein Adoptivsohn. Unter den ausländischen Autoren war James Purdy.

Publizist

1961 debütierte Kleis als Dichter in der Sammlung Eine 10 für Dichter. Später veröffentlichte er auch Gedichte, auch unter einem Pseudonym (wie Pieter Nagel), teilweise auf seiner eigenen Handdruckmaschine.

Ab 1991 veröffentlichte Kleis auch andere seiner Interessengebiete, zum Beispiel eine Genealogie seiner eigenen Familie. Das Standardwerk wurde 2007 veröffentlicht Rosenanbau in den Niederlanden in dem unter anderem die Geschichte der Rosengärtnerei in den Niederlanden beschrieben und eine Bibliographie aller zwischen 1830 und 1980 erschienenen niederländischen Rosenbücher gegeben wird. Später veröffentlichte er über die Geschichte von Coevorden, Drenthe, Groningen und seiner Heimatstadt Geesbrug.

Literaturverzeichnis

  • Galgen und Kiefer in Coevorden im 17. und 18. Jahrhundert. Oosterhesselen, 2000.
  • 'An Stelle aller frommen Klagen. Geschichte des Coevorder-Probstes, des Landesgefängnisses für die nördlichen Provinzen im 17. und 18. Jahrhundert, Justizvollzugsanstalt für Groningen und Drenthe im 19. Jahrhundert. Assen, 2002.
  • Die Befestigungen von Coevorden. Kurze Geschichte einer Modellfestung, 1600-1875. [Coevorden], 2004.
  • Brief an Gerrit Komrij und Charles Hofman. Steriliponte, 2004.
  • Geschichte der Burg Coevorden. Vom regionalen zum städtischen Verwaltungszentrum, 1046-1974. Coevorden, 2005.
  • Rosenanbau in den Niederlanden. Geschichte, Literatur und Dokumente. Holz, 2007.
  • Der Stadtbrief von Coevorden, 1407-2007. [Z.S.], 2008.
  • Eineinhalb Jahrhunderte Geesbrug, davon hundert Jahre von lokalem Interesse 1858-2008. [Z.p., 2008].
  • Arbeitslager Geesbrug. Geesbrug, 2008.
  • Nomen Neszimus. Die Rettung der Burg von Coevorden. 1512. Coevorden, 2009.
  • Blick auf Coevorden. Über Zeichner, Lithographen und insbesondere Fotografen, Verleger und Wiederverkäufer von Coevorder-Stadtansichten. Assen, 2012.
  • Das Geheimnis von Coevorden und anderen Geschichten. [Coevorden], 2012.
  • Von Drenthe, Degel, Legger und Likrol bis Gouda. Eine Lesung. Gouda, 2013.