WikiDer > Gerverscop
Nachbarschaft in Die Niederlande | |||
| Ort | |||
| Provinz | |||
| Gemeinde | |||
| Koordinaten | 52° 7′ N, 4° 57′ O | ||
| Allgemeines | |||
| Einwohner(2007) | 150 | ||
| Andere | |||
| Postleitzahl | 3481 | ||
| Vorwahl | 0348 | ||
| Residenz (TASCHE) | Harmelen | ||
Detailkarte | |||
| Lage auf der Polderkarte von W.H. Winkelwasser von 1901 | |||
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Gerverscop oder Gerverskop ist ein Polder und Weiler der niederländischen Gemeinde Wörden, in der Provinz Utrecht. Es liegt zwischen Breeveld und Niedriger Neukauf.
Bis um 1857 Gerverscop war eine unabhängige Gemeinde, dann gehörte es zu 2001 bei der Gemeinde Harmelen.
Die Gerverskupfermühle
Durch das ständige Absinken des Torfbodens im Polder lag der Boden tiefer als das Außenwasser. Für eine gute Entwässerung wurde eine künstliche Lösung benötigt, daher wurde eine Mühle installiert. Die erste Erwähnung dieser Gerverskupfermühle stammt aus dem Jahr 1503. Die nächste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1673, als sie unter dem Herrschaft der Franzosen. 1674 wurde beschlossen, so schnell wie möglich wieder aufzubauen, auch weil der Polder wegen mangelnder Entwässerung unter Wasser stand. Diese neue Mühle wurde im November 1674 fertiggestellt. Im ersten Jahrhundert nach ihrem Bau benötigte die Mühle viele Wartungs- und Reparaturarbeiten, darunter zwei neue Schaufelräder, eine neue Mühlenwelle, neue Segel und neue Mühlenstangen. Im 19. Jahrhundert erhielt die Mühle mehrere Verbesserungen, wie zum Beispiel ein effizienteres Schaufelrad. Beim Austausch des Rades stellte sich jedoch heraus, dass sich das Fundament der Mühle verschlechtert hatte, so dass auch Kiefernpfähle unter die Mühle getrieben wurden. Außerdem wurden sowohl die Vor- als auch die Achterwasserstraße erneuert, wobei für die Hinterwasserstraße ein Steinkorridor gewählt wurde. Nicht nur der hintere Wasserweg versteinerte, der hölzerne Wasserschacht wurde durch einen eisernen Schacht ersetzt.
Um einen Brand wie den von 1674 zu verhindern, wurde dem Müller verboten, feuergefährliche Stoffe in der Mühle zu lagern. Außerdem sollte sich oben in der Mühle immer ein mit Wasser gefülltes Fass und Mopp befinden, um eventuelle Funken oder Feuer durch zu heiße Siphons zu löschen. Trotz dieser Maßnahmen war im Mai 1850 ein Brand ausgebrochen. Durch das schnelle Eingreifen von Arbeitern, die in der Nähe der Mühle wohnten, beschränkten sich die Schäden auf den Holzschornstein und einen Teil des Reetdachs. Die Mühle überlebte auch einen Blitzeinschlag während eines Gewitters im Jahr 1900.
Die wichtigste Aufgabe des Müllers war die Entwässerung des Polders, damit das überschüssige Wasser aus dem Polder in den Oude Rijn gepumpt und somit der Mahlgrad erhalten blieb. Bei Bedarf könnte die benachbarte Groot-Waterschap van Woerden die Mühle stilllegen lassen. Dies geschah, wenn der Mahlgrad erreicht war. Dies wurde durch das Herausstrecken eines Wimpels oder das Anzünden einer Laterne auf dem Woerdener Stadtturm angezeigt. Später wurden die Mühlen Klein-Houtdijk und Teckop auch als Signalmühlen für die Gerverskupfermühle verwendet. Dem Müller war es verboten, beim Mahlen nicht in der Mühle zu sein.
In Notzeiten halfen sich benachbarte Polder beim Schleifen aus. So durfte beispielsweise 1747 ein Deich, der zwischen Gerverscop und Breudijk verlief, geschnitten werden, damit der überflutete Polder mit Hilfe der Breudijker Mühle trockengelegt werden konnte. Die Breudijker Mühle leistete noch einmal Hilfe, als die Gerverskupfermühle 1855 wegen schwerer Arbeiten ausfiel. In späteren Jahren, als viele Polder durch Düker verbunden wurden, kam es oft vor, dass bei der Hilfsmahlung geholfen wurde.
Dank der Technologiesprünge wurde es möglich, einen oder mehrere Polder mit einer Dampfpumpstation zu pumpen. 1872 wurde untersucht, inwieweit eine gemeinsame Entwässerung der Polder Gerverscop und Breudijk möglich war. Daraus entstand ein Plan für die gemeinsame Entwässerung der Polder Gerverscop, Breudijk, Teckop und Klein-Houtdijk. Aufgrund mangelnder Unterstützung für diesen Plan verzögerte sich der Bau eines Dampfpumpwerks. Schließlich wurde ein Plan für den Bau einer Dampfpumpstation mit Fahrerhaus auf dem Mühlenhof Gerverscop genehmigt. Der damalige schlechte Zustand der Mühle war eine wesentliche Motivation für die Weiterführung des Dampfpumpwerks. Die Mühle wurde 1907 zum Abriss an einen Mühlenbauer in Montfoort verkauft. Die Aktivitäten der Mühle würden dann von einer Dampfmaschine übernommen. Im Juni 1907 fand die öffentliche Ausschreibung für den Bau des Maschinenhauses mit Kohlenschuppen und Fahrerhaus statt. Der damalige Müller Dirk Streefland wurde ehrenhaft entlassen, mit vollem Gehalt für 1907.[1]
Siehe auch
Verweise
- ↑Frank van Rooijen, Die Gerverskupfermühle. Heemtijdinghen : Orgel der Stichts-Hollandse Vereniging, ISSN 0166-7246; jg. 24 (1988), Nr. 2, p. 29-38 (1988). Zugegriffen unter 27. März 2021.
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