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Görlitz
Görlitz
Stadt in DeutschlandFlagge von Deutschland
Wappen von Görlitz
Görlitz (Sachsen)
Görlitz
Ort
ZustandFlagge des deutschen Bundeslandes SachsenSachsen
LandbezirkGörlitz
Koordinaten51° 9′ N, 14° 59′ O
Allgemeines
Oberfläche67,22 km²
Einwohner(31-12-2018[1])56.324
(838 Einwohner/km²)
Höhe201 m
BürgermeisterOctavian Ursu (CDU)
Wirtschaft
GewSt Hebesatz430% (2020[2])
Andere
Postleitzahlen02826–02829
Vorwahlen03581, 035822 (Hagenwerder, Tauchritz)
NummernschildGR
Stadt9 Bezirke und 4 Ortsteile
Gemeindenummer14 6 26 110
Webseitewww.goerlitz.de
Lage von Görlitz in Görlitz
Karte von Görlitz
Portal  Portalsymbol  Deutschland

Görlitz ist eine Stadt im deutschen Bundesland Sachsen. Es ist der Kreisstadt von dem Landkreis Görlitz und liegt in der historischen Region Lausitz (Oberlausitz). Die Stadt hat 56.068 Einwohner[1].

Görlitz ist eine gemeinsame Stadt. Es liegt am Fluss Neiße, das ist die Grenze zu Polen Formen. Auf der anderen Seite ist die Polnische Zgorzelec bis 1945 der östliche Teil von Görlitz. Die beiden Städte gingen 1991 eine Partnerschaft ein, als Europastadt Görlitz- Zgorzelec.[3] Die beiden Städte zusammen haben etwa 92.000 Einwohner.

Görlitz ist Sitz eines Bistums der katholischen und lutherischen Kirche. Die Stadt war Teil der Sechsstädtebund Oberlausitz. Dieser Sechs-Städte-Verbund bestand aus den Städten Löbau, Bautzen, Zittau, Kamenz und dem späteren Luban (deutsch: Lauban). Außerdem lag die Stadt an der Handelsroute Via Regia

Geschichte

Neues Rathaus im Zentrum von Görlitz
Reichenbacher Turm (einer der mittelalterlichen Türme)


Görlitz war bereits im dritten Jahrtausend v. Chr. besiedelt, doch erst kurz vor Beginn der Ära werden die Bewohner mit Stammesnamen bezeichnet: Asdingen und Silingen, germanische Stämme, die Schlesien bewohnt und befindet sich in der 2. Jahrhundert mit dem Römischen Reich verbunden. Sie verließen den Strom der Große Migration rund 400 ihren Wohnraum mit den Nachbarn Süben nach Nordwestspanien. An ihre Stelle kamen etwa 700 slawische Stämme aus dem Osten. Von den deutschen Kaisern eingesetzte Markgrafen befriedeten das Gebiet zwischen 960 und 990 mit unterschiedlichem Erfolg. Die Herzöge, späteren Könige von Böhmen übte Autorität aus und wurde mit der Oberlausitz, errichteten sie eine Burg 'Yzcorelik' und König Johannes von Böhmen und Kaiser Karl IV gründete 1238 eine Stadt mit Stapelrecht und einer Münze. Die Stadt wuchs zur größten und reichsten der Welt Oberlausitz und schloss 1346 ein Bündnis mit Bautzen, Kamenz, Lauban, Lobau und Zittau im Oberlausitzer Sechsstädtebund. Schon früh entwickelte sich eine jüdische Gemeinde, doch 1389 wurden die Juden vertrieben. Um 1500 zählte Görlitz mit 8000 Einwohnern zu den größten Städten in diesem Teil der Deutsches Kaiserreich.[Quelle?]

Im Jahr 1521 wurde die Lutheraner Reform, aber erst 1539 wurden die Kirchen den Lutheranern zugeteilt. Der deutsche Kaiser zwang die Stadt, Truppen für seinen Kampf gegen die Lutheraner, aber die Stadttruppen verzichteten auf das Schlachtfeld, und die Stadt wurde dafür mit Enteignungen und der Ernennung eines Stadtratsherrn bestraft. Als sich 1636 der Reformgeist wieder manifestierte, unterstellte der Kaiser die Stadt den Kurfürsten von Sachsen. Görlitz wurde in die Dreißigjähriger Krieg von den Schweden besetzt und dann erfolgreich von den kaiserlichen Truppen belagert und dabei teilweise zerstört. Der Wohlstand der Stadt war längst zum Erliegen gekommen. In dem napoleonische Zeit sein Wohlstand wurde durch die Einquartierung französischer Truppen, die aus Russland zurückkehrten, und durch Epidemien, die sich aus ihrer Anwesenheit ergaben, weiter verringert. Nach dem Krieg wurde die Stadt Sachsen getrennt und weiter Preußen als Strafe für Sachsens Kollaboration mit den Franzosen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Stadt noch nicht mehr als 8.000 Einwohner. Das sollte sich nach dem Bau der Eisenbahnverbindungen nach Dresden im Jahr 1847 ändern. Breslau und Berlin. Industrien etablierten sich und zogen neue Bewohner an, von denen einige nach 1870 gebaut wurden Gründerzeit-Wohngebiete bezeugen. Bis 1850 hatte sich die Bevölkerung bereits verdoppelt, 1870 und erneut vor 1910 auf 86.000. Danach verlangsamte sich das Wachstum kurz vor dem Zweiter Weltkrieg.

Im März, kurz nach dem Durchzug der sowjetischen Armee, die die Stadt übrigens nicht zerstörte, standen polnische Milizen an der Oder die Massenevakuierung der Deutschen aus dem Osten zu kontrollieren und die neue Grenze zu besetzen. Der Bezirk östlich des Flusses heißt seitdem Zgorzelec. Zwischen 1815 und 1945 war Görlitz auf deutschem Gebiet in Schlesien (Deutsche: Schlesien). Als nach dem Fall Nazi-Deutschlands die deutschen Gebiete östlich von Oder und Neiße an Polen fielen, kam auch der östliche Teil der Stadt unter polnische Verwaltung und wurde mit dem Namen Zgorzelec ausgezeichnet. Die deutsche Bevölkerung wurde fast vollständig aus dem Ostteil der Stadt an das Westufer der Neiße vertrieben. Zgorzelec wurde zu einer der westlichen Grenzstädte des Nachkriegspolens, wodurch Zgorzelec und Görlitz zu zwei getrennten Orten in zwei Nachbarländern wurden. Nach dem Fall der Mauer 1989 und der anschließenden Normalisierung zwischen Deutschland und Polen wurden in der Stadt drei Grenzübergänge eröffnet: die Stadtbrücke für Pkw, Lkw und Fußgänger und die Altstadtbrücke für Fußgänger und Radfahrer, auch hier gibt es eine Grenze Überquerung mit der Bahn und leicht südlich auf der Autobahn Autostrada 4.

Das DDR und die Volksrepublik Polen unterzeichneten 1950 den „Vertrag von Görlitz“, in dem sie die neue Grenze gegenseitig anerkennen und garantieren. Im Jahr 1990 wurde die BRD ein Grenzvertrag mit Polen, eine Bedingung für den Beitritt DDR wiedervereinigen.

Kurz nach dem Krieg erreichte die Stadt aufgrund der Ansammlung von Flüchtlingen aus Schlesien. 1988 waren es 78.000 und seitdem ist ein Drittel der Bevölkerung weggezogen; jetzt leben 56.000 dort. Im Zgorzelec hat ein anhaltendes Bevölkerungswachstum. Vor dem Krieg hatte dieser Bezirk 9.000 Einwohner, die bis auf ein Dutzend 1945 den Fluss überquerten Oder vertrieben wurden (siehe: Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg). Dann kamen Polen, die heute 36.000 Einwohner haben.

Die Altstadt ist als Drehort an einem historischen Ort sehr gefragt. Alle historischen Bauepochen sind im Baumaterial gut vertreten, ununterbrochen durch Neubauten und nach 1990 stimmig restauriert. Der einzige in Sachsen war der Synagoge van Görlitz wurde von der städtischen Feuerwehr verschont, die eine Brandstiftung verhinderte. Die jüdische Gemeinde blieb nicht verschont, sie verschwand durch Deportationen in Vernichtungslager.

Geboren

  • Jakob Böhme (1575-1624), Philosoph, Mystiker und Anhänger der Pantheismus
  • Bartholomäus Scultetus (1540–1614), Bürgermeister, Kartograph und Astronom
  • Johann Gottlob Harrer (1703–1755), Komponist und Nachfolger von Bach als Thomaskantor in Leipzig
  • Alfred Ludwig Wieruszowski (1857-1945), Präsident des Oberlandesgerichts Köln und Professor, verlor 1937 rassisch sein Amt und wurde unter Hausarrest interniert
  • Paul Cassirer (1871-1926) Kunsthändler und Galerist, unter anderem in Amsterdam
  • Kurt Steffelbauer (1890-1942), Gewerkschaftsführer, Widerstandskämpfer, zum Tode verurteilt
  • Kurt Eimann (1899-1980), SS-Obersturmbannführer, verurteilt 1968 wegen Beteiligung am Massenmord
  • Oskar Morgenstern (1902-1977), Wirtschaftsprofessor in Wien und seit 1938 an der Princeton Universität
  • Hans Georg Dehmelt (1922), Professor in Seattle (Washington-Universität) und Nobelpreisträger (1989)
  • Hans-Jürgen Dorner (1951), DDR-Fußballspieler
  • Torsten Gutschow (1962), DDR-Fußballspieler
  • Michael Ballack (1976), deutscher Fußballspieler
  • Jens Jeremies (1974), deutscher Fußballspieler
  • Michael Kretschmer (1975), CDU-Ministerpräsident Sachsen

Sehenswürdigkeiten

Sehenswert ist die Lutheraner 'Stadtkirche' Peter und Paul Kirche mit ua einer markanten grünen Orgel, dem Markt und den Gebäuden mit Laubengängen, die teilweise noch aus der Renaissance Stämme. Der Schönhof wurde 1526 erbaut und ist damit das älteste Beispiel eines Renaissancebürgerhauses in Deutschland. Im Allgemeinen ist die Altstadt noch vollständig intakt. Ein neugotisches Gebäude ist das römisch katholischKathedrale des Heiligen Jakob. Die Stadt hat auch viele Parks, die übergreifende Brückenpark das größte.

Es ist auch sehenswert Jugendstil-Kaufhaus, das 1913 in nur 9 Monaten nach Plänen des Potsdamer Architekten Carl Schmanns errichtet wurde. Von 1929 bis 1945 war das Kaufhaus im Besitz des Karstadt-Konzerns, der es nach der Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland zurückerhielt. 2013 kam es in den Besitz von Winfried Stöcker. Nach einer gründlichen Renovierung ist die Wiedereröffnung Ende 2019 geplant.

Der Film The Grand Budapest Hotel von Regisseur Wes Anderson wurde größtenteils in diesem Gebäude gedreht. m.n. die geräumige Innenhalle mit Treppe und einer schönen Glasdecke mit JugendstilElemente ist einen Blick wert.

Wissenswert

Es ist erwähnenswert, dass der 15. Meridian östlich von Greenwich verläuft mitten durch die Stadt. Das ist entscheidend für die Mitteleuropäer Zeitzone.
Das Konzentrationslager Stalag VIII-A, jetzt auf polnischem Territorium, war Olivier Messiaen gefangen, die hier bekannt sind Quattuor pour le fins du temps schrieb.

Literatur

(auf Deutsch)

  • Neumann, Geschichte von Görlitz, 1850.
  • Ernst Heinz Lemper: Görlitz, Leipzig, 3. Aufl. 1972
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