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Horst Köhler
Horst Köhler
Horst Köhler
Geboren22. Februar 1943
GeburtsortSkierbieszów, Polen
PartyCDU
9.Bundespräsident von Deutschland
Amtszeit1. Juli 2004 – 31. Mai 2010
VorgängerJohannes Rau
NachfolgerChristian Wulff
PartnerEva Bohnet
Portal  Portalsymbol  Politik

Horst Köhler (Heidenstein, Generalgouverneur (jetzt: Skierbieszów, Polen), 22. Februar1943) ist ein Deutsche Politiker der CDU. Vom 1. Juli 2004 bis 31. Mai 2010 war er Bundespräsident von Deutschland.

Lebenszyklus

Köhler wurde im damaligen by Nazi Deutschland besetztes Ostmittelpolen in Skierbieszów (Deutsche: Heidenstein), in einer Siedlung von Volksdeutsche der 1940 aus alten, deutschsprachigen Dörfern in Bessarabien war aufgrund einer damaligen Vereinbarung zwischen den Deutschen evakuiert worden NSDAP-Regierung und die Sovietunion. Köhlers Familie versteht sich daher als bessarabische Deutsche. Am Ende von Zweiter Weltkrieg seine Familie ist davor geflohen rote Armee zu Leipzig und 1953 flohen sie aus dem DDR und sie gingen in die WestdeutscheLudwigsburg (Baden-Württemberg) leben.

Köhler studierte Wirtschaft und Politikwissenschaften an der Universität von Tübingen.

Im Jahr 2000 wurde er zum Generaldirektor der Internationaler Währungsfonds (IWF).

Präsidentschaft

Kandidatur

Am 4. März 2004 hat Horst Köhler, Mitglied der CDU, als gemeinsamer Kandidat für den Vorsitz der CDU, CSU und FDP, wenn zusammen in Opposition, nominiert. Köhler legte daraufhin sein Amt als Generaldirektor der Internationaler Währungsfonds Nieder. Unter Berücksichtigung der politischen Machtverhältnisse innerhalb der Verbandstreffen Köhlers Wahl stand fest (CDU, CSU und FDP hielten zusammen 623 der 1205 Mandate) und wählte den amtierenden Präsidenten, Johannes Raunicht als Kandidat zu kandidieren. der regierende SPD/Bündnis 90/Die Greenen Koalition vorgeschlagen Professor Doktor. DR. Gesine Schwan als Anwärter.

Wahl

Horst Köhler wurde am 23. Mai 2004 vom 12. Verbandstreffen im ersten Wahlgang gewählt (604 Stimmen für Köhler, 589 für Schwan, 11 ungültige Stimmen oder Enthaltungen). Mit seiner Vereidigung am 1. Juli 2004 trat er sein fünfjähriges Mandat an.

Performance

Das Amt des Präsidenten ist zeremoniell, so dass eine Zusammenarbeit mit einer andersfarbigen Bundesregierung möglich ist.

Doch schon im September 2004 sorgte Köhler für Aufruhr, als er ankündigte, arbeitslose "Ossies" sollten über einen Umzug nachdenken. Kurz vor den Feierlichkeiten zum 15. Jahrestag des Mauerfalls ist dieser also im ehemaligen arg gefallen DDR, wo die Enttäuschung über die Deutsche Wiedervereinigung ist sowieso groß. Diese "Tante Gertrude Story" mit Anspielung auf den ehemaligen niederländischen Minister Onno Ruding, wurde von einigen regionalen Führern heftig abgelehnt. Eine Million Ostdeutsche sind seit der Wiedervereinigung in den Westen gezogen. Die Verfassung strebt eine gleichberechtigte Entwicklung der Landesteile an, während in der Praxis die Arbeitslosigkeit im Westen 5 % und im Osten 20 % beträgt. Köhler befürchtet jedoch, dass noch mehr Hilfen für die Gebiete der ehemaligen DDR künftigen Generationen eine unerträgliche Schuldenlast aufbürden. Köhler nannte die Heimatvertrielegen, Ein in West Deutschland wirtschaftlich erfolgreich große Bevölkerung, als Beispiel für den wirtschaftlichen Aufschwung durch Umsiedlung, nach ihrer erzwungenen Vertreibung aus dem ehemalige ostdeutsche Provinzen.

Am 23. Mai 2009 wurde Köhler für weitere fünf Jahre wiedergewählt.

Tritt runter

In einem Radiointerview vom 22. Mai 2010 erklärte Köhler, dass im Notfall ein militärischer Einsatz notwendig sei, um die deutschen Wirtschaftsinteressen zu wahren. Einen Tag später erklärte er, dass er nicht den Militäreinsatz in Afghanistan meinte, sondern die Militäroperation gegen die Piraterie in Somalia. Seine Äußerungen lösten Kritik aus, die nicht extrem, aber in Bezug auf einen Bundespräsidenten ungewöhnlich scharf war.

Am 31. Mai 2010 ist Köhler mit sofortiger Wirkung ausgeschieden. Jens Bohrnsen, der Vorsitzende des Bundesrat, übernahm vorübergehend die Aufgaben des Staatsoberhauptes.[1] Köhler war der erste Präsident, der vor Ablauf seiner Amtszeit zurücktrat (mit Ausnahme der maroden Heinrich Lübke 1969). Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte versucht, ihn zum Bleiben zu bewegen.

Sein Schritt und vor allem seine Aussage, er sei wegen der Kritik und mangelnden Respekts vor dem Amt zurückgetreten, stieß in Deutschland auf großes Unverständnis. Das umstrittene Interview geriet fast in Vergessenheit, Köhler war im Grunde ein beliebter Präsident.[2] Die liberale Zeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung titelte über den "Deserter" Köhler, der feige und albern sein Land verließ.[3] Nach links des Spiegels Amt und Person seien nicht füreinander geschaffen: "Ein Bundespräsident tritt nicht zurück, weil er kritisiert wird - im Rahmen des normalen demokratischen Debattesprozesses. Das ist eine Überreaktion, die nicht zum Amt passt."[4]

der Konservative Quaddel schrieb:[5]

Herr Bundespräsident, es ist gut, dass Sie gehen. Wer die Hitze nicht aushält, hat in der Küche nichts zu suchen. In einer Krise dieser Größenordnung braucht das Land eine Vater- oder Mutterfigur, die mit Rat daneben steht, die - um das Wort aus Preußen zu gebrauchen - dienen will [...].

Über die eigentlichen Gründe seines Rücktritts gibt es Verdächtigungen: Die Kanzlerin soll ihn bei der Kritik im Stich gelassen haben; Köhler hatte neoliberale Reformen gewollt, konnte sie aber nicht verwirklichen; der Abgang hochrangiger Beamter der Bundespräsidialamt ein problematisches (weil cholerisches) Verhältnis von Köhler zu Mitarbeitern bezeugen würde.

Vorgänger:
Michel Camdessus
Generaldirektor des IWF
2000-2004
Nachfolger:
Rodrigo de Rato und Figaredo
Vorgänger:
Johannes Rau
Bundespräsident von Deutschland
2004-2010
Nachfolger:
Christian Wulff
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