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Mölln
Zur gleichnamigen Stadt in Mecklenburg siehe Mölln (Mecklenburg).
Mölln
Stadt in DeutschlandFlagge von Deutschland
Wappen von Mölln
Mölln (Schleswig-Holstein)
Mölln
Ort
ZustandFlagge des deutschen Bundeslandes Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein
KreisHerzogtum Lauenburg
Koordinaten53° 38′ N, 10° 41′ O
Allgemeines
Oberfläche25,05 km²
Einwohner(31-12-2018[1])19.031
(760 Einwohner/km²)
Höhe19 m
BürgermeisterJan Wiegels (SPD)
Wirtschaft
GewSt Hebesatz% ([2])
Andere
Postleitzahl23879
Vorwahl04542
NummernschildRZ
Gemeindenummer01 0 53 090
Webseitewww.moelln.de
Lage Mölln im Herzogtum Lauenburg
Karte Möllna
Portal  Portalsymbol  Deutschland

Mölln ist ein Gemeinde in dem DeutscheZustandSchleswig-Holstein, liegt in den Bezirksherzogtum Lauenburg. Der Ort hat 19.031 Einwohner[1] Damit ist sie die zweitgrößte Stadt des Kreises. Mölln ist bekannt als die Stadt, in der Till Eulenspiegel begraben würde.

Erdkunde

Die Altstadt von Mölln liegt auf einer hügeligen Halbinsel, die endetMoräne ist. Die Halbinsel ist nur auf dem Landweg von Süden her zu erreichen. Die anderen Seiten werden vom Stadtsee und dem Schulsee umgeben, die Teil einer Seenkette im Pinnautal sind. Die Gebäude der Stadt befinden sich hauptsächlich südlich des Zentrums, wo auch der Bahnhof an der Linie liegt Lübeck-Buchen Lügen. Im Südosten liegt der Stadtteil Waldstadt, der auf dem Gelände einer alten Munitionsfabrik errichtet wurde.

Mölln liegt etwa dreißig Kilometer südlich von Lübeck an der touristischen Alten Salzstraße, die Lübeck mit Lüneburg verbindet. Es verläuft westlich der Stadt Elbe-Lübeck-Kanal.

Geschichte

Die älteste Erwähnung des Namens Mölln stammt aus dem Jahr 1188, als Kaiser Friedrich Barbarossa stellte fest, dass die Siedlung außerhalb des Einflusses von Lübeck lag. Der Name Mölln stammt von Slawisch Herkunft und bedeutet "Ort am trüben Wasser". Obwohl das Stadtwappen mit dem Mühlrad etwas anderes vermuten lässt, leitet sich der Name nicht von einer Mühle ab.

Mölln erhielt bei seiner Erbauung zwischen 1201 und 1227 Stadtrechte nach Lübecker Vorbild dänisch im Besitz. Nach dem Schlacht von Bornhöved (1227) wurde die Stadt Teil der Herzogtum Sachsen, ab 1296 die Herzogtum Sachsen-Lauenburg. Diese wurde zwischen 1321 und 1401 in eine Linie Ratzeburg-Lauenburg und eine Linie Mölln-Bergedorf aufgeteilt, wobei Mölln zu letzterem gehörte.

Da die Herzöge chronisch in Geldnot waren, wurde die Stadt regelmäßig als Sicherheit für einen Kredit gegeben. Insbesondere das Hansestadt Lübeck wollte Mölln besitzen, da es strategisch günstig an der wirtschaftlich wichtigen Salzstraße nach Lüneburg lag. Von 1359 bis 1683 gelang es der Hansestadt, die Stadt als Pfand zu behalten. Zur Wahrung seiner Interessen ernannte Lübeck einen „Stadhauptmann“. In dieser Zeit wurde das Rathaus gebaut, die Stadt befestigt und der Stecknitz-Delvenau-Kanal (1398) ausgehoben Wasserscheide zwischen den Elbe und der Ostsee durchbrach. Dies war der erste Kanal in Europa, der mit einem Schleusensystem eine Wasserscheide überwunden hat. 1530 wurde Mölln n Lutheraner. 1667 wurde Lübeck vom Landeskammergericht zu Muskeln verurteilt, Mölln an die Herzöge von Sachsen-Lauenburg zur Zahlung abzutreten. Die Hansestadt konnte ihre Herrschaft bis 1683 verlängern, dann aber gehörte Mölln wieder zum Herzogtum, zu dem sie schon seit jeher gehört hatte.

1689 starb das Geschlecht der Herzöge von Sachsen-Lauenburg aus, was Möllns Stellung innerhalb des Herzogtums, dessen Vermögen es teilte, jedoch nicht beeinträchtigte. 1705 wurde es Teil von Hannover, von 1803 bis 1814 war es Französisch Besitz, von 1816 bis 1865 dänisch und darüber hinaus Preußisch Besitz.

Die großen Tage des Salzhandels waren vorbei und Mölln war zu einem kleinen bäuerlichen Städtchen mit Marktfunktion für die Region geworden. Die marode Wirtschaft erhielt im 19. Jahrhundert durch den Bau der Lübeck-Büchener Eisenbahn (1851) und den Umbau des Stecknitz-Delvenau-Kanals, der erst pramen geeignet war, bis zum Elbe-Lübeck-Kanal (1896-1900). 1913 wurde in Mölln eine Offiziersausbildung eingerichtet und 1933 eine große Munitionsfabrik südöstlich der Stadt errichtet. Der Zweite Weltkrieg führte zu einem großen Zustrom von Flüchtlingen, zunächst aus Hamburg und dann aus den östlichen Gebieten des Deutschen Reiches. Zwischen 1939 und 1945 hat sich die Einwohnerzahl von 6.300 auf über 13.000 mehr als verdoppelt. Nach 1945 wurde auf dem Gelände der Munitionsfabrik, dem späteren Stadtteil Waldstadt, ein Hilfslager errichtet.

Aufgrund seiner abgelegenen Lage in der Nähe des Eiserner Vorhang Nach 1945 hatte Mölln wenig Möglichkeiten für wirtschaftliches Wachstum. Der Tourismus wurde durch die ländliche Umgebung mit dem Naturpark Lauenburgische Seen, dem historischen Stadtkern und der Person von Till Eulenspiegel, der 1350 aufrecht an der Kirche begraben sein soll, zu einer wichtigen Einnahmequelle. 1970 erhielt Mölln auch offiziell den Status eines Kurortes. Nach der Gesundheitsreform wandten sich die großen Kliniken der Rehabilitation zu.

Sehenswürdigkeiten

Das Zentrum von Mölln steht seit 1974 unter Denkmalschutz. Die wichtigsten Gebäude sind die Nikolaikirche, das Rathaus und der Stadthauptmannshof, die Residenz des von Lübeck eingesetzten Vormundes. Das älteste Gebäude in Mölln ist die auf dem Hügel stehende Nikolaikirche. In dem Frühgotik Kirche sind Wandmalereien und Bänke aus dem 16. Jahrhundert mit Schnitzereien. An der Außenmauer, rechts vom Eingang, befindet sich ein Gedenkstein aus dem 16. Jahrhundert für Till Eulenspiegel. Das gotische Rathaus steht auf dem Marktplatz direkt südlich der Kirche und beherbergt das Stadtmuseum. Auf dem Platz stehen auch mehrere Fachwerkhäuser, von denen eines die Eulenspiegel-Museum liegt. Auf dem Platz steht eine Statue von Till Eulenspiegel von Karlheinz Goedtke (1915-1995). Die Statue hat glänzende Schuhspitzen und einen Daumen, da Touristen erzählt wird, dass das gleichzeitige Berühren der Schuhspitzen und des Daumens Glück bringt. Der Stadthauptmannshof ist ein Komplex von Renaissance-Gebäude östlich des Marktes am Schulsee.

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