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Nico Rost
Nico Rost
Nico Rost (70) [Foto Ron Kroon (ANEFO)]
Allgemeine Information
Geboren21. Juni 1896
GeburtsortGroningen
Verstorben1. Februar 1967
Ort des TodesAmsterdam
BerufSchriftsteller, Übersetzer, Journalist & Widerstandskämpfer
dbnl-Profil
Portal  Portalsymbol  Literatur

Nikolaus Rost (Groningen, 21. Juni1896Amsterdam, 1. Februar1967) war ein Holländer Schriftsteller, Übersetzer, Journalist und Widerstandskämpfer.

Jugend und die Jahre in Deutschland

Nach einer unvollendeten Gymnasialausbildung an der Praedinius-Gymnasium im Groningen Der junge Nico Rost ist von zu Hause weggelaufen, um Schriftsteller zu werden. Seine Arbeit wurde schlecht aufgenommen, aber nach seinem Militärdienst konnte Rost von seiner Pferche leben. In den Jahren 1923-1933 lebte er in Berlin wo er als Übersetzer arbeitet, unter anderem von Alfred DöblinsBerliner Alexanderplatz und als Korrespondent der Tageszeitung Der Telegraph und das Wochenmagazin Der grüne Amsterdammer hat funktioniert. Rost besuchte in diesen Jahren Moskau, Prag und Berlin. Für die literarische Monatszeitschrift Große Niederlande Rost, der Deutschland und die deutsche Literatur liebte, schrieb Literaturkritiken.

Rost besuchte auch die Sowjetunion und wurde Mitglied der KPD, der Deutschen kommunistisch Party. Nach der Übernahme von Hitler Rost wurde im Februar 1933 im Konzentrationslager inhaftiert Oranienburg nördlich von Berlin eingesperrt.

Rost wurde nach drei Wochen entlassen. In seinem „Brief aus einem Konzentrationslager“ berichtete er von seinen Erfahrungen und ließ sich in Brüssel nieder. Von dort reiste er nach Spanien, wo er spanischer Bürgerkrieg Partei entschied sich für die Regierung der Republik und dagegen Franco.Nach Francos Sieg kehrte Rost nach Brüssel zurück. Rost übersetzte in den 1930er Jahren auch viele deutsche Romane, darunter die von those Erich Maria Remarque, Hans Fallada, Löwe Feuchtwanger, Ernst Toller, Egon Erwin Kisch und Arnold Zweig.

Nico Rost im Zweiten Weltkrieg

In Brüssel heiratete Nico Rost im Juli 1941 die Jüdin Edith Blumberg. Er war aktiv in der Widerstand wobei seine Widerstandsarbeit hauptsächlich literarischer Natur gewesen zu sein scheint. In Brüssel lieferte er Anthologien des Werks von unter dem Pseudonym Abel Eppens RC Bakhuizen van den Brink, E. J. Topfgründer, Jacob Geel und PC Kopf; unter einem anderen Pseudonym, N. de Praetere, übersetzte er die Aphorismen des deutschen Philosophen und Physikers des 18. Jahrhunderts Georg Christoph Lichtenberg aus, unter dem titel Das kleine Grundlagenbuch. Ein Lichtenberger Brevier (1942). Rost, der auf die Kraft des geschriebenen Wortes vertraute, legte großen Wert auf diesen Akt des Widerstands. Die deutschen Behörden freuten sich über die Umgehung ihrer Zensur nicht.

Nico Rost wurde 1942 von den deutschen Besatzern festgenommen. Nach dem Gefängnis von Scheveningen (Oranjehotel)) und Lager Vught er kam endlich rein Dachau mit Recht. Rost hatte einen Abszess am Bein und wurde in die Krankenstation (het Revier) eingeliefert, wo er nach Herzenslust Bücher lesen konnte. Er wählte hauptsächlich deutsche Klassiker; Johann Wolfgang von Goethe, die Brüder Friedrich von Schlegel und August Wilhelm von Schlegel, Friedrich Hölderlin und Arthur Schopenhauer. Mit gleichem Eifer hat er Werke davon verschlungen Jean-Jacques Rousseau, Silvio Pellico, Franz Grillparzer, August Strindberg und Jean Racine. Im Revier hatte er auch Zeit für Gespräche mit Mithäftlingen wie Herman Bernard Wiardi Beckman, Gijs van Münster, Prinz Friedrich Leopold von Preußen und Prinz Xavier von Bourbon-Parma. Nico Rost hatte mehrere „Jobs“ in Dachau. Er war zum Beispiel Nachtpfleger im MalariaAbteilung, Träger und später Revierläufer (Einkaufen im Lager, Kranken- und Sterbelisten sammeln und unterschreiben lassen sowie die Versorgung mit Blutspendern sicherstellen). Der Hauptvorteil dieser Ernennung war die Tatsache, dass er als 'Personal vom Revier' geimpft war gegen Typhus-Fieber, eine jährliche Krankheit im Lager, die viele Opfer forderte. Durch seine Tätigkeit als Revierläufer hatte Rost die Möglichkeit, mit Freunden, die wie er in Dachau eingesperrt und über die vielen Blocks verstreut waren, zu sprechen und ihnen bei der Vorbeugung und Überwindung von Krankheiten zu helfen. Im Revier schrieb Rost so viel wie möglich über seine Erfahrungen und Gedanken als Reaktion auf die von ihm gelesenen Werke. Obwohl dies offensichtlich verboten war, versorgten ihn mehrere Personen mit möglichst vielen Zetteln. Diese „Papiere“ bildeten schließlich die Grundlage seines Buches „Goethe in Dachau“. Am 29. April 1945 wurde Rost aus Dachau von den Amerikanern befreit.

Nico Rost nach der Befreiung

"Die alte Erde steht noch, und der Himmel wölbt sich noch über mir" (Deutsche: "Die alte Erde steht noch und der Himmel wölbt sich noch über mir") war es Goethe-Zitat, dass Rost in Dachau die Relativität seiner Inhaftierung und des Nationalsozialismus aufzeigte. Diese Idee hat er in seinem 1946 erschienenen Tagebuch "Goethe in Dachau" ausgearbeitet. Ausgehend von der Kontinuität der deutschen Kultur bekämpfte er antideutsche Gefühle, indem er die Größe der deutschen Literatur betonte. Das Buch hat sich gut verkauft und wurde übersetzt in Deutsche und der Tschechisch.

Rost und seine Frau ließen sich nach der Befreiung in Belgien nieder. Er war wieder in literarischen Kreisen und hatte Verbindung mit Louis Paul Boon und Herman Teirlinck.

Nico Rost fand in den ersten Nachkriegsjahren in beiden neuen deutschen Bundesländern einen freundlichen Empfang. Rost wurde in der Bundesrepublik geschätzt, aber als Kommunist vor allem die DDR, Ungarn und Tschechoslowakei er zu. Die Behörden in Ost-Berlin boten Rost sogar eine Stelle an. Nach anfänglicher Annäherung unter Otto Grotewohl, der kommunistische Ministerpräsident, dessen Biografie Rost schreiben würde, kam zwischen der DDR aus Walter Ulbricht und Rost zu einem Bruch.

Auf die Holländer CPN Rost war einer von vielen, die durchgekommen sind Paul de Groot, der autoritäre Stalinist Parteichef, wurden aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen. Die Berliner Behörden stellten fest, dass Rost kein Mitglied der CPN mehr war und Rost konnte nicht akzeptieren, dass sich die DDR von den für ihn wertvollen deutschen Traditionen abwendete. Die DDR hat ihn des Landes verwiesen und Nico Rost wurde wieder in den Niederlanden aktiv Sozialistische Arbeiterpartei, eine linke Splittergruppe. Mitte der fünfziger Jahre setzte Rost seine Hoffnungen für eine Weile Polen wahr gomulka führte laut Rost ein vielversprechendes sozialistisches Experiment durch. Der Vorteil für Rost war, dass er nun, nachdem die DDR ihn nicht mehr erlaubte, wieder sehr willkommen in der Bundesrepublik.

Im Die Freunde meines Vaters (1956) Rost hinterließ ein sensibles Porträt des portrait Juden das in Groningen in und um die Folkingestraat hat gelebt. Das Buch ist ein Denkmal dieser fast vollständig ermordeten Menschengruppe und erzählt von ihrem Alltag, ihrer Armut, ihrer Frömmigkeit und ihrem Studiengeist. In den Nachkriegsjahren widmete sich Nico Rost der Wiederherstellung der Beziehungen zwischen den Niederlanden und Deutschland, der Suche nach Kriegsverbrechern und der Bekämpfung des (Neo-)Faschismus sowie der Anerkennung des Leids, das europäischen Ländern zugefügt wurde. Zigeuner (Roma und Sinti) war im Krieg betroffen.

Nico Rost lebte von seiner Feder; deshalb verfasste er auch zahlreiche humorvolle oder informative Beiträge sowie Beiträge für Prospekte und Unternehmensmagazine von Unternehmen und Organisationen wie der Einwanderungsverbände (TOURISTENINFORMATION.). Er hielt auch viele bezahlte Vorträge. Nico Rost war sowohl Mitglied des (Niederländischen) Nationalen als auch des Internationalen Dachau-Komitees und einer der Gründer der Gedenkstätte, die Konzentrationslager jetzt ist.

Rost hat wenig nach 1955 veröffentlicht. 1958 erhielt er den Marianne PhilipsPreis und fünfhundert Gulden für sein Gesamtwerk. Die ihm verliehene Kulturpreis der Provinz Groningen (1966) konnte Rost nicht mehr akzeptieren, der zu Lebzeiten nicht mit Preisen überhäuft wurde. Dass ihm zu Ehren im Juni 1966 in Israel ein Baum gepflanzt wurde, kann auch als Anerkennung von Rosts Leben und Werk gewertet werden.

Das literarische Erbe von Nico Rost

Bücher

  • die trostlose. Mit einem Vorwort von Ellenwald (Baarn: Hollandia Druckerei, 1918).
  • Große Dichter der letzten Zeit (Amsterdam: Meulenhoff, 1921).
  • Kunst & Kultur in Sowjetrussland (Amsterdam: Querido, 1924).
  • Die neue Szene im neuen Russland (Arnheim: Van Loghum Slaterus, 1927)
  • Lebensbotschaften (Den Haag: De Baanbreker-Servire, 1931). Eine Reihe von biografischen Skizzen
  • Ein Konzentrationslager im Dritten Reich. (Brauerei Den Oranienburg) (Amsterdam: Richten Left, 1933) 20 S.
  • Von der spanischen Befreiungsfront. Ein Bericht. Mit einem Vorwort von Louis de Brouckère (Amsterdam: Pegasus, 1937).
  • Der Fall Jeff Last. Über Faschismus und Trotzkismus (Amsterdam: Pegasus, 1938).
  • Goethe in Dachau. Literatur und Realität (Amsterdam: L.J. Veens Uitgeversmaatschappij, 1946). Vollständig veröffentlicht auf www.dbnl.org.
  • Beyaard trabt immer noch. Ein Ardennenbuch (Amsterdam-Antwerpen: The World Library, n.d. [1954])
  • Reisetagebuch aus der Krimpenerwaard (Rotterdam: Ad. Donker, o. J. [1954]).
  • Die Freunde meines Vaters (Erstausgabe: Assen: Van Gorcum, 1956) mit einigen Zeichnungen des jüdischen Lebens in Groningen von Lies Veenhoven.
  • Verändertes Klima in Polen. Ein Reisebericht (Assen: Van Gorcum, o. J. [1957]).
  • Auch das ist Brüssel. Wertschätzungen und Erinnerungen (Assen: Van Gorcum, 1958).
  • "Da kommt ein Pastor vorbei. Rost hat diese Sammlung zusammen mit Ds.J.J.Buskes herausgegeben. (Amsterdam 1965)
  • Vor den anderen. Erste Sammlung von Geschichten und Berichten (Den Haag: Kruseman, 1966).
  • "Goethe in Dachau. Tagebuch 1944-1945. (De Bilt: Uitgeverij Schokland, 2015) (Neuauflage, ergänzt mit neuen Anmerkungen und Nachwort von Ewout van der Knaap). ISBN 978-90-816628-8-8

In Zeitschriften

  • diverse Artikel im deutschen Kulturmonatsmagazin Der Querschnitt (1923-1933).
  • „Die Trotzki-Krise“ in der Das Haager Monatsmagazin, Februar 1925.
  • „Brief aus einem Konzentrationslager“, in: Linkes Ziel. Monatsmagazin des Arbeiter-Schriftsteller-Kollektivs Links Richten, Nr. 8, Antifaschistische Ausgabe, 1. Mai 1933.
  • Ich war wieder in Dachau. Broschüre mit einer Einführung von J.J. Buskes (z.pl., Ausgabe des Internationalen Dachauer Komitees, 1956).
  • Grimms Märchen zusammengestellt in zwei Teilen und übersetzt von Nico Rost Verlag Prisma 1956.
  • 'Löschen Sie nicht, Herr Hinkel?' Ein Artikel in Der Ausweg. Jüdische Zeitung für Aufklärung und Abwehr, Januar 1964
  • 'Meine Begegnungen mit Gottfried Benn' in Die neue Stimme, Monatsmagazin für Kultur und Politik,(Mai 1964), Folge 5
  • Verschiedene Artikel in Außerhalb der Grenzen, dem Organ der Sozialistischen Arbeiterpartei.

Unter dem Pseudonym W. van Elhorst erschien aus Rosts Hand

  • 'Joseph Roth' ein Artikel in Chronik der zeitgenössischen Kunst und Kultur Teil 4 (1939)
  • 'Chronik hinter Stacheldraht' in Chronik der Kunst und Kultur Nummer 5 (1940) Ein Artikel über die nach Südfrankreich ausgewanderten spanischen Künstler.

Über Nico Rost

  • Hans Olink: Nico Rost, der Mann, der Deutschland liebte. Amsterdam, Nijgh und Van Ditmar, 1997. [Biographie von Nico Rost] ISBN 90-388-5496-X
  • K. ter Laan: Literarisches Wörterbuch für Nord und Süd. Den Haag, van Goor, 1952. Keine ISBN
  • G. J. van Bork und P. J. Kreuzfahrt: Die niederländischen und flämischen Autoren. Weesp, De Haan, 1985. ISBN 90-228-4565-6
  • Ab Visser: Das Literarische Café. Offener Brief an Nico Rost. Schalmancahiers, vol. 16. Utrecht, Sjaalmanpers, 1986. Keine ISBN.
  • Jac Wallage: Eine Einführung über Nico Rost, gehalten bei der Präsentation der biographischen Skizze von Nico Rost von Hans Olink am 6. September 1997 in der Öffentlichen Bibliothek in Groningen. Groningen, Buchhandlung Godert Walter, 1997. Keine ISBN.
  • August-Hans den Boef & Sjoerd van Faassen: Verdammt, wo ist Berlin geblieben? Niederländische Schriftsteller und ihre Kunstbrüder in Berlin 1918-1945. Autoren-Bilderbuch Nr.47. Amsterdam, Bas Lubberhuizen, 2002. ISBN 90-76314-89-6

Externe Links

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