WikiDer > Untergärung
untergärig oder untergärig ist eine Fermentationsmethode, die beim Brauen verwendet wird Bier, wo die Hefe dazu neigt, sich während des Prozesses am Boden der Wanne abzusetzen. Die verwendete Hefe ist Saccharomyces pastorianus. Im Kontrast zu obergärig, findet die Untergärung bei niedrigeren Temperaturen statt, typischerweise zwischen 4 und 12 °C, je nach Biersorte. Untergärung dauert länger als obergärig, ist aber weniger anfällig für Bakterien. Das Endergebnis ist daher vorhersehbarer und daher attraktiv für große Brauereien. Pilsner ist die bekannteste untergärige Biersorte.
Vor dem Aufstieg der Kältetechnik das Brauen untergäriger Biere war nur in Gebieten mit strengen Wintern möglich. Das ist auch der Grund, warum untergärige Biere traditionell vor allem aus Nord- und Mitteleuropa und obergärige Biere aus den Küstengebieten mit gemäßigterem Klima kommen. Brauer in Bayern selektieren seit Jahrhunderten Kaltgärhefen, indem sie ihre Biere in kalten Höhlen in den Alpen lagern ("Lagerung"). Eine Probe dieser bayerischen Hefen wurde 1845 von der Spaten-Brauerei in München an die Carlsberg-Brauerei in Kopenhagen geschickt, die mit dem Brauen begann. 1883 schloss Emile Hansen eine Studie zur Isolierung reiner Hefekulturen ab und der aus Spaten gewonnene Reinstamm ging 1884 als Carlsberg-Hefe Nr. 1. Im folgenden Jahr wurde bei der Heineken-Brauerei in Rotterdam eine spezialisierte Fabrik zur Herstellung von Reinhefe eingerichtet. Gemeinsam begannen sie, Brauer in ganz Europa mit reiner Zuchthefe zu beliefern [1][2]. Dieser Hefestamm wurde ursprünglich klassifiziert als Saccharomyces carlsbergensis, ein nicht mehr existierender Artname, der durch die taxonomische Klassifikation ersetzt wurde: Saccharomyces pastorianus.
Siehe auch
Verweise
- ↑Franz G. Meussdörffer, Handbuch des Brauens. Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim, Deutschland, 1–42. ISBN 978-3-527-62348-8 .
- ↑Boulton, Christoph., Bierhefe und Gärung. John Wiley & Söhne (2008). ISBN 978-0-470-99940-0 .