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Otto Feuerlein
Otto Feuerlein, 1913

Otto Feuerlein (St. Gallen, 11. Dezember1863Berlin, 19. Mai1930) war Schweizer Physiker, Elektroingenieur und Pionier auf dem Gebiet der Herstellung von Glühbirnen.

Biografie

Feuerlein war der Sohn von Otto Feuerlein (1822-1875) und Mathilde Ströbel (1824-1875) und hatte sechs weitere Geschwister. Sein Vater war Textilkaufmann in Stuttgart, St. Gallen und Zürich und beschäftigte sich hauptsächlich mit dem Import von Baumwolle aus Ägypten. Von 1881 bis 1884 studierte Feuerlein Physik an der Universität Stuttgart und promovierte an der Universität Basel. Von 1885 bis 1888 arbeitete er als Ingenieur in der Elektrotechnischen Fabrik cannstatt.

Im Jahr 1888 trat er als Ingenieur bei Siemens & Halske AG in Berlin, wo er den Bau der Kraftwerke in Terni und Kairo. Er baute und installierte auch elektrische Beleuchtungssysteme in Theatern und Ausstellungen, wie der Berliner Firmenausstellung von 1896 und der Weltausstellungen in Brüssel (1897) und Paris (1900).

die Glühbirne

1902 übernahm Feuerlein die Leitung der Glühlampenfabrik Siemens & Halske in Berlin, wo er auf Initiative von initiative Wilhelm von Siemens erhielt die Aufgabe Kohlefadenlampe – die seit der Erfindung von Edison gebräuchlich ist – wesentlich verbessert werden kann. Bereits 1898 hat der österreichische Wissenschaftler Carl Auer von Welsbach entwickelte eine kommerziell praktikable Glühbirne mit Osmium als Filament. Seine Lampen waren viel besser als die Kohlefadenlampen, aber ziemlich teuer und schwer herzustellen. Feuerlein machte sich auf die Suche nach billigeren Materialien mit vergleichbar hohem Schmelzpunkt.

Es war Feuerleins Kollege, Werner von Bolton, der bei seinen Forschungen entdeckte, dass das chemische Element Tantal hatte die richtigen Eigenschaften, um als Filament verwendet zu werden. Außerdem hat Feuerlein eine Lösung gegen das Durchhängen des Tantaldrahtes gefunden, nämlich durch Abstützen des Filaments mit Aufhängedrähten. Dadurch konnte die Lampe in jeder Position brennen. Eine Methode, die später bei allen Metalldrahtlampen verwendet werden sollte.

Im Januar 1905 wurde der Tantallampe wird bei Siemens in Serie gehen und die Lampe wurde auf der Elektrotechnik-Ausstellung in Berlin vorgestellt. In den folgenden Jahren war Feuerlein an wesentlichen Verbesserungen der Tantallampe beteiligt und mischte sich in die Patentierung seiner Ansprüche ein.

Auf acht Reisen durch die USA tauschte er Erfahrungen mit amerikanischen Ingenieuren und Wissenschaftlern aus, unter anderem mit dem Labor von laboratory Edison in West Orange besucht. Nach 1910 wurde die Tantallampe wiederum von der Wolfram-Glühlampe von Allgemeine Elektrik-Techniker William David Coolidge.

Spätere Jahre

1888 hatte er die in Cannstatt geborene Sophie Kuhn (1866-1947) geheiratet, mit der er zwei Töchter hatte. Von 1908 bis 1919 war Feuerlein Mitglied der Geschäftsleitung der Siemens & Halske AG. Nach dem Ersten Weltkrieg gründeten die deutschen Firmen Siemens & Halske, Deutsche Gasglulicht AG und AEG die Herstellung von Glühlampen in einem neu gegründeten Unternehmen, Osram GmbH. Feuerlein nimmt die Verwaltung bis zu seiner Pensionierung 1923.