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Rollpave
Abrollwagen mit Haspel
Zwei Rollen auf einem Anhänger

rollpave ist der Warenzeichen eines experimentellen Auf- und Abrollers Asphalt. Das Produkt wurde installiertpatentiert und entwickelt in den Niederlanden durch eine Partnerschaft von StraßenbauerDura Vermeer und der Sittardse Firma INTRON. Die etwa drei Zentimeter dicke Asphaltmatte wird auf großen fahrbahnbreiten Rollen (17.000 kg) vorgefertigt und mit Hilfe eines speziellen Abrollwagens auf dem zu sanierenden Gleisabschnitt ausgerollt, anschließend wird die Unterlage über induktiv Erhitzen wird klebrig gemacht, um die Matte zu "kleben". Am Ende ihrer Lebensdauer kann die Matte mit dieser induktiven Technik auch wieder abgenommen und auf Wunsch aufgerollt werden.

Testphase

Im Juni 2006 wurde mit dem Bau der ersten Volllastteststrecke begonnen; eine fünfhundert Meter lange Strecke auf dem A35 Biene Hengelo zwischen Ausgang Delden und der Twente-Kanal. Einige Jahre zuvor wurde als Pilotprojekt bereits ein Teststreifen von 50 Metern auf einem Parkplatz entlang der A50 Biene Apeldoorn. Nach dem ersten Pilotversuch wurde Anfang 2007 eine zweite Rollpave-Teststrecke verlegt. Trotz winterlicher Temperaturen wurde auf der Noordbaan der A37 bei Nieuw-Amsterdam (Emmen) eine 430 Meter lange Teststrecke gebaut. Bei einer Umgebungstemperatur von -4 °C sind alle Matten in ca. 24 Stunden verklebt. Außerdem würde eine Teststrecke in einer kurvigen Trasse errichtet.

In einer weiteren Probezeit, auf Veranlassung von Rijkswaterstaat weitere Teststrecken werden gebaut. Ziel war es, das Verhalten des Asphalteinbausystems unter verschiedenen Bedingungen zu untersuchen. Offiziell war es Teil der Innovationsprogramm Sound (IPG). Der Abrollasphalt wurde als besonders leise angepriesen, leiser als geschlossen Asphalt, Beton und sehr offener Asphaltbeton (ZOAP). 2009 wurde das Ende des Prozesses bekannt gegeben. Die Rollpave-Testabschnitte schienen nicht die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. So punktete der Asphalt beispielsweise in puncto Lärmminderung und Baugeschwindigkeit ungenügend und auch der Asphalt löste sich. Das Prinzip des abrollbaren Asphalts gilt jedoch als machbar.[1]

Außerdem wurde an einem System mit in die Matte integrierten Sensoren gearbeitet. Diese könnten laufend Auskunft über den Zustand der Platte geben und unter anderem anzeigen, ob eine Spreizung erforderlich ist.

Vor-und Nachteile

Die neue Technik und das Material sind derzeit teurer als herkömmlicher Asphalt, theoretisch ergeben sich aber einige, teilweise kostensparende Vorteile wie weniger wirtschaftlicher Schaden durch kürzere Baustellen (weniger Staus), geringere Rollgeräusche ab Reifen die Fahrbahnoberfläche, wodurch möglicherweise Lärmschutzwände oder -wände eingespart werden könnten und die Möglichkeit einer ganzjährigen Asphaltierung (herkömmlicher Asphalt wird in der Regel nur im Sommer verlegt). Das Produkt wird in einer Fabrik statt auf der Baustelle vorgefertigt, wodurch die Qualität viel besser gewährleistet werden kann.

Ein weiteres praktisches Feature ist, dass einige Fahrbahnmarkierungen auch vorab angebracht werden können, was wiederum Arbeitszeit vor Ort spart und die Verkehrsbelästigung weiter reduziert. Dies bietet auch Möglichkeiten zur Signalisierung und anderen Sensoren, eventuell sogar zum Datentransport.

Externe Links