WikiDer > Sifa

Sifa
Sifa-Pedal (rechts davon das Taifun)
Die Sifa Signalleuchte in a ICE 3

sifa, vollständig Sicherheit Fahrschaltung, ist der Deutsche Name für einen intermittierenden toter Mann auf schienengebundenen Triebfahrzeugen (Züge, Straßenbahnen, U-Bahnen usw.). Es ist ein System, das die Wachsamkeit des Fahrers überwacht und bei Bedarf eine Notbremsung durchführt. Dies macht es zu einer Ergänzung des Zugeinfluss. Im Allgemeinen bezieht sich der Begriff auf sifa zur Implementierung des Systems nach deutschen (oder schweizerischen) Standards. In Belgien wird dies als AWI (Automatic Watch Device) bezeichnet.

Operation

Als intermittierendes Totmannsystem verfügt Sifa über ein Pedal (oder einen anderen Bedienknopf), der innerhalb einer bestimmten Zeit, in der Regel 30 Sekunden, kurz losgelassen werden muss. Geschieht dies nicht, leuchtet eine Signallampe auf. Erfolgt nach einigen Sekunden immer noch keine Reaktion, ertönt ein Summer. Erfolgt erneut keine Reaktion, wird schnell gebremst.[1] Die Frist, innerhalb derer eine Antwort erfolgen muss, kann variieren.

Zeit-Zeit-Sifa

Es ist Deutschland und Österreich gewöhnlich Zeit-Zeit-Sifa (Niederländisch: Time-Time-Sifa) funktioniert, wie der Name schon sagt, nur auf Zeitbasis. Wird das Pedal nicht innerhalb von 30 Sekunden betätigt, hat der Bediener nach jeder Warnung (Lampe und Summer) 2,5 Sekunden Zeit, um zu reagieren.

Zeit-Weg-Sifa

Sifa auf einem Drehgestell (Baureihe 110), wo es zur Distanzmessung mit der Welle verbunden ist

Biene Zeit-Weg-Sifa (Niederländisch: Time-Distance-Sifa), wie in Deutschland in der Vergangenheit verwendet, hat der Fahrer nach Nichttreten des Pedals innerhalb der vorgegebenen 30 Sekunden keine feste Zeit, um auf die Warnungen zu reagieren. Stattdessen hängt die Reaktionszeit von der zurückgelegten Strecke ab, die 75 Meter beträgt. Das sind zum Beispiel 2,7 Sekunden auf 100 km/h.

Zeit-Weg-Sifa / ASEGA

Im Schweiz kennst du eine andere form von Zeit-Weg-Sifa unter dem Decknamen ASEGA. Auch dies ist ein intermittierender Totmann, der sowohl von der Zeit als auch von der zurückgelegten Entfernung abhängt. Das System verfügt über zwei Arten der Überwachung. Der erste, der sogenannte eilend erfordert, dass ein Pedal betätigt wird. Beim Loslassen ertönt nach kurzer Zeit ein Summer. Wird das Pedal dann nicht erneut betätigt, wird schnell gebremst. Die zweite Form der Überwachung ist die sogenannte langamgang. Wenn der Bediener die Zugfahrzeug-Bedienelemente (Fahrhebel/Rad, Bremsen usw.) längere Zeit nicht betätigt, ertönt ein Summer (anderer Ton als eilend). Erfolgt kurzzeitig keine Reaktion durch Betätigen der Lenkung oder Loslassen des Pedals, erfolgt auch eine schnelle Bremsung.[2]

Kontrollen

Die verfügbaren Bedienelemente unterscheiden sich je nach System und Fahrzeug.

  • Pedal (am häufigsten)
  • Druckknopf am Seitenfenster (damit der Fahrer beim Verlassen aus dem Fenster schauen kann)
  • Druckknopf am Fahr- oder Bremshebel
  • Druckknopf an der Armlehne
  • Halterung unter dem Traktionsrad (z.B. am SNCF)

In einigen Fällen wird neben der Verwendung einer bestimmten Taste für die Sifa auch die Verwendung anderer Tasten oder Griffe zur Steuerung des Zugfahrzeugs als Bedienung der Sifa angesehen.

Normen

  • In Deutschland sind die Anforderungen in DIN VDE 0119-207-5 beschrieben.
  • In der Schweiz sind die Anforderungen in Ausführungsbestimmung der Eisenbahnverordnung (AB-EBV) Artikel 55.1.
  • Die Anforderungen an den grenzüberschreitenden Transport sind formuliert in UIC 641

Siehe auch