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Angewandte Kunst oder Kunst und Handwerk ist die ästhetische Gestaltung von Funktionsgegenständen wie Gebäuden, Möbeln, Kleidung, Drucksachen und dergleichen. Im Gegensatz zu den nicht-funktionalen, autonomen Ausdrücken von bildende Kunst Gestaltungen der angewandten Kunst haben auch einen praktischen Nutzen, eine Funktion. In der angewandten Kunst gelten die Prinzipien der Design und künstlerisch Ästhetik auf alltägliche Utensilien wie Teekanne, Auto, Poster, Schmuck oder Stuhl. Nächster Ästhetik ist auch Ergonomie eine wichtige Säule in der Wertschätzung des Designs.
Angewandte Kunst wird auch "Gebrauchskunst" oder "dekorative Kunst". Ein anderer, etwas veralteter Begriff ist "Handwerk". In der angelsächsischen Welt spricht man von Kunst und Handwerk, in Deutschland und Österreich ab Kunstwaffen. Das Wort Kunst und Handwerk kam erst Mitte des 19. Jahrhunderts zum Einsatz. Früher wurde es auch erwähnt Kunstindustrie oder fleißige Künste, aber in den Niederlanden blieb das Wort angewandte Kunst am gebräuchlichsten.
Zu den angewandten Künsten gehören:
- die Architektur, Ingenieurwesen
- Innenarchitektur, Innenarchitektur
- industrielles Design, Design von Industrieprodukten (Design)
- Fotografie, Dokumentar- und Produktfotografie
- Grafikdesign, Gestaltung von Drucksachen
- Mode-DesignKleidungsdesign
- Goldschmiedekunst, Gestaltung von Zier- und Gebrauchsgegenständen in Edelmetalle
Bekannte Strömungen der angewandten Kunst sind Jugendstil/Jugendstil, Art Deco und Bauhaus.
Designen der Objekte der angewandten Kunst sind in den Niederlanden durch das Urheberrechtsgesetz.
Geschichte
Früheste Designideen
Recueil de Decorations intérieures von 1812 war eine der ersten Abhandlungen, in der Designer ihre Ausgangspunkte theoretisch darlegten. Die Autoren Charles Percier und Pierre F.L. Fontaine, waren Architekten und Dekorateure von Kaiser Napoleon. Ihr receuil die das allgemein gültige Wissen vom Wahren, Einfachen und Schönen thematisiert, sollte einen großen Einfluss auf den späteren „Funktionalismus“ haben, aus dem das „Industriedesign“ hervorgegangen ist. Sie haben bereits die Standards und Prinzipien der Benutzerfreundlichkeit festgelegt und Ergonomie die bei der Gestaltung eine große Rolle spielen musste. Ihr Konzept der „arts industriels“ war jedoch viel weiter gefasst als das, was heute in unserer hochindustrialisierten modernen Welt verstanden wird. Dabei handelte es sich um eine ganze Reihe von Produkten, von rein handwerklich bis zu den mechanisierten, von der Heimindustrie bis zur Fabrik. Auch der deutsche Architekt Karl Friedrich Schinkel veröffentlichte eine Reihe von Leittexten über gutes Design für ästhetisch ansprechende Utensilien, die sich mit Hersteller und Handwerker....
Museumssammlungen
Gottfried Semper schrieb ein paar Wochen nach der Weltausstellung in London Kristallpalast sein Wissenschaft, Industrie und Kunst (1852). Darin legte er seine Vision einer idealen Museumssammlung dar, die das Ziel hatte, den Geschmack des Publikums und der Hersteller zu erziehen. Dieser Bildungsaspekt führte auch zu Schulungen für Designer und Handwerker, die mit dem Museum verbunden sind.
Das soziale Engagement von Ruskin und Morris
Die sich verschlechternden Arbeitsbedingungen des Fabrikproletariats in England bewegten Menschen als Kunstkritiker John Ruskin und William Morris jegliche Fabrikproduktion als unmenschlich zu verurteilen. Infolgedessen erhielt der Begriff „Industrie“ oder „Industrie“ ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine abwertende Konnotation.
Erweiterung des Begriffs „Handwerk“
Im Laufe der Zeit wurde der Begriff des 19. Jahrhunderts auch „rückwirkend“ für alle Gebrauchsgegenstände aus früheren Jahrhunderten und Stilepochen verwendet, die eine klare ästhetische Qualität aufwiesen.
Trennung zwischen bildender und angewandter Kunst
In dem Antike es gab keine Trennung zwischen „Bildender Kunst“ und „Angewandter Kunst“. Das lateinische Wort 'ars' bedeutet ursprünglich 'Wissen', 'Fähigkeit'; Kunst und Wissenschaft wurden nicht unterschieden. Auch diese Trennung ist ein typisch westliches Phänomen, das sich erst langsam nach der Mittelalter, abgeschlossen. Im Mittelalter selbst gab es keinen Unterschied zwischen Künstler und Handwerker. Passen Sie in die Renaissance zwischen dem schöpferischen Künstler und dem ausführenden Handwerker begann sich eine gewisse Trennung zu zeigen. Dies muss jedoch sofort nuanciert werden, denn viele Künstler waren auch in der angewandten Kunst tätig, wo ihre Entwürfe schließlich ausgeführt wurden. Maler mögen Albrecht Dürer, Hans Holbein und Raffael zum Beispiel Entwürfe für Goldobjekte, Glasmalereien, Innendekorationen und Wandteppiche. Tatsächlich erhielten viele Künstler in Italien ihre Grundausbildung in einer Goldschmiedewerkstatt. Auch Dürer begann so bei seinem Vater als Goldschmiedlehre. In der Renaissance begannen die Künstler allmählich, sich über die Handwerkerzunfte zu erheben und strebten den gleichen Status wie den eines Dichters oder Gelehrten an. Eine wirklich 'hierarchische Trennung' kam jedoch erst in der 18. Jahrhundert und vor allem das 19. Jahrhundert, das auch durch den Aufstieg der Fabrikproduktion begünstigt wurde. Der bereits erwähnte Ruskin verurteilte diese Entkopplung von angewandter und bildender Kunst vehement. Was ihm bei der mechanischen Fertigung auffiel, war die makellose Präzision, die ihm leblos und betäubend vorkam. Der Fabrikarbeiter, der diese Arbeit verrichten musste, war damit seiner Kreativität und Spontaneität beraubt:
Sie müssen entweder ein Werkzeug aus der Kreatur machen oder einen Mann aus ihr. Sie können nicht beides machen. Männer sollten nicht mit der Genauigkeit von Werkzeugen arbeiten.
- (Über die Natur der Gothic, 1853)
Siehe auch
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