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Borgbeuningen
Borgbeuningen, Beuningen, Stadtdenkmal
Die (Neue) Borg, Nationaldenkmal

Kautionen oder Die Anzahlung ist ein haszate in der Nachbarschaft gelegen Beuningen in dem Niederländisch Gemeinde lockerer. Das Haus liegt südlich von der Dinkel, westlich der Straße Oldenzaal-Denekamp.

Borgbeuningen war früher einer der vier Herrensitze der Richteramt Oldenzaal. Es wird zum ersten Mal im Kalender des Ordens von Oldenzaal anlässlich des Todes von Geertruid van Dedem erwähnt, der 9 Scheffel Gerste kaufte ex domo dicta Borch in Bonynge gespendet hatte. Später wurde diese von Herman van Twickelo aufgekauft. Die Schenkung muss im frühen 15. Jahrhundert stattgefunden haben.

Die Van Twickelos

Herman van Twickelo war 1510 Besitzer der Borg geworden. Er war ein Sohn von Johannes II. von Twickeloc und Adriana van Rutenborg. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Johan, der 1569 starb. Borgbeuningen gelangte dann in die Hände seines Sohnes Herman van Twickelo, der sich auf die Seite der Philipp II gewählt. Dieser Zweig der Familie Van Twickelo blieb daher katholisch und durfte daher nach 1622 nicht mehr am Ritterstand teilnehmen. Hermanns ältester Sohn Johan, der ihm als Besitzer von Borgbeuningen nachfolgte, wurde sogar des Hochverrats angeklagt und musste nach Münster ziehen. Seine Waren aus Twente wurden beschlagnahmt. Johans Bruder Adriaan van Twickelo, Domherr in Oldenzaal, durfte 1639 die Güter zurückkaufen, die später an seinen Neffen Herman fielen. Herman und seine Frau Willemina Mulert ließen sich jedoch im Huis Rorup im Münsterland nieder. 1677 wurde Borgbeuningen wegen der vielen Schulden gezielt verkauft. Käufer war Eustachius Occo Broersema, drost van megen.

Nachfolgende Eigentümer

Die Familie Broersema wiederum musste das Gut aufgrund von Schulden verkaufen. Die Borg wurden 1705 von Johann Diderich von der Recke und seiner Frau Agnes Anna Theodora van Wassenaer Obdam, Tochter von Jacob II van Wassenaer Obdam. Nach dem Tod von von der Recke verkaufte seine Witwe das Haus 1708 an Timon Sloet (1667-1743) und seine Frau Louisa Christina van Laer. Nach Timons Tod übertrug sie den Besitz Christiaan Albrecht van Rechteren tot Collendoorn (-1747), einem wichtigen Gläubiger. Nach Van Rechterens Tod wurde sein jüngerer Bruder Johan Lodewijk (-1762) Eigentümer. Das Haus selbst wurde noch von der Witwe Sloet bewohnt; sie starb 1769. Später wurde Johan Lodewijks Sohn Christian Albrecht van Rechteren Recht (-1801) Besitzer. Aus dem elterlichen Besitz erwarb er auch die Gutshöfe Oldenhof und Wolfshagen.

Neunzehntes und zwanzigstes Jahrhundert

Die Nachkommen von Van Rechteren verkauften das Herrenhaus 1822 Albert Sandberg und Johannes Palthe (-1854). Sandberg war Mitglied des Repräsentantenhauses und wurde 1842 in den niederländischen Adelsstand erhoben. Johannes Palthe war Pfarrer und heiratete Carolina Bernardina Racer, Tochter des Anwalts van Jan Willem Racer. 1813 hatte Palthe bereits das nahegelegene immerlo gekauft. Nach Palthes Tod erhielt sein Sohn Arnold Albert Willem van Wulftten Palthe Sr. die ungeteilte Hälfte von Borgbeuningen, die andere Hälfte gehörte Sandbergs Schwiegersohn: Henri Wttewaall van Stoetwegen, Bürgermeister von Kampen. Kurz darauf erwarb Van Wulfften Palthe auch diese Hälfte. Er starb 1900.

Der älteste Sohn Johannes erbte einen Teil des Gutes Borgbeuningen und ließ darauf eine Villa bauen, Die Anzahlung, entworfen von Karel Müller. Der zweite Sohn Dirk Willem erhielt den Teil, auf dem das alte Gut stand. 1929 brachte er es in die N.V. Exploitatie-maatschappij Landgoed Borg-Beuningen ein, die 1953 von der Edwina van Heek-Stiftung. Das Haus selbst wurde 1964 gekauft und 1972 an eine Privatperson verkauft, die es in den Jahren 1972-1977 restaurieren ließ. 1985 brannte es ab und wurde wieder aufgebaut.

Sternenwald

In Borgbeuningen ist ein wichtiges Element der Landschaftsgestaltung des 18. Sternenwald mit zwei Teichen, die sich in einer Schleife des Dinkels befinden.

Literatur

  • A.J.Gevers, A.J. mensema, Die Herrenhäuser in Twente und ihre Bewohner, Staatsarchiv Overijssel und Waanders Publishers, Zwolle, 1995, ISBN 90-400-9766-6
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