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Carl von Linde
Carl von Linde im Jahr 1868
Carl von Linde 1925 19
Carl Lindes Patent Lind

Carl Paul Gottfried Linde, von 1897Ritter von Linde, (Berndorf (Oberfranken), 11. Juni1842München, 16. November1934) war ein DeutscheIngenieur und Erfinder im Bereich der Kältetechnik und der Verflüssigung und Abscheidung von Gase mit dem von ihm erfundenen Linde-Verfahren. Er war Mitbegründer der aktuellen multinational Unternehmen Linde AG.

Biografie

Carl Linde studierte am Gymnasium von Kempten im Allgäu und danach zum Fachhochschule Zürich, mit Rudolf Clausius, Gustav Zeuner und Franz Reuleaux als Professoren. Er graduierte 1864; Releaux verschaffte ihm einen Job in einer Baumwollfabrik in Kempten. Doch schon bald verließ er die Stadt und zog nach München, wo er das Konstruktionsbüro der Lokomotivfabrik Krauss leitete. 1868, im Alter von 26 Jahren, wurde er durch besondere Ernennung zum Professor an das Münchner Polytechnikum berufen, wo er 1872 zum ordentlichen Professor für Maschinenbau ernannt wurde.

Linde fokussierte sich auf Kältetechnik und gründete Kühler raus, mit wem gearbeitet dimethylether und später Ammoniak wenn Kältemittel. 1873 baute er eine Kühlmaschine für Bierbrauer, mit der die Fermentation bei konstanter, niedriger Temperatur wurde möglich (untergärig). Als Nebenprodukt machte die Maschine künstliches Eis, mit dem das Bier kühl gehalten werden konnte. Der Prozess wurde von großen europäischen Brauereien aufgegriffen, darunter Spritzer in München, Heineken in den Niederlanden und Carlsberg in Dänemark.

1879 gab Linde seinen Lehrstuhl auf und gründete zusammen mit zwei Brauern und drei weiteren das Unternehmen Gesellschaft für Lindes Eismaschinen AG, später Linde AG. Die Firma war in den 1880er Jahren sehr erfolgreich; seine Eismaschinen wurden nicht nur für Brauereien, sondern auch für Kühlhäuser in Schlachthöfen und anderen Lagerhäusern verwendet.

1890 nahm Linde seine Professur in München wieder auf und konzentrierte sich auf die Erforschung neuer Kältekreisläufe bei tiefen Temperaturen. 1895 gelang es ihm, Luft zu verflüssigen, indem er sie in einem Kreislauf wiederholt komprimiert, abkühlte und expandierte, indem er das Gas durch die Joule-Thomson-Effekt kühlt, bis es flüssig wird. Die expandierende Luft entzieht dabei bereits komprimierter Luft Wärme. Er könnte dann die flüssige Luft in a Stickstoff-- und ein mit Sauerstoff angereichert Bruch durch Bruch Destillation. Er fragte nach a Patent Auf; in den USA wurde dies erst 1903 gewährt[1].

1897 wurde er vom Prinzregenten berufen Bayerns Luitpold ausgezeichnet mit dem Verdienstorden der Bayerischen Krone und er durfte sich Carl Ritter von Linde nennen.

Nach 1910 zog er sich aus der Geschäftsführung seines erfolgreichen Unternehmens zurück und übergab es an seine Söhne Friedrich und Richard. Er starb 1934 im Alter von 92 Jahren.