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Es Internationales Polarjahr (Internationales Polarjahr IPY) lief von März 2007 bis März 2009. Hunderte niederländische Wissenschaftler arbeiteten an Messungen, Experimenten und unterschiedlichsten Forschungen in den Polarregionen. Die Öffentlichkeit wurde auf verschiedene Weise über die Ergebnisse dieses Polarjahres informiert; durch Museen, durch Ausstellungen und durch Filme. Weltweit beteiligten sich rund 50.000 Menschen aus 63 Ländern am Internationalen Polarjahr.
Bereits das vierte internationale Polarjahr
Die Idee, die wissenschaftliche Forschung in den Polarregionen zu koordinieren, ist nicht neu. Internationale Wissenschaftsorganisationen ergreifen die Initiative für ein Polarjahr. Der Grund ist die Tatsache, dass die Welt an einem Wendepunkt steht, einem Wendepunkt.
1882/1883 war es die Schifffahrt, die eine gute Wettervorhersage brauchte; meteorologische Daten wurden systematisch gesammelt und verglichen. Im 20. Jahrhundert wurde es für die Luftfahrt wichtig, mehr über die oberen Luftschichten zu wissen und es entstand mehr Wissen über den Jetstream: Anlass für das Internationale Polarjahr 1932/1933. Ende der 1950er Jahre kamen mit Beginn der Raumfahrt die ersten Satelliten in den Himmel. Im Polarjahr 1957/1958 lag der Schwerpunkt auf dieser neuen Art der Beobachtung außerhalb der Atmosphäre mit der Möglichkeit, die Erdoberfläche und das Wettersystem genau zu kartieren.
Grund für das jüngste internationale Polarjahr waren die neuen Kommunikationsformen. Diese ermöglichen die Zusammenarbeit von Forschern über große Distanzen sowie die Speicherung und Analyse enormer Datenmengen in Rechenzentren. Dabei bauen die Forschenden auf Daten aus 125 Jahren Forschung in Polarregionen auf. Ziel ist es, ein besseres Bild des Systems zu entwickeln, auf dem die Interaktion zwischen Klima und Ozeanen beruht. Modelle und Computersimulationen sind das Ergebnis. Dies ermöglicht Vorhersagen über Klimawandel getan werden.
Kooperationen zwischen Ländern und Forschenden ermöglichen neue Erkenntnisse, steigern die Forschungsqualität und sparen Zeit. Alle Aspekte der natürlichen Umwelt werden abgedeckt: Wasser, Luft und Land. Der enorme Datenreichtum, der dabei entsteht, wird in wenigen großen Rechenzentren gespeichert, über verschiedene Kontinente verteilt und für jeden zugänglich. Zusammen mit Daten aus Messungen und Experimenten aus den Vorjahren bildet dies die Grundlage für die weitere Forschung in den kommenden Jahrzehnten.