WikiDer > Lawe

Lawei

Der Begriff Lärm hat mehrere Bedeutungen:

  • Ein hoher Mast, von dem ein Korb, eine Tasche oder ein Eimer gehoben wurde, um die Arbeitszeit der Torfarbeiter in Torffarmen zu regeln.
  • Im 16.-18. Jahrhundert auch verwendet, um a . anzuzeigen Streik oder randalieren
  • Synonym für Lärm

Lawi und Torfgewinnung

Im 17. Jahrhundert wurden die Arbeitszeiten in der Torfmoore durch Anheben oder Absenken des Rauschens gesteuert. Die Arbeit bei der Torfgewinnung standen unter der Aufsicht des Levay Masters. Die Lawei wurde natürlich an einer weit in der Peripherie sichtbaren Stelle platziert. Ein Geräusch stand oft mehrere Jahre an einer bestimmten Stelle. In Ermangelung persönlich getragener Zeitmesser fungierte die Lawi als Uhr des Torfarbeiter. Nicht nur in Torfgebieten, sondern auch bei Landgewinnungs- oder Deicharbeiten wurden lärmähnliche Signalmasten eingesetzt. Als Alternative zu einem sichtbaren Signal wurden Tonsignale verwendet (Holzhörner oder Kuhhörner).

In späteren Jahrhunderten wurden die Torfabbauaktivitäten vertraglich geregelt. Diese Verträge wurden manchmal "Laweys Vertrag" genannt (wie der von 1830 ausgestellt am Frachterwijk), da die Arbeitszeitregelung ein wesentlicher Bestandteil des Arbeitsvertrags war.

Die frühesten Darstellungen eines Lawei finden sich auf Karten aus dem 17. Jahrhundert. Van der Molen (1978, 265) erwähnt die Karte von Schottland von 1664 und die Karte des Torfabbaus bei Haulerwijk, gezeichnet von Cornelis Leenderts aus 1765. Im 1896 wurde ein weiteres Geräusch in Hornstern Zwaag verkauft.

Über die Herkunft des Wortes Lawei gehen die Meinungen auseinander:

  • abgeleitet von einem älteren niederländischen Wort 'laveien', dem 'hin und her gehen' um zu grasen
  • abgeleitet von 'Tackling', dem Hin- und Hergehen von Arbeitern in ihrer Freizeit
  • abgeleitet vom französischen Wort 'levée' oder 'levier', ein Signal at Hochwasser

Lawi und Arbeitsunruhen

Knottnerus (1997) weist auf eine zweite Bedeutung von lawei hin. Alles in allem 1577 wurde in Antwerpen das Wort laveyen im Sinne der willkürlichen Festlegung von Tätigkeiten verwendet. Bei Landgewinnungsprojekten im 16.-18. Jahrhundert bedeutete das Entzünden des Lärms einen Streik. In Zeeland sprach man von „Lavei Stechen“ oder „Lavay machen“. Streiks unter Deicharbeiter und Polderjungen kam regelmäßig in den niederländischen und deutschen Küstengebieten vor. Die Streiks hatten ein festes Ritual: Die Arbeit wurde eingestellt, die Leute tranken viel und bildeten einen lärmenden Zug. Knottnerus (1997) beschreibt es als Ritual der Umkehr: Das Böse (das Wasser) könnte nicht bekämpft werden, wenn die Polderjungen selbst bösartig behandelt würden. Es Ritual prägte die Kritik an der Fahrlässigkeit der zuständigen Behörden.

Lawei und Lärm machen

Der Lawe markierte den Beginn und das Ende der Arbeitszeit. Das Ende der Arbeitszeit wurde oft von Lautheit begleitet (im Gegensatz zur stillschweigenden Arbeit). Auch bei Streiks wurde Lärm gemacht. In diesem Sinne ist „Lärm machen“ gleichbedeutend mit Streik und Aufruhr. Lärm und erhabene Semaphoren sind seit Jahrhunderten eine Kombination von Warnsignalen in Küstengebieten.

Wissenswertes

Externe Links