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Leonid Andrejev
Andrejew, by Ilja Repin, 1904

Leonid Nikolajewitsch Andrejew (Russisch: еонид Николаевич Андреев) (Oryol, 21. August 1871Mustamäki, Finnland, 12. September 1919) war ein Russe Expressionist Schriftsteller, vor allem von Kurzgeschichten, aber auch von Dramen.

Leben

Andrejew ist in der Provinz aufgewachsen Oryol und dann Jura studiert Moskau und St. Petersburg. Danach wurde er eine Zeitlang Anwalt, aber auch Gerichtsreporter. Nach dem frühen Tod seiner Frau, von dem er sich nie vollständig erholte, widmete sich Andrejew ganz dem Schreiben. Andrejew galt lange Zeit als Unterstützer der revolutionären Kräfte in Russland, doch während der Russische Revolution er unterstützte die konservativen Kräfte. Er emigrierte schließlich nach Deutschland, dann zu Frankreich und dann zurück zu Finnland, wo er in 1919 starb, was sich später als Selbstmord herausstellte.

Arbeit

Andrejew ist ein Sonderfall in der russischen Literatur. Im frühen zwanzigsten Jahrhundert hatte er eine Popularität, die Gorki ausgeglichen, aber jetzt ist er fast vergessen.

Andrejew galt zu seiner Zeit als origineller Interpret der herrschenden religiösen und philosophischen Wirren. Die meisten seiner Werke sind pessimistisch und von Angst und Einsamkeit durchdrungen. Er wurde beeinflusst von Schopenhauer, Nietzsche und Poe. Man könnte ihn einen metaphysischen Schriftsteller nennen, aber sein Schreibstil ist sehr bombastisch und prätentiös, durchdrungen von impressionistischer Unbestimmtheit.

Andrejew ist vor allem für seine Kurzgeschichten „The Abyss“ (1902), "Im Nebel" (1902) und „Der Gouverneur“ (1906, über einen Gouverneur, der weiß, dass er von Terroristen getötet wird, nachdem er auf eine Menge Demonstranten geschossen und dann still auf den Moment gewartet hat) und "The Seven Hanged" (1908, etwa fünf Terroristen und zwei Mörder, die sich jeweils auf ihre Weise auf ihre Hinrichtung vorbereiten. Bekannt sind auch seine Stücke „Das Leben eines Mannes“ (1907, über die Leere und Unwirklichkeit in der Welt) und „Zu den Sternen“ (1917, später von Gorki zu „Kindern der Sonne“ weiterentwickelt).

Literatur und Quellen

  • E. Waegemans: Russische Literatur, 1986, Utrecht
  • A. Bachrach et al.: Encyclopedia of World Literature, 1980, Bussum

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