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Mario Adorf
Mario Adorf
Mario Adorf bei der Premiere Wahrer Grit auf der Berliner Filmfestspiele 2011.
Allgemeine Information
Geboren8. September 1930
GeburtsortZürich
LandFlagge der Schweiz Schweiz
Flagge von Deutschland Deutschland
Arbeit
aktive Jahre1954 - heute
BerufSchauspieler
Schriftsteller
Offizielle Website
(und) IMDb-Profil
Portal  Portalsymbol  Film

Mario Adorf (Zürich, 8. September 1930) ist ein deutscher Bühnen- und Filmschauspieler.

Jugend und Bildung

Mario Adorf ist das uneheliche Kind des aus der Eifel Die deutsche Röntgenassistentin Alice Adorf und die Verheiratete Italienisch Chirurg Matteo Menniti aus Kalabrien. Aufgewachsen ist er bei seiner Mutter in Mayen, wo er nach dem Besuch der Grundschule das städtische Gymnasium absolvierte. Ab 1950 studierte er an der Universität Mainz Philosophie, Psychologie, Kriminologie, Literatur, Musikgeschichte und Theaterwissenschaft. 1953 ging er zu Zürich und arbeitete dort als Statist und Regieassistent am Schauspielhaus Zürich. Kurz darauf beendete er sein Studium. Es gab eine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. 1954 trat er mehrmals mit der Münchner Kammerspiele. Nach seiner Schauspielausbildung hatte Adorf von 1955 bis 1962 einen Vertrag als Schauspieler bei den Münchner Kammerspielen.

Karriere

Nach einigen kleinen Filmrollen ist seine Darstellung einer psychopathischen Mörderin in Nachts, wenn der Teufel kam allgemein bekannt. Danach wurde er jahrelang für Schurkenrollen unter Vertrag genommen. In Winnetou 1. Teil er spielte die Rolle von WinnetouSanters böser Widersacher, Winnetous' Schwester Nscho-tschi (Marie Versinic) Schuss. In einem Interview im Jahr 2013 erklärte Adorf, dass man ihn bis heute wegen dieser Rolle anspricht und ihm sagt, dass sie ihm diese Dreharbeiten nicht verzeihen können. In der Krimikomödie Die Herren mit der weßen Weste er spielte den kriminellen Bruno "Dandy" Stiegler und feierte auch Erfolge im internationalen Kino. Sein künstlerisches Repertoire drückte sich meist in Charakteren aus, die zwischen Dienern, Kriminellen, edlen Mafiosi und ehrenhaften Unterzeichnern liegen. Auffallend ist auch die Vorliebe Adorfs für die italienische Kultur. Im italienischen Film Die Ermordung Matteottis (von Florestano Vancini, 1973) spielte er Benito Mussolini. Andererseits konnte Adorf auch mehrfach sein komödiantisches Talent unter Beweis stellen.

Außerdem bekam er Engagements beim Junger Deutscher Film. So interpretierte er in Die Verlorenen Ehre der Katharina Blum der zwielichtige Kommissar Beizmenne und in diese Blechtrommel der Vater Matzerath. Ab Mitte der 1980er Jahre änderte sich sein Filmimage und er wurde zum idealen Interpreten von Patriarchen, insbesondere mächtigen Unternehmern, wie im vierteiligen Film Das große Bellheim.Adorf hat in zahlreichen Fernsehfilmen mitgewirkt, hauptsächlich in Regie Dieter Wedel und war als Theaterschauspieler engagiert. 2007 war er Vorsitzender des amerikanischen Filmemachers Paul Schrader an die Jury der Filmfestspiele van Berlin. In mehr als 50 Jahren hat Adorf in mehr als 120 Filmen mitgewirkt. In den letzten Jahren stand er auch mehrfach als Buchautor im Rampenlicht. Außerdem arbeitete er auch als Synchronsprecher und lieh dem Drachen seine Stimme Drachenherz.

Sein größter Wunsch ist es, in einem Film über das Leben von . zu sein Karl Marx die Hauptrolle zu spielen. Er sagte das Ende der Kapitalismus.

Privatleben

Seine erste Frau war die Schauspielerin Lis Verhoeven. Aus dieser Beziehung ging seine Tochter und auch Schauspielerin Stella hervor. Seit 1985 ist Adorf zum zweiten Mal verheiratet.

Weitere Aktivitäten

Adorf sprach 1999 für den Prolog Die Krone der Schöpfung von Udo Jürgens, die mit dem . aufgenommen wurde Berliner Philharmoniker. Außerdem sprach er im selben Jahr mit dem Totenrichter im Musical Elisabeth in EssenAus seiner besonderen Verbundenheit mit seiner Heimatstadt Mayen ergaben sich immer auch lokale Verpflichtungen, wie die Schirmherrschaft der dort stattfindenden Burgfestspiele. 2001 erhielt er die Ehrenbürgerschaft der Stadt Mayen. Adorf ist seit 30. August 2004 Ehrenmitglied des Fußballverbandes Alemannia Aachen.

Adorf ist seit 2009 als Botschafter für gutes Hören für die Entstigmatisierung von Hörgeschädigten aktiv. Gemeinsam mit einem Hörgerätehersteller setzt er sich für einen positiven Umgang mit Hörgeräten sowie für die Früherkennung und Nivellierung von Hörstörungen ein.

Sein Archiv befindet sich im Archiv der Akademie der Künste in Berlin.

Filmografie

Filme

  • 1954: 08/15
  • 1955: 08/15 – Im Krieg
  • 1955: 08/15 – In der Heimat
  • 1956: Kirschen in Nachbars Garten
  • 1956: Robinson soll Nichte sterben
  • 1956: Termin Julia wird Levels (Fernsehfilm)
  • 1956: Mädchen und Männer (La ragazza della salina)
  • 1957: Der Arzt von Stalingrad
  • 1957: Nacht, wenn der Teufel kam
  • 1958: Schwester Bonaventura
  • 1958: Das Mädchen Rosemarie
  • 1959: Das Totenschiff
  • 1959: Am Tag, als der Regen kam
  • 1960: Bumerang
  • 1960: Haut für Haut (Le gout de la gewalt)
  • 1960: Wer sind Sie, Dr. Sorge? (Qui êtes-vous, Monsieur Sorge?)
  • 1960: Schachnovelle
  • 1960: Mein Schulfreund
  • 1961: In Ketten . verletzt (Ein Cavallo della Tiger)
  • 1962: Straße zur Verheißung
  • 1962: Freddy und das Lied der Südsee
  • 1962: Lulu
  • 1963: Endstation 13 Sahara (Sechs Sahara-Station)
  • 1963: Winnetou 1. Teil
  • 1963: Diese endlose Nacht
  • 1963: Moral 63
  • 1963: Die zwölf Geschworenen (Fernsehfilm)
  • 1963: Der letzte Ritt nach Santa Cruz
  • 1963: Der Ehekandidat (La Visita)
  • 1964: Voraussicht, Herr Dodd
  • 1964: Die Goldsucher von Arkansas
  • 1964: Sierra Charriba (Major Dundee)
  • 1965: Unser Mann aus Istanbul (Operación Estambul)
  • 1965: Der Soldat
  • 1965: Vergeltung in Catano (Tierra de fuego)
  • 1965: Spion unter sich (Guerre-Sekret)
  • 1965: Ich habe sie gut gekannt (Io la conoscevo bene)
  • 1965: Geheimnis im blauen Schloss (Zehn kleine Indianer)
  • 1965: Eine Rose für alle (Una rosa per tutti)
  • 1965: Diese Herren
  • 1966: Ganovenehre
  • 1966: Unser Boß ist eine Dame (Operazione San Gennaro)
  • 1967: Zärtliche Haie (Tendres requins)
  • 1967: Die übersinnliche (Questi fantasmi)
  • 1967: Damen, Damen (Le dolci signore)
  • 1968: Engelchen macht weiter – hoppe, hoppe Reiter
  • 1968: Amigos (E per tetto un cielo di stelle)
  • 1969: Maßnahmen gegen Fanatiker
  • 1969: Die Herren mit der weißen Weste
  • 1969: Das Rote Zelt (La tenda rossa)
  • 1969: Fahrt zur Hölle, ihr Halunken (Gli-Spezialisten)
  • 1969: Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (L'uccello dalle piume di cristallo)
  • 1970: Ein Fischzug für 300 Millionen (Un'anguilla da trecento milioni)
  • 1970: Der feurige Pfeil der Rache (L'Arciere di Fuoco)
  • 1970: Stillstand
  • 1971: Milano Kaliber 9 (Milano Calibro 9)
  • 1971: Malastrana (La corta notte delle bambole di vetro)
  • 1971: Das Syndikat (La polizia ringrazia)
  • 1972: König, Dame, Bube
  • 1972: Pinocchio (Das Abenteuer von Pinocchio) (Fernseh-Miniserie)
  • 1972: Gewalt – die fünfte Macht im Staat (La violenza: Quinto Potere)
  • 1972: Der Mafia-Boß – Sie töten wie Schakale (La mala ordina)
  • 1972: Mauttrieben es die alten Germanen (Quando le donne persero la coda)
  • 1973: Die Ermordung Matteottis (Il delitto Matteotti)
  • 1973: Die Reise nach Wien
  • 1973: Ohne Warnung (ohne Summation)
  • 1974: Der Tod trägt schwarze Leder (La polizia chiede aiuto)
  • 1974: Das Urteil – Prozeß im Schnellverfahren (Processo per direttissima)
  • 1974: Der dritte Grad (La Faile)
  • 1975: Warum ruft Herr Bobikow an?
  • 1975: Mit Geschenk
  • 1975: Die verlorene Ehre der Katharina Blum
  • 1976: Bomber & Paganini
  • 1977: Gefundenes Fressen
  • 1977: Der Hauptdarsteller
  • 1977: Tod oder Freiheit
  • 1977: Ich habe Angst (Io ho paura)
  • 1977–1978: Deutschland im Herbst
  • 1978: Fedora
  • 1978: Die Blechtrommel
  • 1979: Giganten der Landstraße (L'empreinte des géants)
  • 1979: Milo Milo
  • 1981: Lola
  • 1981: Der Ungehorsam (La disubbidienza)
  • 1982: Marco Polo
  • 1982: Die Linden von Lautenbach (Les tilleuls de Lautenbach)
  • 1982: Küste der Liebe (La Côte d'Amour)
  • 1982: Nina (Einladung zur Reise)
  • 1982: Smileys Leute – Agent in Inhaber Sache (Smileys Leute) (Fernsehserie)
  • 1983: Himmel und Holle (Staat buoni se potete)
  • 1983: Klassengeschichte (Klassenberichte)
  • 1985: Kokosnüsse
  • 1985: Marie Ward – Zwischen Galgen und Glorie
  • 1985: Via Mala
  • 1985: Der 4 1/2-Milliarden-Dollar-Aufschub (Der Holcroft-Bund)
  • 1986: Kir Royal
  • 1986: Momo
  • 1986: Zweiter Sieg (Der zweite Sieg)
  • 1986: Des Teufels Paradies
  • 1986: Das blonde Mysterium (La ragazza del lilla)
  • 1986: Mino – Ein Junge zwischen den Fronten (ZDF-Weihnachtsserie)
  • 1987: Rausch der Verwandlung
  • 1987: Die Nacht kennt keine Sauen (Notte Italiana)
  • 1987: Des Teufels Paradies
  • 1988: Heimatmuseum
  • 1988: Trau keiner Schurken (Versuchen Sie dieses für Größe)
  • 1989: Franziskus (Francesco)
  • 1989: Maxantino
  • 1989: La Luna negra
  • 1989: Allein gegen die Mafia, Teil 4, Fernsehfilm (La Piovra 4)
  • 1989: La troppola
  • 1989: Der Prozess des Galileo Galilei (Eppur si muove)
  • 1990: Rosamünde
  • 1990: Gesellschaftsspiele (Gioco di Società)
  • 1990: Der Badearzt (Mio caro Dottor Grasler)
  • 1990: Café Europa
  • 1990: Die Kaltenbach-Papiere (Teil 1 Sharon, Teil 2 Eva)
  • 1990: Stille Tage in Clichy (Ruhige Tage in Clichy)
  • 1991-1996: Prinzessin Fantaghiro (Fantaghir)
  • 1991: Pizza Colonia
  • 1991–1992: Die Abenteurer vom Rio Verde (Rio Verde)
  • 1993: Das große Bellheim
  • 1993: Bauernschach
  • 1993: Spion in Schwarz
  • 1993–1994: Amigomio
  • 1993: Maus und Katz
  • 1993: Felidae
  • 1993: König der Letzten Tage
  • 1994: Der kleine Herr (Il Piccolo Lord)
  • 1996: Der Schattenmann
  • 1996: Alles nur Tarnung
  • 1996: Drachenherz (Draco-Synchronisation)
  • 1996: Tresko – Der Maulwurf
  • 1996: Tresko – Im Visier der Drogenmafia
  • 1996: Tresko – Amigo-Affäre
  • 1997: Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief
  • 1997: Alles für die Mafia
  • 1997: Fräulein Smillas Gespür für Schnee
  • 1997: Die furchtlosen Vier (Synchronisation von Fred der Esel)
  • 1998: Die Piraten der Karibik (Karibik)
  • 1998: Mord im Kloster (La quindicesima epistola)
  • 1998: Comeback für Freddy Baker
  • 1999: Liebe Heinen Feind (Ama il tuo nemico)
  • 2000: Der kleine Lord – Retter in der Not (Il piccolo Lord, parte seconda)
  • 2002: Die Affare Semmeling
  • 2002: Epsteins Nacht
  • 2003: Die Jungen von der Paul-Straße (Ich ragazzi della via Pal)
  • 2004: Vera – Die Frau des Sizilianers
  • 2005: Enigma – Eine uneingestande Liebe
  • 2005: Es ist ein Elch entsprungen
  • 2006: Karol Wojtyła – Geheimnisse eines Papstes
  • 2007: Rosa Roth – Der Tag ist Schüsseln
  • 2007: Winnetou darf nicht sterben (Dokumentarfilm)
  • 2008: Die Rote Zora
  • 2008: Wer Liebe erwartet
  • 2009: Gleich, aber anders
  • 2010: Der letzte Patriarch (2-teiliger Fernsehfilm)
  • 2010: Das Geheimnis der Wale (2-teiliger Fernsehfilm)
  • 2011: Gegengerade
  • 2011: Die lange Welle hintm Kiel (Fernsehfilm)
  • 2012: Die Libelle und das Nashorn
  • 2013: Krokodil (Fernsehfilm)
  • 2013: Pinocchio (Fernsehfilm)
  • 2014: Der letzte Mentsch
  • 2014: Altersglühen
  • 2015: Der Liebling des Himmels
  • 2016: Winnetou – Der Mythos lebt (3-teiliger Fernsehfilm)
  • 2016: Schubert verliebt
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