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Bluthner ist ein führendes DeutscheKlavier- und Flügelhersteller. Die Fabrik befindet sich in Deutschland Leipzig im Sachsen, wo es 1853 gegründet wurde. Das Pianofortefabrik Blüthner ist einer der ältesten und renommiertesten Klavierbauer in der Welt. Den Klavieren wird ein warmer, romantischer und beschwingter Klang nachgesagt. Ihr lyrischer Charakter kommt besonders in den Kammermusik zu seiner Rechten.
Geschichte des Hauses Blüthner
1853-1903
Der Beruf des Klavierbauers hat in Sachsen eine große Tradition. Die Stadt Leipzig war dabei Paris, London und Wien eine der Säulen der europäischen Musikkultur. Es war damals weltberühmt thomanerchor und es von Felix Mendelssohn-Bartholdy Gegründet Wintergarten. Neben ihrem großen kulturellen Erbe war sie auch eine bedeutende Handelsstadt mit vielen überregionalen Kontakten und einem wohlhabenden Bürgertum Julius Ferdinand Bluthner der ideale Nährboden für sein Unternehmen, das er am 7. November ins Leben gerufen hat 1853 gegründet im Leipziger Westen, an der Ecke Plagwitzer Straße/Weststraße.
Der Anfang war bescheiden. Finanzielle und technische Ressourcen waren spärlich, ausreichend für nur wenige angemietete Flächen und drei Mitarbeiter. Blüthner verkaufte im Frühjahr seinen ersten Flügel 1854. Professor Ernst Heinrich Weber wurde befohlen, einen guten Flügel zu kaufen, und so wechselte der erste Blüthner-Flügel für 450 Taler (Daalder) in Münzen den Besitzer. Im ersten Jahr wurden neun weitere Flügel gebaut. Die Instrumente wurden schnell von Pianisten und Institutionen wegen ihrer Qualität wahrgenommen, und der Verkauf stieg rasant.
So ist das Unternehmen gewachsen 1855 sehr schnell. Im vierten Betriebsjahr waren bereits 14 Mitarbeiter beschäftigt. Im 1856 kam die sogenannte "Blüthner-Patentmechanik" auf den Markt. Dies war ein Federmechanismus, der das Spielen erleichterte. Im 1858 Julius Blüthner erwarb die zuvor gemieteten Räumlichkeiten. Im 1862 die Instrumentennummer 500 wurde hergestellt. Im 1863 Zum ersten Mal wurden Klaviere hergestellt. Später kaufte Blüthner im gleichen Stadtteil ein Grundstück und baute dort eine Fabrik mit 100 Mitarbeitern. Im 1864 das Unternehmen mit 37 Mitarbeitern ist in das neue Gebäude eingezogen. Für kurze Zeit war es voll belegt und industriell gefertigt.
Auf Weltausstellungen Blüthner hat nun auch Preise gewonnen. Die steigende Nachfrage nach Instrumenten förderte die weitere Expansion. Im 1870 eine zweite Fabrik wurde gebaut, ausgestattet mit den modernsten Dampfmaschinen ausgestattet war. Im 1872 als Nachfolgewerk wurde eine dritte Fabrik gebaut und 170 neue Mitarbeiter eingestellt.
Blüthners wichtigste Erfindung ist die Aliquot-Stringing für Flügel und Klavier in 1873. Charakteristisch für diesen Typ ist eine zusätzliche Saite über jedem Chor, die in Einklang oder ein Oktave ist höher gestimmt und über Saitenresonanz hallt, was die Hörbarkeit des Obertöne (aliquot) verstärkt und gibt einen helleren Klang.
Im London wurde in 1876 eine Vertriebstochter gegründet, die England als Instrumente in den englischen Kolonien verkauft. Mit Weitsicht hatte Blüthner bereits ein weltweites Vertriebsnetz aufgebaut. runden 1877 weitere Erweiterungen der Fabrik folgten. Außerdem mussten Trockenlager und Trockenräume gebaut werden. Das Ganze umfasste einen ganzen Straßenblock. Nach zwanzig Jahren beschäftigte Blüthner über 800 Mitarbeiter. Im 1878 wurde eine große Halle eingerichtet, in der alle Modelle der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Die Ausstellungshalle befand sich im damaligen Firmensitz in der Weststrae.
Im 1878 feierte das 25-jährige Jubiläum. Ein neues Fabrikgebäude musste her 1881 gebaut werden. Im 1888 in Leutzsch wurde ein eigenes Sägewerk eröffnet, um den stetig wachsenden Bedarf an Zuschnittholz zu decken, sowie ein riesiges Holzlager, in dem die benötigten Holzarten gelagert wurden. Im 1889 das 30.000ste Instrument wurde hergestellt.
Im 1890 wurde ein neues Werksgelände errichtet, das 230 Mitarbeiter aufnehmen konnte. Der stetige Ausbau der Fabrik hatte Blüthner zu einem der größten Klavierhersteller Europas gemacht. Insgesamt beliefen sich die Erweiterungen auf knapp 55.000 m². Jahresproduktion erhöht auf 1903 bis zu 3.000 Stück. Bis 1903 wurden 62.500 Instrumente hergestellt und verkauft. Leipzig war zu einem Zentrum der Klavierindustrie geworden. Neben Blüthner waren auch ferich, Hupfeld, Schimmel, Zimmermann und viele andere ließen sich in dieser Stadt nieder. Namhafte Pianisten mochten und hielten sich oft in Leipzig auf.
"Blüthner Flügel können wirklich singen" schrieb Wilhelm Furtwängler. Viele solcher Komplimente sind Julius Blüthner zu Ohren gekommen. Die berühmten Fabriken von Steinway und Bechstein schwer zu konkurrieren, die ebenfalls 1853 gegründet wurden. Im 1854 auf einer Fachausstellung gab es die ersten Lorbeeren. Bis um 1903 Auf zwölf Weltausstellungen gewann Blüthner neben vielen anderen Preisen den höchsten Preis.
Blüthner belieferte viele Adelshöfe, darunter die Deutsche Kaiserin und Königin von Preußen, den Kaiser von Österreich und König von Ungarn, Zar Nikolaus II, die Könige von Sachsen, Bayern, Dänemark, Griechenland, Rumänien, der türkische Sultan und Königin Victoria von England Claude Debussy, Max Reger, Richard Wagner, Pjotr Tschaikowski, Carl Orff, Dmitri Schostakowitsch und Andrew Lloyd Webber besaß einen Flügel von Blüthner. Johannes Brahms und Franz Liszt lobte die Flügel der Marke. Auch berühmte Solisten wie Claudio Arrauc, Ferruccio Busonic, Arthur Rubinstein, Wilhelm Kempff und Oleg Maisenberg gehören oder gehören zu den namhaften Kunden. Ebenfalls Paul McCartney kannte die lyrischen Qualitäten von Blüthners Instrumenten. Er nahm die Abbey Road Studios Lieder wie "gestern", "Die lange und kurvige Straße" und "Hey Jude" mit einem Blüthner-Flügel auf.
1903 bis heute
Nach 1903 gab es auch für Blüthner eine Zeit, als die Reproduktion Klavier eine immer wichtigere Rolle gespielt. In Leipzig war auch die Firma Hupfeld ansässig, einer der größten Hersteller von Pneumatiksystemen in Deutschland. Viele Instrumente Blüthners wurden beispielsweise von einem sogenannten phonola bereitgestellt, die ein Markenname von Hupfeld war. Aber auch andere Systeme, wie z Welte-Mignon des Unternehmens M. Welte & Söhne von Freiburg im Breisgau wurden angewendet.
am 13. April 1910 Gründer Julius Blüthner starb im Alter von 87 Jahren. Das Unternehmen wurde nun von seinen drei Söhnen Robert, Max und Bruno Blüthner übernommen. Der Ausbruch des Erster Weltkrieg im 1914 brachte einige Probleme mit sich. Viele Fabrikarbeiter wurden zum Militärdienst eingezogen und verloren im Krieg ihr Leben. Viele Verbindungen gingen verloren, vor allem die ins Ausland. Der Export schwächelte, Klaviere wurden im Inland kaum gebraucht. Im Rahmen der "Verdienste um das Vaterland" belieferte das Unternehmen die Armee.
Im 1919 Schließlich begann der Wiederaufbau, der sich als nicht so schwierig erwies wie befürchtet. Sie erhielten Post aus dem Ausland, die während des Krieges zurückgehalten worden war, sowie die damit verbundenen Aufträge. Alte Arbeiter kehrten zurück und hatten das Glück, dass schnell ein guter Vorrat an Holz verfügbar war. Dadurch konnte die Produktion sehr schnell wieder aufgenommen werden. Sie versuchten, alte, im Krieg verlorene Märkte zurückzugewinnen. Dies wurde durch hohe Einfuhrzölle erschwert. So verbreiteten sich die Flügel und Klaviere der Marke wieder in großer Zahl in deutsche Wohnzimmer und auch in den Rest der Welt.
Die Nachfrage wuchs so schnell, dass die Jahresproduktion von 3.600 Einheiten nicht mehr ausreichte. So feierten sie in 1928 das 75-jährige Jubiläum mit dem 113.000sten Klavier. Im 1932 die Firma wurde von der deutschen Admiralität beauftragt, einen besonders leichten Flügel für die LuftschiffHindenburg. Im 1936 überquerte den ersten Blüthnerflügel mit dem ZeppelinLZ 129 "Hindenburg" durch die Luft Atlantischer Ozean mit dem ersten Klavierkonzert aus der Luft, das von 63 Radiosendern weltweit ausgestrahlt wird. Die Grundkonstruktion dieses Flügels bestand aus Aluminium, die Oberfläche mit gelbbraunen SchweinenLeder abgedeckt, um Gewicht zu sparen.
In dem Zweiter Weltkrieg der größte Schlag traf die Firma bisher ohne größere Probleme. Nach einer Bombardierung im 1943 die Fabrik brannte bis auf die Grundmauern nieder und mit ihr praktisch alle Archive und Spezialinstrumente. Nach dem Krieg wurde die Produktion wieder aufgenommen. Viele Freunde und Kunden ermutigten die Firma, das Geschäft wieder aufzubauen. Im 1948 die ersten Flügel kamen wieder auf den Markt. Der Einfluss der Familie Blüthner wurde jedoch durch die Verstaatlichung stark eingeschränkt.
Im 1953 der schwierige start des umbaus lag hinter uns und die nachfrage war wieder so groß, dass die kapazitäten des unternehmens nicht mehr ausreichten. Im 1970 Ein moderner Neubau für 100 Mitarbeiter wurde eingeweiht. Das Unternehmen firmierte unter dem Namen VEB Blüthner Klaviere. Im 1978 das 125-jährige Jubiläum wurde gefeiert und die Produktionszahl von 144.000 erreicht. Nach dem Niedergang der DDR im 1989, die sogenannte "Wende“ ging die Firma wieder in den Besitz der Familie Blüthner über, die sofort 1990 hauchte alten Kontakten neues Leben ein und knüpfte viele neue.
Zahlreiche neue Vertriebsgesellschaften in den Vereinigte Staaten und wurden in anderen Ländern gegründet. damit wieder eine globale Präsenz. Aufgrund der besseren Marktposition und der steigenden Nachfrage 1996 eine neue Produktionshalle auf der on GewerbeparkStörmthal in der Nähe von Leipzig gebaut. In einem Laden im Alten Rathaus in Leipzig greift Blüthner alte Traditionen auf und verkauft seine Instrumente an Kunden. Im 2003 Mit einem großen Festakt feierte die Familie Blüthner das 150-jährige Jubiläum. Seit Produktionsbeginn in 1853 mehr als 150.000 mit dem Namen Blüthner wurden weltweit ausgeliefert.
Im 2005 hat die Klavierbauer zum dritten Mal besitzen Wettbewerb für Klaviermusik in Leipzig organisiert. Die Teilnehmer kamen hauptsächlich aus den Konservatorien der Umgebung. Die Gewinner von 2005 sein Ha-Sun-Park (Leipzig), Ying Zhou (Weimar) und Tomoko Takeshito (Leipzig).
Im 2012 Mit der Erweiterung der Sammlung um zwei Digitalpianos auf Basis der Klänge des Classic Grant hat Blüthner neue Wege beschritten.
Literatur
- Julius Blüthner in Leipzig - Königlich Sächs. Hofpianofortefabrik: Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Geschäftsjubiläums am 7. November; 1853 - 1903. Leipzig 1903.
- Paul Daehne: Julius Blüthner, Leipzig: Flügel und Klaviere; Zur 75 yähr. Jubelfeier am 7. Nov. 1928. Leipzig 1928.
- Julius Blüthner u. Heinrich Gretschel: Lehrbuch des Pianofortebaues. Weimar 1872. Nachdruck Frankfurt a. M. 1992. ISBN 3923639945
- Ingbert Blüthner-Häßler: 150 Jahre Pianofortebau Blüthner. Leipzig 2003. ISBN 3-910143-81-4
Externe Links
- (das) Pianofortefabrik Blüthner
- (das) Julius Ferdinand Blüthner auf mdr.de
- (das) Tastenwiki - Datenbank zum historischen Klavierbau
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