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Callicles
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Kallikles (Altgriechisch: Καλλικλης) ist einer der Charaktere aus Platos Dialog Gorgias. Er ist ein Athener Bürger und Student der SophistGorgias. Im ersten Teil des Dialogs argumentiert er mit Sokrates. Darin argumentiert er, dass es für den Stärkeren natürlich und gerecht ist, den Schwächeren zu beherrschen, und dass es für den Schwächeren ungerecht (also unnatürlich) wäre, die Macht des Stärkeren durch Gesetze zu begrenzen. Er ist einer der wenigen Charaktere in Platons Dialogen, die Sokrates, was in der Regel gelingt, scheitert letztendlich. Um mit Argumenten in die Enge getrieben zu werden und stillschweigend oder auf andere Weise zuzugeben, muss der Gegner zuerst die Macht der Argumente erkennen, und das tut Kallikles nicht.

Leben

Es ist nicht sicher, ob Kallikles eine historische Person war oder eher eine Erfindung von Platons Phantasie. Im Gegensatz zu vielen anderen Personen, die in Platons Dialogen eine Rolle spielen, taucht er in anderen Texten dieser Zeit nirgendwo auf. Nach dem, was wir aus dem Dialog lernen, wäre es ein Athener Aristokrat mit politischen Ambitionen und Verbindungen zu Gorgias. In seinen Aussagen zeigt er sich als verwandten Geist von Thrasymachos in Platons Dialog'Der Staat' und auch mit dem des späteren Philosophen Nietzsche. Es wurde auch argumentiert, dass jemand mit solchen Ansichten, in denen ein unverschämtes Recht des Stärkeren befürwortet wurde, nicht von kurzer Dauer gewesen sein darf und daher möglicherweise von der politischen Bühne verschwunden ist. E. R. dodds[1] nimmt an, dass Kallikles lediglich eine literarische Erfindung von Platon ist (Dodds, 1959, S. 12); Dodds merkt aber auch an, dass es verlockend ist, in Kallikles einen Teil von Plato zu sehen, vielleicht die Person, die er ohne die Ankunft von Platon geworden wäre Sokrates (Dodds, 1959, S. 14). Kallikle wäre also eher eine Art Projektion, ein böser Zwilling (böser Zwilling) von Platon.

Quellen

Verweise

  1. Dodds, E. R, Platon: GorgiasOxford: Oxford University Press, 1959.