WikiDer > Martin Stolle

Martin Stolle
Victoria mit "Bayern-Motor" von 1920

Martin Stolle (3. März 1886, Berlin - 25. September 1982) war ein deutscher Automobil- und Motorradhersteller.

BMW

Stolle arbeitete zunächst bei der MotorradherstellerCudell im Aachen. 1917 begann er bei den Rapp Motorenwerken, aus denen später die Marke BMW resultierte. Er entwickelte unter anderem die M2B15 „Bayern-Motor“, ein quer DoppelzylinderBoxermotor, die vom Motor des inspiriert wurde Douglas die Martin Stolle privat fuhr. Der Motor war wie eingebauter Motor geliefert an Corona, Bison, Heller, SMW und Victoria. Außerdem war er stationärer Motor angewendet. 1921 und 1922 produzierte BMW selbst Motorräder mit diesem Quermotor unter dem Markennamen Helios.

Victoria

Als BMW ab 1923 mit der Produktion eigener Motorräder begann und die Lieferung von Motoren an Victoria einstellte, engagierte diese Firma Martin Stolle als Konstrukteur. Martin Stolle entwickelt 500 und 600 ccm für Victoria Boxermotoren mit hängende Ventile.

Vorster & Stolle

Stolle war inzwischen eingetreten München eine eigene Autofabrik gründen. Unter dem Namen „Vorster & Stolle Motoren AG“ wurden hier ab 1925 die Stolle Sportwagen mit 1500 ccm produziert. OHC Vierzylindermotoren mit König Asse produziert.

D-Rad

D-Rad R 11

Später (wahrscheinlich 1926 oder 1927) ging Stolle zu den Deutschen Industriewerken in Berlin-Spandau. Dort wurden in kleinem Umfang Autos hergestellt, aber vor allem für die Motorräder mit dem Markennamen "D-Rad“. Stolle musste unter anderem das Handling der blattgefederten Vorderradgabeln verbessern, entwickelte aber 1929 auch das D-Rad R 10, das Motor mit hängendem Ventil hatte, und die R 11 mit a Seitenventilmotor. Die schlechte Vordergabel der D-Rad-Motorräder hatte der Marke den Spitznamen „Spandauer Springbock“ eingebracht. Eine negative Assoziation, die Stolle durch die Verbesserung der Vorderradgabel beseitigte (sie wurde zu einem Parallelogrammgabel), aber auch mit Werksfahrer im Straßenrennen und Zuverlässigkeit fährt. Das D-Rad-Team galt viele Jahre als bestes deutsches Werksteam. Das Börsencrash von 1929 zwang das Unternehmen, billiger zu produzieren und wechselte zunächst zu BorkeZweitaktEinbaumotoren und später sogar eine Zusammenarbeit mit NSU wodurch der Markenname D-Rad ganz verschwindet.

NAG und Victoria

Nach dem Verschwinden von D-Rad 1933 nutzte Stolle einen Teil seiner Arbeitswoche, um einen luftgekühlten Vierzylinder-Boxermotor für die Nationale Automobil-Gesellschaft (er hat schon mal daran gearbeitet Franz Reimspieß, die die luftgekühlte Volkswagen Käfer-Motor entwickelt). Die Autoproduktion bei NAG endete jedoch bald und Stolles Motor ging nie in Produktion. In der anderen Wochenhälfte entwickelte Stolle einen 500 cc Seitenventilmotor für die Victoria KR 8. Diese Maschine war jedoch nicht gut entwickelt und wurde bald durch die KR 9 ersetzt, die als Kopf-/Seitenventilmotor hätten.

Martin Stolle entwickelte dann ein weiteres kleines Motorrad mit Zweitaktmotor unter dem Namen „Sursum“ und für die GustloffWerke in Suhl hat er motorisiert Fahrräder. Während der Zweiter Weltkrieg er hat zur Entwicklung von . beigetragen Panzer und andere militärische Ausrüstung. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als Kfz-Sachverständiger.

Weblink

der Konstrukteur Martin Stolle