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Coroner
Gerichtsmediziner
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Hintergrundinformation
aktive Jahre1984-1995, 2011
UrsprungFlagge der Schweiz Schweiz
Genre(s)Altmetall
(und) Allmusic-Profil
Portal  Portalsymbol  Musik

Gerichtsmediziner war ein schweizerischThrash-Metal-Band aus Zürich, die von 1984 bis 1995 existierte. Coroner sind vor allem für ihre progressiven, JazzTommy Vetterlis schwerer Stil und Gitarrenspiel, obwohl es zum Zeitpunkt ihres Bestehens keinen kommerziellen Erfolg gab. Coroner spielte bis zum Schluss immer in der gleichen Besetzung.

Besetzung

  • Ron Broder (Gesang, Bassgitarre)
  • Tommy Vetterli (Gitarre)
  • Marky Edelmann (Schlagzeug)

Geschichte

Coroner wurde 1984 in . gegründet Zürich. Die erste Inkarnation der Band bestand aus Sänger Peter Attinger, Bassist Phil Pusztai, Schlagzeuger Marky Edelmann und den Gitarristen Tommy Ritter und Oly Amberg. Später wechselte Oly Amberg zu Keltischer Frost. Coroner hat mit dieser ebenfalls aus Zürich stammenden Band vor allem am Anfang ihrer Karriere viel gemeinsam. Der Sänger von Celtic Frost, Thomas Gabriel Fischer, hat den Gesang auf der Coroner-Demo übernommen Todeskult ab 1986, danach waren die Mitglieder beider Bands einige Jahre befreundet. Ambergs Coroner-Ersatzgitarrist Tommy Vetterli und Schlagzeuger Marky Edelmann waren als Roadies mit Celtic Frost unterwegs. Zu Beginn ihrer Karriere operierten die Musiker unter Pseudonymen. Sänger/Bassist Ron Broder hieß Ron Royce, Gitarrist Tommy Vetterli hieß Tommy T. Baron und Schlagzeuger Marky Edelmann hieß Marquis Marky.

Wie Celtic Frost wurde Coroner Mitte der 1980er Jahre beim deutschen Label Noise Records unter Vertrag genommen. Das erste Album RUHE IN FRIEDEN. wurde 1987 veröffentlicht. Das Album erhielt ausgezeichnete Kritiken und verkaufte sich über 50.000 Exemplare in Europa. Neben seinem von progressiven Tendenzen, Jazz und Klassik beeinflussten Stil zeichnete sich Coroner von Anfang an durch ein prägnantes Albumkonzept aus, das den grundlegenden Look aller Coroner-Alben prägt. Eine geplante Europatour als Vorband für M.O.D. wurde jedoch abgesagt. Die zweite LP Strafe für Dekadenz wurde ein Jahr nach seinem Debüt veröffentlicht und enthält eine Coverversion mit einer skurrilen Interpretation des Jimi Hendrix-Titel Lila Nebel. Eine geplante US-Tour mit Sabbat und Wut wurde in letzter Minute abgesagt und Konzerte in England wurden wegen einer geheimen Arbeitserlaubnis für die Musiker verschoben. Später in diesem Jahr trat die Band als Heiliges Reichder Eröffnungsakt.

Nach dem dritten Album Keine Farbe mehr die Band absolvierte ihre erste Headliner-Tour durch Europa und wurde unterstützt von Wachturm. Geistiger Vortex von 1991 gilt weithin als das Nachschlagewerk der Band. Das Album wurde im Sky Trak Studio in . aufgenommen Berlin und gemischt von Tom Morris im legendären Morrisound Studio in Tampa (Florida). Ich will dich (sie ist so schwer) ist eine weitere skurrile Coverversion, ursprünglich von Die Beatles. 1993 veröffentlichte die Band das Studioalbum Grinsen die konsequent den Weg ihres Vorgängers beschritt. Das Album wurde von Tom Morris neu abgemischt. Eine Europatour zur Unterstützung Vernichter Folge dem.

1995 veröffentlichte die Band das Best-Of-Album Gerichtsmediziner von. Peter Haas (ehem.Krokus, Calhoun erobern, Mekong-Delta) ist bei drei neuen Songs des Albums am Schlagzeug zu hören. Anfang 1996 startete Coroner eine "Farewell"-Tour Frankreich und Schweiz. Während dieser Konzerte wird die Audiokassette Die unbekannten unveröffentlichten Tracks 1985-1995 verkauft. Im selben Jahr wurde die Band aufgelöst. Vetterli gründete daraufhin die Band Uhrwerk die 1996 wieder aufgelöst wurde. Edelmann trat 1997 als Teil der neuen Band auf Apollon Sonne von Thomas Gabriel Fischer und ist auf dem Album zu hören Sub, das im Jahr 2000 erschien, war auch im Bereich der elektronischen Musik tätig. Broder war nicht mehr im Musikgeschäft tätig.

Im Jahr 2005 gab es Gerüchte über eine mögliche Wiedervereinigung, die nach dem Treffen der Band mit einer Pressemitteilung entschädigt wurden. Im Jahr 2010 beschloss die Band, im folgenden Jahr wieder zusammen aufzutreten und zu proben. Es gab Konzerte in Lausanne, beim Maryland Deathfest, dem Hellfest Summer Open Air, dem Bloodstock Open Air und 2012 bei den 70000 Tons of Metal. Einerseits sagte Tommy Vetterli in einem Interview, dass dies kein Revival der Gruppe sei, sondern dass sie nur wenige Konzerte zusammen spielen würden. Andererseits schloss er die Produktion eines neuen Albums nicht kategorisch aus.

Stil

Classic Thrash beschreibt Coroner zweifellos als eine der technisch besseren Speed/Thrash Metal-Bands. Der charakteristische Sound der Band, der vom ersten Album an RUHE IN FRIEDEN. ist sehr schwierig, nicht gerade der schnellste, aber technischer als der eines durchschnittlichen Reifens. Trotzdem klingt das Ergebnis meist recht interessant und frisch. Das zweite Album Strafe für Dekadenz ist konstanter als das Debüt, aber es fehlt die Energie. Auf ihrem dritten Album Keine Farbe mehr, mit dem sie sich vom konventionellen Thrash Metal distanzierten, klang die Band trotz des technischen Aspekts und der Abwechslung verheerend hart und fokussiert. Es war das schwerste und wahrscheinlich beste von Coroners frühen Alben".

Diskographie

Studioalben

  • 1986: Todeskult (Demo)
  • 1987: RUHE IN FRIEDEN.
  • 1988: Strafe für Dekadenz
  • 1989: Keine Farbe mehr
  • 1991: Geistiger Vortex
  • 1993: Grinsen

Best-of-Alben

  • 1995: Gerichtsmediziner (Best-Of mit neuen Songs und Remixen)

Singles und EPs

  • 1989: Lila Nebel
  • 1989: Stirb von meiner Hand
  • 1991: Ich will dich (sie ist so schwer)

Videoalben

  • 1990: No More Colour Tour 1990 – Live in Ost-Berlin (VHS)