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Parathormon, Nebenschilddrüsenhormon oder PTH ist ein Hormon welches aus 84 Aminosäuren besteht und von den Nebenschilddrüsen. Zusammen mit Vitamin-D und Calcitonin PTH reguliert die Konzentration des Kalzium im Blut. Durch eine direkte Wirkung auf Knochen und Nieren und eine indirekte Wirkung (über Vitamin D) auf den Darm erhöht PTH den Calciumspiegel.[1]
Wirkmechanismus
Die PTH-produzierenden Zellen in den Nebenschilddrüsen enthalten kalziumempfindliche Rezeptoren, die es diesen Zellen ermöglichen, auf Veränderungen des Kalziumspiegels im Blut zu reagieren. Wenn der Calciumspiegel gesenkt wird, wird die Produktion und Freisetzung von PTH stimuliert. Wenn der Calciumspiegel ansteigt, wird die PTH-Produktion und -Freisetzung gehemmt. Die Anwesenheit von ausreichend ist sowohl für die Produktion als auch für die Freisetzung von PTH . notwendig Magnesium benötigt.PTH stimuliert die Rückresorption von Kalzium in der Nieren und legen Osteoklasten um die Knochenresorption zu stimulieren, indem Calcium und Phosphat ins Blut abgegeben werden. Darüber hinaus senkt PTH den Phosphatspiegel, indem es die Sekretion von . fördert Phosphat bis zum Nieren. In den Nieren stimuliert PTH auch die Bildung von Wirkstoffen Vitamin-D (1α,25 Dihydroxycholecalciferol), das an der Aufnahme von Calcium im Darm. Dadurch verschiebt sich das Calcium-Phosphat-Gleichgewicht zu Gunsten von Calcium.
Der PTH kann als Gegner von Calcitonin gelten im Gegensatz zum PTH als Hemmstoff für den Knochenabbau.
Klinisch
Im klinisch-chemischen Labor wird bei Problemen mit dem Calciumhaushalt im Körper der PTH-Gehalt im Blut gemessen. Die Menge an PTH im Verhältnis zum Calciumspiegel gibt dem Arzt Aufschluss über die Ursache des Problems.
Hyperparathyreoidismus
Wenn die Nebenschilddrüsen zu viel PTH produzieren, zum Beispiel durch das Vorhandensein von a Adenom dann spricht man von einer primären Hyperparathyreoidismus. Dies wird begleitet von a Hyperkalzämie (hoher Calciumspiegel) und die damit verbundenen Beschwerden wie Müdigkeit, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Durst und Darmverschluss. Nebenschilddrüsenadenome können operativ entfernt werden. PTH wird oft während der Operation im Labor gemessen, damit der Chirurg sicher weiß, ob das Adenom vollständig entfernt wurde. Wenn das Adenom erfolgreich entfernt wurde, normalisiert sich der Kalziumhaushalt und die Symptome verschwinden.
Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz haben in der Regel eine Hypokalzämie (niedriger Kalziumspiegel). Dadurch steigt die Produktion von PTH in den Nebenschilddrüsen und es entwickelt sich ein sekundärer Hyperparathyreoidismus, meist begleitet von Hyperplasie (Vergrößerung) der Nebenschilddrüse. Bei einer Reihe dieser Patienten entwickelt sich diese Hyperplasie im Laufe der Zeit zu einem autonomen PTH-produzierenden Adenom, das als tertiärer Hyperparathyreoidismus bezeichnet wird. Hyperparathyreoidismus kann sich auch entwickeln, um einen Vitamin-D-Mangel auszugleichen. Der durch die verminderte Aufnahme über den Darm entstandene Calciummangel wird dann über PTH ergänzt.
Einige bösartige Tumoren produzieren ein dem PTH sehr ähnliches Protein und können daher auch die PTH-Rezeptoren aktivieren. Dieses sogenannte PTH-related Peptid kann wie PTH eine Hyperkalzämie verursachen, wodurch die Freisetzung von natürlichem PTH aus den Nebenschilddrüsen unterdrückt wird. Das PTH-verwandte Peptid kann auch im Labor gemessen werden.
Hypoparathyreoidismus und Pseudohypoparathyreoidismus
Wenn sich die Nebenschilddrüsen nicht gebildet haben oder geschädigt wurden, z. B. durch eine Operation an der Schilddrüse, Bestrahlung oder Autoimmunerkrankung, dann kann sich ein PTH-Mangel und eine nachfolgende Hypokalzämie entwickeln. Die damit verbundenen Beschwerden sind: Muskelkrämpfe, Bauchkrämpfe und Kribbeln in den Fingern. Bei manchen Menschen funktionieren die Nebenschilddrüsen gut, aber die PTH-Rezeptoren in den Nieren sind nicht oder kaum aktiv. Dies kann zu einer Hypokalzämie führen und in einem solchen Fall spricht man von Pseudohypoparathyreoidismus. Im Gegensatz zu einem echten Hypoparathyreoidismus wird aufgrund eines niedrigen Calciumspiegels viel PTH produziert. Eine auf einem (Pseudo-)Hypoparathyreoidismus beruhende Hypokalzämie kann unter ärztlicher Aufsicht durch eine Calciumergänzung gut behandelt werden.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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| Nebenschilddrüse: | Parathormon |
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