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Sleutelroman

EIN Schlüsselroman (französisch: roman à clef) ist a Roman in denen vorhandene Personen und Ereignisse so fiktionalisiert werden, dass sie nur für den eingeweihten Leser erkennbar sind. Bestimmte Hinweise dienen als Schlüssel, der die Geschichte aufschließt, und dieser Schlüssel wurde oft als Anhang beigefügt. Das Genre bezieht seinen Reiz aus dem Spiel des Verbergens und Demaskierens zugleich.[1]

Genre-Zuordnung

Es ist manchmal schwer zu entscheiden, ob ein Roman mit einer erkennbaren Realität zu Recht als Schlüsselroman bezeichnet werden kann. Im Roman Das Herkunftsland von E. du Perron Der Freundeskreis des Autors ist in zahlreichen Charakteren wiederzuerkennen. So stand es Menno ter Braak Modell für die Figur Wijdenes. Doch das allein genügt nicht, um von einem Schlüsselroman sprechen zu dürfen, so die Verfasser des Buches Allgemeines Literaturlexikon, denn es stellt sich die Frage, "ob es sich nicht um eine Fiktionalisierung der Realität handelt und nicht um einen vom Autor als solchen beabsichtigten Schlüsselroman".[2] Offensichtlich muss die Realitätsübereinstimmung bestimmte Kriterien erfüllen, die sich vielleicht am besten zusammenfassen lassen als: eine auffallende Realitätsübereinstimmung, die den Leser dazu anregt, die realen Personen in den Figuren zu erkennen. Auch die Definition von M.H. Abrams erwähnt, dass der Autor "erwartet, dass der wissende Leser die tatsächlichen Personen identifiziert".[3] Wenn andererseits eine übertriebene Genauigkeit vorliegt, kann man sich fragen, ob es eine Parodie zu einem Schlüsselroman. Es gibt zum Beispiel Hinweise darauf, dass Geerten Meijsings Roman Der Kanalgürtel ab 1992 vorher a Parodie als ein ernstzunehmender Schlüsselroman zum Genre: Die Stadt, die durchweg mit A* gelistet wird, ist von der ersten Seite an unverkennbar als Amsterdam zu erkennen.

Ein Beispiel

Der Roman Der Kanalgürtel (1992) ist ein so klarer Fall eines Schlüsselromans, dass Kritiker den Schlüssel in ihren Rezensionen lieferten.[4] Auf der Grundlage dieser Quellen kann die folgende „Rollenverteilung“ erstellt werden.

Ort:

  • A* - Amsterdam.

Autoren:

Verlag:

  • Leo de Wolff - Theo Sontrop.
  • Dirck de Vos - Martin Ros.
  • Schultz - Johan Polak.

Verlag:

  • Die Partei (ehemals Gewerkschaftspresse) - Die Arbeiterpresse.
  • Kanalpresse - Querido.
  • Schultz & Van Gelder - Polak & Van Gennep.

Kosten:

Der Schlüssel entsperrt den Roman nur teilweise. So gibt es beispielsweise zahlreiche Autoren (und Zeitschriften und Verlage), die unter ihrem richtigen Namen genannt werden, darunter auch einige Autoren, die auch unter einem Pseudonym agieren. Darüber hinaus gibt es Verschiebungen, beispielsweise bei Autoren, die in Wirklichkeit bei einem anderen Verlag publiziert haben, als der Schlüssel vermuten lässt. Die Figur Matthèse ist sogar eine Kombination zweier Schriftsteller. Sein Auftritt basiert auf Willem van Toorn, der zusammen mit Geerten Meijsing selbst 1988 für den AKO-Literaturpreis. Aber Matthèse wurde für ein Debüt nominiert und das deutet auf P.F. Thomése, der 1990 als Debütant nominiert wurde.

Geschichte

Im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert kam der Schlüsselroman in Mode, oft in Gestalt eines Hirtenromans, wie z Le Grand Cyrus (1649-1653) von Madeleine de Scudery. Ein bekannter niederländischer Schlüsselroman ist Vincent Haman (1898) von Willem Paap, die mit einigen eine Siedlung bildet Neue Anleitungen. Die Hauptfigur Vincent Haman symbolisiert Ludwig von Deyssel, Vincents Freund Piet Moree für Willem Kloos. Ein jüngeres Beispiel ist der siebenteilige Romanzyklus Der Schreibtisch (1996-2000) von J.J. Voskuil, in dem die Mitarbeiter und der Stand der Dinge der P.J. Meertens-Institut sind beschrieben.[5]

Einige Titel

Niederländisch

Französisch

Deutsche

Englisch

Nüsse

  1. Van Gorp ua (2007), 435
  2. Allgemeines Literaturlexikon, G. J. aus Borke, D. Delabastita, H. van Gorp, P. J. Kreuzung und G. J. Vis, 2012, abgerufen am 23. April 2021.
  3. Abrams (1999), 275
  4. Carel Peters und Luc Decorte
  5. Lemma Schlüsselroman in dem Allgemeines Literaturlexikon, G. J. aus Borke, D. Delabastita, H. van Gorp, P. J. Kreuzung und G. J. Vis, 2012, abgerufen am 23. April 2021.

Quellen