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Hendrik Andriessen
Hendrik Andriessen
Andriessen (Nimwegen, 1963)
Allgemeine Information
Vollständiger NameHendrik Franciscus Andriessen
Geboren17. September1892
Verstorben12. April1981
LandFlagge der Niederlande Die Niederlande
Arbeit
Genre(s)Kirchenmusik, symphonische Musik
BerufOrganist, Komponist und Musikpädagoge
Instrumente)Organ
(und) Allmusic-Profil
Portal  Portalsymbol  Musik

Hendrik Franciscus Andriessen (Haarlem, 17. September1892 - Dort, 12. April1981) war ein NiederländischOrganist und Komponist.

Persönlich

Hendrik Andriessen kam aus a katholisch Familie von Künstler. Er war ein Sohn von Nico Andriessen, Organist der Haarlemse St. Joseph Kirche, und der MalerGesina Vester. Er war ein Bruder des Pianist und Komponist Willem Andriessen und der BildhauerMari Andriessen. Sein Großvater war Maler Willem Vester.

Am 12. August 1919 heiratete Andriessen Johanna Justina Anschütz. Sie hatten sechs Kinder, von denen Jurriaan, Cäcilia und Louis wurden auch bekannte Komponisten, während HelenaFlötist wurde.

Lebenszyklus

Andriessen traf Prinzessin Margaret (1963)

Andriessen wurde von seinem Vater und später von Louis Robert, der damalige Stadtorganist von Haarlem. Er hatte einen kurzlebigen journalistisch Karriere bei der Neuer Haarlemsche Courant, aber aus der Tatsache, dass 1912 der Untergang der Titanic ihm völlig entgangen war, stellte sich heraus, dass er dafür nicht geschaffen war. Zum Amsterdamer Konservatorium er hat dann studiert Jean-Baptiste de Pauw (Orgel) und Bernard Zweers (Komposition). Nach dem Tod seines Vaters 1913 wurde er selbst Organist der St.-Josephs-Kirche. Er war besonders geschickt in Improvisation. In diesen Jahren erlebte er eine wichtige Freundschaft Alphons Diepenbrock, dessen Stil ihn zunächst beeinflusste. Viele Jahre später, 1968, orchestrierte er Diepenbrocks gesamte Vermisse ein ab 1890, davon nur die Kyrie und Gloria vom Komponisten in eine Orchesterpartitur übertragen worden war.

In den Jahren 1927-49 war Andriessen Lehrer Musiktheorie und Komposition am Amsterdamer Konservatorium. Er unterrichtete auch Orgel, Improvisation und Gregorianischer Gesang zum römisch katholisch Kirchenmusikschule in Utrecht. 1934 tauschte er sein Amt als Organist in Haarlem gegen das des Organisten und Dirigent zum Katharinenkathedrale von dem Erzdiözese Utrecht. Er war auch in dieser Stadt ab 1937 Direktor des Konservatoriums.

Während der Zweiter Weltkrieg er musste vom 13. Juli bis 18. Dezember 1942 im Geisellager bleiben Haare und das Geisellager von Sint-Michielsgestel (ab 6. November 1942). 1958 wurde Andriessen von der Stiftung für Künstlerwiderstand 1942-1945 geehrt mit dem Preis der Stiftung Künstlerischer Widerstand.

Von 1949 bis 1957 war er Direktor der Königliches Konservatorium im Den Haag. Er konnte diese Funktion mit der außerordentliche Professur zum Katholische Universität Nijmegen (1952-63). Gleichzeitig war er auch als Komponist sehr produktiv. Er übte alle möglichen Genres. Er schrieb unter anderem zwei OperFotos: Philomela (1948-49, am a Libretto von Jan Engelmann) und Der Spiegel von Venedig (1964, Libretto) Helene Nolthenius).

Andriessen verbrachte seine letzten Jahre in a Servicewohnung im Heemstede. Bei der Hundertjahrfeier von Hendrik Andriessen 1992, hundert Jahre nach seiner Geburt, Haarlem Concertgebouw ein Büste von Hendrik im Alter von 19 Jahren, hergestellt vom Haarlemer Künstler Jan Bronner.

Arbeiten

In den 1920er Jahren widmete sich Andriessen als Komponist sowohl der Orgel- als auch der Vokalmusik (Lieder und arbeite für Chor) versteckt seine Bewunderung für französische Komponisten wie Cesar Franck, Gabriel Pierne und André Caplet sicherlich nicht. Der Liederzyklus Miroir de peine von 1923 ist dabei ein Höhepunkt.

Andriessens Bedeutung für die Entwicklung der liturgisch Musik war großartig. Seine Aussage "Kirchenmusik ist nur die Musik, die mit dem Organismus des kirchlichen Dienstes eins ist", setzte er erstmals im zweistimmigen Missa in honorem sacratissimi Cordis aus dem Jahr 1919, in dem Singstimmen und Instrumentalbegleitung auf ihr schlichtes Wesen reduziert wurden. Diese Entwicklung setzte sich im Missa diatonica ab 1935 für sechsstimmigen Chor a cappella und de Missa Christ Rex ab 1938 für zwei Chöre und zwei Orgeln.

Außerdem hat Andriessen viel Instrumentalmusik komponiert, beides Kammermusik wenn Orchesterwerke. Er schrieb vier Symphonien. Zu seinen bekanntesten Orchesterwerken zählen die Variationen und Fuge über ein Thema von Johann Kuhnau für Streichorchester (1935) und die Reispflege für Sinfonieorchester (1949). Er hat sogar damit experimentiert Zwölftonsaiten (in dem Symphonische Etüde von 1953 und die Vierte Symphonie von 1954), ohne die Tonalität aus den Augen zu verlieren.

Hendrik Andriessens Aussage "Instrumentalmusik ist das Jubiläum des Gesangs" spiegelt am besten seine Auffassung wider, dass es eigentlich keine Trennlinien zwischen Instrumental- und Vokalmusik gibt. Er war überzeugt, dass Kompositionen nicht nur aus solidem Handwerk entstehen, sondern auch aus „dem Gegebenen“, der „Erfindung“, der „begabten Musik“. In seiner Musik ist es hymnisch Element so wichtig wie es nachdenklich. Vor allem in der Kirchenmusik hat er Innovationen hervorgebracht. In seinen anderen Arbeiten war er mäßig modern in einem persönlichen Stil, der zugänglich ist, aber gleichzeitig Tiefe hat.

Der Musiktheoretiker und Musiker Lourens Stuifbergen konzentriert sich auf die Erschließung der bisher handschriftlich überlieferten Kompositionen Andriessens.

Werkverzeichnis (Auswahl)

Orchester

Symphonien

Solist und Orchester

  • 1916 symphonische Fantasie, für Klavier und Orchester
  • 1944 Variationen über ein Thema von Couperin, für Flöte solo mit Orchesterbegleitung
  • 1950 Konzert, für Orgel und Orchester
  • 1953 Das Meer und das Land, für Sprechstimme und Orchester
  • 1969 Violinkonzert
  • 1970 Chromatische Variationen

Andere Werke für Orchester

Kirchenmusik

  • 1913 Veni Schöpfer Spiritus
  • 1918?Missa in honorem sacratissimi Cordis
  • 1919 Magna Res est Amor
  • 1920 Fiat Domine, für Sopran und Orgel oder Orchester
  • 1925 Missa in festo Assumptionis beatae Mariae Virginis, für 3 Solisten und Orgel
  • 1928 Missa Simplex
  • 1931 Missa pro Defunctis, für 3 Solisten und Orgel
  • 1932 Missa Sponga Christi
  • 1935 Missa Diatonica
  • 1937 Missa in festo nativitatis Beatae Mariae Virginis (Proprium)
  • 1938 Missa Christ Rex
  • 1939 Hymnus "Frequentemus hodie", für Bariton mit Orchesterbegleitung
  • 1943 Te Deum
  • 1944 Missa Lauda Sitten, uraufgeführt 1946 von Schola Cantorum
  • 1946 Missa Solemnis, für gemischten Doppelchor und Orgel
  • 1946 Hodie Christ natus est, für sechsstimmigen gemischten Chor und Orgel
  • 1954 Festum Immaculation Cordis "Beatae Mariae Virginis", für gemischten Chor, mit Begleitung von 4 Hörnern, 3 Trompeten, 3 Posaunen und Tuba
  • 1958 Amienj Gospodie, für vierstimmigen gemischten Chor
  • 1961 Psalm IX, für Chor und Orchester
  • 1966 La Vierge a Midi, mittlere Stimme und Orgel

Kantaten

  • 1943 Prägnante festliche Kantate "Lang soll er leben", opus 1000
  • 1946 Cantata Domino septem cantier sacra, für 3 Solisten und Orgel

Oper

Abgeschlossen inTitelTatenPremiereLibretto
1948-49Philomela31950, AmsterdamJan Engelmann
1964Der Spiegel aus Venedig11967, Hilversum (KRO TV-Produktion)Helene Nolthenius

Lieder

  • 1916 L'aube spirituelle für Singstimme und Orchester - Text: Sonnet de Charles Baudelaire
  • 1923 Miroir de peine, für Solostimme mit Orgel oder mit Streichorchester

Kammermusik

  • 1914 Sonate, für Violine und Klavier
  • 1924 Sonatine, für Bratsche und Klavier
  • 1926 Sonate, für Cello und Klavier
  • 1952 Ballade, für Oboe und Klavier
  • 1967 Sonate, für Bratsche und Klavier
  • 1937 Drei Erfindungen
  • 1938 Serenade, für Flöte/Violine, Violine/Oboe und Cello/Fagott
  • 1951 Quintett, für Bläserquintett
  • 1967 Tre Pezzi, für Flöte und Harfe
  • 1969 l'Indifferent, für Streichquartett
  • 1972 Divertimento a cinque, per flauto, Oboe, Violine, Viola und Violoncello
  • 1973 Chorvielfalt, für 3 Trompeten und 3 Posaunen

Organ

  • 1902 Andante Religioso (Autogramm ist verloren gegangen)
  • 1912? Thema mit variazioni (aus Nachlass Albert de Klerk)
  • 1913 Sonata Da Pacem, Domine (Autogramm ist verloren gegangen)
  • 1913 Premierminister Choral
  • 1916 Deuxieme Choral
  • 1917? Auftakt und Fuge in d-moll
  • 1917 Tokkata
  • 1918 Fete Dieu (überarbeitet 1972)
  • 1920 Troisième Choral
  • 1921 Quatrième Choral (überarbeitet 1951)
  • 1926?Sonata da Chiesa
  • 1929 Passacaglia (1929)
  • 1935 Intermezzi, Prima Raccolta 1-12
  • 1939-46 Intermezzi, Secunda Raccolta 13-24
  • 1940 Sinfonia von Organo
  • 1944 Arie (für Piet Vroon)
  • 1949 Thema mit Variationen
  • 1953 Quattro-Studie
  • 1960 Meditation über "O Herr mit wundersamem Geheimnis"
  • 1961 Advent bis Pfingsten (sechs Choralbearbeitungen)
  • 1962-65 Preghiera und Offertorio
  • 1968 Suite
  • (?) Fantasie (Fragment)

Publikationen (Auswahl)

  • Cesar Franck. Amsterdam / Antwerpen, 1941.
  • Über Musik. Utrecht / Antwerpen, 1950.
  • Musik und Musikalität. Utrecht / Antwerpen, 1952.
  • Aspekte niederländischer Musik (Antrittsvorlesung 3. Oktober 1952). Nimwegen / Utrecht, 1952.
  • Die Denkweise in der Musik (Vale Vorlesung 9. Juli 1963). Nimwegen / Utrecht, 1963.
  • zusammen mit Jos de Klerk: Sonata da Chiesa, 2 Studi pro organo, in: Sonorum Speculum 17 (1963), p. 14-16.
  • Einige Hinweise zu Wort und Ton, in: Man and Melody 20 (1965), S. 358-362.

Literatur

Bücher

  • J. H. Moleneisen: Hendrik Andriessen achtzig Jahre alt. In Freundschaft angeboten. Gottmer, Haarlem, 1972. 36 p.
  • Anton de Jager, Paul Op de Coul, Leo Samama (Hrsg.): Tausend Farben der Musik. Leben und Werk von Hendrik Andriessen. Walburg Pers, Zutphen, 1992. ISBN 90 6011 781 6
  • Agnes van der Horst: Der Andriessen. Eine bunte Musiker- und Künstlerfamilie. Lias, Hilversum, 2013. ISBN 978 90 8803 020 8

Artikel

  • Piet Visser: Hendrik Andriessen, Orgelsuite, in: Sonorum Speculum 45 (1970), p. 27-30.
  • Adlerschale: Der Spiegel aus Venedig. Komische Kammeroper von Hendrik Andriessen, im: Mensch und Melodie 22 (1967), p. 234-236.
  • Abschied Prof. Dr. Hendrik Andriessen, in: Man and Melody 18 (1963), S. 234-235.
  • Heinrich Lemacher: Hendrik Andriessen. Der siebzigjährige niederländische Kirchenmusiker, in: Musica Sacra 83 (1963), p. 264-266.
  • Wouter Papa: Hendrik Andriessen 70 Jahre, in: Man and Melody 17 (1962), S. 261-262.
  • Wouter Papa: Die Oper Philomela..., in: Man and Melody 17 (1962), S. 182-186.
  • Wouter Papa: Eine neue Messe von Hendrik Andriessen, in: Man and Melody 15 (1960), S. 8~82.
  • Wouter Papa: Zwei preisgekrönte niederländische Kompositionen. Professor Doktor. Van der Leeuw-Preise 1959 19, in: Man and Melody 15 (1960), S. 3~38.
  • Wouter Papa: Hendrik Andriessen 60 Jahre, in: Man and Melody 7 (1952), S. 236-239.
  • Wouter Papa: Eine neue Fehlkomposition von Hendrik Andriessen, in: Symphonie (Hilversum) 21, p. 157-58.
  • Nico Schuyt: Philomela : Oper von Hendrik Andriessen, in: Sonorum Speculum 11 (1962), p. 10-21.
  • Jos Wouters: Hendrik Andriessen, in: Sonorum speculum 7 (1961), p. 1-12.

Einige allgemeine Nachschlagewerke

  • Johannes Kasander: 150 Jahre Königliches Konservatorium, Ministerium für Kultur, Erholung und Sozialarbeit, Den Haag, 1976, 175 S.
  • Sas Bunge: 60 Jahre niederländische Kammermusik, Buma Kulturfonds Stiftung, 1974, 131 S.
  • Jos Wouters: Galerie der niederländischen Komponisten, Teil 1. Neun Porträts niederländischer Komponisten. Donemus, Amsterdam, 1971
  • Jos Wouters: Fünfzehn Jahre Donemus: Gespräche mit niederländischen Komponisten 1947-1962, Donemus, Amsterdam, 1962
  • Marius Monnikendam: Niederländische Komponisten der Vergangenheit und Gegenwart, A.J.G. Strengholt, Berlin, 1968, 280 S.
  • Zeitgenössische Musik aus Holland, Donemus, Amsterdam, 1953. 50 S.
  • Pay-Uun Hiu und Jolande van der Klis (Hrsg.): Das Buch der Hundert Komponisten. Niederländische Musik von Albicastro bis Zweers. Gottmer, Haarlem, 1997. 424 p. ISBN 9025729649 / ISBN 9789025729646

Externe Links

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