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Boris Blacher | ||||
Boris Blacher 1922 (Foto auf seinem russischen Abitur) | ||||
| Allgemeine Information | ||||
| Vollständiger Name | Boris Blacher | |||
| Geboren | 6. Januar1903 | |||
| Verstorben | 30. Januar1975 | |||
| Land | ||||
| Arbeit | ||||
| Genre(s) | Klassisch | |||
| Beruf | Komponist, Musikpädagoge, Musikwissenschaftler | |||
| (und) IMDb-Profil | ||||
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Boris Blacher (Niuzhuang (China), 6. Januar1903 - Berlin, 30. Januar1975) war ein DeutscheMusikwissenschaftler, Musikpädagoge und Komponist.
Lebenszyklus
Jugend und Bildung
Blachers Vater Eduard, der wie seine Mutter aus der Baltische Länder war Direktor der Russisch-Asiatischen Bank in Niuzhuang in der chinesischen Provinz Liaoning zum Gelbes Meer und war im diplomatischen Dienst des Russischen Reiches beschäftigt. Die Familie zog 1908 nach Zhifu (Chefoo) (Mandarine: 芝罘区), jetzt ein Stadtteil der chinesischen Stadt Yantai an der Südküste des Gelben Meeres. Dort besuchte er die englische Missionarsschule. 1913 zog die Familie in die Hauptstadt der chinesischen Provinz Hupe Hankou, heute Wuhan, das 1927 durch den Zusammenschluss der Städte Wuchang (武昌), Hanyang (漢陽/汉阳) und Hankou (漢口/汉口), die heute Stadtbezirke sind, entstanden ist. In Wuchang (武昌) begann am 10. Oktober1911 das Xinhai-Revolution geführt von Sun Yat-sen mit seinem militärischen Verbündeten Chiang Kai-shek. Dort ging Blacher auf die Deutsche Schule, wo er Geigenunterricht und Musiktheorie erhielt. Gleichzeitig war er auch Student am italienischen Kloster.
Zu Beginn des Erster Weltkrieg 1914 zog die Familie nach Irkutsk, zum Baikalsee im Ostsibirien. Dort war Blacher Student am Russischen Realgymnasium und erhielt auch Unterricht in Musiktheorie und Harmonielehre. Außerdem kam er mit Theater und Oper in Kontakt und arbeitete als Bühnenbildner. 1919 zog die Familie erneut nach Charbin, heute Harbin die 1898 von den Russen gegründet wurde, aber schon 1919 in der Provinz Kirin aus dem Chinesischen Mandschurei legen. Hier instrumentierte er unter anderem die Oper Toskana von Giacomo Puccinic für Charbins Sinfonieorchester. Hier machte er auch sein Abitur.
Studium in Berlin
1922 reiste er über Marseille und Paris zu Berlin. Dort hat er studiert Mathematik und die Architektur zum Technische Schule in Berlin-Charlottenburg. Das kulturelle Klima Berlins reizte ihn, moderne Musik zu kaufen und zu spielen. Diese Situation war auch für seinen Studienrichtungswechsel verantwortlich und so kam es von 1924Komposition zum Hochschule für Musik Berlin Biene Friedrich Ernst Koch ging studieren. Er hat auch studiert Musikwissenschaft Biene Friedrich Blumea, Erich Moritz von Hornbostel und Arnold Schering. Da ihn sein Vater nicht mehr unterstützte, unterstützte er sich mit Arrangements und als Kinopianist. Sein erstes Einkommen erzielte er mit einer Komposition durch seine Filmmusik Bismarck (1925). Ende der 1920er Jahre schrieb er sein Dissertation Über Instrumentenausbildung im frühen 19. Jahrhundert.
Musik und Politik
Sein nicht-romantisch-tänzerischer Stil brachte ihm mit frühen Werken wie dem Konzertante Musik, die 1937 mit dem Berliner Philharmoniker geführt von Carl Schuricht im Premiere ging. Weil er Affinität für die Jazz-Musik (laut Nazis war das "Entartete Musik") und war kein Fan von "Wohltätigkeit" (= sich hingeben - für alles oder was auch immer), er konnte es mit der Nationalsozialisten und war daher bei den Nazis nicht beliebt. Mit Hilfe des Dirigenten Karl Böhm er wurde 1938 Lehrer Komposition zu den Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden im Dresden. Dort trat er bereits 1939 zurück, und zwar weil er sich nicht an das offizielle Programm der Wintergarten geliebt und so genannt entartete Komponisten wenn Paul Hindemith, Arnold Schönberg und Igor Strawinsky in seine Ausbildung aufgenommen.
Lehrer
Von 1941 bis 1942 Gottfried von Einem studierte bereits privat bei ihm Komposition. Er war während der Zweiter Weltkrieg ohne festen Vertrag und wurde erst nach dem Krieg dazu berufen Internationales Musikinstitut eine Anstellung in Berlin-Zehlendorf; er würde dort bis 1948 arbeiten. Da die Russen Oktoberrevolution er hatte keine staatliche Staatsangehörigkeit Mehr. 1948 wurde er als Deutscher eingebürgert.
Er wurde Lehrer und später Professor zum Gymnasium für Musik in Berlin und blieb es bis 1970. 1953 wurde er als Nachfolger von Werner Egge Direktor derselben Hochschule. Zu seinen Schülern gehörten Giselher Klebe, Rudolf Kelterborn, Peter Ronnefeld, Fritz Geißler, Herbert Kegel, Isang Yun, Aribert Reimann und Klaus Huber. 1956 wurde er zum Vizepräsidenten der Akademie der Künste. 1960 wurde er als Professor für elektronische Komposition und experimentelle Musik an die Institut für Elektronische Musik des Technische Universität Berlin. 1961 wurde er Leiter der Musikabteilung der Akademie und von 1968 bis 1971 war er Präsident der Akademie der Künste Berlin.
Er war eines der Gründungsmitglieder der Paul-Hindemith-Gesellschaft in Berlin e.V..
Variable Metrik
Am Ende von die 40er er entwickelte ein Verfahren, das er variable Metriken nannte. In seinen Werken verwendete er ein System von variable Meter die musikalische Symmetrie mit vielen, teils mathematisch konstruierten Zeitveränderungen zu durchbrechen. Anhand einer mathematischen Reihenfolge werden die Taktgrößen und deren Reihenfolge und damit auch die Form eines Stücks bestimmt. Nimmt man zum Beispiel eine arithmetische Reihenfolge (2, 3, 4...) und der Takt ist ein Notenwert einer Achtelnote, dann folgt auf einen 2/8-Takt ein 3/8-Takt, dann eine 4/ 8 Takt usw. Dieses Verfahren hat Blacher seit dem Ornamente für Klavier (1950) und die Zweites Klavierkonzert Op.42 (1952) wurde immer auf unterschiedliche Weise verwendet. Im Vorwort zum zweiten Klavierkonzert sagt Blacher, dass Rhythmus und Form in einer viel engeren Beziehung stehen, als bisher angenommen. Diese Erkenntnis führte nach 1950 zur Verwendung variabler Metriken in seinen Werken, ...'eine Metrik, die ganze Komplexe von verschiedenen Taktarten unter bestimmeten Bedingungen zagammenfasst. Daraus sich Reihenbildungen mannigfaltigster Art: Arrhyrthmetische, Summations-, Primzahlen-, Permutations-Reihen oder at all in ganz beliebiger Zusammensetzung'..(Ed. Bote & Bock, Berlin, 1953). Die Position des Taktstrichs hängt von der melodisch-rhythmischen Figur ab und bedeutet nicht „Betonung“. Auch diese Musik von Blacher ist, sofern die dynamischen Vorzeichen nichts anderes vorschreiben, 'betonungslos' innerhalb die einzelnen Größen. In einem 5/8-Takt sind alle fünf Achtel gleich und es sollte keine Teilung von 2 3 oder 3 2 zu hören sein. In dieser Musik ändert sich der Takt praktisch mit jedem Takt. Der Aufbau des Andante, mit dem das Zweite Klavierkonzert beginnt, ist (die Zahlen geben die Achtelzahl pro Takt an): 12-8-12-8-7-12-8-7-6-12-8-7- 6- 5 und so weiter, bis schließlich 12-8-7-6-5-4-3-2-1 herauskommt. Das folgende Allegro hat das Verhältnis umgekehrt: 2-3-2-3-4 usw. Die erste Aufnahme des zweiten Klavierkonzerts auf DGG war Gerty Herzog, Blachers Frau.[1]
Ruhm und Ehre
Spätestens seit den spektakulären Premieren des Jahres 1947 - dem während der Zweiter Weltkrieg geschaffenes Oratorium Der Grossinquisitor und der Orchestervariationen über ein Thema von N. Paganini - Boris Blacher war eine prominente Figur im deutschen und bald auch im internationalen Musikleben. Es folgten leitende Positionen an der Hochschule für Musik und an der Akademie der Künste. Immer offen und dankbar für selbstständige Studierende in der Musikpädagogik, als Komponist immer am Neuen interessiert, immer klar im musikalischen Ausdruck, war Blacher einst Gewissen der jüngeren deutschen Komponistengeneration angegeben. Sein Zugang zu neuen Trends zeigte sich auch in der Zusammenarbeit mit dem elektronischen Studio der Technische Universität Berlin in den frühen 60er Jahren.
Kompositionen
Mit Ausnahme der Kirchenmusik war Blacher in allen bekannten Genres tätig. Er war stets bestrebt, sein nächstes Werk musikalisch anders zu gestalten, um Wiederholungen zu vermeiden. Seine musikalische Sprache ist geprägt von kargen Ausdrucksmitteln, klaren Strukturen und steifen Rhythmen. Sehr wichtig war auch sein lebenslanges Interesse am Jazz, das sich in seinen Kompositionen in vielerlei Hinsicht widerspiegelt, zum Beispiel in der Jazz-Farben für Sopran, Altsaxophon und Fagott (1929) und die Sterne und Saiten für Jazzensemble und Streichorchester (1972). Er gilt als einer der bedeutendsten Komponisten zeitgenössischer Musik. Blacher schrieb 13 Opern, 9 Ballette, Solokonzerte für Klavier, Violine, Cello und Trompete sowie Kantaten, Chorwerke, Werke für Blasorchester und Kammermusik.
Privat
Er war 1945 mit der Pianistin Gerty Herzog verheiratet. Gemeinsam hatten sie zwei Kinder, die Tochter Tatjana, eine Schauspielerin und den Sohn Kolja, ein Geiger, der Konzertmeister der Berliner Philharmoniker werden sollte. Kolja Blacher hat es Violinkonzert (1948) aufgenommen 1993 mit dem Philharmonischen Orchester Frankfurt an der Oder) geleitet von Nikos Athinäos, Signum SIG X40-00
Friedhof
Blacher ist in einem Ehrengrab auf dem Friedhof "Waldfriedhof Zehlendorf", Berlin-Zehlendorf, Nikolassee, (Ehrengrab I-U-831, 026/9) beigesetzt.
Kompositionen
Arbeiten für Orchester
Symphonien
- 1938Symphonie, für Orchester
Konzerte für Instrumente und Orchester
- 1947Konzert Nr. 1, für Klavier und Orchester
- 1948Konzert, für Violine und Orchester
- 1951Dialog, für Flöte, Violine, Klavier und Streichorchester
- 1952Konzert Nr. 2 - (in variablen Metern), für Klavier und Orchester
- 1954Konzert, für Bratsche und Orchester
- 1961Variationen über ein Thema von Muzio Clementic, für Klavier und Orchester
- 1963Konzertstück, für Bläserquintett und Streichorchester
- 1964Konzert, für Cello und Orchester
- 1970Konzert, für hohe Trompete und Streichorchester
- 1971Konzert, für Klarinette und Kammerorchester
- allegro
- Thema und Variationen
Andere Arbeiten
- 1932Kleine Marschmusik, für Orchester
- 1933Orchester Capriccio über ein Volkslied, für Orchester
- 1937Konzertante Musik, für Orchester, op. 10
- Moderato - Molto allegro
- moderat
- Molto allegro
- 1938Rondo, für Orchester
- 1938Tanzszenen - Tanzsuite Nr. 1, für Orchester
- 1938Tanzszenen - Tanzsuite Nr. 2, für Orchester
- 1940Konzert, für Streichorchester
- 1941Suite aus der Oper "Fürstin Tarakanowa", für Orchester, op. 19a
- Ouvertüre
- Szene: Andante – Più mosso – a tempo primo – Alla marcia
- Intermezzo: Vivace molto
- Mars: Alla Marcia
- 1947Orchestervariationen über ein Thema von N. Paganini für Orchester, op. 24
- 1949Suite aus dem Ballett "Hamlet", für Orchester
- 1950Suite aus dem Ballett "Lysistrata", für Orchester
- 1950Konzert, für Kammerorchester
- 1953Orchester-Ornament, für Orchester
- 1953Studieren im Pianissimo, für Orchester
- 1954Zwei Erfindungen, für Orchester, op. 46
- Allegro molto
- Vivice
- 1956Orchester Fantasie, für Orchester
- 1956Hommage à Mozart - Metamorphosen zu einer Themengruppe von Wolfgang Amadeus Mozart, für Orchester
- 1957Musik für Cleveland, für Orchester, op. 53
- 1959Musica giocosa, für Orchester
- 1963Suite aus dem Ballett "Demeter", für Kammerorchester
- 1968Collage, für Orchester
- 1972Sterne und Saiten, für Jazzensemble und Streicher
- 1973Blues, Espagnola und Rumba Philharmonica, für zwölf Celli
- 1974Gedicht, für Orchester
- 1974Pentagramm, für 16 Saiten als Hommage an Hans Bernhard Scharoun - Uraufführung: posthum 1975 im van Scharoun gebaut Berliner Philharmonie
Arbeiten für eine Blaskapelle
- 1937Divertimento, für Blasorchester, op. 7
- 1938Estnische Tänze, für 10 Bläser, op. 9
- 1946Konzert für Jazzorchester
Messen, Oratorium und Kantaten
- 1942Der Grossinquisitor, Oratorium in zwei Teilen für Bariton, gemischten Chor und Orchester - Libretto: Leo Borchard zu Fjodor Dostojewski
- 1955Traum vom Tod und vom Leben, Kantate für Tenor, gemischten Chor und Orchester - Text: Hans Arp
- 1958Requiem, für Sopran und Bariton solo, gemischten Chor und Orchester
- 1961Prolog bis um Jüdische Chronik, fünfstimmige Kantate für Alt, Bariton, Kammerchor, zwei Sprecher und kleines Orchester (gemeinsame Komposition als Kennzeichen der deutsch-deutschen Zusammenarbeit mit collaboration Paul Dessau, Karl Amadeus Hartmann, Hans Werner Henze und Rudolf Walter-Regeny)
Musiktheater
Opern
| Abgeschlossen in | Titel | Taten | Premiere | Libretto |
|---|---|---|---|---|
| 1929 | Habemeajaja | 29. Januar1987, Berlin, Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit der Deutschen Oper | Haggers, Pseudonym von Albert von Haller | |
| 1941 | Furstin Tarakanowa | 3 Akte | 5. Februar1941, Wuppertal | Karl O. Koch, zu Hans von Hulsen „Die Kaiserin und ihr Großadmiral“ |
| 1943 | Romeo und Julia | 1947, Berlin-Zehlendorf | der Komponist zu William Shakespeare | |
| 1946 | diese Flut | 1 Akt | der 20. Dezember1946, Berlin, (Radio); 4. März1947, Dresden (Theater) | Heinz von Cramer zu Guy de Maupassant |
| 1948 | Die Nachtschwalben | 1 Akt | 22. Februar1948, Leipzig | Friedrich Wolf |
| 1952 | Preußisches Märchen | 5 Akte | 23. September1952, Berlin, Städtische Oper | Heinz von Cramer |
| 1953-1957 | Abstrakte Oper Nr. 1 | 1 Akt, 4 Szenen | 25. Juni1953Frankfurt am Main, Hessischer Rundfunk; 10. Oktober1953, Mannheim, Nationaltheater; überarbeitete Version: 30. September1957, Berlin | Werner Egge |
| 1960 | Rosamunde Floris | 2 Akte, 9 Szenen | 21. September1960, Berlin, Deutsche Oper | Gerhart von Westermann zu Georg Kaiser |
| 1966 | Zwischenfall bei einer Notlandung | 2 Phasen, 14 Situationen | 4. Februar1966, Hamburg, Hamburgische Staatsoper | Heinz von Cramer |
| 1969 | Zweihunderttausend Taler | 3 Akte und Epilog | 25. September1969, Berlin | der Komponist zu Schalom Aleichem |
| 1973 | Yvonne, Prinzessin von Burgund | 4 Akte | 15. September1973, Wuppertal | der Komponist und Witold Gombrowicz |
| 1975 | Das Geheimnis das entwenden Briefes | 14. Februar1975, Berlin, Theatersaal der Hochschule für Musik in Berlin | Herbert Brauer zu Edgar Allan Poe „Das Geheimnis des entwendeten Briefes“ |
Ballett
| Abgeschlossen in | Titel | Taten | Premiere | Libretto | Choreographie |
|---|---|---|---|---|---|
| 1935 | Fest im Süden | 1 Akt | 1937, Kassel | Ellen Petz | Ellen Petz |
| 1939 | Harlekinade | Prolog, 1 Akt, Epilog | 1940, Krefeld | Jens Keith | Walter Kujawski |
| 1942 | Das Zauberbuch von Erzerum zur Musik von Friedrich von Flotow | 1942, Stuttgart | Adrienne Mireau | ||
| 1946 | Chiarina | 1 Akt | Paul Strecker | Jens Keith | |
| 1949 | Weiler | Prolog und 3 Szenen | 19. November1950, München, Bayerische Staatsoper | Tatjana Gsovsky zu William Shakespeare | Victor Gsovsky |
| 1950 | Lysistrata | 3 Szenen | 30. September1951, Berlin | zu Aristophanes | Gustav Blank |
| 1955 | Der Moor von Venedig, auf. 50 | Prolog, 8 Szenen und Epilog | 29. November1955, Wien | Erika Hanka zu William Shakespeare | Erika Hanka |
| 1963 | Der Meter | 4 Szenen | 1964, schwetzingen | Yvonne Georgia | |
| 1965 | Tristan | 7 Szenen | Berlin, Deutsche Oper | Tatjana Gsovsky | Tatjana Gsovsky |
Musik für die Bühne
- 1968Ariadne, für zwei Lautsprecher und Elektronik - Text: Johann Christian Brandes
Arbeit für Chöre
- 1944Vier Aufgaben, zu Texten von François Villon
- 1958Die Gesänge des Seeräubers O'Rourke und seiner Geliebten Sally Brown, beide auf das Felseneiland And Vano Anhelar verschlagen, Groteske für Sopran, Chansonsänger, Bariton, Sprecher, Chor und Orchester - Text: Gregor von Rezzori
- 1969Anacaona, für gemischten Chor - Text: sechs Gedichte von Alfred Tennyson
- 1973Vokalisen
Vokalmusik
- 1929Jazz-Farben, für Sopran, Sopransaxophon, Altsaxophon und Fagott, op. 1
- 1931Funf Sinnsprüche Omars des Zeltmachers
- 1943Drei Psalmen (Psalm 142, 141, 121), für Bariton, Klarinette, Fagott, Orgel, Violine, Viola und Cello
- 1947Vier Lieder, für Sopran (oder Tenor) und Klavier - Text: Friedrich Wolf
- 1954Francesca da Rimini, für Sopran und Violine
- 1957-1964Dreizehn Arten, eine Amsel zu betrachten, für hohe Stimme und Streichquartett (oder Klavier)
- 1958Aprèslude, für mittlere Stimme und Klavier - Text: nach Gedichten von Gottfried Benno
- 1962Fünf Neger-Spirituals, für mittlere Stimme und 3 Klarinetten, Posaune, Schlagzeug und Kontrabass
- 1974Präludium und Konzertarie, für Mezzosopran und Orchester
Kammermusik
- 1929Streichquartett Nr. 1
- 1935Etüde, für Streichquartett
- 1940Streichquartett Nr. 2, auf. 16
- 1940-1941Sonate, für Cello und Klavier
- 1944Streichquartett Nr. 3, auf. 32
- 1946Divertimento, für Trompete, Posaune und Klavier
- 1951Epitaph (Streichquartett Nr. 4) - Zum Gedächtnis von Franz Kafka, auf. 41
- 1965Oktett, für Klarinette, Fagott, Horn und Streichquintett
- 1967Variationen (Streichquartett Nr. 5)
- 1972Duo, für Flöte und Klavier
- 1972Sonate, für 2 Celli und 11 Instrumente ad libitum
- 1973-1974Quintett, für Flöte, Oboe, Violine, Viola und Cello
- 1974Variationen über ein Thema von Pjotr Tschaikowsky, für Cello und Klavier
Werke für Klavier
- 1943Sonate Nr. 1
- 1943Sonate Nr. 2
- 1950Ornamente - Sieben Studien über variable Metren, auf. 37
- 1951Sonate Nr. 3
- 197424 Präludien
Werke für Cembalo
Auszeichnungen
- 1951 Kunstpreis für Musik der Stadt Berlin
- 1960 Stadtmusikpreis Köln
- 1961 „Großer Kunstpreis des deutschen Landes Nordrhein-Westfalen"
- 1961 "Bach-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg"
- 1973 "Ernst-Reuter-Plakette der Stadt Berlin"
Veröffentlichungen
- Einführung in den stranden Satz, Berlin, Bote & Bock, ISBN 978-3-7931-0957-0
- Die Zeit; das unbarmherzige Maß, Ein Gespräch, das Wolf-Eberhard von Lewinski führte, in: Musica. 29 (1975), S. 216-218.
Literaturverzeichnis
- Jozef Robijns, Miep Zijlstra: Allgemeine Musiklexikon, Haarlem: De Haan, (1979)-1984, ISBN 978-90-228-4930-9
- Harry Balkow-Gölitzer, Rüdiger Reitmeier: Ein neues Ufer. Die Geschichte des Prominenten in Wannsee und Nikolassee, Berlin, Projektagentur Domäne Dahlem, 2006
- Lisa Balihar, Claudia Kunitschke, Katja Wolf: Der Waldfriedhof Zehlendorf - Eine Dokumentation zu ausgewählten Ehrengrabstätten, Berlin, 2004
- Stephan Mosch: Der gebrauchte Text. Studium zu den Libretti Boris Blachers, Stuttgart: Verlag J.B. Metzler, Weimar 2002, 350 Seiten, ISBN 3-476-45305-7
- Larry Sitsky, Jonathan D. Kramer: Musik der Avantgarde des 20. Jahrhunderts: ein biokritisches Quellenbuch, Greenwood Publishing Group, 2002, 660 S., ISBN 978-0-313-29689-5
- Thomas Eickhoff: Politische Dimensionen einer Komponistien-Biographie im 20. Jahrhundert - Gottfried von Einem, Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 1998, 360 S., ISBN 978-3-515-07169-7
- Jürgen Hunkemöller: Boris Blacher, der Jazz-Komponist. Frankfurt/M., Groupe Redaktion Peter Lang, 1998, 132 S., ISBN 978-3-631-31925-3
- Christoph Grafschmidt: Boris Blachers Variable Metrik und ihre Ableitungen - Voraussetzungen - Ausprägungen - Folgen, Frankfurt/M., Berlin, Bern, New York, Paris, Wien, 1996. 552 S., ISBN 978-3-631-49597-1
- Stewart Gordon: Eine Geschichte der Tastenliteratur. Musik für das Klavier und seine Vorläufer, New York: Schirmer Books, 1996, 566 S., ISBN 978-0-534-25197-0
- Bernd Feuchtner: Die deutsche Misere : Boris Blachers "Die Nachtschwalbe" in der Neuköllner Oper, in: Opera World N7:56 Juli 1995
- Wolfgang Suppan, Armin Suppan: Das Neue Lexikon des Blasmusikwesens, 4. Auflage, Freiburg-Tiengen, Blasmusikverlag Schulz GmbH, 1994, ISBN 3-923058-07-1
- Jiří Suchy: Klangschöne Apokalypsen : Boris Blachers "Die Flut" und Heinrich Sutermeisters "Die schwarze Spinne" in der Wiener Taschenoper, in: Österreichische Musikzeitschrift 49:481 N7-8 1994
- Giselher Schubert: CDs Boris Blacher: Symphonie (1938); Violinkonzert (1948); Poème für grosses Orchester (1974) (Kolja Blacher (Violine), Philharmonic Orchester Frankfurt/Oder, Ltg. Nikos Athinaeos) (Helikon), Das Orchester, 42:72 N10 1994
- Heribert Henrich e. ein.: Boris Blacher 1903-1975. Lebens- und Werkdokumente, Berlin: Henschel Verlag, 1993, ISBN 3-89487-171-7
- Hanns-Werner Heister, Walter-Wolfgang Sparrer: Komponisten der Gegenwart, Edition Text & Kritik, München, 1992, ISBN 978-3-88377-930-0
- Paul E. Bierley, William H. Rehrig: Die Erbe-Enzyklopädie der Bandmusik: Komponisten und ihre Musik, Westerville, Ohio: Integrity Press, 1991, ISBN 0-918048-08-7
- Lothar Hoffmann-Erbrecht, Werner Schwarz, Franz Kessler, Helmut Scheunchen: Musikgeschichte Pommerns, Westpreussens, Ostpreussens und der baltischen Länder, Dülmen: Laumann, Institut f. Ostdeutsche Musik, 1989, 189 S., ISBN 978-3-89960-070-4
- Klaus Angermann: Der Eskimo im Volksempfänger : "Hommage à Boris Blacher" in West-Berlin, in: Neue Zeitschrift für Musik N3:37-8 Mär 1987
- S. Mahlke: Eine Berolinerie mit Wiederaufgefundenem: Boris Blachers "Habemeajaja" aus dem Jahre 1929 nun in Berlin uraufgeführt, in: Opernwelt 28:31-2 N3 1987
- Siegfried Kross: Zu Boris Blachers Oratorium "Der Grossinquisitor", in: Beiträge zur Geschichte des Oratoriums seit Händel. Bonn 1986. S. 493-512.
- Peter Zacher: Dresden: DDR Erstaufführung von Blachers Gross Inquisitor, Musik und Gesellschaft 36:162-3 März 1986
- Hanns Heinz Stuckenschmidt, Harald Kunz: Boris Blacher - Mit einer Autobiographie. Skizze "Damals in Chefoo" u. einer voll. Arbeitsplan. Berlin, Bote & Bock, 1985, 81 S., ISBN 3-7931-1391-4
- Hanns-Heinz Stuckenschmidt: Ein Architekt musikalische Heiterkeit - Anmerkungen über Leben und Werk Boris Blachers, in: Neue Musikzeitung 33:3 Feb-Mär 1984
- Hanns-Heinz Stuckenschmidt: Optimismus und Skepsis. Boris Blacher zum Gedächtnis, in: Die Musik eines halben Jahrhunderts. München 1976. S. 319-321.
- Hanns-Heinz Stuckenschmidt: In Gedenken an Borise Blachera. (In Erinnerung an Boris Blacher), Hudebni rozhledy. 28 (1975), S.173-174.
- Jean-Marie Londeix: Musik für Saxophon, Band II : Repertoire general des oeuvres et des ouvrages d'enseignement pour le saxophone, Cherry Hill: Roncorp Publications, 1985
- Kurt Pahlen: Oratorien der Welt : Oratorio Messe Requiem, te deum, stabat mater und große Kantate, München: Wilhelm Heyne Verlag, 1985, 558 S., ISBN 978-3-453-00923-3
- Peter Muck: Einhundert Jahre Berliner Philharmoniker. Darstellung in der Dokumentation im Auftrag des Berliner Orchesters. Tutzing: Hans Schneider Verlag, 1982, 3 Bände: 1. Band: "1882-1922", 512 Seiten, ISBN 3-7952-0339-2 ; 2. Band: "1922-1982", 483 Seiten, ISBN 3-7952-0340-6 ; 3. Band: "Die Mitglieder des Orchesters - Die Program - Die Konzertreisen - Erst- und Uraufführungen", 509 Seiten, ISBN 3-7952-0341-4
- John H. Gray: Teil 1: „Zwanzigminütige Walzer“. - Teil 2: Variables Metrum und parametrische Progression in der Musik von Boris Blacher, Cornell-Universität, 1979. Dissertation
- SS Dale: Zeitgenössische Cellokonzerte: Boris Blacher. Hans Werner Henze, Die Strad. 86 (1975/76), S. 21, 23, 25, 27 u. 29.
- Wolfram Schwinger: Architekt der Heiteren. Zum Tod von Boris Blacher, in: Musica. 29 (1975), S.158.
- Aribert Reimann: In Erinnerung: Blacher, in: Tempo. 1975, Nr. 113, S. 43-45.
- Wolfgang Burde: Interview mit Boris Blacher, in: Neue Zeitschrift für Musik. 134 (1973), S. 20-23.
- Wolfgang Ludwig: Solokonzert von Boris Blacher, in: Aus unserem Tagebuch. 31 (1972), S. 22-26.
- Thomas-M. Langner: Boris Blacher 70 Jahre, in: Philharmonische Blätter. 1972/73, H. 3, S. 11-12.
- Heinz-Joachim: Boris Blachers "Zwischenfall bei einer Notlandung". Uraufführung an der Hamburgischen Staatsoper, in: Das Orchester. 14 (1966), S. 151-153.
- Wolf-Eberhard von Lewinski: Musik ist eine instabile Kunst. Boris Blacher, ein Komponist unserer Zeit; Danke nach einem Gespräch, Das Opernjournal. 1969/70, Nr. 2, S. 7-9.
- Werner Oehlmann: Boris Blachers "Tristan"-Ballett in der Deutschen Oper uraufgeführt, in: Neue Zeitschrift für Musik. 126 (1965), S. 429-430.
Externer Link
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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