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Baureihe 111
Baureihe 111
Elektrolokomotive 111 147
Nummer227
Nummerierung111 001 – 005
111 006 – 227
siehe Text
HerstellerHenschel Arbeit Kassel
Krauss-Maffeic Arbeit München-Allach
Krupp Arbeit Essen
Beschäftigt1974-1984
Außer Betriebab 1981
siehe Text
AchsanordnungBo' Bo'
Spurweite(Normalspur) 1,435 mm
Masse83,0 Tonnen
Achslast20,8 Tonnen
Länge über Puffer16,75 m²
Maximale Geschwindigkeit150 km/h, ab Mai 1980: 160 km/h
Servicegeschwindigkeit150 km/h, ab Mai 1980: 160 km/h
Stromversorgungssystem~ 15.000 Volt 16 2/3 Hz
Fahrtelektrisch
ÜbertragungGummiringfederantrieb
Leistung3700 kW
Traktion274 kN
Fahrmotoren4
MotorenherstellerAEG, BBC und Siemens
ZugeinflussPZBETCS
ZugfunkZugbahnfunk
Bremssystemmechanisch, elektrisch (Erholung)
Portal  Portalsymbol  Verkehr & Transport

Das Baureihe 111 ist ein elektrischLokomotive bestimmt für die Personenbeförderung der Deutsche Bundesbahn (DB).

Geschichte

Aufgrund der Modernisierung diverser Komponenten entschied man sich in den 1970er Jahren für einen Nachfolger der Lokomotiven der Baureihe 110 entwickeln. Viel Aufmerksamkeit wurde den Drehgestellen und dem Innenraum der Kabine gewidmet. Geleitet wurden die Entwicklungen von der Firma Krauss-Maffei aus München-Allach.

Im Dezember 1974 erfolgte bei Krauss-Maffei in München-Allach der Roll-out der ersten Lok, der 111 001.

Neben Krauss-Maffei bauten auch Henschel und Krupp diese Lokomotiven. Die Elektroinstallation erfolgte durch Siemens, AEG und BBC.

Die letzte Lokomotivserie war für den Betrieb der Deutschen Bundesbahn (DB) nicht notwendig, rettete aber damals die Beschäftigung der deutschen Industrie.

Als es zu teuer schien, die neue S-Bahn Rhein-Ruhr ausschließlich mit Zügen der Baureihe zu betreiben 420/421 zu bedienen, wurde eine Variante entwickelt. Diese bestand aus Wagen der Bauart x mit Steuerstand auf der einen Seite und einer Lokomotive dieser Baureihe 111 111 bis 111 188 auf der anderen Seite. Für diese Kombinationen Zeitmultiplex Wendezugsteuerung (ZWS) verwendet. Diese Lokomotiven wurden inzwischen durch Lokomotiven der Baureihe ersetzt 143.

Die Lokomotive 111 227 war die letzte, die mit konventioneller Wechselstromtechnik (AC) ausgestattet war. Nach dem Fall des Wand 1991 stand unter politischem Druck die vom DRDR . entwickelte Reihe 212.1 ausgestattet mit konventioneller Wechselstrom (AC)-Technik wird weiterentwickelt und zusammen mit der DB als Serie gebaut 112.1.

Im Frühjahr 2012 wurde die Lok 111 001 außer Dienst gestellt und als Museumslok in ein Museum überführt DB-Museum zu Koblenz-Lützel übertragen.

Unfälle

Lok 111 109 als Ex 220 "Donau-Kurier" traf am 27. August 1981 in der österreichischen Stadt ein Walisisch kollidierte mit dem von der Lokomotive gezogenen kreuzenden Güterzug 44030 1042 560. Die Lokomotive wurde so stark beschädigt, dass sie vor Ort verschrottet wurde.

Die Lokomotive 111 004 wurde am 24. November 2006 durch einen Unfall mit einem Lkw auf einem Bahnübergang bei . zerstört Eschenlohe stark beschädigt. Diese Lokomotive wurde zum Bw München gebracht und am 30.05.2008 zusammen mit zwei Lokomotiven der Baureihe 110 zerstört.

Lokomotive 111 090, die ein Regionalexpress ist (Regionalexpress) in Richtung . gezogen Braunschweig, reingefahren peine am 16. Juni 2010 am Ende des Abends auf mehreren entgleisten Güterwagen. Durch die Wucht der Kollision durchbrach die Lokomotive eine Lärmschutzwand und landete im Garten eines Wohnblocks. Der Fahrer wurde schwer verletzt. Die Lokomotive wurde stark beschädigt und am 28. Juni 2010 nach einer Unfalluntersuchung verschrottet.[1],[2]

Konstruktion und Technik

Die Lokomotive hat einen Stahlrahmen. Bei den Drehgestellen wird jede Achse von einem Elektromotor angetrieben.

Zahlen

Die Lokomotiven werden von der Deutschen Bundesbahn (DB) wie folgt nummeriert.

  • 111 001 – 005: Prototyp, gebaut von Krauss-Maffei
  • 111 006 – 070: erste Serie, gebaut von Krauss-Maffei
  • 111 071 – 110: zweite Serie, gebaut von Krauss-Maffei
  • 111 111 – 188: dritte Serie, gebaut von Krauss-Maffei, Krupp und Henschel, ausgestattet mit Zeitmultiplex Wendezugsteuerung (ZWS)
  • 111 189 – 227: vierte Serie, gebaut von Krauss-Maffei, Krupp und Henschel

Zugverkehr

Die Lokomotiven werden von der Deutschen Bahn (DB) im Personenverkehr auf verschiedenen Strecken unter anderem in Deutschland und Österreich eingesetzt.

Fotos

Literatur

  • Gustav Nagel: 'Baureihe 111. Im Führerstand'. Im: Lok-Magazin. jrg 41, Nr. 253, GeraNova Zeitschriftenverlag, München 2002, ISSN 0458-1822, S. 54–57.
  • Eisenbahnen; verschiedene Jahrgänge. Gerrit Nieuwenhuis, Richard Latten. Herausgeber de Alk BV, Alkmaar.

Externer Link

  • (das) DB - Offizielle Website
Siehe die Kategorie Baureihe 111 von Wikimedia Commons für Mediendateien zu diesem Thema.